1 Einleitung. 4
2 Direkter Buchvergleich 4
3 Darstellung im DDR-Geschichtslehrbuch 6
3. 1 Errichtung der faschistischen Diktatur 6
3.1.1 Erklärungsansätze. 8
3.2 Die Festigung der faschistischen Diktatur 9
3.2.1 Erklärungsansätze. 11
4 Darstellung im BRD-Geschichtsbuch 12
4.1 Die Machtergreifung. 13
4.1.1 Erklärungsansätze. 14
4.2 Der Reichstag kapituliert 14
4.2.1 Erklärungsansätze. 15
4.3 „Gleichschaltung“ und Verfolgung 15
4.3.1 Erklärungsansätze. 16
4.4 Morde vollenden die Diktatur. 17
5 Zum Vergleich - Darstellungen in einem Geschichtsbuch der BRD aus dem Jahr 1995
17
6 Unabhängiger Bericht über die Machtergreifung 19
7 Inhaltsvergleich der beiden Lehrbücher 19
8 Abschlussbemerkungen. 23
Literatur - und Quellennachweis: 25
1 Einleitung
Um die Komplexität dieses historischen Zeitabschnitts zu verkürzen, habe ich mich dafür entschieden nur die ersten 19 Monate der Nationalsozialistischen Herrschaft zu untersuchen. Für mich ist die Anfangsphase mit die wichtigste der NS-Diktatur. Dadurch kann man verstehen wie es HITLER geschafft hat, dass ihn so viele Menschen anhimmelten und ihn zum Führer des deutschen Volkes machten.
Ziel soll der inhaltliche Vergleich von 2 Geschichtslehrbücher zweier Staaten sein. Es handelt sich dabei um ein Lehrbuch aus der BRD von 1986 und ein Schulbuch aus der DDR von 1984. Ich werde mit einem formellen Vergleich in Form einer Tabelle beginnen. Danach komme ich zu Zusammenfassungen der jeweiligen Text. Den Kapitel werden Erklärungsansätze folgen, in denen ich Stellung zum gemachten Sachverhalt nehme.
Das 5. Kapitel beschäftigt sich mit einer chronologischen Reihenfolge der Ereignisse in einem Schulbuch von 1995. Ich werde später im 7. Kapitel die 3 unterschiedlichen Lehrbücher miteinander inhaltlich vergleichen.
2 Direkter Buchvergleich
Das Lehrbuch in der DDR war für die 9.Klasse an der Polytechnischen Oberschule bestimmt. Im Lehrbuch der BRD ist dies nicht eindeutig erkennbar, d.h. es wird kein Klasse angegeben, in der dieses Werk benutzt werden soll. In der DDR gab es einen einheitlichen Lehrplan, der besagte wann ein Thema im Unterricht bearbeitet werden soll. Es gab nur ein Lehrbuch, welches für das gesamte DDR-Gebiet Gültigkeit besass. In der BRD gab es auch einen Lehrplan, aber jedes Bundesland konnte diesen nutzen wie es wollte. Auch die Lehrbücher waren nicht vereinheitlicht. Es standen mehrere Verläge zur Verfügung. Es konnte sogar für jedes Land ein eigenes Schulbuch angefordert werden. Der Oldenbourg Verlag München hat speziell ein Schulbuch für die Hauptschule in Bayern publiziert. Die Themen sind teilweise unterschiedlich behandelt wurden, der Nationalsozialismus zum Beispiel wird im Verlag Oldenbourg bereits in der 9.Klasse angeboten und im KLETT- Verlag erst in der 10. Klasse. Dadurch kann die Schule den Eltern eine unterschiedliche Reihe von Schulbüchern anbieten. Der Nachteil von nicht
einheitlichen Schulbüchern ist der schwierige Wechsel zwischen 2Bundesländern. Es kann passieren, dass Schüler in vielen Fächern den Lehrstoff schon oder nicht durchgenommen haben. In der DDR gab es nur einen Verlag und der richtete sich genau an die Vorgaben des Lehrplans. Hier nun ein direkter Vergleich in Form eine Tabelle:
3 Darstellung im DDR-Geschichtslehrbuch
Im Geschichtsbuch der Klasse 9 der DDR ist der Absatz über die Errichtung des nationalsozialistischen Regimes nicht sehr umfangreich beschrieben wurden. Viel Platz ist für den Kampf der KPD gegen den Faschismus gelassen wurden. Abbildungen beziehen sich hauptsächlich auf Gebäude, Personen und Aufrufen der Kommunistischen Partei Deutschland (KPD).
