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Das Leben der Hedwig von Schlesien

Titel: Das Leben der Hedwig von Schlesien

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Julia Leschhorn (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Hedwig von Schlesien gilt als eine der bedeutendsten deutschen Heiligen. Zudem wird sie seit dem Anfang des 14. Jahrhundert als Landespatronin Schlesiens verehrt. Bekannt wurde sie letztlich nicht nur durch ihre Hochzeit mit dem schlesischen Fürsten Heinrich I., durch die sie in eines der ältesten und bedeutendsten Geschlechter Europas einheiratete, sondern auch durch ihre fromme Lebensweise. Überdies wird sie häufig als eine Heilige beschrieben, die die polnische und die deutsche Nation miteinander verbindet.
In der folgenden Arbeit soll besonders der Frage nachgegangen werden, warum Hedwig heilig gesprochen wurde. Welche Eigenschaften besaß sie, die sie für die Menschen als Heilige erscheinen ließ und wie sollte eine Heilige im 13. Jahrhundert überhaupt aussehen. Um diese Frage zu beantworten wird auch untersucht, wie sich ihre Tätigkeiten als Herzogin mit dem Bild der heiligen Frau vereinbaren ließ und ob ihre Aktivitäten als Herzogin eher förderlich oder problematisch für das Kanonisationsverfahren waren. Thematisiert werden wird auch, wie das Kanonisationsverfahren verlief und ob es dem üblichen Gang der Zeit entsprach. Inwiefern förderte Hedwigs Familie das Kanonisationsverfahren und die Verehrung der Heiligen?
Um diese Fragen zu beantworten, beschäftigen sich die folgenden Ausführungen eingangs mit der dieser Arbeit zugrunde liegenden Quellenlage. Im Anschluss daran soll das Leben der Hedwig von Schlesien dargestellt werden – von der Kindheit über ihr Eheleben bis zu ihrem Witwendasein und ihrem Tod. Es wird beschrieben, wie Hedwigs Leben als Herzogin und als Heilige aussah und wie sich diese beiden Bilder Hedwigs miteinander vereinbaren ließen. Des Weiteren soll erläutert werden, wie ein Kanonisationsverfahren im 13. Jahrhundert aussah und inwiefern Hedwigs Verfahren in das Schema der damaligen Zeit passte. Außerdem wird auf die Verehrung der Heiligen damals, wie auch im Verlauf der Jahrhunderte bis heute eingegangen. In einem abschließenden Resümee sollen die zu Beginn gestellten Fragen beantwortet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Quellenlage

3 Das Leben der Hedwig von Schlesien

3.1 Herkunft, Kindheit und Jugend

3.2 Eheleben

3.2.1 Eheschließung und Familienleben

3.2.2 Hedwig als Herzogin

3.2.3 Stiftungen Heinrichs und Hedwigs

3.3 Witwendasein und Tod

3.4 Hedwig als Heilige

4 Heiligsprechungsverfahren

4.1 Allgemeine Bedingungen für eine Heiligsprechung im 13. Jahrhundert

4.2 Heiligsprechung Hedwigs

5 Verehrung

6 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Lebensumstände von Hedwig von Schlesien sowie den Prozess ihrer Heiligsprechung im 13. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, wie ihr Wirken als Herzogin mit den zeitgenössischen Idealen einer Heiligen in Einklang gebracht wurde und welche Rolle ihre Familie und das Kanonisationsverfahren bei der Etablierung ihres Kultes spielten.

  • Historische Quellenanalyse der Legenda maior de beata Hedwigi
  • Wechselspiel zwischen herzoglicher Rolle und asketischem Heiligkeitsideal
  • Strukturen und Rahmenbedingungen des mittelalterlichen Heiligsprechungsverfahrens
  • Bedeutung von Stiftungen und Frömmigkeit für die Kanonisation
  • Entwicklung und Verbreitung des Hedwigkultes in Europa

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Eheschließung und Familienleben

Wie die Legenda maior de beata Hedwigi berichtet, heiratete Hedwig bereits im Alter von zwölf Jahren Herzog Heinrich I. von Schlesien und Polen (also zwischen 1186 und 1190). Im Mittelalter war die Eheschließung in Adelskreisen mit zwölf Jahren für Mädchen und mit 14 Jahren für Jungen durchaus üblich. Im Anschluss an die Eheschließung und die Hochzeitsfeierlichkeiten auf Burg Andechs, über die nichts weiter bekannt ist, reisten die beiden frisch Vermählten nach Schlesien.

