I. Inhaltsverzeichnis
I. Inhaltsverzeichnis II II. Abbildungsverzeichnis III III. Tabellenverzeichnis III IV. Abkürzungsverzeichnis IV
1 1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Ziel der Untersuchung 1
1.2. Struktur der Untersuchung 2
3 2. Das Weltwährungssystem: Historie und Aufbau 2.1. Historie des Weltwährungssystems 3
2.2. Aufbau des Weltwährungssystems 5
7 3. Aktuelle Probleme des Weltwährungssystems 3.1. Die Devisenspekulation 7
3.2. Politische Koordinationsprobleme 13
17 4. Lösungsansätze
4.1. Vorschläge zur Entschleunigung des Devisenhandels 17
4.2. Verbesserung der politischen Kooperation und Koordination 19
25 5. Fazit
V. Anhang V VI. Literaturverzeichnis IX
II
II. Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Länder in Wechselkursregimen 6
Abbildung 1a: Wechselkursregelungen detailliert V
Abbildung 2: Entwicklung des weltweiten Devisenhandels 8
Abbildung 3: Entwicklung des weltweiten Derivatenhandels 8
Abbildung 4: Volatilität seit Bretton-Woods 14
Abbildung 5: Entwicklung der Weltwährungsreserven V
III. Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Wechselkursregime Anfang 2002 VIII
III
IV. Abkürzungsverzeichnis
BIS Bank for international Settlement BIZ Bank für internationalen Zahlungsausgleich EU Europäische Union EWS Europäisches Währungssystem FSF Finacial Stability Forum GATT General Agreement on Tariffs and Trade IWF Internationaler Währungsfonds KMU kleine und mittlere Unternehmen Mercosur Mercado Común del Cono Sur o.a. oben angeführten OECD Organization for Economic Co-Operation and Development O.V. ohne Verfasser s.o. siehe oben UNCTAD United Nations Conference on Trade and Development Zit. in Zitiert in
IV
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Ziel der Untersuchung
Die Devisenmärkte sind wieder einmal aus den Fugen geraten. Der US-Dollar wertet gegenüber dem Euro rasant ab und wirft einen langen Schatten auf Europa. Die Aufwertung des Euro gegenüber der US-Währung „[…] um [ca.] 35% seit
Anfang 2002 […]“ 1 bedroht die Wettbewerbsfähigkeit und damit den konjunkturellen Aufschwung von Europas Kernländern.
John Connally, Finanzminister unter US-Präsident Richard Nixon, sagte einmal:
„Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem.“. 2 Selten war dieser Satz so treffend wie heute. Der starke Abwärtstrend ihrer Währung scheint weder US-Präsident George W. Bush noch US-Notenbankchef Alan Greenspan zu beunruhigen, sondern wird anscheinend vielmehr als Chance zur Verringerung des riesigen US-Leistungsbilanzdefizits betrachtet und deswegen zeitweise sogar
durch öffentliche Äußerungen forciert. 3 Eine kooperative Lösung zwischen Amerika und Euroland scheint deswegen in weiter Ferne. Zu dieser Schlussfolgerung scheinen auch viele Akteure auf den globalen Finanzmärkten gekommen zu sein, die seit geraumer Zeit - auf der Suche nach kurzfristigen Spekulationsgewinnen - gegen den Dollar spekulieren und die US-Währung damit zusätzlich unter Druck gesetzt haben und setzen. Ihr Einfluss auf den fallenden Dollarkurs darf keineswegs unterschätzt werden. Allein im August und September 2004 verkauften ausländische Anleger Aktien im Wert von 5,8
Milliarden Dollar. 4 Der durchschnittliche Nettozufluss von ausländischem Kapital an den US-Börsen im Zwölfmonatszeitraum verringerte sich von 58 Milliarden Dollar im Februar 2004 auf 18,7 Milliarden Dollar im September 2004. Das der Dollar nicht noch weiter an Boden verloren hat, ist vor allem dem Engagement asiatischer Zentralbanken zu verdanken. Sie kauften zwischen September 2003 und September 2004 28 Prozent der in dieser Zeit veräußerten langfristigen amerikanischen Staatsanleihen, was etwa einer Verdoppelung der Quote der
vorherigen zwölf Monate entspricht. 5
1 Hübner (2004), S. 22
2 Zit. in: Aigner (2004), S. 140
3 Voraussichtlich wird die Nettoverschuldung Amerikas beim Rest der Welt Ende 2004 ca. 2,6 Billionen Dollar betragen (vgl. Hübner (2004), S. 23).