Im Lehrplan der 9.Klasse ist eine Stoffeinheit von enormem Umfang vorgeschrieben gewesen. Insgesamt sind 60 Stunden vorgesehen wurden, davon aber nur 10 Stunden für den Zeitraum vom Beginn der Diktatur bis zum Beginn des 2.Weltkrieges. (vgl. Ministerrat 1973) Der Lehrplan Geschichte herausgegeben vom Ministerrat der DDR regelt einheitlich den Unterricht für die gesamte Deutsche Demokratische Republik. Jeder Schüler sollte die gleichen Chancen einer Schulbildung erhalten.
Besonders festgeschrieben ist für den Zeitraum den ich untersuchen will, also 1933-1934, dass es nur 2 „Merkzahlen“ gibt. Zum einen der Reichstagsbrand im Jahre 1933 und die Festnahme Ernst Thälmanns ebenfalls 1933.
Im folgendem möchte ich auf die Ereignisse zu sprechen kommen die im Lehrbuch der DDR angegeben werden.
Ich werde mich dabei auf die Kapitel 5.1. und 5.2. des Buches beziehen und dabei die gebrauchten Wörter soweit es mir sinnvoll erscheint verwenden.
3. 1 Errichtung der faschistischen Diktatur
Am 30. Januar 1933 begann die Zeit der faschistischen Diktatur, dadurch änderte sich die Regierungsform von einer bürgerlich-parlamentarischen Regierung in eine „offene terroristische Diktatur“(Bleyer 1984, S. 116).
Damit war die Machtübertragung ein Zeichen, dass die Großindustrie, das Junkertum und das Militär ihr Ziel erreichten hatten. Es war eine monoplistische Kapitaldiktatur, für welches die drei oben genannten schon seit der Novemberrevolution 1917 in Deutschland kämpften. Den Beginn der Hitlerregierung feierten die Faschisten mit Demonstrationen und Fackelumzügen durch Berlin.
Die Regierung bestand zunächst nur aus einer Koalition zwischen Vertretern reaktionärer Kräfte und Faschisten.
Die Naziführer Wilhelm FRICK ( Reichsinnenminister) und Hermann GÖRING (Reichsminister ohne Geschäftsbereich) vereinten alle polizeilichen Machtmittel in ihren Händen. Bereits Anfang März 1933 wurde Joseph GOEBBELS zum Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda ernannt. Ab diesem Zeitpunkt gab es eine koordinierte Volksbeeinflussung durch die Führer des Staates.
Gleich zu Beginn des Textes spricht Wolfgang BLEYER von den Zielen der Hitlerregierung. E r veranschlagt 5 Ziele und das erste und oberste war die Zerschlagung der Kommunisten Partei Deutschlands.
Die anderen 4 Ziele beschäftigen sich mit den Kriegsplänen der Nationalsozialisten. 1. Die Unterdrückung aller demokratischen Kräfte und Arbeiterorganisationen als eine Voraussetzung für eine Raubkrieg
2. Die ideologische Vorbereitung der Gesellschaft auf den Aggressionskrieg 3. Eine verstärkte Aufrüstung und Vorbereitung eines Krieges zur Errichtung der Vorherrschaft des deutschen Imperialismus in Europa und der Welt. 4. In einem Krieg ist die Vernichtung der Sowjetunion ein oberes Ziel!
Die einzige Partei, die in Deutschland offen gegen den Nationalsozialismus gekämpft hat, war die KPD und das tat sie bereits vom ersten Tag an. Am 30. 01. 1933 wurde der „Generalstreik gegen die faschistische Terrorherrschaft“(Bleyer 1984 S. 118) ausgerufen. Noch am selben Tag haben die Führer der KPD der SPD angeboten, den Kampf gemeinsam zu bestreiten. Die SPD-Funktionäre lehnten aus folgendem Grund ab.
Tiefverwurzelter Antikommunismus und eine feste Bindung an den imperialistischen Weimarer Staat. BLEYER wirft Ihnen eine gewisse „Blauäugigkeit“ vor. Die SPD hat aber niemals einen Grund, warum sie die Zusammenarbeit nicht wünschen, formuliert. Widerstand gab es aber auch mit Hilfe einiger Vertretern aus SPD und anderen Arbeiterorganisationen. Dieser Widerstand kennzeichnete sich in Aufmärschen, Demonstrationen und Streiks in den Betrieben.
Am 7. Februar 1933 fand eine illegale Tagung des Zentralkomitees der KPD bei Berlin statt. Dabei hielt Ernst THÄLMANN eine für die Kommunisten beeindruckende und überzeugende Rede.
Arbeit zitieren:
Manja Geldner, 2002, Zur Rezeption der Nationalsozialistischen Zeit in ausgewählten Geschichtsschulbüchern der DDR und BRD, München, GRIN Verlag GmbH
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