Inhaltsverzeichnis:
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1. Einleitung und Aufbau der Arbeit 1
2. Relevanz des Themas 1
3. Methodik 6
4. Thematische Abgrenzung 7
5. Forschungsfragen 7
6. Gegenstandsbenennung/Begriffsdefinitionen 8
6.1 Was ist Kultur? 8
6.2 Die Kultur einer Nation 9
6.3 Identitäten 10
6.4 Kulturelle Identitäten 11
6.5 Kulturelle Vielfalt 12
6.6 Kultureller Pluralismus 12
6.7 Multikulturalismus 13
6.8 Informations- und Kommunikationstechnologien 13
7. Kultureller Pluralismus: Untergang oder Motor der Identität einer Nation? 15
7.1 Der Unterschied zwischen kulturellem Pluralismus
und Multikulturalismus 15
7.2 Von der Kulturellen Vielfalt zum Kulturellen Pluralismus 16
7.3 Der Einfluss der Informations- und
Kommunikationstechnologien auf die Kultur 17
7.4 Exkurs: „Uncertainty Reduction Theory“ 17
7.5 Informations- und Kommunikationstechnologien und die Armut 19
7.6 Die Wissensklufthypothese 21
7.7 Kultureller Pluralismus und die
Informations- und Kommunikationstechnologien 24
7.8 Die Veränderung der Kultur durch die
Informations- und Kommunikationstechnologien 29
7.9 Wie der Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS)
versucht die Weichen für die Zukunft zu stellen 30
7.10 Ein kurzer Überblick über die im Kapitel 7.8
angesprochenen drei Punkte 31
Seite
8. Beantwortung der Forschungsfragen 33
9. Fazit und Erkenntnisse 36
10. Literaturliste und Abbildungsverzeichnisse 38
1. Einleitung und Aufbau der Arbeit
Die vorliegende Seminararbeit handelt einerseits vom Einfluss der Informations- und Kommunikationstechnologien auf die kulturelle Entwicklung beziehungsweise auf den vorherrschenden kulturellen Pluralismus in unserer Gesellschaft. Andererseits soll hier auf die Möglichkeiten und Chancen, welche durch die Informations-und
Kommunikationstechnologien im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung des kulturellen Pluralismus zu Verfügung stehen, eingegangen werden.
Dabei will ich für diese Arbeit folgenden Aufbau verwenden: in den nachfolgenden Kapiteln, welche ebenfalls zur Einleitung gehören, soll zunächst, die Relevanz des Themas erläutert werden. Im den darauf folgenden Abschnitten wird die Methodik dieser Arbeit behandelt und auch die thematische Abgrenzung erfolgen. Diese Abgrenzung erscheint mir im vorliegenden Fall äußerst wichtig, da ich dieses Thema als sehr umfassend empfinde und befürchte, dass es sehr leicht ausufern könnte.
Die Gegenstandsbenennung bzw. die darin als Unterkapitel enthaltenen Begriffsdefinitionen sind ein weiterer Teil dieser Arbeit. Darauf folgt der Hauptteil dieser Seminararbeit. Darin wird das Thema anhand der von mir gewählten Literatur aufbereitet und ausgearbeitet um dann die Forschungsfragen beantworten zu können. Das Ende dieser Arbeit soll ein Fazit bilden, in welchem ich die wichtigsten Punkte noch einmal kurz aufbereiten will.
2. Relevanz des Themas
Annähernd alle Menschen auf dieser Welt leben mehr oder weniger in multikulturellen, möglicherweise auch kulturell pluralistischen Gesellschaften. Auf den ersten Blick vermeintlich homogene Gesellschaften, wie etwa die der Aborigines in Australien oder jene der Inkas vor der „Entdeckung Amerikas“ durch Christoph Kolumbus existieren heute nicht mehr. Doch auch diese Urbevölkerung Australiens setzte sich aus der…
„…indigene Bevölkerung des australischen Kontinents […] den Aboriginess [sic] des Festlands und den Torres-Strait-Insulanern zusammen, die auf den Inseln der Torres-Straße zwischen Queensland und Papua-Neuguinea leben. Vor der Ankunft der Europäer betrug ihre Zahl Schätzungen zufolge zwischen 300.000 und 1 Million Menschen.“ (Wikipedia: online)
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Diese Urvölker wiederum…
„…stellten [aber] kein einheitliches Volk dar, sondern gehörten einer Vielzahl verschiedener Kulturen mit über 200 unterschiedlichen Sprachen an, die entsprechend den Australischen Sprachen und dem Melanesischen zuzuordnen sind.“ (Wikipedia: online)
Man kann also sehen, dass selbst diese steinzeitlichen Gesellschaften schon eine Art mulikulturelles Leben, vielleicht sogar einen „kulturellen Pluralismus“, hatten. Doch, selbst wenn, dieser „kulturelle Pluralismus“ war, in heutigen globalen Dimensionen betrachtet, doch verhältnismäßig lokal und kulturell gesehen kaum vermischt.