Die Legenda maior verschweigt durchaus nicht, dass Hedwig beim Eingehen der Ehe den Willen der Eltern und nicht ihren erfüllt hat. Es ist wahrscheinlich, dass Hedwig ihr Leben gerne ganz Gott geweiht hätte und als Nonne im Kloster leben wollte. Jedenfalls hatte die Eheschließung des schlesischen Fürstensohnes mit der bayerischen Adeligen politische Hintergründe.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Bedeutung von Hedwig als Landespatronin und Einführung in die Fragestellung zur Vereinbarkeit ihrer Rolle als Herzogin mit ihrem Leben als Heilige.

2 Quellenlage: Vorstellung der zentralen Quellen, insbesondere der Legenda maior de beata Hedwigi, der Kanonisationsbulle sowie der verlorenen Engelbert-Vita.

3 Das Leben der Hedwig von Schlesien: Biografie der Heiligen von ihrer adeligen Herkunft, ihrer klösterlichen Ausbildung und Ehe bis hin zu ihrem Wirken als Herzogin und ihrem Tod.

4 Heiligsprechungsverfahren: Erläuterung der kirchenrechtlichen Entwicklung der Kanonisation im Mittelalter und der spezifische Ablauf im Fall von Hedwig.

5 Verehrung: Untersuchung der raschen Verbreitung des Hedwigkultes über die Grenzen Schlesiens hinaus und dessen zeitweiliger Rückgang während der Reformation.

6 Resümee: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage über die Eigenschaften, die Hedwig für ihre Zeitgenossen als Heilige erscheinen ließen.

Schlüsselwörter

Hedwig von Schlesien, Heiligenverehrung, Kanonisation, Mittelalter, Herzogin, Kloster Trebnitz, Legenda maior, Frömmigkeit, Askese, Heiligsprechungsverfahren, Schlesien, Kirchengeschichte, Zisterzienser, Andechs-Meranier, Glauben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Leben und die Verehrung der heiligen Hedwig von Schlesien sowie die historischen Bedingungen ihrer Heiligsprechung im 13. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Mittelpunkt stehen die biografischen Stationen Hedwigs, ihre Rolle als schlesische Herzogin, die religiösen Ideale des Mittelalters und das formale Kanonisationsverfahren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Es soll geklärt werden, warum Hedwig heiliggesprochen wurde und wie sich ihre weltlichen Pflichten als Herzogin mit den asketischen Anforderungen an eine Heilige vereinbaren ließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse historischer Dokumente, insbesondere der "Legenda maior de beata Hedwigi" und zeitgenössischer Kanonisationsakten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Biografie Hedwigs, die Analyse ihres Einflusses auf ihren Ehemann, ihre Stiftungen, ihr Leben als Witwe sowie die detaillierte Darstellung des Heiligsprechungsprozesses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Hedwig von Schlesien, Kanonisation, Legenda maior, Kloster Trebnitz und mittelalterliche Heiligenverehrung.

Warum war Hedwigs Heiligsprechung aufgrund ihres Familienstandes besonders?

Da sie verheiratet war und Kinder hatte, stand dies dem mittelalterlichen Ideal der jungfräulichen Heiligkeit entgegen, weshalb in den Quellen besonders ihre jahrelange eheliche Keuschheit betont wurde.

Welche Rolle spielte der "Schlackenwerther Codex"?

Er stellt eine der bedeutendsten Überlieferungen der Legenda maior dar und dokumentiert die Nachwirkung des Hedwigkultes im 14. Jahrhundert.

Wie lässt sich Hedwigs Tätigkeit als Herzogin mit ihrem Heiligenbild vereinbaren?

Obwohl sie als Herzogin eine weltliche Machtposition innehatte, ermöglichte ihr diese Stellung erst die finanziellen Mittel für ihre umfangreiche Armenfürsorge und die Gründung bedeutender Klöster.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Leben der Hedwig von Schlesien
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Veranstaltung
Die heilige Elisabeth
Note
1,0
Autor
Julia Leschhorn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
25
Katalognummer
V135462
ISBN (eBook)
9783640437825
ISBN (Buch)
9783640438044
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hedwig Schlesien heilig Heiligkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Leschhorn (Autor:in), 2006, Das Leben der Hedwig von Schlesien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135462
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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