Seminararbeit „Elektronische Marktplätze“ von Sascha Noack 1
Noack, Sascha
6. Semester
Abgabetermin: 04.12.2002
Seminararbeit „Elektronische Marktplätze“ von Sascha Noack 2
Inhaltsübersicht
1. Einleitung 4
2. Einstieg in die Thematik E-Commerce und elektronische Märkte 4
2.1 Definition des E-Commerce 4
2.2 Elektronische Marktplätze 5
3. Erscheinungsformen und Ausprägungen elektronischer Marktplätze 6
3.1 Klassifizierung anhand der Art der Betreibermodelle 6
3.1.1 „Betreiber Nachfrager“ - Modell 6
3.1.2 „Betreiber Anbieter“ - Modell 6
3.1.3 Neutrales Betreiber - Modell 6
3.2 Unterscheidung anhand der gehandelten Produkte und Dienstleistungen 7
3.2.1 Verwendungszweck 7
3.2.2 Beschreibung 7
3.2.3 Beschaffenheit 7
3.3 Differenzierung anhand des Branchenbezuges 7
3.3.1 Horizontale Marktplätze 7
3.3.2 Vertikale Marktplätze 8
3.4 Unterscheidung nach Art des Zugangs 8
3.4.1 Geschlossene Marktplätze 8
3.4.2 Offene Marktplätze 8
3.5 Unterschiedliche Marktmechanismen 9
3.5.1 Schwarze Bretter 9
3.5.2 Auktionen 9
3.5.2.1 Englische Auktionen 10
3.5.2.2 Holländische Auktionen 10
3.5.2.3 Reverse Auctions 10
3.5.2.4 Geheime Höchstpreis-Auktion und Vickrey Auktion 10
3.5.3 Börsen 10
3.5.4 Kataloge 11
Seminararbeit „Elektronische Marktplätze“ von Sascha Noack 3
4. Sicherheit beim elektronischen Handel 11 4.1 Abhörsicherheit 11
4.2 Authentizität und Integrität 11 4.3 Zugangskontrolle 12 4.4 Zeitsignatur 12 4.5 Verfügbarkeit 12 4.6 Auditing 12
5. Business Services - Zahlungsabwicklung 13
6. Vorstellung des Marktplatzes SupplyOn 14 6.1 Unternehmensdaten 14 6.2 Art des Marktplatzes 14 6.3 Funktionalitäten 15 6.3.1 Einkauf 15 6.3.2 Verkauf 15 6.3.3 Logistik 15 6.3.4 Engineering 16
7. Ein Blick in die Zukunft 16
Quellenverzeichnis 18
Anhang 20
Seminararbeit „Elektronische Marktplätze“ von Sascha Noack 4
1. Einleitung
Nach dem Ende des New-Economy-Hypes und zahlreichen Pleiten auch im Bereich der elektronischen Marktplätze sind diese trotzdem ein wichtiger Bestandteil im B2B-Handel geworden.
Im Vordergrund steht eine automatisierte Unterstützung der Teilnehmer bei der Anbahnung und Abwicklung von Geschäften.
Die Hausarbeit befasst sich zunächst mit den Begriffen „E-Commerce“ und „Elektronische Marktplätze“ um dann in Kapitel 3 detailliert auf die Erscheinungsformen und Ausprägungen von elektronischen Märkten einzugehen.
Ein wichtiger Aspekt ist die Sicherheit bei der Anbahnung und Abwicklung von Geschäften über das Internet, da hier oft geschäftskritische Daten über öffentliche Netze übertragen werden. In Kapitel 4 werden verschiedene Sicherheitsanforderungen an einen Marktplatz abgehandelt.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Überleben eines Online-Marktplatzes sind sicher die integrierten Zusatzleistungen (eServices), welche am Beispiel der Zahlungsabwicklung in Kapitel 5 erklärt werden.
In Kapitel 6 wird der Marktplatz SupplyOn, der im Jahre 2000 von und für die Automobil-Zuliefererindustrie ins Leben gerufen wurde, genauer betrachtet.
Auf die Chancen/ Risiken sowie die strategischen Erfolgsfaktoren elektronischer Marktplätze wird im Rahmen einer weiteren Hausarbeit eingegangen.
