Inhaltsverzeichnis
1 PROBLEMATIK DER SYNTAX: Was ist ein Satz? 3
2 UNTERSCHIED ZWISCHEN SYNTAX UND GRAMMATIK 3
3 DEFINITION VON SYNTAX 3
4 UNTERSCHEIDUNG ZWISCHEN SATZ UND ÄUßERUNG 4
5 SYNTAGMATISCHE UND PARADIGMATISCHE RELATION (nach DE
SAUSSURE) 5
5.1 Syntagmatische Relation 5
5.2 Paradigmatische Relation 5
6 FUNKTION VON SATZGLIEDERN 6
7 TRADITIONELLE GRAMMATIK (nach ARISTOTELES) 6
7.1 Satzkonstruktionen 7
7.2 Satzarten 7
7.3 Satzformen 7
8 SCHULGRAMMATIKALISCHER ANSATZ 8
8.1 Wortarten 8
8.2 Wortgruppen 9
9 DEPENDENZ- UND VALENZGRAMMATIK 10
9.1 Nachteile der Dependenz- und Valenzgrammatik 11
10 Literaturverzeichnis 12
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1 PROBLEMATIK DER SYNTAX: Was ist ein Satz?
In der Linguistik ist immer noch umstritten, was ein Satz ist beziehungsweise einen Satz ausmacht. Es folgen zwei mögliche Ansätze zur Markierung eines Satzes, jedoch existieren diverse Herangehensweisen. Der erste Versuch einer Definition wäre, dass ein Satz eine sinntragende Einheit beschreibt. Nach diesem Prinzip, wäre bereits der Ausruf „Feu!“ ein Satz. Ein anderer Ansatz, der in dieser Hausarbeit näher beleuchtet werden soll, ist die Unterscheidung zwischen Satz und Äußerung.
2 UNTERSCHIED ZWISCHEN SYNTAX UND GRAMMATIK
Genau wie die Phonologie und die Morphologie befasst sich auch die Syntax mit der Analyse formaler Beziehungen zwischen sprachlichen Ausdrücken. Da der Begriff der Syntax teilweise synonym mit dem der Grammatik verwendet wird ist festzuhalten, dass hierzwischen eine Unterscheidung vorzunehmen ist.
Die Grammatik, vom griechischen Begriff grammatikos abstammend, also den Buchstaben betreffend, befasst sich mit der Beschreibung von Strukturen einzelner Sätze. Des Weiteren zählt zum klassischen Grammatikbegriff sowohl die Lautlehre, als auch die Formlehre.
Die Syntax hingegen, dem griechischen Wort syntaxis entlehnt, bedeutet übersetzt „Zusammenordnung“ oder auch „Zusammenstellung“. Sie fungiert als Teilbereich der Grammatik. Die Syntax beschreibt nicht bloß Strukturen einzelner Sätze, sondern ist als Struktur selbst zu verstehen. (vgl. Dürscheid 2007: 13, Ramers 2007: 11)
Mit Hilfe der durch die Syntax erstellten Regeln versucht die Grammatik nun die Sprachkompetenz eines native speakers zu erreichen, um in diesem Zuge wohlgeformte von nicht wohlgeformten Sätzen unterscheiden zu lernen. (vgl. Stein 2005: 40)
3 DEFINITION VON SYNTAX
Die Syntax, als Lehre vom Satzbau, beschäftigt sich mit den Regeln, nach denen einzelne lexikalische oder grammatische Bedeutungsträger zu Wortgruppen (Phrasen, Syntagmen) und diese wiederum zu wohlgeformten (ohne Strich) Sätzen zusammengefügt werden. (vgl. Gabriel/Meisenburg 2007: 190)
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Dieses wiederum bedeutet in angewandter Form, das beispielsweise bloße Bedeutungsträger wie „le“, „petit“ und „fille“ im ersten Schritt zu einem simplen Wortgefüge wie „la petite fille“ zusammengestellt werden können. Hierbei wird deutlich, dass die ersteren Bedeutungsträger mittels Deklination dem Nomen fille angepasst werden und somit eine weibliche Endung kennzeichnen. Durch Hinzufügung eines Verbes, in unserem Beispiel pleurer, entsteht aus einem einfachen Wortgefüge folgender einfacher Satz: „La petite fille pleure.“ Mit Hilfe von Konjunktionen wie zum Beispiel parce que kann man aus einem formal einfacheren einen komplexeren Satz erstellen. Eine exemplarische Realisierung wäre in diesem Fall: „La petite fille pleure, parce qu’elle a faim.“ (Dürscheid 2007: 11, Sokol 2007: 138)
4 UNTERSCHEIDUNG ZWISCHEN SATZ UND ÄUßERUNG
Wie bereits in der Einleitung erwähnt wurde, wird nun der Unterschied zwischen Satz und Äußerung beleuchtet, um sich einer Definition des Satzes zu nähern. Nach dieser Trennung ist nämlich das Beispiel eines Ausrufs eine konkrete Äußerung, reicht allerdings nicht um als Satz angesehen zu werden. Ein Satz besteht hierbei aus mindestens zwei Wörtern (Il pleut. ist ein mögliches Beispiel). Somit wäre eine vollständige Einheit erzielt, die nach den Regeln einer bestimmten Einzelsprache strukturiert und zu einem wohlgeformten Satz erklärt werden kann. Dies bedeutet demnach, dass es im Vergleich jeweiliger Einzelsprachen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann. Im Deutschen steht das Verb in einem Aussagesatz häufig an dessen Ende, wohingegen dies im Französischen nicht der Fall ist. Die nächste Beispielreihe zeigt die Freiheit der deutschen Sprache einerseits und andererseits die Strenge der französischen Sprache. (vgl. Sokol 2007: 139)
Für den Satz Ich trinke meinen Kaffee jeden Tag gibt es drei weitere Variationen: Jeden Tag trinke ich meinen Kaffee, Meinen Kaffee trinke ich jeden Tag oder Ich trinke jeden Tag meinen Kaffee. Im französischen Aussagesatz ist die Reihenfolge von Subjekt und Verb strenger geregelt als im Deutschen, sodass nur zwei Möglichkeiten heranzuführen sind;Je bois mon café toujours oder mit der temporalen Adverbiale am Anfang des Satzes: Toujours, je bois mon café. Bleibt man nun bei der Definition einer Äußerung, wird deutlich, dass es sich im Vergleich zum wohlgeformten Satz um eine unvollständige, nicht grammatikalischen
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Mariana Schüler, 2008, Syntax I – Grundlagen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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