Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Normen und Werte 4
2.1 Definitionen 4
2.2 Gesellschaft und Werte im Wandel 5
2.3 Benimmregeln: Normen der Wirtschaftswelt 6
2.4 Kulturelle und regionale Unterschiede 7
2.4.1 Der asiatische Raum 8
2.4.2 Nordamerika - die USA 8
2.5 Persönliche Wertvorstellungen vs. Unternehmensziele 10
2.6 Die Bedeutung der Unternehmensethik 11
2.7 Renaissance traditioneller Werte 12
3 Körpersprache als nonverbale Kommunikation 15
3.1 Verhalten und Handlungen 15
3.1.1 Verhaltensarten und ihr Grund. 15
3.1.2 Handlungsarten und ihre Bedeutung 16
3.2 Stress und Konflikte 17
3.2.1 Umgang mit dem Stress 17
3.2.2 Konflikte: Sinn, Reaktion, Lösungen 18
3.3 Körper als Kommunikationsmedium 21
3.3.1 Gesicht und Mimik 21
3.3.2 Gestik 22
3.3.3 Körperhaltung 23
3.3.4 Verräterische Körpersprache 24
3.4 Kleidung und Beruf 25
3.4.1 Urteil des Landesgerichts Hamm zur Kleiderordnung 25
3.4.2 Passende Bekleidung für den Manager 25
3.4.3 Seriöse Kleidung und der Sommer 26
3.5 Körpersprache im Geschäftsalltag: Mitarbeiter, Partner, Kunden 26
3.5.1 Die vier Seiten einer Nachricht 27
3.5.2 Vorurteile 28
3.5.3 Beobachten und Wahrnehmen 28
3.5.4 Do Don't 29
3.6 Boss vs. Bossin 30
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Inhaltsverzeichnis
3.6.1 Alles begann vor vielen tausend Jahren 30
3.6.2 Vorteile von Männern und Frauen 31
3.6.3 Der Fötus und was daraus wird 32
3.6.4 Empfehlungen für das Zusammenarbeiten 32
3.6.5 Ergebnis 32
4 Schlussbetrachtung 33
Literaturverzeichnis 34
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1 Einleitung
1 Einleitung
Seit dem Einsetzen der Globalisierung und des damit einhergehenden weltweiten Warenverkehrs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ist in der Wirtschaftswelt nicht mehr nur Fachwissen gefragt. Im persönlichen Umgang mit Geschäftspartnern aus aller Welt gewinnen vermeintlich altmodische Tugenden, Etikette und die Kenntnis von Benimmregeln für Geschäftsleute und Führungskräfte wieder an Bedeutung. Die landestypischen Geflogenheiten und kulturellen Besonderheiten zu kennen und zu beherzigen gehören heute zu einem professionellen Auftreten auf internationaler Bühne hinzu und wird als selbstverständlich erachtet.
Die Bräuche und Sitten fremder Kulturen zu respektieren, gehört zu den sozialen Kompetenzen die Führungskräften heutzutage abverlangt wird. Führungskräfte und die Unternehmen als Einheit bewegen sich stets auf einem schmalen Grad von Werten und Normen. Diese werden zwar primär gesamtgesellschaftlich geprägt und weiterentwickelt, erhalten jedoch zwangsläufig ihren Einzug in die Wirtschaftswelt, da sich Unternehmungen bzw. Organisationen nach diesen Werten und Normen zu richten haben, um in der öffentlichen Meinung nicht negativ aufzufallen.
Besonderer Bedeutung kommt im Rahmen der sozialen Kompetenzen von Führungskräften die korrekte Beherrschung der Körpersprache zu Teil. Da diese oftmals unbewusst verwendet wird und die Bedeutung von Gestiken in den verschiedenen Kulturräumen variiert, kann dies oftmals zu Irritation und Missverständnissen mit den Geschäftspartner führen. Es gilt nicht nur die eigene Körpersprache zu kontrollieren, sondern auch die des Gegenübers fehlerfrei zu deuten.
Die Verknüpfung von Werten und Körpersprache ergibt sich durch die Bedeutung der individuellen Prägung einer Person, die maßgeblich entscheidet wie diese Gestiken und Mimik interpretiert. Je nach Kulturraum, Freundeskreis,
Familienzusammensetzung, Bildung und gesellschaftlichem Status entwickelt jeder Mensch einzigartige Kombinationen von Werten die für ihn von besonderer Bedeutung sind und damit seine Vorstellungen von Körpersprache und Normverhalten. Diese wechselseitigen Beziehungen zwischen Werten, Normen und Körpersprache gilt es im Folgenden zu erläutern, als auch den Führungskräfte ein nötiges Basiswissen über diese Thematik zu vermitteln.
