II
INHALTSVERZEICHNIS
Literaturverzeichnis. III
I. Einleitung und Problemstellung 1
II. Kulturpessimismus in der Moderne 2
1) Nicolás Gómez Dávila 3
2) Emil Cioran 7
III. Kritik am Kulturpessimismus. 10
1. Kritik am Kulturpessimismus nach Fritz Stern 11
2) Kritik am Kulturpessimismus nach Michael Pauen 14
IV. Abschließende Betrachtung 17
Literaturverzeichnis
PRIMÄRLITERATUR
DÁVILA, NICOLÁS GÓMEZ: ES GENÜGT, DASS DIE SCHÖNHEIT UNSEREN ÜBERDRUSS STREIFT …. APHORISMEN. STUTTGART 2007.
CIORAN, EMILE MICHEL: VOM NACHTEIL, GEBOREN ZU SEIN. FRANKFURT AM MAIN 1979.
SEKUNDÄRLITERATUR
BOLLON, PATRICE: CIORAN, DER KETZER. BADEN-BADEN 2006.
GERHARDT, VOLKER: PESSIMISMUS. IN: HISTORISCHES WÖRTERBUCH DER PHILOSOPHIE. HRSG. JOACHIM RITTER. BAND P-Q. VON DARMSTADT 1989.
PAUEN, MICHAEL: ZUR HÖLLE VERZAUBERT. PESSIMISMUS ZWISCHEN RHETORIK UND RADIKALKRITIK. IN: ENTZAUBERTE ZEIT. DER
MELANCHOLISCHE GEIST DER MODERNE. HRSG. VON LUDGER HEIDBRINK. MÜNCHEN 1997. S. 255 - 280.
DERSELBE: PESSIMISMUS. GESCHICHTSPHILOSOPHIE, METAPHYSIK MODERNE UND VON
NIETZSCHE BIS SPENGLER. BERLIN 1997.
KINZEL, TILL: NICOLÁS GÓMEZ DÁVILA. PARTEIGÄNGER VERLORENER SACHEN. SCHNELLRODA 2006.
MATTHEUS, BERND: CIORAN. PORTRAIT EINES RADIKALEN SKEPTIKERS. BERLIN 2007.
REINHART, MAURER: AUSNAHMSLOSE GLEICHHEIT. IN: DIE AUSNAHME DENKEN. FESTSCHRIFT ZUM 60. GEBURTSTAG KLAUS-MICHAEL VON
KORALLE. HRSG. VON CLAUS DIERKMEINER
ZUSAMMENARBEIT MIRKO IN MIT
SCHIEFELBEIN UND FOLKO ZANDER. BAND 2. WÜRZBURG 2003.
STERN, FRITZ: KULTURPESSIMISMUS ALS POLITISCHE GEFAHR. EINE ANALYSE NATIONALER IDEOLOGIE IN DEUTSCHLAND. MÜNCHEN 1986.
INTERNETTQUELLEN:
MATEJOVSKI, DIRK: WIRKLICHKEIT HTTP://WWW.WZ.NRW.DE/MAGAZIN/ARTIKEL UND VISUALISIERUNG - .ASP?NR=32&AUSGABE=1997/2&TITEL=WI KULTURPESSIMISMUS ALS RKLICHKEIT%5EUND%5EVIRTUALISIERUNG ÖKOLOGISCE GEFAHR: %5E%E2%80%93KULTURPESSIMISMUS%5 EALS%5E%C3%B6KONOMISCHE%5EGEFA HR&MAGNAME= (22. 03. 09)
VORTRAG VON VITTORIO HÖSLE HTTP://WWW.KATH.DE/AKADEMIE/RAHNER/0 ÜBER NICOLÁS GÓMEZ DÁVILA: 4VORTRAEGE/02AUDIO/AUDIO-BODY.HTML. (22. 03.09).
I. Einleitung und Problemstellung
Der kulturelle Angriff auf die Moderne ist ein Thema unserer Zeit geworden. Der Terminus Kultur bezeichnet „alle Aspekte des gestaltenden Elements im menschlichen Selbstverhältnis; er ist der ‚Inbegriff der von Menschen produzierten und reproduzierten menschlichen Lebenswelt’“. 1 In der Kultur realisiert sich der „Anspruch des Menschen, etwas aus den vorgefundenen Bedingungen und aus sich selbst zu machen“. 2 Dementsprechend bezeichnet der Begriff Kulturpessimismus eine, seit der Antike bestehende, negativ gefärbte Lebensanschauung gegenüber den gegenwärtigen Tendenzen und zukünftigen Entwicklungen in der Kultur. Oft werden diese sogar als Anzeichen des kulturellen Niedergangs gedeutet. Die kritischen Überlegungen beziehen sich meist auf Gesamtentwicklungen in Technik, Politik, Kunst und Gesellschaft. Der Effekt der modernen Kultur besteht für die meisten Kritiker in der „Entfremdung des Menschen, in seiner Denaturierung und Dekadenz“. 3 Somit richtet sich die Anklage der Kulturpessimisten richtet oft
„gegen die Leere einer materialistisch ausgezeichneten Zeit, gegen die Heuchlereien des bürgerlichen Lebens und die Entfremdung von der Natur, gegen die geistig-seelische Verarmung inmitten des
Überflusses [und] gegen das gesamte ‚kapitalistisch-liberalistische System’“. 4
Zumeist sehen Kulturpessimisten dabei den Liberalismus als Hauptfeind an. Da der Liberalismus die „geistige und politische Grundlage der Modernität“ 5 darstellt, wird er für alle unerwünschten Veränderungen im Leben verantwortlich gemacht.
