Inhalt
1. Einordnung
2. Aufbau
3. Inhalt
4. The „puzzling passage“
5. Schlussbemerkung
6. Bibliographie
3
1. Einordnung
Ovids neuntes Gedicht aus dem liber primus seines Werkes Amores gehört zu den bekanntesten Elegien der Antike. Das Gesamtwerk selbst behandelt, wie der Name besagt, diverse Themen rund um die Liebe, die Geliebte und das Verliebtsein und zwar stets aus der spezifischen Sicht eines römischen Elegikers. Der Dichter verschmilzt - zumindest fiktivvollkommen mit dem lyrischen Ich und schildert im Stile einer Autobiographie seine Erfahrungen und amourösen Abenteuer.
Das neunte Gedicht wird thematisch passend umrahmt. Bei I,8 handelt es sich um ein zentrales Programmgedicht, dass den Mittelpunkt des ersten Buches darstellt 1 und von der archetypischen Gestalt der Kupplerin berichtet. WEINLICH sieht die im neunten Gedicht beschriebene „Psychologie der Liebe“ außerdem als „Antwort von männlicher Seite auf Amores I,8, … (dem) Liebeskonzept der Kupplerin“ 2 . I, 10 hingegen enthält des Sprechers Wehklagen darüber, dass seine Geliebte Geschenke von ihm fordert. Das neunte Gedicht selbst hat nun das berühmte elegische Bild der militia amoris zum Thema, also den Kriegsdienst des Liebenden. Ovid kreiert zahlreiche Beispiele um die Angemessenheit dieses Bildes zu untermauern und im Verlauf einer klar strukturierten Argumentation arbeitet er einen neuen, überraschenden Aspekt des Lebens eines Liebenden heraus.
2. Aufbau
Zu Beginn steht zunächst das sogenannte „Eingangsdistichon“ 3 , welches auf prägnante Weise das Thema des gesamten neunten Gedichts präsentiert, nämlich das der militia amoris. Der nächste Abschnitt besteht aus den Versen 2 bis 30, in welchen nun diverse officia amoris beschrieben werden, wobei die Argumentation für die Eingangsthese so funktioniert, dass jeweils eine Pflicht des Soldaten mit einer entsprechenden Aufgabe des Liebenden verglichen und für jede militärische Handlungsweise eine amouröse Entsprechung gefunden wird. Aufgrund dieser Vorgehensweise spricht HELDMANN bei diesem Teil auch von einer comparatio 4 . In deren Verlauf „konkretisiert und präzisiert der Redner den abstrakten Begriff der militia amoris“ 5 .
1 Vgl. Nachwort der Reclamausgabe, S. 232 oben
2 WEINLICH , S. 59
3 Siehe HELDMANN, S. 46; WEINLICH spricht auch von der propositio, siehe S. 57
4 Siehe HELDMANN, S.46
5 WEINLICH , S.57
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Arbeit zitieren:
Alexander Windeck, 2007, Ovid, amores 1,9, München, GRIN Verlag GmbH
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