1) Inhaltsverzeichnis
1) INHALTSVERZEICHNIS 2
2) EINLEITUNG 3
3) MARY ELLEN RICHMOND´S ARBEIT IN VERBINDUNG MIT
DER SOZIALEN SITUATION IN DEN USA 4
3A) BIOGRAPHISCHE DATEN 4
3B) DIE ARBEIT DER „ CHARITY ORGANISATION SOCIETY“ 6
3)C MARY RICHMONDS VERDIENSTE FÜR DIE SOZIALARBEIT 7
4) SOZIALE EINZELFALLHILFE 9
4A) DEFINITION DES BEGRIFFS EINZELFALLHILFE 9
4B) ANWENDUNG DER EINZELFALLHILFE (CASE MANAGEMENT) IN
DEUTSCHLAND 9
5) LITERATURVERZEICHNIS 12
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2) Einleitung
Die soziale Einzelfallarbeit zählt zu den klassischen Methoden der sozialen Arbeit. Eine Methode ist eine Arbeitsform, bzw. ein Arbeitsprinzip, das auf eine bestimmte Gruppe von Klienten abgestimmt ist (vgl. Fachlexikon der sozialen Arbeit, 5.Aufl. 2002, Deutscher Verein für öffentliche und private Vorsorge; S.639). Die Wurzeln dieser Methode liegen in den USA und werden dort als Case work oder Case Management bezeichnet. Im Allgemeinen gilt Mary Richmond, neben Alice Salomon, als einer der Begründerinnen der Einzelfallhilfe (vgl. Fachlexikon der sozialen Arbeit, 5.Aufl. 2002, Deutscher Verein für öffentliche und private Vorsorge; S.253). Durch ihre Arbeit bei der Charity Organization Society in Baltimore und ihre diversen Veröffentlichungen, legte sie den Grundstein für die heutige soziale Einzelfallhilfe. Ihr Buch „Social Diagnosis“, das 1917 erschien, beeinflusste die Ausbildung von Sozialarbeitern in den USA stark.
Im ersten Teil meiner Hausarbeit werde ich das Leben von Mary Ellen Richmond beschreiben und ihre Verdienste für die Charity Organization Society darstellen. .Eingehen werde ich dabei auf die soziale Situation der Armen des 19. Jahrhunderts in den USA. Dadurch wird gezeigt, wie wichtig die Arbeit von Mary Richmond und ihren Mitarbeitern war, und heute noch ist.
Zum Schluss beschäftige ich mich mit dem Begriff der sozialen Einzelfallhilfe und deren Anwendung in Deutschland.
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3) Mary Ellen Richmond´s Arbeit in Verbindung mit der sozialen
Situation in den USA 3a) Biographische Daten
Mary Ellen Richmond wurde am 5. August 1861 in Belleville / Illinois geboren. Über ihre Eltern ist nicht viel bekannt. Sie stammten aus Baltimore und kehrten bald nach der Geburt ihrer Tochter dorthin zurück. Beide waren an Lungentuberkulose erkrankt und starben kurze Zeit später. Mary wuchs bei ihrer Großmutter und Tante auf. Die beiden Frauen interessierten sich sehr für Frauenbefreiung und Rassenfragen.
Mary besuchte die Eastern Highschool in Baltimore. Sie verließ dieses Mädchengymnasium im Jahr 1878 nachdem sie ihren Abschluss gemacht hatte.
Für ein Studium fehlten die finanziellen Mittel, und so ging Mary im Alter von 16 Jahren zu ihrer Tante nach New York. Dort arbeitete sie als Büroangestellte für einen Verlag bei dem auch schon ihre Tante beschäftigt war. Nachts lernte sie Stenographie und Buchhaltung (Müller, Wolfgang: Wie Helfen zum Beruf wurde Band 1; Überarbeitete Neuausgabe 1999, Beltz Verlag, Weinheim und Basel, 1982, S.99).
Marys Tante erkrankte nach wenigen Monaten schwer und musste zurück nach Baltimore ziehen. Mary blieb in New York, zog aber auf Anraten ihres Arztes in den ruhigeren Stadtteil Brooklyn. Dort erkrankte sie an Malaria und musste, nachdem sie ihre Stelle aufgegeben hat, ihrer Tante nach Baltimore folgen. Da sie nicht nur sich selber, sondern auch ihre erkrankte Tante zu versorgen hatte, suchte sie sich eine einträgliche Stelle als Buchhalterin in einem Schreibwarengeschäft. Ab 1888 arbeitete sie für 50$ im Monat in einem kleinen Familienhotel. Im Jahre 1889 bewarb sie sich um eine Stelle als Schatzmeisterin bei der „Charity Organization Society“ (COS). Wegen ihrer sprachlichen Begabung bekam sie die Stelle und übernahm am 1. Februar 1889 die Position als Schatzmeisterin. Dort traf sie die Geschäftsführerin Zilpha D. Smith. Gemeinsam besuchten sie Versammlungen und Besprechungen der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen.
Bereits nach 9 Monate konnte Mary Richmond im Jahresbericht der Organisation 30 neue Geldgeber vorstellen.
Im April 1891 wurde sie zur Nachfolgerin von Zilpha D. Smith gewählt. Zusätzlich zu dieser Tätigkeit arbeitete Mary Richmond als eine der „freundlichen Besucherinnen“ („friendly visitors“). Durch diese Arbeit wollte sie die Praxis besser kennen lernen.
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Arbeit zitieren:
Christina Hilker, 2009, Mary E. Richmond und ihre Verdienste für die soziale Einzelfallhilfe, München, GRIN Verlag GmbH
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