Inhaltsverzeichnis
Einleitung p 3
1. Information Mapping p 3
1.1 Funktionsweise 4
2. Funktionsdesign p 6
2.1 Funktionsweise 6
3. Strukturierte Redaktion im Terminologie- und Übersetzungs-Management 8
Fazit p 9
Literaturverzeichnis p 1 0
2
Einleitung
In den heutigen Zeiten erreichen uns täglich kaum zu überblickende Informationsfluten. Deswegen ist es von größter Wichtigkeit, mit Dokumenten zu arbeiten, die einen möglichst geringen Leseaufwand erfordern. Schon bei der Erstellung von (technischer) Dokumentation werden deshalb wissenschaftlich belegte Methoden zur Strukturierung von Texten eingesetzt, die für kürzere Erstellungszeiten, Konsistenz, Klarheit, effizientes Sichten und Auswerten sowie leichtere Übersetzbarkeit und eine bessere Übersetzungsqualität sorgen sollen.
Allgemeingültige Prinzipien der verschiedenen Techniken sind 1 :
- Standardisierung: Dokumente werden in Aufbau, Struktur, Stil und Layout vereinheitlicht.
- Modularisierung: Inhalte werden in einzelne Textbausteine aufgegliedert und zentral verwaltet. So können sie für jedes neue Projekt beliebig zusammengestellt werden. Neue Dokumente sind sehr schnell herzustellen, weil sie immer nur Abwandlungen schon existierender Dokumente sind.
- Automatisierung: Optimale Gestaltung des Informations- und Übersetzungsmanagements, effiziente Nutzung von Datenbanken und Übersetzungstools.
Im Rahmen dieser Arbeit werden zwei für das Terminologie- und Übersetzungs-Management relevante Redaktionstechniken, Information Mapping und Funktionsdesign, näher erläutert.
1. Information Mapping
Information Mapping® (IMAP) wurde in den 1960er Jahren an der Harvard University, Boston von Robert E. Horn entwickelt. Beruhend auf allgemeingültigen Erkenntnissen aus der Kognitions- und Lernpsychologie macht sich diese Redaktionstechnik das Wissen über die Funktionsweise des menschlichen Gehirns (optische Wahrnehmung, Reaktionen des Gehirns auf Geschriebenes) zu Nutze. Der Erstellungsprozess von Dokumenten soll vereinfacht und die Aufnahme von Informationen unterstützt werden.
Heute wird Information Mapping von vielen nationalen und internationalen Unternehmen eingesetzt; nach Deutschland ist sie Mitte der 1990er Jahre gekommen.
Die Technik lässt sich für (fast) alle Textarten und Anwendungen im Bereich der internen und externen Unternehmenskommunikation verwenden. Dabei wird sie besonders für die Erstellung von Handbüchern, Anleitungen, Protokollen, Berichten, Entwicklungsdokumentationen oder Internetseiten
1 vgl. http://www.transline.de/transline-tecNews/Content-Management-Systeme-technische-Dokumentation
3
eingesetzt und wendet sich vor allem an technische Redakteure, Produkt- und Projektmanager, oder Entwickler.
1.1. Funktionsweise
Nach Information Mapping werden Dokumente beim Erstellungsprozess in kleinere, in sich verstehbare Informationsblöcke (chunks) gegliedert. Diese werden zu wahrnehmungsoptimierten Informationsgrößen und -strukturen (“its most basic elements“ 2 ) verwandelt und so aufbereitet, dass sie modular dargestellt werden können. Der Zweck des Dokumentes muss sofort erkennbar sein, die in dem Dokument enthaltenen Informationen müssen in einer prägnanten und verständlichen (“digestable” 3 ) Form vorliegen und die relevanten Informationen müssen schnell gefunden werden können. Weiter muss das Dokument laut den Anforderungen der Information Mapping-Methode zentral verwaltbar und wieder verwendbar sein. Nach Horns “Write once - use many times 4 ”- Maxime müssen Dokumente schnell und einfach zu überarbeiten sein. Müssen Änderungen vorgenommen werden, genügt es, einzelne chunks anzupassen; auf eine Neuerstellung von Grund auf kann verzichtet werden. So wird die Lebensdauer von Dokumenten um ein Vielfaches verlängert 5 .
Die Erstellung von Dokumenten nach Information Mapping gliedert sich in vier Phasen: Analyse, Strukturierung, Aufbereitung und Darstellung der Informationen 6 :
1. Phase: Analysieren
Die Bedürfnisse der Zielgruppe werden bestimmt und die zu vermittelnden Informationen darauf abgestimmt. Folgende Fragen werden beantwortet:
S Welche Informationen benötigt die Zielgruppe?
S Welchen Zweck muss die Information erfüllen? S Wie muss die Information strukturiert sein? S Welche Informationstiefe benötigt die Zielgruppe?
2. Phase: Strukturieren
Nach den Erkenntnissen der Kognitionspsychologie sind sieben Prinzipien definiert, die bei der Organisation von Informationen helfen und die Wahrnehmungsabläufe des Gehirns unterstützen:
1. Gliederungs-Prinzip: Inhalte werden in übersichtliche und leicht zu verarbeitende Einheiten gegliedert.
2. Relevanz-Prinzip: Thematisch zusammengehörige Informationen werden in einer Einheit zusammengefasst, nur wesentliche Informationen werden aufgeführt.
3. Betitelungs-Prinzip: Jede Einheit wird mit einem Titel versehen, der klar den Zweck, die Funktion oder den Inhalt der Informationseinheit bezeichnet.
4. Einheitlichkeits-Prinzip: Ähnliche Informationen, Gliederungen oder Formate werden ähnlich behandelt.
2 http://www.infomap.com/index.cfm/TheMethod
3 http://www.infomap.com/index.cfm/TheMethod/Mapping_FAQs
4 Horn 2001 : 12
5 vgl. Horn 2001 : 8 ff.
6 vgl. http://www.doculine.com/news/2000/Januar/infomap.htm
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Arbeit zitieren:
BA Katrin Finke, 2009, Terminologiemanagement - Information Mapping und Funktionsdesign, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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Diplomarbeit, 153 Seiten
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Hausarbeit, 17 Seiten
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gibt's kein besseres beispiel für funktionsdesign als ewig das mit den warnhinweisen?
am Thursday, May 13, 2010-