Heutzutage bilden eventuell noch Bewohner sehr entlegener Gebiete wie beispielsweise die Inuit in Grönland, Kanada, Alaska und Teilen Sibiriens, eine Art homogene Gesellschaft, wobei natürlich auch diese, wenn auch kaum genetisch oder kulturell fremd durchmischt, so doch durch fremde Kulturen via Medien, wie eben dem Internet, zumindest beeinflusst werden. (Vgl. schlauweb: online) Das traditionelle Leben der Inuit gibt es seit den 60ern des vergangenen Jahrhunderts nicht mehr.
„Seit dem 2. Weltkrieg unterliegt die Inuit-Kultur starken Umwälzungen: Das Nomadenleben ist seit Ende der 1960er Jahre praktisch zu Ende, und die Inuit bewohnen in diesen Tagen im Süden Kanadas vorgefertigte, wegen des Permafrosts auf Stelzen errichtete Siedlungshäuser. Diese Häuser werden mit Ölöfen beheizt (jedes Haus mit Heizölvorratstank). Frischwasser wird mit dem Tanklastwagen gebracht, und das verbrauchte Wasser wird auch mit Tanklastern abtransportiert. Kochplatz mit Elektroherd, Spüle, Gefrierschrank, Waschraum mit Brause und/oder Wanne und Spültoilette, selbst Waschvollautomat und Wäschetrockner sind üblich. Das TV-Gerät läuft fast rund um die Uhr. Korrespondenzen werden mit Hilfe von Fax-Geräten und E-Mail-Anschlüssen erledigt.“ (schlauweb, o.A.: online)
Wobei es bei den Inuit sicherlich zu einer Sonderstellung des Internets kommt, wie der nachstehende Artikel zeigt:
“In Alaska, the Inuit people are attempting to use the Internet to strengthen their culture. But they’re centering their Internet access around elementary schools. This may be unavoidable; and they’re attempting to color this by saying that the Inuit culture “has always respected and valued the contribution of youth to community”, so its natural that they use the local school. But schools are a western contribution to Inuit culture to begin with, and the Internet may well strengthen the western-ness of the elementary school experience. Time will tell.“(Stratton o.J.: online)
Sobald es sich um Gesellschaften in den westlichen Industrieländern handelt, existiert solch eine Homogenität schon seit Jahrhunderten nicht mehr. Als ein klassisches Beispiel für Multikulturalismus, sind jedenfalls die Vereinigten Staaten von Amerika am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts anzusehen. Menschen der unterschiedlichsten Kulturen verließen Ihre Heimatländer, bedingt durch miserablen Lebens- und Wirtschaftsbedingungen in den eigenen Ländern, um in Nordamerika ihr Glück zu finden. All diese Kulturen trafen sich in diesem „melting pot“. Doch es dauerte Jahrzehnte bis aus
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diesem Multikulturalismus eine (annähernd) pluralistische Gesellschaft wurde. Und dieser Prozess dauert nach wie vor an. Doch zur Unterscheidung von multikulturalistischen und pluralistischen Gesellschaften komme ich noch später in dieser Arbeit.
