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Managed Care in der Schweiz - Einführung, Modelle, Erfahrungen

Titel: Managed Care in der Schweiz - Einführung, Modelle, Erfahrungen

Hausarbeit , 2002 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Ute Hauser (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Pflegemanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Schweiz hat im Gesundheitswesen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie die Bundesrepublik. Schon seit Mitte der 60er Jahre ist auch dort das Schlagwort der "Kostenexplosion" ein politischer Dauerbrenner. Der Druck, Kosten zu sparen, ist laut MEURER (1999, 200) noch höher als in Deutschland: im Jahr 1995 hatte die Schweiz mit 2.412$ pro Kopf nach den USA (3.701$) die höchsten Gesundheitskosten der Welt, vor Luxemburg und Deutschland (GÜNTERT 1997). Sie verfügt im europäischen Vergleich über die längste durchschnittliche Krankenhaus-Verweildauer und die höchsten Fallkosten, bietet andererseits aber auch die höchste Lebenserwartung für Männer und Frauen (ASCHE in MEURER 1999).
In den bereits aus den USA bekannten Managed-Care-Modellen sah man schon Anfang der 80er Jahre eine Lösung, die sowohl Kostensenkungen, als auch Qualitätsbeibehaltung bzw. -verbesserungen versprach. So führte die Schweiz 1996 mit dem neuen Krankenversicherungsgesetz (KVG) die ersten Health Maintenance Organizations (HMOs) in Europa ein, ein nicht immer ganz einfaches, aber doch erfolgreiches Unternehmen: die Schweiz hat anhand dieser Modelle Einsparungen von 17 bis 35 Prozent gegenüber Vergleichskollektiven erreicht (MEURER 1999). Wie aber wurde Managed Care in der Schweiz eingeführt? Und welche Modelle brachten die erhofften Erfolge? Antworten darauf sollen in diesem Referat gegeben werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zielsetzung und Fragestellung der Hausarbeit

3. Vorgehensweise und Quellen

4. Definitionen

4.1. Managed Care

4.2. Managed-Care-Organizations (MCO)

5. Das Gesundheitssystem der Schweiz

5.1. Grundzüge: zwischen privater und öffentlicher Verantwortung

5.2. Ausgangslage für die Einführung von Managed Care

6. Die Einführung von Managed Care

6.1. Stimmungswandel und erste Versuche

6.2. Rechtliche Rahmenbedingungen

6.3. Einführung von HMO und Hausarztmodellen

7. Entwicklungsstand

7.1. Health Maintenance Organizations (HMOs)

7.1.1. Zentrale Elemente

7.1.2. Größe und Versichertenstruktur

7.2. Hausarztmodelle

7.2.1. Zentrale Elemente

7.2.2. Größe und Versichertenstruktur

8. Evaluation und Erfahrungen

8.1. Kosten der HMOs und Hausarztnetze

8.2. Qualität und Patientenzufriedenheit

9. Fazit

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung, Struktur und Effektivität von Managed-Care-Modellen im schweizerischen Gesundheitswesen mit dem Ziel, deren Einfluss auf Kosteneffizienz und Versorgungsqualität zu analysieren.

  • Struktur und Charakteristika des schweizerischen Gesundheitssystems
  • Chronologischer Prozess und rechtliche Rahmenbedingungen der Einführung von Managed Care
  • Vergleichende Analyse der Modelle Health Maintenance Organization (HMO) und Hausarztsystem
  • Evaluation der wirtschaftlichen Auswirkungen und der Patientenzufriedenheit

Auszug aus dem Buch

7.1.1. Zentrale Elemente

HMOs sind Gruppenpraxen mit angestellten Ärzten, die einen Vertrag mit einer oder mehreren Krankenkassen über die Behandlung der bei ihnen eingeschriebenen Versicherten abschliessen. Diese Versicherten verzichten auf die freie Arztwahl und beschränken ihre medizinischen Erstkontakte auf die HMO (Ausnahmen sind Notfälle oder Ortsabwesenheit) (BAUMBERGER 2001). Die Finanzierung erfolgt über jährliche Kopfpauschalen (Capitation nach Alter, Geschlecht und Morbidität), die eigene und externe Kosten der Gesundheitsversorgung abdecken. Die Budgetverantwortung liegt bei der Praxis und damit bei den Ärzten. Bonusregelungen im Sinne von Erfolgsbeteiligung sind möglich. Weiteres zentrales Element ist das „Gatekeeping“, wodurch unnötige Untersuchungen und Doppelbehandlungen durch gezielte Überweisungen vermieden werden sollen. HMOs orientieren sich an der evidenzbasierten Medizin (in angewandten Leitlinien), der Medikamenteneinsatz ist gesteuert und die Zusammenarbeit mit externen Leistungserbringern erfolgt selektiv. Alle HMOs haben ein medizinisches Controlling zur Ergänzung des betriebswirtschaftlichen implementiert. Die Stiftung EQUAM (Externe Qualitätskontrolle in Managed Care) kümmert sich um die Qualitätskontrolle und die Zertifizierung von HMOs. Das Prinzip ist also das wirkliche Management der Gesundheitsversorgung für den Patienten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Kostenproblematik im Gesundheitswesen der Schweiz und leitet zur Einführung von Managed-Care-Modellen als Lösungsweg über.