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2 Normen und Werte
2 Normen und Werte
2.1 Definitionen
Die Bedeutung von Normen und Werten ist eng miteinander verknüpft und doch ist eine scharfe Abtrennung der beiden Begrifflichkeiten von Nöten, um ihr Zusammenwirken zu begreifen. Bei Werten handelt es sich um erstrebenswerte Zustände, bzw. Ziele die sich die Gesellschaft setzt, um das Zusammenleben zu organisieren, respektive zu sichern. Typische Werte in den westlichen Industrieländern sind bspw. die Versorgung alter Menschen, die Sicherung des Existenzminimums oder die Menschenrechte. Werte werden allerdings nur sehr allgemein definiert, ihre praktische Umsetzung vollzieht sich in Form von Normen.
Normen sind genaue Verhaltensweisen zusammengesetzter Werte. Es handelt sich hierbei um Verhaltensregeln, die allerdings nicht schriftlich oder gar in Form von Gesetzen fixiert sein müssen. Es handelt sich vielmehr um eine Erwartungshaltung, die von dem Großteil der Gesellschaft geteilt wird, die „guten Sitten“. Der Zweck von Normen liegt also darin, gewisse Verhaltensweisen bei den Gesellschaftsmitgliedern hervorzurufen. Verletzten Menschen zu Hilfe zu kommen oder die Bestrafung von Verbrechern dem Rechtsstaat zu überlassen wären Beispiele für gesellschaftlich anerkannte Normen. Die Missachtung gesellschaftlicher Normen wird als schlechtes Benehmen gewertet. Dies ist besonders im Wirtschaftsleben kritisch. Normen die auf das wirtschaftliche Miteinander zugeschnitten sind werden auch als Benimmregeln bezeichnet. Hierzu gelten z.B. die Einhaltung der branchentypischen Kleiderordnung oder Pünktlichkeit. Nichteinhaltung dieser „Spielregeln“ wird von Geschäftspartnern meist als Zeichen von fehlender Professionalität gewertet und erschwert in Konsequenz beruflichen Aufstieg, bzw. macht in zu Teilen unmöglich.
Alle Normen haben gemein, dass im Falle von Missachtung Sanktionen durch die anderen Gesellschaftsmitglieder erfolgt. Diese reichen von Ansehensverlust, bspw. durch fehlende Teilnahme an Gottesdiensten in religiös geprägten Gemeinden, bis hin zu rechtlichen Konsequenzen durch Personen in bestimmten Machtpositionen, so z.B. eine nicht geleistete Erste Hilfe im Notfall, die strafrechtlich geahndet wird.
Da sich Normen maßgeblich durch die ihnen zugrunde liegenden Werte herausbilden, sind diese in verschiedenen Kulturgemeinden grundverschieden, wie auch das Maß an Akzeptanz für Normen von Mensch zu Mensch differieren kann. Unsere persönliche
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2 Normen und Werte
Akzeptanz von gesellschaftlichen Verhaltensregeln hängt ab von Bildung, elterlicher Erziehung, religiösen Einflüssen und sozialen Kontakten.
Der bedeutende indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie äußerte sich auf die Frage was er mit den westlichen Werten verbinde: „Küssen in der Öffentlichkeit, Schinken-Sandwiches, offener Streit, scharfe Klamotten, Kino, Musik,
Gedankenfreiheit, Schönheit, Liebe.“ 1 2
2.2 Gesellschaft und Werte im Wandel
Wertvorstellungen und Normen sind keine unveränderbaren Konstanten, sondern entwickeln sich mit der Gesellschaft weiter. So hatte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Christliche Kirche einen sehr viel größeren Einfluss auf die gesellschaftliche Erwartungshaltung, sowie den Wertvorstellungen, als dies heut zu Tage der Fall ist. Der Wert der Religion hat abgenommen. Die Norm, das Christentum sei mit dem Dasein als Europäer unzertrennbar verbunden, ist überholt, selbst der Atheismus ist heute gesellschaftlich akzeptiert und zieht keine Sanktionen nach sich.
Parallel hierzu die Einführung demokratischer Strukturen in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg. Ehemals geschätzte Werte wie Obrigkeitstreue oder Pflichtgehorsam waren verpönt. Gesellschaftlich erwünscht ist heute der mündige Bürger, der Sachverhalte kritisch hinterfragt. Vollkommene individuelle Entfaltung sowohl beruflicher wie auch privater Natur sind die neuen Leitsätze des 21. Jahrhunderts. Da die wirtschaftliche Erwartungshaltung ein Spiegelbild ihres sozial gesellschaftlichen Pendants ist, gab es auch hier mannigfaltige Veränderungen. Das Verkümmern traditioneller gemeinschaftlicher Fundamente wie die Familie oder die Religion einerseits und die edeutungszunahme materialistischer
Vermögensverhältnisse andererseits hat zu einer klaren Werteverschiebung geführt.