2. Einstieg in die Thematik E-Commerce und elektronische Märkte
2.1 Definition des E-Commerce
„Doing business electronically“ 1 ist wohl die kürzeste Definition des Begriffes E-Commerce. Dieser kann auch als Transaktion zwischen selbständingen Wirtschaftssubjekten, durch die der Austausch von wirtschaftlichen Gütern gegen Entgelt begründet wird (Handel im weiten funktionellen Sinn), definiert werden. Hierbei wird nicht nur das Angebot elektronisch offeriert, sondern es erfolgt auch die Bestellung bzw. die Inanspruchnahme elektronisch unter Verwendung eines interaktiven Mediums. 2
Somit ist schon eine einfache Bestellung per Internet über die Website bzw. den Online-Shop eines Anbieters eine E-Commerce-Aktivität.
1 Vgl. Internetquelle: www.cordis.lu/esprit/src/ecomcom.htm: Europäische Kommission, ESPRIT: European
Initiative in Electronic Commerce, 1997
2 Vgl. Hermanns & Sautter: Die elektronische Geschäftsabwicklung über öffentliche und private Netze, 1999,
S. 4
Seminararbeit „Elektronische Marktplätze“ von Sascha Noack 5
2.2 Elektronische Marktplätze
Märkte werden als Orte des Tausches, an denen Angebot und Nachfrage aufeinander treffen, definiert. 3
Unter elektronischen Marktplätzen, einem Teilbereich des E-Commerce, versteht man Systeme, auf denen mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken marktähnliche Transaktionen zwischen Käufern und Anbietern stattfinden. Elektronische Marktplätze sind Many-to-One-to-Many Beziehungen, d.h. die Marktteilnehmer auf Verkäufer- und auf Käuferseite lösen ihre bisherigen Point-to-Point Beziehungen auf und tätigen ihre Geschäfte über einen gemeinsamen virtuellen Handelsraum. 4
Hierzu ist noch auf den Begriff One-Stop-Shopping zu verweisen, welcher wörtlich übersetzt „alles aus einer Hand bedeutet“: 5
Auf einem Marktplatz muss der Einkäufer nicht mehr verschiedene Webseiten ansteuern oder teure EDI-Schnittstellen zu seinen Stammlieferanten realisieren, sondern kann seine Geschäfte bequem und zeitsparend über eine Plattform abwickeln. 6 Elektronische Marktplätze unterstützen idealerweise folgende Transaktionsphasen einer Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen:
In der Informationsphase findet der erste Kontakt zwischen den am Marktplatz agierenden Unternehmen statt. Hier informiert sich der Interessent über ein Produkt, dessen Spezifikationen, Preis, Lieferbedingungen, etc. der verschiedenen Anbieter und entscheidet dann, ob und von wem er dieses Produkt beziehen möchte. 7 Hier ist schon ein Vorteil elektronischer Märkte gegenüber konventionellen Beschaffungsvorgängen ersichtlich: der Interessent muss nicht in unzähligen Katalogen blättern und mehrere Internetseiten durchforsten, sondern bekommt die gewünschte Information gebündelt auf einer Plattform.
Die Kontaktaufnahme mit dem ausgewählten Anbieter, sowie die Verhandlungen der Liefer-und Zahlungsbedingungen und der Garantie- und Serviceleistungen finden in der Vereinbarungsphase statt. Die Durchführungsphase umfasst das eigentliche Geschäft: die Ware gelangt zum Kunden und der Kunde bezahlt im vereinbarten Verfahren. Die After-Sales-Phase bietet Retourenabwicklung, Kundendienst und sonstige Serviceleistungen. 8
3 Vgl. Brenner W./ Breuer: Elektronische Marktplätze, 2001, S. 142
4 Vgl. Glasner, Dr. Kurt: Information Management & Consulting 16, 2001, S. 80
5 Vgl. Internetquelle: www.eboss.ch/glossar.html
6 Vgl. Deutsch, Markus: Electronic Commerce, 1999, S. 62 ff.
7 Vgl. Heilmann, Heidi: Elektronische Marktplätze, HMD 223, 2002, S. 10
8 Vgl. Heilmann, Heidi: Elektronische Marktplätze, HMD 223, 2002, S. 10
Arbeit zitieren:
Dipl.Betriebswirt; MBA Sascha Noack, 2002, Elektronische Marktplätze, München, GRIN Verlag GmbH
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