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Die Komponente 'R' des LER-Unterrichts

Der Streit um die Einsetzung des Religionsunterrichts als "ordentliches Schulfach" in Brandenburg

Titre: Die Komponente 'R' des LER-Unterrichts

Dossier / Travail , 2007 , 23 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Kati Neubauer (Auteur)

Didactique - Didactique générale, Objectifs de l'éducation, Méthodes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung des Schulfachs Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde in Brandenburg. Der öffentliche Streit um die Komponente „R“, der den Werdegang des Faches LER bis zu seiner endgültigen Einführung als Pflichtfach in Brandenburg begleitet und beeinflusst hat, wird anhand seiner gesellschaftlichen und rechtlichen Argumentationsketten der verschiedenen Vertreter dargestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtliche und soziologische Voraussetzungen für die Einführung LERs

2.1 Historische Situation in Brandenburg in Bezug auf Religiosität

2.2 Vorgeschichte zum Fach LER

3. Lebensgestaltung- Ethik- Religion in der Erprobungsphase

4. Die Auseinandersetzung um die Komponente „R“

4.1 Argumentation der Kläger für die Einführung des „ordentlichen Lehrfachs“ Religion entgegen LER

4.1.1 Verletzung des Rechts der Religionsfreiheit und religiösen Selbstbestimmung

4.1.2 Zweifel an der staatlich zugesicherten Neutralität

4.2 Juristische Begründung für die Einführung LERs durch das Land Brandenburg

4.2.1 Zum Vorwurf der Verletzung des Rechts der Religionsfreiheit und religiösen Selbstbestimmung

4.2.2 Zu den Zweifeln an der Neutralität der staatlichen Lehrer

4.3 Pädagogische Argumentation zur Einführung eines Pflichtfaches LER explizit mit der Teilkomponente ,R’

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert den langjährigen Konflikt um die Einführung des Schulfaches „Lebensgestaltung- Ethik- Religionskunde“ (LER) im Bundesland Brandenburg und untersucht dabei insbesondere die rechtlichen und pädagogischen Auseinandersetzungen um die religionskundliche Komponente sowie die Positionierung des Landes gegenüber verfassungsrechtlichen Vorgaben.

  • Historische Entwicklung der Religiosität und Schulkultur in Brandenburg.
  • Juristische Klärung des Status von LER als Pflichtfach versus konfessionellem Religionsunterricht.
  • Pädagogische Konzeption und Zielsetzung des Faches LER als integrativer Bildungsbereich.
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen staatlicher Neutralität und religiöser Wertevermittlung.
  • Auswertung der Modellversuchsphase und der Entscheidungsfindung des Bundesverfassungsgerichts.

Auszug aus dem Buch

4.3 Pädagogische Argumentation zur Einführung eines Pflichtfaches LER explizit mit der Teilkomponente ,R’

Nicht weniger gewichtig, als die Verhandlungen um die rechtlichen Möglichkeiten des Landes Brandenburg gegenüber der Einsetzung eines „ordentlichen Lehrfachs“ LER und Religion, war die pädagogisch- didaktische Auseinandersetzung um die Inhalte und Ziele der „R“- Komponente. Während die Kirchen die „Religionskunde“ gänzlich aus dem Fach zur Werteerziehung entfernen wollten, plädierten die Fürsprecher LERs zugunsten einer strukturellen Einsicht in die Pluralität und Komplexität von Religion, die in wechselseitiger Ergänzung und Auseinandersetzung mit den Bereichen ,L’ und ,E’ zu sehen sei. Ein erforderliches Grundwissen müsste allen Kindern und Jugendlichen zuteilwerden, da nicht zu letzt die Alltagswelt in Deutschland durch die jüdische und christliche Tradition geprägt, wenn auch oberflächlich davon entkoppelt, sei. Damit würde ein gemeinsames Verständnis für die Kultur und Tradition gefördert, in der sich die Schüler zurechtfinden müssten.