Nun kann man sagen - ohne dies wissenschaftlich näher Begründen zu müssen, da dieser Zustand von jedem Mitglied einer Gesellschaft täglich beobachtbar ist und weiter oben in dieser Arbeit schon durch die Urbevölkerung Australiens bewiesen wurde - dass ein dauernde Durchmischung der Kulturen und der Menschen, die diese Kulturen „leben“, den modernen Menschen genau dort hin gebracht hat, wo er heute steht. All das Wissen um Kunst, Literatur, Technik usw. hat sich durch diese über jahrtausende andauernde Vermischung und der damit verbundenen Quelle des Wissenstransfers, der Erneuerung und der Phantasie (vergleiche dazu das Kapitel 6.5: „Kulturelle Vielfalt“ in dieser Arbeit, Seite 12) erst gebildet. Das heißt kurz gesagt, diese Vermischung der Kulturen scheinen der Grundstein und auch der Motor unserer modernen Kultur zu sein. Dies sehen jedoch nicht alle Mitglieder unserer Gesellschaft so. Nehmen wir zum Beispiel die nationalpopulistischen Parteien in Österreich, Italien, Deutschland oder Belgien - um nur einige davon zu nennen - so ist für die Anhänger dieser, die kulturelle Vermischung und der daraus entstehende kulturelle Pluralismus unvorstellbar und gehört unterbunden. Auf die Spitze trieben dies sicherlich die Nationalsozialisten in Europa während des Dritten Reichs.
„Die Nationalsozialisten versuchten nach 1933, die ‚Reinheit der deutschen Kultur’ durch Aussonderung oder Ausrottung alles Anderen, angeblich Undeutschen, Minderwertigen, Abartigen und Entarteten wiederherzustellen. Die ‚US-amerikanische-jüdische-Niggerkultur’ wurde bei diesem Unterfangen zu einem Hauptangriffspunkt.“(Wagnleitner 1989: 25)
Alles was kulturell, aber vor allem abstammungsmäßig, sei dies nun religiös oder „völkisch“, wie damals dazu so gerne gesagt wurde, „anders“, nicht deutsch, oder auch kulturell im Sinne der Nationalsozialisten nicht „rein arisch“ war, wurde als zweit-, oder drittklassig, als degeneriert bezeichnet und dementsprechend verfolgt. Diese Einstellung änderte sich nach dem Ende des Dritten Reichs nicht sofort, denn dafür war es während der der NS-Diktatur doch zu sehr in den Köpfen der Menschen „eingebrannt“ worden, dann aber glücklicherweise nachhaltig drastisch.
Doch auch heute, in einer Zeit der medialen Vernetzung, im Zeitalter der Informations- und Kommunikationstechnologien, die einem Individuum (die dementsprechende Infrastruktur in Form eines PC oder ähnlichem und einen Internetanschluss vorausgesetzt) (vergleiche hierzu auch Kapitel 7.5 „IKT und die Armut“, Seite 19 in dieser Arbeit), jegliche Möglichkeiten bietet (beziehungsweise bieten würde), sich über alle Kulturen dieser Welt
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eingehend Informationen einzuholen, ist das Zusammenleben der einzelnen Kulturenwenn man dies überhaupt als ein „zusammen-leben“ und nicht eher als ein „nebeneinander-leben“ bezeichnen will - innerhalb einer Nation, einer Stadt oder einer Gemeinde nicht unproblematisch - und hochaktuell. Die Problematik und die damit verbundenen ansteigenden Anforderungen an die Bewohner und die Regierung, aber auch die damit verbundene steigende Verantwortung einer Nation bezüglich ihrer kulturellen Vielfalt, versuchte die amtierende österreichische Außenministerin Ursula Plassnik im Zuge Ihrer Rede am „Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung“ am 21. Mai 2008 klar zu machen:
„’Die Vielfalt an Kulturen und Lebensformen wächst - in Österreich, Europa und weltweit. Die Erwartungen und Anforderungen an unsere Fähigkeiten zum Miteinander werden immer größer. Mehrsprachigkeit und Konfliktlösungskompetenz sind ebenso gefragt, wie das Wissen über die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge in unserer zunehmend vernetzten und dabei auch verletzbareren Welt. Wir müssen uns ständig bewusst machen, was uns als Individuen und Gesellschaften in der Vielfalt verbindet.’ […] ‚Gelebter kultureller, religiöser und ethnischer Pluralismus kann sich nicht in einem Umfeld von Beliebigkeit und Ignoranz entfalten. Kulturelle Vielfalt darf vor allem kein Argument dafür sein, die universelle Geltung von Menschenrechten und Grundfreiheiten für alle Menschen - Frauen wie Männer - in Frage zu stellen. Um aktiv gelebt zu werden, braucht Vielfalt klare politische und rechtliche Rahmenbedingungen. Schutz vor Diskriminierung, gegenseitiger Respekt und Verständnis füreinander sind unabdingbare Voraussetzungen für einen erfolgreichen Dialog zwischen den Kulturen und Religionen. Das gemeinsame Ziel des Dialogs ist Frieden und Sicherheit auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene’, so Plassnik.’ “ (Plassnik 2008: online)