Oft ist Kulturpessimismus das „Produkt einer Krise, eine unmittelbare Reaktion auf den ‚Druck entsetzlicher Zeiten’ oder das Erzeugnis existentieller Unsicherheit“. 6 Angesichts der derzeitigen Unruhen, bedingt durch die Weltwirtschaftskrise und den Kriegen in Afghanistan und Irak, hat die vorliegende Arbeit das Thema Kulturpessimismus in der Moderne aufgegriffen. Analysiert wird die kulturpessimistische Einstellung zweier radikaler Kulturkritiker des 20. Jahrhunderts, Nicolás Gómez Dávila und Emil Cioran. Anhand dieser Philosophen soll gezeigt werden, wie sich die Kulturkritik in der Moderne äußert und welche
1 Kulturpessimismus. In: Enzyklopädie Philosophie. Hrsg. von Hans Jörg Sandkühler. Band 1, A - N. Hamburg
1999. S. 1093.
2 Ebd.
3 Ebd. S. 1095.
4 Stern, Fritz: Kulturpessimismus als politische Gefahr. Eine Analyse nationaler Ideologie in Deutschland.
München 1986. Vorwort zur englischen Taschenbuchausgabe von 1974.
5 Ebd. S. 10.
6 Pauen, Michael: Zur Hölle verzaubert. Pessimismus zwischen Rhetorik und Radikalkritik. In: Entzauberte Zeit.
Der melancholische Geist der Moderne. Hrsg. von Ludger Heidbrink. München 1997. S. 255.
Aspekte genau angeklagt werden. Die Radikalität ihrer Anklage wird besonders dadurch hervorgehoben, dass sich beide Autoren dem stilistischen Hilfsmittel des Aphorismus bedienen. Es handelt sich um eine hoch konzentrierte Prosa und stellen Resultate von Denkprozessen dar. Die Radikalität der Kulturkritik wird also darin deutlich, dass Aphorismen den Leser zum (Nach-)Denken und zur Reflexion zwingen. Es soll festgestellt werden, ob bzw. welche Lösungsvorschläge von den Philosophen angeboten werden. Gibt es überhaupt Alternativen zu herrschenden kulturellen Verhältnissen? Da Kulturkritik eng mit politischer Kritik verbunden ist, soll das Augenmerk zum Großteil auf den Fortschrittsgedanken und die Politik gelenkt werden. Unter diesem Aspekt soll geklärt werden, ob Kulturpessimismus, wie er sich bei den genannten Philosophen darstellt, in unserer Zeit überhaupt vertretbar ist. Zudem soll auf mögliche Gefahren bzw. Folgen des Kulturpessimismus verwiesen werden. Gibt es, angesichts der kulturpessimistischen Prophezeiungen, noch Hoffnung für den Menschen? Oder ist die Menschheit wirklich dem Untergang geweiht?
Ziel dieser Arbeit ist folglich zu klären, wie sich Kulturpessimismus in der Moderne äußert. Es wird auf mögliche Gefahren, die mit dieser Erscheinung einhergehen können, verwiesen. Letztlich soll geklärt werden, ob eine kulturpessimistische Einstellung wirklich berechtigt bzw. haltbar ist.
Die Ergebnisse werden in der abschließenden Betrachtung noch einmal kurz zusammengetragen und beleuchtet. Hier soll das Augenmerk noch einmal auf die derzeitigen Unruhen in der Welt gerichtet werden. Zudem wird geklärt, ob Kulturpessimismus heutzutage eine Gefahr darstellen kann.
II. Kulturpessimismus in der Moderne
Anhand der „Philosophien“ des kolumbianischen Reaktionärs, Nicolás Gómez Dávila, und des rumänischen Skeptikers, Emil Cioran, wird im Folgenden vorgestellt, wie sich Kulturpessimismus in der Moderne präsentiert. Obwohl beide Denker ein weites Themenkanon aufweisen, wird sich die Analyse weitgehend auf deren technologische und politische Kritik beschränken.
Arbeit zitieren:
Florina Jurca, 2008, Kulturpessimismus in der Moderne, München, GRIN Verlag GmbH
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