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Präsuppositionen

Titel: Präsuppositionen

Hausarbeit , 2004 , 18 Seiten

Autor:in: Sören Meyer (Autor:in)

Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit, mit dem Titel „Präsuppositionen“, beschäftigt sich mit dem sprachlichen Phänomen der Präsupposition.
Hierbei werden im ersten Teil der Arbeit die Merkmale und Arten von Präsuppositionen, anhand von verschieden Beispielsätzen, vorgestellt. Auf die Entwicklung des Präsuppositionsbegriffs, sowie den geschichtlichen Hintergrund der Präsuppositionsforschung, soll hier nicht weiter eingegangen werden.
Im zweiten Teil der Arbeit sollen dann verschiede Arten von Präsuppositionen, anhand von Beispielen aus transkribierten Gesprächen, in der „normalen“, alltäglichen Kommunikation, dargestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was sind Präsuppositionen?

3. Semantische Präsuppositionen

4. Pragmatische Präsuppositionen

5. Präsuppositionsauslöser/-Typen

6. Problematische Eigenschaften der Präsuppositionen

7. Darstellung präsuppositionaler Phänomene anhand von Beispielen aus transkribierten Gesprächen

7.1. Beispiel 1

7.2. Beispiel 2

7.3. Beispiel 3

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das sprachwissenschaftliche Phänomen der Präsuppositionen, erläutert deren theoretische Grundlagen und analysiert ihre Anwendung in alltäglichen, transkribierten Kommunikationssituationen.

  • Charakteristika und Definition von Präsuppositionen
  • Unterscheidung zwischen semantischen und pragmatischen Voraussetzungen
  • Systematik der Präsuppositionsauslöser
  • Kontextabhängigkeit und Annullierung von Präsuppositionen
  • Empirische Anwendung anhand von Gesprächsbeispielen

Auszug aus dem Buch

7.1. Beispiel 1

Bei diesem Beispiel handelt es sich um einen Gesprächsmittschnitt aus einem Telefongespräch zwischen zwei Kommilitoninen (hier als A und B angegeben). Im Laufe des Gesprächs sprechen die beiden Kommilitoninen auch über die Besprechung des Themas, einer schriftlichen Arbeit, die eine der beiden (B) zu schreiben beginnt (der Lehrende, mit dem das Thema besprochen wurde, wird hier zwar nicht namentlich genannt, ist aber beiden bekannt). Im Laufe dieses Gesprächs macht B nun folgende Äußerung:

„ [...] Da war der dann auf einma richtig zugänglich, ob das daran lag, daß er nich viel Zeit hatte un endlich zum Schluß kommen wollte, ich weiß et nich. [...]“ (Text 3)

>> Er ist (normalerweise) nicht so zugänglich.

Wenn nun jemand, der weder A noch B persönlich kennt, diese Äußerung nun zufällig mithört, so wird er wohl nicht verstehen, um was es bei diesem Gespräch, der beiden, geht. Es fehlt der referentielle Bezug, d. h. er weiß nicht, wer mit der bezeichnet ist und warum er „auf einma richtig zugänglich (ebd.)“ geworden ist (vgl. Ebert 1973).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema Präsuppositionen ein und skizziert das methodische Vorgehen, welches theoretische Erläuterungen mit Beispielen aus der Alltagskommunikation verknüpft.

2. Was sind Präsuppositionen?: Dieses Kapitel definiert Präsuppositionen als notwendige Voraussetzungen für die Sinnhaftigkeit einer Äußerung und hebt die Konstanz unter Negation als zentrales Merkmal hervor.

3. Semantische Präsuppositionen: Es wird erläutert, wie diese Form der Voraussetzung direkt an die sprachliche Form und spezifische Wortbedeutungen eines Satzes gebunden ist.

4. Pragmatische Präsuppositionen: Hierbei wird die Abhängigkeit der Voraussetzungen vom Sprecher-Hörer-Kontext und dem geteilten Weltwissen in den Mittelpunkt gerückt.