Dies lässt den Schluss zu, dass das von mir gewählte Thema dieser Arbeit „Kultureller Pluralismus + IKT: Untergang oder Motor der ursprünglichen Identität einer Nation?“, über sechzig Jahre nach den schlimmsten Ausartungen, die anderen Menschen und Kulturen angetan werden konnte, nichts an seiner Aktualität und Brisanz verloren hat. Und auch nicht durch die Möglichkeiten des Computerzeitalters, in dem nationale Grenzen immer mehr „verwischen“ und einem der Internetuser in Mexico City mit seinen Problemen „näher“ ist, als der Nachbar eine Tür weiter, seine Problematik verloren hätte. Xenophobische Ängste scheinen das Zusammenleben in unserer Gesellschaft zu dominieren.
Wie hochaktuell das Thema auch bei den Nationalratswahlen im Sommer/Herbst 2008 sein wird, zeigt eine Studie des Menschenrechtsbeirates der Stadt Graz vor der Gemeinderatswahl 2008. Titel dieser Studie war „Kein Wahlkampf auf Kosten von Menschen“. Dazu wurden knapp 300 Texte, Plakate, Programme, und so weiter von Kandidaten nach den, von Ihnen verwendeten, Themen analysiert:
„- Gleichstellung und Frauen, - Ethnische Herkunft, Migration und Integration,
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- Kinderrechte,
- Religionsfreiheit und Private Freiheiten,
- Bürgerrechte und Sicherheit sowie
- soziale Rechte wie Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit oder Armut oder Rechte von Menschen mit Behinderung. Das häufigste Thema bleibt mit ca 30 % die „Ethnische Herkunft“ und hier ging es hauptsächlich um Fragen der „Integration“, BZÖ, und Grüne hatten die meisten Äußerungen dazu. 22 Beobachtungen betreffen die FPÖ, die betreffenden Äußerungen müssen in erster Linie der „ethnische Diskriminierung“, insbesondere Hautfarbe und „Rasse“, zugeordnet werden.
Um „Religion(sfreiheit)“ ging es nur in 15 Beobachtungen, alle zum Islam (10 besonders aggressive von der FPÖ). Soziale Rechte wurden in 61 Beobachtungen thematisiert (mit 25 % das zweitstärkste Thema), um Bürgerrechte und Sicherheit ging es in 23 Fällen (wovon 12 von der ÖVP stammen).“ (Der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz 2007: online)
Abbildung 1: „Verteilung der Themen“
Quelle: http://images.google.at/imgres?imgurl=http://www.wahlkampfbarometer-graz.at/cms/typo3temp/pics/f93a1c4246.jpg&imgrefurl=http://www.wahlkampfbarometer-
graz.at/cms/index.php%3Fid%3D58&h=414&w=576&sz=26&hl=de&start=41&tbnid=UojuLDacd6r8kM:&tbnh=9
6&tbnw=134&prev=/images%3Fq%3Dkultureller%2Bpluralismus%26start%3D21%26gbv%3D2%26ndsp%3D2
1%26hl%3Dde%26sa%3DN
Im Zusammenhang mit dieser Arbeit ist lediglich der Punkt 2: „Ethnische/nationale Herkunft“ relevant. Wie unschwer aus der Grafik ablesbar ist, dominierte dieses Thema noch vor „Soziale Rechte“. Die Betreiber der Studie kamen zu nachstehendem Ergebnis:
„Aus dem befürchteten ‚Ausländerwahlkampf’ ist in Graz ein ‚Integrationswahlkampf’ geworden. Es besteht ein weitgehender Konsens über die Notwendigkeit einer vernünftigen Debatte zum Zweck eines friedlichen und respektvollen Miteinander [sic]. Grüne, KPÖ, ÖVP und SPÖ bieten Beispiele zu
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fördernden und einschließenden Ansichten und zum Teil auch bemerkenswerte Lösungsvorschläge: Ausdrückliche Forderungen nach kommunalem Wahlrecht von KPÖ und Grünen; Begrüßung von Zuwanderung durch die SPÖ; Pflege von Herkunftstraditionen und kritische Auseinandersetzung mit kulturellen Unterschieden von der ÖVP; Zweitlehrpersonen in kulturell diversen Klassen von ÖVP und BZÖ; Förderung der ‚mitgebrachten’ Ressourcen und Fähigkeiten, insbesondere der Sprachenvielfalt von ÖVP und Grünen, um nur einige zu nennen.
