Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 4
2 Hauptteil 5
2.1 Die Geschichte der Beziehungen zwischen der DDR und SRVietnam 5
2.2 Die Abkommen zwischen der DDR und SRVietnam 6
2.2.1 Die wirtschaftspolitischen Aspekte beider beteiligten Staaten 8
2.3 Die soziale Lage der ausländischen Arbeitskräfte in der DDR:
Besch äftigung, Unterkunft und Freizeitgestalltung 9
2.3.1 Die Fremdfeindlichkeit in der DDR 12
2.4 Die Integrationsprozesse der ausländischen Arbeitskräfte 12
2.4.1 Die staatliche Haltung der DDR zur Integration 13
2.4.2 Die individuellen Möglichkeiten der Beziehungen zwischen
einheimischen und ausländischen Arbeitskräften 13
2.5 Die ausländischen Arbeiter als soziale Teilhaber? 14
2.6 Die soziale Situationen der vietnamesischen Arbeitskräfte nach der
Wende 14
3. Fazit 16
4. Literaturverzeichnis 17
5. Anhang 18
1. Einleitung
In der folgenden Arbeit beschäftige ich mich mit dem Thema ausländische Arbeitskräfte in der DDR. Die DDR schloss seit Beginn der 60er Jahre Anwerbeverträge mit mehreren europäischen und ab den 70er Jahren auch mit außereuropäischen Ländern. Die Gründe für die Beschäftigung von ausländischen Arbeitern in der DDR unterschieden sich von denen in der Bundesrepublik nicht grundsätzlich. Die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte in der DDR hatte zum Ziel, die industrielle Produktion effizienter zu gestalten und den Arbeitskräftemangel der DDR-Wirtschaft zu lindern. Beispielhaft für die Integrationsprozesse der ausländischer Arbeitskräfte soll anhand des Vertragverhältnisses zwischen der DDR und SRV. Ich möchte mich einerseits auf die Integrationsprozesse und anderseits auf die wirtschaftlichpolitischen Aspekte beide Länder konzentrieren. Die Ausländerbeschäftigung in der DDR basierte anfangs auf der Idee, ausländische Arbeitskräfte auszubilden. Dies wurde später zunehmend abgelöst durch die eine ausschließliche Beschäftigung in unqualifizierten Tätigkeiten. Die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte in der DDR wurde durch akuten Arbeitskräftemangel erzwungen. Er hatte seinen Grund vor allem in der Abwanderung von einheimischen Arbeitskräften in den Westen bis zum Mauerbau 1961 und in verringertem Umfang auch noch danach. Die Ausländerbeschäftigung in der DDR lag im Vergleich zur Bundesrepublik deutlich niedriger und wurde von Seiten der Partei als Unterstützung des sozialistischen Aufbaus in den Bruderländern dargestellte. Dies tat sie, dass sie selbst der Bundes Republik vorwarfen, mit der Ausländerbeschäftigung nationalsozialistische Traditionen fortzusetzen. Am 26.01.09 erschien in Mitteldeutschen Zeitung ein Artikel zum Thema Arbeitskräfte in der DDR mit der These “Die Ausländer in Ostdeutschland sind einer aktuellen Studie zufolge gut integriert [...]Zudem profitieren die neuen Länder von positiven Nachwirkungen der Migrationspolitik der DDR-Zeit. Damals seien hochmotivierte Menschen nach Ost-deutschland gekommen“ 1
Hieraus ergeben sich für die folgende Arbeit zwei Fragestellung:
- War die Integration der ausländischen Arbeitskräfte gewollt und wenn ja erfolgreich?
- Ist die Integration von noch heute in Ostdeutschland lebenden ehemaligen ausländischen Beschäftigte der DDR Ergebnis einer gesteuerten Integrationspolitik?
http://www.mzweb.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1232952125195 &openMenu=1013016724320&calledPageId=1013016724320&listid=1018881578370
2.Hauptteil
2.1 Die Geschichte der Beziehung zwischen DDR und Vietnam
Nach der Wiedervereinigung Vietnams stand die Wirtschaft des Landes vor dem Problem, in zwei Hälften geteilt zu sein, die nach komplett verschiedenen Mustern organisiert waren. Im kommunistischen Norden herrschten planwirtschaftliche Verhältnisse und die Landwirtschaft wurde kooperativ betrieben. Der Süden hingegen war marktwirtschaftlich organisiert, hatte aber während der vergangenen zwei Jahrzehnte keinerlei wirtschaftliche Entwicklung vollzogen. Die gesamte Wirtschaft des Südens war somit vom Zustrom amerikanischen Geldes abhängig, das bedingt durch die Militärpräsenz ins Land floss.
Nach der Wiedervereinigung wurde der Süden nach sowjetischem Vorbild restrukturiert, die Landwirtschaft kollektiviert und die Betriebe verstaatlicht. Im Jahr 1978 trat Vietnam dem Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe bei, während die USA ein Wirtschaftsembargo über Vietnam verhängte, das nicht nur Amerikanern verbot, mit Vietnam zu handeln, sondern auch den Internationale Währungsfonds, die Weltbank und ähnliche Organisationen daran hinderte, Vietnam Aufbaukredite zu geben.