5. Präsuppositionsauslöser/-Typen: Dieses Kapitel systematisiert verschiedene sprachliche Auslöser wie Kennzeichnungen, faktive Verben und Partikeln, die Präsuppositionen hervorrufen.

6. Problematische Eigenschaften der Präsuppositionen: Es werden Grenzen der bisherigen Definitionen aufgezeigt, insbesondere die Möglichkeit der Annullierung in spezifischen Kontexten.

7. Darstellung präsuppositionaler Phänomene anhand von Beispielen aus transkribierten Gesprächen: In diesem praktischen Teil wird anhand dreier Beispiele veranschaulicht, wie Präsuppositionen in natürlicher Kommunikation funktionieren.

7.1. Beispiel 1: Analyse eines Gesprächsausschnitts über das Verhalten eines Lehrenden, um die pragmatische Natur der Voraussetzung zu verdeutlichen.

7.2. Beispiel 2: Untersuchung einer Äußerung über einen Ortswechsel, die auf geteiltem Hintergrundwissen zwischen den Gesprächspartnern basiert.

7.3. Beispiel 3: Erläuterung einer Selektionsbeschränkung, die das Verständnis impliziter Informationen in einem Gespräch über Tampons steuert.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Präsuppositionen komplexe Interaktionen zwischen Semantik und Pragmatik erfordern, die bisher noch keiner abschließenden theoretischen Gesamtlösung zugeführt wurden.

Schlüsselwörter

Präsupposition, Pragmatik, Semantik, Konstanz unter Negation, Kommunikationsregeln, Kontextabhängigkeit, Sprachphilosophie, Gesprächsanalyse, Präsuppositionsauslöser, Existenzpräsupposition, Faktive Verben, Weltwissen, S-Familien-Test, Annullierung, Sprachwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem linguistischen Phänomen der Präsupposition, also den Voraussetzungen, die eine Äußerung wahr oder sinnvoll machen, ohne explizit ausgesprochen zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Unterscheidung von semantischen und pragmatischen Präsuppositionen, verschiedene sprachliche Auslöser sowie die Bedingungen unter denen solche Voraussetzungen in der Kommunikation annulliert werden können.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Begriff der Präsupposition theoretisch zu erfassen und zu demonstrieren, wie diese Mechanismen in realen, transkribierten Gesprächssituationen funktionieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Definition, Kategorisierung bekannter Präsuppositionstypen und der Anwendung dieser Erkenntnisse auf empirische Beispiele aus transkribierten Alltagsgesprächen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Differenzierung der Präsuppositionstypen, die systematische Auflistung der Auslöser sowie die Analyse von konkreten Gesprächsbeispielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Präsupposition, Pragmatik, Semantik, Kontextabhängigkeit, Kommunikationsregeln, Annullierung und Sprachliches Wissen.

Wie unterscheiden sich semantische und pragmatische Präsuppositionen laut dem Autor?

Semantische Präsuppositionen sind rein an die sprachliche Form und den Text gebunden, während pragmatische Präsuppositionen vom Kontext und dem wechselseitigen Hintergrundwissen der Gesprächspartner abhängen.

Warum ist das Projektionsproblem für die Präsuppositionsforschung relevant?

Es beschreibt das Phänomen, dass Präsuppositionen in manchen Kontexten erhalten bleiben und in anderen trotz erwartetem Fortbestehen aufgelöst werden, was die Suche nach einer einheitlichen Theorie erschwert.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Präsuppositionen
Hochschule
Universität Hamburg
Autor
Sören Meyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
18
Katalognummer
V126166
ISBN (eBook)
9783640315208
ISBN (Buch)
9783640318551
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Präsuppositionen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sören Meyer (Autor:in), 2004, Präsuppositionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126166
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Leseprobe aus  18  Seiten
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