4 Vgl. Hübner (2004), S. 23
5 Vgl. Hübner (2004), S. 23
1
Die derzeitige Situation offenbart einmal mehr die Hauptursachen für die hohe Volatilität der Wechselkurse des herrschenden Weltwährungssystems: Den Mangel an internationaler politischer Koordination verstärkt durch „Unerfreuliche
Spiele zwischen Ländern“ 6 auf der einen und Devisenspekulationen auf der anderen Seite. Diese Kennzeichen liberalisierter Finanzmärkte erschweren die autonome Wirtschaftspolitik von Nationalstaaten, bergen große Unsicherheiten für die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere für ihre „Schwachen Akteure“ (KMU, Entwicklungsländer), und haben gerade in jüngerer Vergangenheit ganze Regionen in Finanzkrisen gestürzt (1997/98 Asienkrise, 1998/99 Lateinamerika, etc.).
Ziel der Ausarbeitung soll es sein, einen fundierten Vorschlag zur Reform des Weltwährungssystems zu erarbeiten. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass viele Stichworte (Entstehung von Finanzkrisen, Tobinsteuer und anderen Kapitalverkehrskontrollen, die Rolle von IWF und Weltbank, usw.) im Rahmen dieser Arbeit nur kurz angesprochen und nicht ausführlich diskutiert werden können
1.2. Struktur der Untersuchung
In Kapitel 2 wird zunächst ein kurzer historischer Überblick über die Entwicklung des Weltwährungssystems vom Goldstandard - über das System von Bretton-Woods und das EWS - bis heute gegeben, dem eine schematische Betrachtung der verschiedenen Wechselkursregime folgt. Anschließend beschreibt Kapitel 3 die politischen Koordinationsprobleme und die Folgen der Devisenspekulation im heutigen Weltwährungssystem, bevor in Kapitel 4 vorhandene Lösungsansätze zusammengefasst und diskutiert werden. Abschließend wird in Kapitel 5 ein Fazit gezogen.
6 Blanchard/ Illing (2002), S. 551
2
2. Das Weltwährungssystem: Historie und Aufbau
2.1. Historie des Weltwährungssystems
Mit dem sich Ende des 19. Jahrhunderts immer stärker intensivierenden internationalen Handel suchten die betroffenen Staaten nach einer Möglichkeit die Wertbeständigkeit der nationalen Papiergelder glaubhaft sicherzustellen. Unter der wirtschaftlichen und finanziellen Hegemonie Großbritanniens gingen aus diesem Grund immer mehr Nationalstaaten dazu über, ihre Währungen mit einer Einlösepflicht in Gold zu versehen, dessen natürliche Knappheit die Stabilität der
Währungen garantieren sollte. 7 Schnell bildete sich aus der Garantie der Notenbanken, ihre Währung jederzeit und unbeschränkt gegen eine bestimmte Menge Gold zu tauschen und umgekehrt, ein Festkurssystem der teilnehmenden Währungen untereinander. Der Goldstandard war jedoch, vor allem wegen der zu geringen Elastizität der Geldversorgung für eine wachsende Wirtschaft (z.B. Deflationsphase der 1880er Jahre), von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Weitere Faktoren wie der temporäre Finanzbedarf kriegführender Staaten (1.Welkrieg), dem Missmanagement der Währungsbehörden und der zu großen Konjunkturbindungen der nationalen Volkswirtschaften beschleunigten seinen Niedergang.
Als Reaktion auf Abwertungswettläufe und Protektionismus nach dem ersten Weltkrieg, bildete sich nach dem zweiten Weltkrieg ein neues Währungssystem. Auf der Konferenz von Bretton-Woods (23. Juli 1944, USA) beschlossen 44 Staaten (die BRD trat erst 1952 bei) ein Zielzonensystem des „verbesserten Goldstandards“ - nur noch die Leitwährung war an Gold gebunden, alle anderen Paritäten mit dieser fixiert - mit dem Dollar als Leitwährung sowie den Institutionen IWF und Weltbank. Durch die innerhalb der Bandbreiten flexiblen Wechselkurse und der Möglichkeit, bei fundamentalen Leistungsbilanzungleichgewichten Paritätsanpassungen stufenweise vorzunehmen, sollte eine autonome Wirtschaftspolitik der Mitgliedsländer erhalten bleiben und so der internationale Zahlungsverkehr zusätzlich stabilisiert werden. Das Bretton-Woods-System bot, begleitet von der Havanna-Charta (später GATT) und politisch geschützt durch eine klare Währungshierarchie, sich deckenden Systeminteressen (Netto-Kapitalexporte und Leistungsbilanzüberschüsse), die Binneninteressen des Leit-
7 Vgl. Heise (2001), S. 12
3
Arbeit zitieren:
Dipl.-Ökonom Tobias Hintelmann, 2004, Diskussion einer Reform des Weltwährungssystems , München, GRIN Verlag GmbH
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