Alice-Salomon-Fachhochschule Studiengang Pflege/Pflegemanagement Wintersemester 2002/03 BWL/VWL/Gesundheitsökonomie, 4.Semester
Inhalt
1. Einleitung 2
2. Zielsetzung und Fragestellung der Hausarbeit 2
3. Vorgehensweise und Quellen. 3
4. Definitionen. 3
4.1. Managed Care. 3
4.2. Managed-Care-Organizations (MCO) 3
5. Das Gesundheitssystem der Schweiz. 4
5.1. Grundzüge: zwischen privater und öffentlicher Verantwortung 4
5.2. Ausgangslage für die Einführung von Managed Care 5
6. Die Einführung von Managed Care. 5
6.1. Stimmungswandel und erste Versuche 5
6.2. Rechtliche Rahmenbedingungen 6
6.3. Einführung von HMO und Hausarztmodellen. 6
7. Entwicklungsstand. 7
7.1. Health Maintenance Organizations (HMOs) 7
7.1.1. Zentrale Elemente 7
7.1.2. Größe und Versichertenstruktur. 8
7.2. Hausarztmodelle 8
7.2.1. Zentrale Elemente 8
7.2.2. Größe und Versichertenstruktur. 8
8. Evaluation und Erfahrungen. 9
8.1. Kosten der HMOs und Hausarztnetze. 9
8.2. Qualität und Patientenzufriedenheit. 10
9. Fazit 10
10. Literaturverzeichnis 12
1
1. Einleitung
Die Schweiz hat im Gesundheitswesen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie die Bundesrepublik. Schon seit Mitte der 60er Jahre ist auch dort das Schlagwort der „Kostenexplosion“ ein politischer Dauerbrenner. Der Druck, Kosten zu sparen, ist laut MEURER (1999, 200) noch höher als in Deutschland: im Jahr 1995 hatte die Schweiz mit 2.412$ pro Kopf nach den USA (3.701$) die höchsten Gesundheitskosten der Welt, vor Luxemburg und Deutschland (GÜNTERT 1997). Sie verfügt im europäischen Vergleich über die längste durchschnittliche Krankenhaus-Verweildauer und die höchsten Fallkosten, bietet andererseits aber auch die höchste Lebenserwartung für Männer und Frauen (ASCHE in MEURER 1999). In den bereits aus den USA bekannten Managed-Care-Modellen sah man schon Anfang der 80er Jahre eine Lösung, die sowohl Kostensenkungen, als auch Qualitätsbeibehaltung bzw.verbesserungen versprach. So führte die Schweiz 1996 mit dem neuen Krankenversicherungsgesetz (KVG) die ersten Health Maintenance Organizations (HMOs) in Europa ein, ein nicht immer ganz einfaches, aber doch erfolgreiches Unternehmen: die Schweiz hat anhand dieser Modelle Einsparungen von 17 bis 35 Prozent gegenüber Vergleichskollektiven erreicht (MEURER 1999). Wie aber wurde Managed Care in der Schweiz eingeführt? Und welche Modelle brachten die erhofften Erfolge? Antworten darauf sollen in diesem Referat gegeben werden.
2. Zielsetzung und Fragestellung der Hausarbeit
Zunächst wird zum besseren Verständnis ein kurzer Einblick in die Struktur des schweizerischen Gesundheitswesens gegeben. Dauer und Komplexität der Einführung von Managed Care in der Schweiz werden dann in chronologischer Reihenfolge, auch in Hinblick auf rechtliche Rahmenbedingungen, erläutert. Im dritten Teil werden die beiden wichtigsten Modelle HMO und Hausarztsystem mit ihren Hauptelementen vorgestellt und die wesentlichen Erfahrungen der Schweiz mit diesen Systemen aufgezeigt.
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3. Vorgehensweise und Quellen
Als Grundlagenliteratur diente Jürg BAUMBERGERs Buch „So funktioniert Managed Care“ (2001); der Autor hat über Jahre intensiv an der Einführung von Managed Care in der Schweiz mitgearbeitet. Weitere wertvolle Informationen lieferten Forschungsberichte der Reihe „Beiträge zur sozialen Sicherheit“ von BAUR und BRAUN (Bundesamt für Sozialversicherung der Schweiz, 2000) und diverse Fachzeitschriften.
4. Definitionen
4.1. Managed Care
Eine eindeutige und allgemeingültige Definition von „Managed Care“ ist schwer zu finden, vielmehr werden sehr unterschiedliche Organisations- und Finanzierungsmodelle unter diesem Begriff zusammengefasst. Gemeinsam ist diesen Modellen das Ziel, durch eine strikte Kontrolle des Leistungsgeschehens die Kosten zu senken, die Effizienz zu erhöhen und die Qualität zu verbessern. Strategien sind unter anderem: Finanzierung und Leistungserbringung in einer Hand Beschränktes Leistungsangebot
Koordinierung des Behandlungsablaufs, effizienzfördernde Strukturierung Kontrolle von Umfang und Qualität der Leistungserbringung Ökonomische Anreize, Verlagerung des Versicherungsrisikos auf Leistungserbringer (ARNOLD, KÖNIG, SEITZ 1996).
4.2. Managed-Care-Organizations (MCO)
Eine typische MCO ist die Health Maintenance Organization (HMO). Kennzeichnend für diese ist, daß sie die medizinischen Dienstleistungen, die sie als Versicherungspaket anbietet, größtenteils selbst, d.h. in eigenen Einrichtungen mit angestellten Ärzten erstellt (Staff Model) oder durch vertraglich gebundene Leistungserbringer (z.B. Praxisgemeinschaften = Group Model) erstellen läßt.
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Arbeit zitieren:
Ute Hauser, 2002, Managed Care in der Schweiz - Einführung, Modelle, Erfahrungen, München, GRIN Verlag GmbH
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