INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 3
2. Hauptteil 3
2.1 Kernsymptome der hyperkinetischen Störung 3
2.1.1 Aufmerksamkeitsstörung 3
2.1.2 Impulsivität 4
2.1.3 Hyperaktivität 5
2.2 Psychologische Diagnostik hyperkinetischer Störungen 5
2.2.1 DS-MIV versus ICD-10 6
2.3 Intervention hyperkinetischer Störungen 8
2.3.1 Überblick 8
3. Schlußteil 9
3.1 Ausblick 9
4. Literaturverzeichnis 10
Im Zusammenhang mit der Aufmerksamkeitsstörung ist eine Unterscheidung zwischen einer Störung der selektiven Aufmerksamkeit und einer Störung der Daueraufmerksamkeit wichtig.
Die Störung der selektiven Aufmerksamkeit "bezieht sich auf die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf aufgabenrelevante Reize zu fokussieren und irrelevante Reize zu ignorieren" (Petermann, 1995, S. 165). Ablenkbarkeit ist hierbei ein Zeichen "verminderter, selektiver Aufmerksamkeit" (Petermann, 1995, S. 165), welche vorrangig durch visuelle und akustische Reize aus der unmittelbaren Umwelt verursacht wird. Die Betroffenen registrieren dabei besonders Veränderungen ihres Umfeldes oder schnell wechselnde Dinge. Daueraufmerksamkeit meint "die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf eine Auf- gabe über die Zeit aufrechtzuerhalten" (Petermann, 1995, S. 165). Eine Störung
- 4 -dieser ist durch eine kurze, jedoch außerordentlich intensive Aufmerksamkeits-spanne gekennzeichnet. Besonders ausgeprägt ist diese im Vorschul- bzw. Grundschulalter und äußert sich z. B. darin, daß Hausaufgaben nur unvollstän-dig erledigt oder vorzeitig abgebrochen werden.
Vor allem bei Mädchen kann sich diese Störung auch in Tagträumereien äußern. Aufmerksamkeitsstörungen sind vorwiegend motivationsabhängig. Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene können sich durchaus einer Aufgabe über längere Zeit (Stunden, Tage oder sogar Monate) widmen, wenn sie nur in ihrem Interessengebiet liegt.
Störungen in der selektiven sowie in der Daueraufmerksamkeit treten vor allem bei Beschäftigungen auf, "die einen kognitiven Einsatz verlangen" (Petermann, 1995, S. 165) und sind meist bei Tätigkeiten stärker ausgeprägt, "die fremdbestimmt sind" (Petermann, 1995, S. 165) (z. B. das Erledigen von Hausaufgaben) und bleiben oft vom Kindes- bis hinein ins Erwachsenenalter erhalten.
2.1.2 Impulsivität
Die Impulsivität einer hyperkinetischen Störung kann sich im Bereich des Kognitiven, des Motivationalen und des Emotionalen äußern. Der kognitive Bereich ist durch die Tendenz gekennzeichnet, "dem ersten Handlungsimpuls zu folgen und eine Tätigkeit zu beginnen, bevor sie hinreichend durchdacht ist oder bevor sie vollständig erklärt worden ist" (Petermann, 1995, S. 165).
Enorme Schwierigkeiten, "Bedürfnisse aufzuschieben und Schwierigkeiten abzuwarten" (Petermann, 1995, S. 166), bis man an der Reihe ist, sind Merkmale des motivationalen Bereiches. So ist immer wieder zu beobachten, daß es Kindern und Jugendlichen nur schwer gelingt, andere aussprechen zu lassen oder sie häufig mit ihrer Antwort vorschnell herausplatzen, bevor eine Frage zu Ende gestellt wurde.
Im emotionalen Bereich äußert sich die Impulsivität darin, daß rasche, unvorher- sehbare Stimmungsschwankungen auftreten, welche ohne Berücksichtigung der
Arbeit zitieren:
Sandra Richter, 2002, Kernsymptome der hyperkinetischen Störung und ihre psychologische Diagnostik, München, GRIN Verlag GmbH
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