2. Zielsetzung und Fragestellung der Hausarbeit: Definiert den Aufbau der Arbeit, beginnend mit einer Systemanalyse bis hin zur Modellbewertung.

3. Vorgehensweise und Quellen: Nennt die verwendeten Fachbücher und Forschungsberichte als Grundlage der Untersuchung.

4. Definitionen: Erläutert das Konzept von Managed Care und die Rolle von Managed-Care-Organizations (MCO).

5. Das Gesundheitssystem der Schweiz: Analysiert die Struktur des schweizerischen Systems sowie die Ausgangslage für neue Steuerungsmodelle.

6. Die Einführung von Managed Care: Dokumentiert den historischen Wandel, die rechtlichen Voraussetzungen und die ersten praktischen Umsetzungen.

7. Entwicklungsstand: Beschreibt die zwei Hauptformen HMO und Hausarztmodell in ihrer Funktionsweise und Struktur.

8. Evaluation und Erfahrungen: Untersucht die Kostenentwicklung, Qualität und Zufriedenheit innerhalb der unterschiedlichen Versorgungsmodelle.

9. Fazit: Fasst den Erfolg der Modelle zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendige Weiterentwicklung der Akteursverantwortung.

10. Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Fachpublikationen auf.

Schlüsselwörter

Managed Care, Schweiz, Gesundheitswesen, HMO, Hausarztmodell, Kostenkontrolle, Gatekeeping, Kopfpauschale, Qualitätsmanagement, Gesundheitsreform, Krankenversicherung, Effizienzsteigerung, Versorgungssteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Implementierung von Managed-Care-Systemen im schweizerischen Gesundheitswesen zur Bewältigung steigender Kosten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Systemstruktur der Schweiz, die historische Einführung von Managed Care, die Analyse von HMO- und Hausarztmodellen sowie deren ökonomische und qualitative Bewertung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Managed Care zur Kostensenkung beigetragen hat und ob diese Modelle eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherstellen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf einschlägigen Fachbüchern, Forschungsberichten und Publikationen von Experten des Gesundheitsmanagements basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Schweizer Gesundheitssystems, die rechtliche Einführung von Managed Care und die detaillierte Vorstellung sowie Evaluation von HMOs und Hausarztnetzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Managed Care, HMO, Hausarztmodell, Gatekeeping, Kosteneffizienz und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen.

Was unterscheidet das HMO-Modell vom Hausarztmodell?

Das HMO-Modell zeichnet sich durch eigene medizinische Einrichtungen und angestellte Ärzte mit umfassender Budgetverantwortung aus, während Hausarztnetze aus niedergelassenen Ärzten in freier Praxis bestehen, die ihre Leistungen überwiegend noch über Einzelleistungsabrechnungen erbringen.

Wie bewerten Patienten die HMO-Modelle?

Die Evaluation zeigt eine überwiegend positive Resonanz hinsichtlich fachlicher Qualität und Kommunikation; lediglich der Zugang und die Erreichbarkeit werden teilweise kritischer beurteilt.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Managed Care in der Schweiz - Einführung, Modelle, Erfahrungen
Hochschule
Alice-Salomon Hochschule Berlin  (Pflegemanagement)
Veranstaltung
Gesundheitsökonomie
Note
1,0
Autor
Ute Hauser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
14
Katalognummer
V13065
ISBN (eBook)
9783638188135
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Managed Care Vernetzung Integrierte Versorgung Disease Mangement Case Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ute Hauser (Autor:in), 2002, Managed Care in der Schweiz - Einführung, Modelle, Erfahrungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13065
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Leseprobe aus  14  Seiten
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