Der Wunsch nach gesellschaftlichem Aufstieg in Form der Maximierung des persönlichen Einkommens hat die gegenwärtige „Ellbogenmentalität“ maßgeblich geprägt. Die Anonymität in Großunternehmen mit mehreren 10.000 Angestellten in verschiedensten Ländern tut hierzu ihr übriges, und sorgt dafür dass sich die einzelne Führungskraft nicht für die Belegschaft verantwortlich fühlt. Personal steht im Zweifelsfall dem alles übergeordneten Ziels der Renditeerhöhung im Wege und wird kurzerhand abgebaut, trotz wirtschaftlich guter Entwicklung des Unternehmens.
1 Ralpf Giordano: Freiheit? Öffentlich küssen, Kino, Musik und streiten, 13.6.2007,
http://www.abendblatt.de/daten/2007/06/13/754801.html, [01.06.2008].
2 Vgl. Eisenmann (2006), S.128 ff. u. S.175 ff.
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2 Normen und Werte
Führungskräfte mit alternativer Mentalität, wie bspw. einem kollegialen Führungsstil haben es hier gleich doppelt schwer. Sie müssen sich ihre Überzeugung nicht nur zu Weilen als Schwäche auslegen lassen, sondern ihre Position stetig gegen Konkurrenten im eigenen Unternehmen behaupten, die an ihrem Stuhl sägen und der Geschäftsleitung die Realisierung höherer Renditen in Aussicht stellen. In Konsequenz kann sich eine Führungskraft in der heutigen Schnelllebigkeit der Wirtschaft und Fokussierung auf Shareholder Value kein Gewissen erlauben, um seine eigene Position dauerhaft zu sichern. Der Bedeutungsverlust der sozialen Marktwirtschaft, hin zum angelsächsisch nordamerikanischen Turbokapitalismus ist der Wertewandel des
21. Jahrhunderts, der sich aufgrund der Globalisierung auch nicht stoppen lässt. 3
2.3 Benimmregeln: Normen der Wirtschaftswelt
Entscheidend für Führungskräfte in Bezug auf ihren beruflichen Erfolg sind die Normen der Wirtschaftswelt - die Benimmregeln. Hierbei lassen sich drei Gruppen von Verhaltensregeln unterscheiden:
Die erste Gruppe sind Normen der allgemeinen Erwartungshaltung eines Kulturkreises. So gelten Tugenden wie Pünktlichkeit, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft oder Fleiß in allen westlichen Industrieländern als wünschenswert und finden aufgrund dessen auch ihren Weg in die Geschäftswelt. Es sind unausgesprochene Erwartungen der Unternehmen an ihre Mitarbeiter, die grundlegende Basis insbesondere für Führungskräfte ist, um ein professionelles und engagiertes Bild der eigenen Person zu vermitteln.
Die zweite Gruppe sind branchenspezifische Benimm- bzw. Verhaltensregeln. Ein Beispiel hierfür ist der Dresscode. Während in der Informationsbranche Freizeitbekleidung während der Arbeitszeit bevorzugt wird, um ein lockeres und ungezwungenes Arbeitsklima zu schaffen, herrscht bei Kreditinstituten strikte Ordnung zu formeller Bekleidung. Hier steht die Wahrung eines konservativen, seriösen und vertrauensvollen Auftritts gegenüber den Kunden im Vordergrund.
Drittens sind noch die unternehmensspezifischen Normen zu nennen. Diese letzte Gruppe stellt in Summe die Unternehmenskultur dar. So gibt es in der Medienwirtschaft bspw. Unternehmen die einen Führungsstil pflegen, der das besagt lockere Arbeitsumfeld stützen soll, um Kreativität zu fördern. In anderen Unternehmen der Branche ist man der Überzeugung der betont hierarchisch geprägte Führungsstil sei die bessere Variante. In Konsequenz versucht die eine Seite der Unternehmen das
3 Vgl. Oesterdiekhoff (2001) S.41 ff. u. S.91 ff.
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Arbeit zitieren:
J. W. Eßer, N. Kirkesner, A. Häusgen, 2008, Leitfaden für Führungskräfte: Normen, Werte, Körpersprache, München, GRIN Verlag GmbH
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