Tatsächlich ging aus entsprechenden Studien hervor, dass in einer säkularisierten Gesellschaft wie in Brandenburg Bedürfnisse und Formen einer Sinnsuche besonders zu Tage treten und so eine Thematisierung verschiedener Religionsgemeinschaften notwendig machen, um in dem vielfältig medialen Angebot den Schülern mehr Transparenz bieten und Möglichkeiten der Unterscheidung verschaffen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung des Konflikts um die Einführung des Faches LER in Brandenburg als Pflichtfach und der damit verbundenen juristischen Auseinandersetzungen mit kirchlichen Vertretern.

2. Geschichtliche und soziologische Voraussetzungen für die Einführung LERs: Analyse der historischen Säkularisierung und der bildungspolitischen Entwicklungen in Brandenburg, die das Klima für das neue Fach bereiteten.

3. Lebensgestaltung- Ethik- Religion in der Erprobungsphase: Beschreibung der Modellversuchsphase, der Herausforderungen bei der Kooperation mit den Kirchen und der schließlichen didaktischen Neukonzeption.

4. Die Auseinandersetzung um die Komponente „R“: Detaillierte Untersuchung der rechtlichen und pädagogischen Argumente im Streit um die Integration der „Religionskunde“ in den staatlichen Unterricht.

5. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse, welche die Notwendigkeit und den Erfolg eines religionskundlich orientierten Pflichtfaches im Kontext der Brandenburger Bildungslandschaft bestätigt.

Schlüsselwörter

Lebensgestaltung- Ethik- Religionskunde, LER, Brandenburg, Religionsunterricht, Pflichtfach, Religionsfreiheit, Staatliche Neutralität, Werteerziehung, Bildungsreform, Religionskunde, Säkularisierung, Rechtsstreit, Bundesverfassungsgericht, Pluralismus, Integrativer Unterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Konflikt um die Einführung des Schulfaches LER in Brandenburg, das als Pflichtfach konzipiert wurde und eine religionskundliche Komponente beinhaltet, was zu langjährigen juristischen Auseinandersetzungen mit den Kirchen führte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung des Verhältnisses von Kirche und Schule in Brandenburg, die verfassungsrechtliche Debatte um Religionsunterricht und staatliche Neutralität sowie die pädagogische Begründung eines pluralistischen Werteunterrichts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Werdegang des Faches LER nachzuvollziehen und die Plausibilität des Festhaltens des Landes Brandenburg an der „R“-Komponente angesichts konträrer rechtlicher Positionen zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf einer Auswertung von Rechtsvorschriften, Evaluationsberichten des Modellversuchs sowie bildungspolitischen und theologischen Fachpublikationen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Konflikt um die Komponente „R“ detailliert beleuchtet, unterteilt in die Argumente der Kläger gegen LER, die juristische Verteidigung des Landes Brandenburg sowie die pädagogischen Argumente für eine religionskundliche Pflichtkomponente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie LER, Religionsfreiheit, Bekenntnisneutralität, Schulentwicklung in Brandenburg und interreligiöser Dialog charakterisiert.

Warum wurde die „R“-Komponente in den LER-Unterricht integriert?

Die „R“-Komponente sollte den Schülern in einer säkularisierten Gesellschaft Grundwissen über Religionen vermitteln und sie befähigen, in einem pluralistischen Umfeld respektvoll miteinander in einen Dialog zu treten.

Wie bewertete das Bundesverfassungsgericht den Streit um das Fach LER?

Das Gericht bestätigte im Wesentlichen, dass die Regelungen zum Fach LER im Brandenburgischen Schulgesetz verfassungskonform sind und nicht in das Grundrecht auf Religionsfreiheit eingreifen.

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Résumé des informations

Titre
Die Komponente 'R' des LER-Unterrichts
Sous-titre
Der Streit um die Einsetzung des Religionsunterrichts als "ordentliches Schulfach" in Brandenburg
Université
University of Potsdam
Note
1,3
Auteur
Kati Neubauer (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
23
N° de catalogue
V133111
ISBN (ebook)
9783640398997
ISBN (Livre)
9783640398492
Langue
allemand
mots-clé
Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde Lebensgestaltung-Ethik-Religion Rechtsstreit Brandenburg Religionsunterricht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kati Neubauer (Auteur), 2007, Die Komponente 'R' des LER-Unterrichts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133111
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Extrait de  23  pages
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