Weblogs sind zurzeit sowohl in der Wissenschaft als auch in der Unternehmenspraxis ein intensiv und breit diskutiertes Thema. An ihren Einsatz sind hohe Erwartungen geknüpft und ihnen werden weit reichende Folgen zugewiesen. Die sogenannte Web 2.0-Revolution ist derzeit in aller Munde.
Mit dem Ziel, die Weblog-Diskussion auf ein wissenschaftliches Fundament zu stellen, befasst sich der Autor mit dem Einfluss von Weblogs auf die Unternehmenskommunikation und geht der Frage nach, wie das neue Mitmachmedium das Kommunikationsmanagement von Unternehmen verändert.
Zudem werden die Chancen und Risiken von Weblogs beleuchtet und die Frage beantwortet, wie Unternehmen von Weblogs profitieren können – und wo deren Grenzen liegen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist ein Weblog?
3. Das Ende der Einbahnstraße
4. Corporate Blogs
5. Chancen und Risiken von Blogs
6. Richtig bloggen – worauf Unternehmen achten sollten
7. Neue Herausforderungen für das Issue Management
8. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Weblogs auf das Kommunikationsmanagement von Unternehmen. Ziel ist es zu klären, ob Weblogs die Unternehmenskommunikation nachhaltig verändern, welche Chancen und Risiken mit diesem Instrument der externen Kommunikation verbunden sind und wie Unternehmen strategisch auf diesen digitalen Wandel reagieren können.
- Grundlagen und Definition von Weblogs
- Wandel von der passiven Konsumenten- zur aktiven Prosumer-Rolle
- Potenziale und Herausforderungen von Corporate Blogs
- Anforderungen an das interne Issue Management durch die Blogosphäre
- Strategien zur aktiven und authentischen Unternehmenskommunikation im Web 2.0
Auszug aus dem Buch
Das Ende der Einbahnstraße
Im Gegensatz zu den klassischen Massenmedien unterliegt der Zugang zu den in Weblogs publizierten Informationen keinerlei institutioneller Kontrolle und die Zugangsschranken (funktionierender Internetanschluss, technische Grundkenntnisse) sind äußerst gering. Damit bieten Weblogs mehr Menschen als je zuvor die Chance zur echten Partizipation an massenmedialer Kommunikation. Viele Internetnutzer treten heute als Prosumer in Erscheinung. Hinter dieser Wortschöpfung verbirgt sich eine Kombination aus Konsument und Produzent. Statt nur die von Medieninstitutionen oder Unternehmen veröffentlichten Informationen zu konsumieren, nimmt der moderne Internetnutzer zunehmend aktiv am Kommunikationsprozess teil und übt damit direkt und indirekt Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung aus. Dieser Wechsel des Internetnutzers von der Rezipienten- in die Kommunikatoren-Rolle lässt die bisher dem Journalismus und der PR vorbehaltene Agenda-Settings bzw. Agenda-Buildings und Gatekeeper-Funktion ins Wanken geraten und kann somit Auswirkungen auf die tradierte Unternehmenskommunikation haben.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohen Erwartungen der Wissenschaft und Praxis an Weblogs und stellt die Forschungsfrage nach deren nachhaltigem Einfluss auf das Kommunikationsmanagement.
Was ist ein Weblog?: Dieses Kapitel definiert Weblogs als technologische Web 2.0-Anwendung und erläutert deren grundlegende Funktionsweise als chronologisches Online-Tagebuch.
Das Ende der Einbahnstraße: Es wird der Wandel des Nutzers vom reinen Rezipienten zum aktiven Prosumer beschrieben, der die traditionelle Gatekeeper-Funktion von Medien und PR herausfordert.
Corporate Blogs: Hier werden unterschiedliche Ausprägungen von Blogs beleuchtet, mit Fokus auf unternehmerische Einsatzgebiete wie Imagepflege und Informationsvermittlung.
Chancen und Risiken von Blogs: Das Kapitel wägt die Potenziale für Transparenz und Vertrauensgewinn gegen die Anforderungen an Personalressourcen und Unternehmenskultur ab.
Richtig bloggen – worauf Unternehmen achten sollten: Es werden Leitlinien für eine authentische Kommunikation sowie der richtige Umgang mit Online-Kritik und Krisenprävention thematisiert.
Neue Herausforderungen für das Issue Management: Weblogs werden als Frühwarnsysteme identifiziert, weshalb ein proaktives Blog-Monitoring als essenzieller Teil des Issue Managements empfohlen wird.
Resümee: Das Fazit stellt fest, dass der Wandel zu mehr Offenheit irreversibel ist, mahnt jedoch zur realistischen Einschätzung der Reichweite und notwendigen Integration von Blogs in bestehende Unternehmensstrukturen.
Schlüsselwörter
Weblogs, Unternehmenskommunikation, Kommunikationsmanagement, Social Software, Web 2.0, Prosumer, Corporate Blogs, Blogosphäre, Issue Management, Online-PR, Stakeholder-Dialog, Unternehmensreputation, Transparenz, digitale Kommunikation, Krisenprävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sich die Unternehmenskommunikation durch den Aufstieg von Weblogs verändert und welche Rolle diese neuen Formate für Unternehmen spielen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung von Weblogs, die veränderte Rolle des Nutzers, den Einsatz von Corporate Blogs sowie die strategische Notwendigkeit eines Blog-Monitorings.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu analysieren, ob Weblogs die Unternehmenskommunikation nachhaltig beeinflussen und welche Chancen sowie Risiken daraus für Unternehmen resultieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Studienanalyse, die aktuelle Trends und Befragungen aus der Kommunikationswissenschaft und Wirtschaftspraxis synthetisiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Blogs, den Wandel der Kommunikationsstruktur, die Nutzung von Corporate Blogs und die Anforderungen an das Issue Management.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unternehmenskommunikation, Web 2.0, Corporate Blogs, Prosumer und Issue Management charakterisiert.
Warum wird im Dokument vor einem „Fremdkörper“ im Unternehmen gewarnt?
Ein Blog, der nicht zur bestehenden Kommunikationsstruktur und Unternehmenskultur passt, wird von Mitarbeitern oder Kunden als unauthentischer Fremdkörper wahrgenommen, was das Vertrauen schädigt.
Welche Rolle spielt das Blog-Monitoring für Unternehmen?
Es dient als Frühwarnsystem (kommunikativer Seismograph), um unternehmenskritische Diskussionen frühzeitig zu erkennen und adäquat reagieren zu können.
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- Magister Artium Sebastian Podwojewski (Author), 2009, Unternehmenskommunikation 2.0, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130153