Das Resultat aus der Unproduktivität der Staatsbetriebe und der kollektivierten Landwirtschaft, den Handelshindernissen und den massiven Umweltschäden aus dem Vietnamkrieg war schreckliche Armut. Das einzige, was Vietnam halbwegs am Leben hielt, war Wirtschaftshilfe der RGW-Staaten, die sich auf geschätzte drei Milliarden Dollar jährlich belief.
Die Beziehungen der DDR zu Vietnam begannen schon Mitte der 50er Jahre. Der Führer des kommunistischen Nordens Ho Chi Minh suchte Unterstützung im sozialistischen Lager und akzeptierte 1955 sowjetische Hilfe und damit auch die solidarische Unterstützung der anderen "Bruderländer".
So wurden seit den 50er Jahren an Hoch-, Fach- und Berufschulen der damaligen DDR Vietnamesen aus Nordvietnam ausgebildet. Nach dem Abkommen zwischen Vietnam und der DDR vom 22.10.1973 "über die Berufsausbildung und weitere Qualifizierung von Bürgern" Vietnams erhielten zwischen 1973 und 1983 ca. 10.000 vietnamesische Arbeiter eine Berufsausbildung in der DDR.
2.2 Die Abkommen zwischen DDR und Sozialistische Republik Vietnam Ende der 70er Jahre war die Arbeitskräftesituation vor allem in der Textil-, Lederwaren-und metallverarbeitenden Industrie in der DDR sehr angespannt. In den befreundeten Entwicklungsländern gab es ein Überangebot an Arbeitskräften. Dies bestärkte die DDR den obengenannten Vertrag Vietnam abzuschließen. Einerseits bildete der Vertrag eine finanziell verkraftbare Form von Entwicklungshilfe, anderseits geriet die DDR unter den nicht Verruf einen befreundeten sozialistischen Bruderstaat auszubeuten. Es kamen ausländische Arbeiter aus insgesamt 39 Staaten. Die größte Gruppe bildeten die Vietnamesen. Die Regierungen der DDR und der Sozialistischen Republik Vietnam unterzeichneten im April 1980 ein "Abkommen über die zeitweilige Beschäftigung und Qualifizierung vietnamesischer Werktätiger in Betrieben der DDR". Die Ziele des Regierungsabkommens zwischen der DDR und Vietnam waren die Beschäftigung für vietnamesische Facharbeiter, Fach- und Hochschulkader sowie die berufliche Aus- und Weiterbildung im Rahmen der betrieblichen Erwachsenenbildung, anderseits aber auch einen Beitrag zur Erfüllung der Produktionspläne der damaligen DDR zu leisten. Entgegen diesen ökonomischen Motiven wurde der Aufenthalt der „ausländischen Werktätigen“ im „Arbeiter-und-Bauern-Staat“ in der offiziellen Propaganda als „Arbeitskräftekooperation“ im Rahmen der „sozialistischen ökonomischen Integration“ begründet: Solange die DDR den anderen sozialistischen Staaten wirtschaftlich voraus sei, kämen von dort Arbeitskräfte, um sich in der DDR „auf ihre künftige Arbeit beim Aufbau des Sozialismus“ vorzubreiten. (Vgl. Behrends, Lindenberg, Poutrus.2003.272) Mit dieser Propaganda setzte sich die DDR bewusst von der Bundesrepublik ab, deren Gastarbeiterpolitik sie als Fortsetzung des NS-Fremdarbeitereinsatzes anprangerte. (Vgl. Behrends, Lindenberg, Pou-trus.2003.272) Die beide Seiten achteten bewusst darauf, dass die Austauscharbeitskräfte integrierte und politisch bewusste Bürger (im sozialistischen Sinne) waren. Aus diesem Grund schickte der DDR zum Beispiel in den 70er Jahren mosambikanische Arbeitskräfte, die über keine Berufsausbildung verfügten zurück und nahmen sie nicht in ein gleichwertiges Qualifizierungsprogramm auf.
Die Entsendung der Vietnamesen in die DDR erfolgte in zwei großen Etappen, nämlich von 1980 bis 1986 mit der Aufnahme von 12.000 Arbeitskräften und in den drei Jahren zwischen 1987 und 1989, als fünfmal so viele Arbeitskräfte entsendet wurden wie in all den sieben Jahren zuvor (Tab.1). Insgesamt waren bis zum Ende der DDR knapp 80.000 vietnamesische Arbeitskräfte tätig. Insbesondere die überhastete zweite Entsendung hatte Schwierigkeiten mit sich gebracht, vor allem was die Bereitstellung von Wohnraum, von
Arbeit zitieren:
Kherlentsetseg Damdindorj, 2009, Segregation anstatt Integration, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 un...
Politik - Politische Systeme - Historisches
Seminararbeit, 17 Seiten
Das Ministerium für Staatssicherheit
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Hausarbeit (Hauptseminar), 23 Seiten
Kherlentsetseg Damdindorj hat den Text Segregation anstatt Integration veröffentlicht
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