Der ‚Integrationswahlkampf’ der Grünen, der KPÖ, der ÖVP und der SPÖ wird aufgrund der aktiv fördernden Positionen zugunsten von Menschen mit der grünen Ampel bewertet. Das BZÖ bleibt insgesamt populistisch ausländerfeindlich: Dem Integrations-, Sicherheits- und Sozialdiskurs des BZÖ muss unter Einbeziehung aller Überlegungen und trotz Einlenken in einzelnen Bereichen eine rote Ampel wegen fortdauernder und nachdrücklicher Diskriminierung und rassistischer Belästigung von Personen anderer kultureller, nationaler oder ethnischer Herkunft wie aufgrund der Hautfarbe angezeigt werden.
Für die Diskurse der FPÖ zu ethnischer Herkunft, Integration, kulturellen Pluralismus und Neutralität gegenüber Weltanschauung und Religion ist eine ungeheuerliche Ideologisierung und ein erschreckender Hass gegenüber allen Andersdenkenden, Andersgläubigen, Zugewanderten festzustellen. Die Lösungsvorschläge sind in ihrem Fanatismus beängstigend und bedrückend. In den Aussendungen und Aussagen ist von ‚Feindreligion’, von ‚Koalitionen gegen den Islam’, von der ‚sozialbiologistisch-genetischen’ Begründung von Minderwertigkeit aufgrund der Hautfarbe, von perversen Sexualvorlieben von Muslimen, von Überfremdung oder Untergang der
Ursprungsbevölkerung die Rede. Es erübrigt sich, näher auf die Hetzkampagne der FPÖ zum hier behandelten Themenbereich einzugehen, alles andere als eine rote Ampel für den Umgang könnte aus menschenrechtlicher Sicht nicht vertreten werden.“ (Der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz 2007: online)
3. Methodik
Bei dieser Seminararbeit für das Magisterstudium der Kommunikationswissenschaft handelt es sich um eine Literaturarbeit. Die Beantwortung der von mir gewählten Forschungsfragen erfolgt anhand der relevanten wissenschaftlichen Literatur. Beim methodischen Ansatz handelt es sich um eine Literaturanalyse bzw. -recherche. Dabei wurde von mir, wie am kommunikationswissenschaftlichen Fachbereich in Salzburg üblich, die so genannte „Amerikanische Zitierweise“ bzw. „Harvard Citation“ verwendet. Da es sich bei dieser Arbeit um eine Seminararbeit handelt, kann natürlich nicht der Anspruch erhoben werden, die gesamte, in Frage kommende Literatur durchforscht zu haben. Die gewonnen Forschungsergebnisse beziehen sich auf die in der Bibliografie angegebenen kommunikationswissenschaftlichen Fachliteratur.
Abschließend sei an dieser Stelle noch ausdrücklich erklärt, dass ich mich entschieden habe, auf das sogenannte „Gendern“ zu verzichten und anstelle dessen das generische Maskulinum verwenden werde. Ich weise hiermit darauf hin, dass mit diesem Verzicht keinerlei Diskriminierung verbunden ist, sondern dies rein der Flüssigkeit und Lesbarkeit dieser Arbeit dienlich sein soll. Diese Vorgehensweise ist laut interner Richtlinien des kommunikationswissenschaftlichen Fachbereichs möglich.
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Arbeit zitieren:
Bernhard Schöps, 2008, Kultureller Pluralismus + IKT: Untergang oder Motor der ursprünglichen Identität einer Nation?, München, GRIN Verlag GmbH
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