Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1. Vorbemerkung 3
2. Bildung und Gebrauch des Imperativs 3
3. Die Funktion und der Gebrauch des Indikativmodus 4
4. Die Funktion und der Gebrauch des Konjunktivmodus 5
5. Die Bildung des Konjunktiv 1 7
6. Das Vorkommen des Konjunktiv 1 in der Gegenwartssprache 8
7. Fazit 9
Literaturverzeichnis / Quellenangabe 10
2
1. Vorbemerkung
Diese Arbeit befasst sich mit der allgemeinen Darstellung der drei Verbmodi der deutschen Sprache. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Verwendung bzw. Nichtanwendung des Konjunktivs (1) im heutigen Sprachgebrauch gesetzt. Des Weiteren wird hinterfragt, ob sich die Paradigmen für den Konjunktivgebrauch im heutigen gesprochenen und geschriebenen Deutsch noch wieder finden beziehungsweise welche Differenzen zwischen Regel und Anwendung bestehen (marginal). Dabei werden auch die Benutzung des Indikativs anstelle des Konjunktivs sowie die Verwendung der würde-Form angesprochen. Die Übereinstimmungen von Indikativ- und Konjunktivformen werden ebenfalls thematisiert.
Die deutsche Grammatik unterscheidet grundsätzlich zwischen drei Verbmodi, deren Unterscheidung sich auf den Redehintergrund des Sprechers bezogen auf die Sprechzeit bezieht. Indikativ, Konjunktiv und Imperativ geben Auskunft darüber, welche Intention der Sprecher mit seiner Aussage verfolgt, über
„seine Auffassung davon, was in der Wirklichkeit der Fall und was nicht der Fall ist, den Geltungsbereich seiner Aussage, seinen Wissenshorizont und die Quellen seines Wissens, seine Glaubenswelt, seinen Willen und seine Wünsche mit Bezug auf die Wirklichkeit, seine Einstellungen zu dem, was gesagt wird, usw.“ 1
2. Bildung und Gebrauch des Imperativs
Der Imperativ (lat.: befehlend, zwingend, bindend) ist nicht Hauptbetrachtungsgegenstand dieser Arbeit und wird hier deshalb nur kurz erläutert. Mit dem Imperativ wird eine Bitte, ein Wunsch, eine direkte Aufforderung oder auch ein Befehl geäußert. Der Imperativ wird immer mit der ersten Stammform gebildet, das Verb steht grundsätzlich in Erstposition. Es wird zwischen der vertraulichen Form (es wird geduzt) und der Höflichkeitsform (es wird gesiezt) unterschieden. Einen spezifischen Imperativ gibt es nur im Singular, dort ist die Imperativform in der Regel mit der Stammform identisch oder erhält ein -e am Ende angehängt:
Stör(e) mich nicht! Verschwinde von hier!
1 Duden (2006), Band 4, §713, S.506f
3
Im gesprochenen Alltagsdeutsch wird meist nur die Form ohne -e benutzt, im geschriebenen mit -e.
Bei starken Verben mit Vokalwechsel e / i wird der Imperativ mittels des Stammvokales i oder ie gebildet, eine Endung wird nicht angehängt: Sieh mich an, wenn ich mit Dir rede! Sprich mir nach! Im Plural wird an die erste Stammform in der Regel ein -t angehängt: Geht weg! Lasst mich nicht allein!
Die Höflichkeitsform besteht im Singular wie im Plural aus der 3.Pers.Pl.Präsens und dem entsprechenden Personalpronomen:
Verschwinden Sie, Herr Nachbar! Verschwinden Sie (an das Nachbar-Ehepaar gerichtet)!
3. Die Funktion und der Gebrauch des Indikativmodus
Der Indikativ (lat. indicare - zeigen) stellt im Sprachgebrauch des Deutschen den am häufigsten verwendeten Modus dar.
„Der Indikativ ist der unmarkierte Modus, der Normal- oder Standardmodus. Er wird verwendet, wenn kein Anlass besteht, einen anderen Modus zu gebrauchen.“ 2
Ein Blick in das Fremdwörterbuch vermittelt eine leichter verständliche Definition: Der Indikativ wird dort schlicht (allerdings „nicht sehr glücklich verdeutscht“ 3 ) als „Wirklichkeitsform“ 4 des Verbs bezeichnet. Geschehnisse, die für den Sprecher der Wahrheit, der Wirklichkeit, dem Tatsächlichen entsprechen, werden demnach von ihm im Indikativmodus ausgedrückt: Ich schreibe (an meiner Hausarbeit) ist die Aussage darüber, was im „Jetzt“ des Sprechers tatsächlich passiert.
Um das zeitliche Verhältnis des Sprechzeitpunktes des Sprechers zu einem Ereignis oder Geschehen ausdrücken zu können, stehen Verbformen des Indikativs immer in einem zeitlichen (Tempus-) Gefüge, das wirkliches vergangenes, gegenwärtiges und zukünftiges Geschehen aus Sicht des „Sprecher-Jetzt“ 5 ausdrückt.
2 ebd., §714, S.507
3 Duden (1959), Band 4, § 112, S.118; hier wird darauf hingewiesen, dass der Indikativ eben nicht immer die Wirklichkeit bezeichnet, sondern auch zukünftiges, bedingt mögliches, bezweifeltes Geschehen.
4 Duden (1990), Band 5
5 vgl. Duden (2006), Bd.4, §§ 709, 710, S.504f
4
Arbeit zitieren:
2008, Der Konjunktiv und seine Verwendung im heutigen Deutsch, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Romanistik - Italienische u. Sardische Sprache, Literatur, Landeskunde
Seminararbeit, 16 Seiten
Das 'Deutsche Wörterbuch' der Brüder Grimm als Wissenschaftspr...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Soziale Arbeit mit Straßenkindern im Gemeinwesen
Ein exemplarischer Vergleich z...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Studienarbeit, 26 Seiten
Theorien der Ironie und ihre Verwendungsmotivationen
Hausarbeit (Hauptseminar), 31 Seiten
Unterrichtsstunde: Bewerbungsschreiben unter die Lupe genommen
Inhalt, Aufbau und Form von Be...
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Unterrichtsentwurf, 26 Seiten
Tempus und Modus im français parlé
Französisch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
Seminararbeit, 13 Seiten
Fugenelemente bei Substantivkomposita mit nominalem Erstglied
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Kontrastive Darstellung von Modalität und Modusgebrauch im Deutschen...
Romanistik - Französisch - Linguistik
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Das Bürgerliche Trauerspiel bei Schiller und Lessing
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Zwischenprüfungsarbeit, 20 Seiten
Das Menschenbild Ariosts im Orlando furioso
Romanistik - Italienische u. Sardische Sprache, Literatur, Landeskunde
Seminararbeit, 21 Seiten
Zur subjektivierten Natur im Canzoniere Francesco Petrarcas
Romanistik - Italienische u. Sardische Sprache, Literatur, Landeskunde
Hausarbeit (Hauptseminar), 15 Seiten
Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart
Hausarbeit, 18 Seiten
Qualitätsmanagement an Schulen
Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Hausarbeit, 32 Seiten
Anonym's Text Der Konjunktiv und seine Verwendung im heutigen Deutsch ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Anonym hat den Text Der Konjunktiv und seine Verwendung im heutigen Deutsch veröffentlicht
Ethische Aspekte der Forschung und Verwendung menschlicher Stammzellen
Der Text von der Stellungnahme
. Europäische Gruppe für Ethik der Naturwissenschaften und der Neuen Technologien, Europäische Kommission
0 Kommentare