II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis................................................................................................................ II
1 Problemstellung und Zielsetzung. 1
2 Allgemeines über die Henry Lambertz GmbH Co. KG 1
3 Die eklektische Theorie der internationalen Produktion von Dunning 1
3.1 Eigentumsvorteile. 2
3.2 Internalisierungsvorteile. 3
3.3 Standortvorteile 4
4 Kritische Würdigung 5
Anhang III
Literaturverzeichnis IV
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1 Problemstellung und Zielsetzung
Im Rahmen einer Seminararbeit soll die Internationalisierungsentscheidung der Henry Lambertz GmbH & Co. KG für den polnischen Produktionsstandort Kattowitz begründet werden. Nach einer kurzen Vorstellung der Unternehmung sollen verschiedene Theorien auf deren konkrete Anwendbarkeit an dem Unternehmen Lambertz überprüft werden. Dazu erscheint die eklektische Theorie der internationalen Produktion von Dunning am besten geeignet. 2 Allgemeines über die Henry Lambertz GmbH & Co. KG
Das Aachener Traditionsunternehmen Henry Lambertz GmbH & Co. KG blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bereits im Jahr 1688 begann. Damals wurde man durch die Herstellung einer Aachener Spezialität, der Printe, bekannt. Heute stellt das Familienunternehmen sowohl Saison- als auch Ganzjahresgebäck, aber auch innovative Snackkreationen her. In 27 Jahren konnte der Umsatz von ehemals 10 Millionen Euro auf 424 Millionen Euro im Jahr 2003 gesteigert werden. Damit ist Lambertz einer der größten dt. Gebäckhersteller und der Marktführer für Saisongebäck. Das Ziel ist es, beim Umsatz die 500-Millionen-Euro-Marke zu erreichen. (vgl. Müller M. 2003) Neben der Handelsmarke Lambertz gehören Traditionsmarken wie „Kinkartz“, „Haeberlein-Metzger“ und „Weiss“ zum Hause Lambertz. Zusätzlich verfügt die Lambertz-Gruppe über Anlagen zur Herstellung von Waffelerzeugnissen, Dominosteinen, Pralinen und Gebäckmischungen. (N.N. Lambertz 2003) Durch diese Flexibilität ist man in der Lage, sowohl im Bereich des Saisongebäcks als auch im Bereich der Jahresartikel alle Handelsstufen mit einer breiten Produktpalette zu beliefern. Bereits anno 1999 wurden Wachstumschancen und Standortvorteile der osteuropäischen Staaten von Lambertz erkannt und eine Gebäckfabrik im polnischen Kattowitz errichtet.
3 Die eklektische Theorie der internationalen Produktion von Dunning
Die Entscheidung für den polnischen Produktionsstandort Kattowitz lässt sich am besten mit der eklektischen Theorie der internationalen Produktion von Dunning begründen. Diese integrative Theorie verknüpft ausgewählte Ansätze aus anderen Theorien der Internationalisierung wie der „Standorttheorie der Internationalisierung“, der „Monopolistischen Vorteilstheorie“ von Hymer/Kindleberger sowie der „Internalisierungstheorie“ von Buckley/Casson. (vgl. Welge/Holtbrügge 2003, S.72) Somit „liefert diese Theorie doch einen recht umfassenden Erklärungsansatz, der durch
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zahlreiche empirische Tests untermauert werden konnte.“ (Stein 1991, S.147) Sie geht davon aus, „dass Art und Umfang des internationalen Engagements von Unternehmungen nicht auf eine einzige Ursache zurückgeführt werden können, sondern von verschiedenen Faktoren abhängig sind.“ (Welge/Holtbrügge 2003, S.71) Drei Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Direktinvestitionen im Ausland getätigt werden. Diese sind in aufeinander aufbauender Weise Eigentumsvorteile, Internalisierungsvorteile und Standortvorteile. „Erst die Verknüpfung der drei Vorteilsarten ergibt gemäß Dunning eine aussagekräftige Theorie.“ (Stein 1991, S.141) Auf diese Weise ist es möglich „...die Bedeutung dieser Vorteile für das Entstehen von internationalen Produktionsstandorten und damit von multinationalen Unternehmen.“ zu erklären. (Perlitz 1997, S.132) Im Folgenden soll aufgezeigt werden, warum Lambertz das polnische Kattowitz als Produktionsstandort gewählt hat.
3.1 Eigentumsvorteile
Der erste Entscheidungsfaktor, der auf der monopolistischen Vorteilstheorie von Hymer und Kindleberger basiert, soll Gründe für Portfolio-Ressourcentransfers liefern. Das Kriterium für die Durchführung von Direktinvestitionen im Ausland sind hierbei die Eigentumsvorteile einer Unternehmung. Solche liegen bspw. dann vor, wenn Unternehmen ihr spezielles Know-how in dem Land, in dem die Direktinvestition getätigt werden soll, vorteilhaft gegenüber Wettbewerbern ausspielen können. Bei Lambertz trifft dies zu, da durch die Übernahme der Traditionsmarken „Kinkartz“ und „Haeberlein-Metzger“ von der Firma Schöller Markenrechte erworben wurden. (vgl. N.N. Lambertz 2003) Dieses Know-how, das Markenrechte, geschützte Rezepturen aber auch langjährige Managementerfahrung beinhaltet, kann nach Polen übertragen werden. Dr. Bühlbecker beschreibt diese „First-Mover-Strategie“ folgendermaßen: "Während andere erst jetzt ihr Know-how für die östlichen Märkte aufbauen, können wir schon von einer langjährigen Erfahrung profitieren". (vgl. Bismarck-Osten 2004) Derartige Kenntnisse tragen also dazu bei, dass Lambertz-Polonia wettbewerbsfähig bleibt. Darüber hinaus entstehen Eigentumsvorteile, die von allen multinational agierenden Unternehmen nutzbar sind, wie die „Möglichkeit der Risikodiversifikation durch Währungsmanagement, Nutzung unterschiedlicher Faktorausstattungen, u.a.“. (Welge/Holtbrügge 2003, S.72) So können dadurch Gewinne transferiert oder auch Kredite in Ländern mit günstigen Konditionen aufgenommen werden. Lambertz verfügt somit über Eigentumsvorteile, die nach der Theorie von Dunning für eine
Arbeit zitieren:
Dipl.-Kfm. (Univ.), B.A. Christian Kneer, 2004, Begründung von Internationalisierungsentscheidungen mithilfe der eklektischen Theorie der internationalen Produktion von Dunning, München, GRIN Verlag GmbH
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The Eclectic Paradigm of International Production (Dunning)
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Christian Kneer's Text Begründung von Internationalisierungsentscheidungen mithilfe der eklektischen Theorie der internationalen Produktion von Dunning ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
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