Inhalt
1. Einleitung 3
2. Begriff Burnout 3
3. Entstehung von Burnout 4
3.1 Personenzentrierte Ursachen 5
3.2 Umweltbezogene Ursachen 6
4. Gründe für Burnout im Lehrberuf 7
4.1 Erwartungen an Lehrkräfte 7
4.2 Allgemeine Bedingungen und Belastungen im Lehrberuf 9
4.3 Lehrerpersönlichkeit und Belastung 9
5. Beeinflussung des Schulklimas 10
6. Maßnahmen zur Prävention und Intervention 11
7. Schluss 12
8. Literaturverzeichnis 14
2
1. Einleitung
In dieser Hausarbeit möchte ich anhand ausgewählter Literatur das Burnout-Syndrom im Lehrberuf näher erläutern.
Die Frühpensionierung von Lehrerinnen und Lehrern ist in Hohem Maße auf psychische Ursachen zurück zu führen. So gingen laut statistischem Bundesamt im Jahr 2005 fast 75% der verbeamteten Lehrkräfte frühzeitig in Pension, davon ca. 56% aus psychischen Gründen. 1
Aufgrund dessen liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit darin, mögliche Ursachen des Burnout-Syndroms, speziell auf den Lehrberuf bezogen, aufzuzeigen, nachdem ich einleitend den Begriff Burnout näher erläutert und die Entstehung des Burnout-Syndroms dargestellt habe.
Des Weiteren werde ich erläutern, wie das Burnout-Syndrom bzw. daran erkrankte Lehrerinnen und Lehrer das Schulklima beeinflussen. Abschließend werden einige Möglichkeiten zur Prävention und Intervention aufgezeigt. Diese Hausarbeit stellt eine Verschriftlichung eines von Judith Sachtler und mir gestalteten Seminars im Rahmen der Veranstaltung „Warum und wie Menschen arbeiten - Umwelt als Arbeitswelt“ von Frau Dr. Barbara Rösch dar, in der ich die Thematik des Burnouts im Lehreberuf eingehend und über das im Seminar behandelte Maß hinaus nach bereits dargestellten Gesichtspunkten vorstellen werde. Zu Beginn möchte ich darauf hinweisen, dass die Schreibweise des Burnout-Syndroms scheinbar nicht klar festgelegt ist. Die verschiedenen, von mir verwendeten Literaturen weisen unterschiedliche Schreibweisen auf. In meinen Ausführungen werde ich die am häufigsten gelesenen Schreibweisen „Burnout“ und „Burnout-Syndrom“ verwenden.
2. Begriff Burnout
Einführend soll nun der Begriff Burnout näher erläutert werden, da dieser die Grundlage meines Hausarbeitsthemas darstellt.
Der Begriff Burnout leitet sich aus dem englischen „to burn out“ ab und wird im deutschen Sprachgebrauch auch mit „ausbrennen“ gleich gesetzt. In meinen Ausführungen werde ich der sprachlichen Flexibilität wegen beide Begriffe synonym verwenden.
1 Vgl. Rothland, Martin: Belastung und Beanspruchung im Lehrberuf. Seite 120
3
Herbert J. Freudenberger (1927-1999), ein deutsch-amerikanischer Psychoanalytiker 2 , beschrieb 1974 erstmals das „Burnout“-Phänomen. In seinen Ausführungen bezieht er sich vorrangig auf seine eigene Lebensgeschichte, auf Beobachtungen bei sich selbst und bei ehrenamtlichen MitarbeiterInnen alternativer Selbsthilfe-und
Kriseninterventionseinrichtungen. 3
Das Phänomen betrifft häufig besonders aufopferungsvolle, pflichtbewusste, engagierte Personen, die beginnen, körperliche und seelische Symptome von Erschöpfung und Müdigkeit zu zeigen. Sie werden zu reizbaren, misstrauischen Menschen mit negativen sowie zynischen Grundeinstellungen zu ihrer Arbeit. 4
WissenschaftlerInnen und AutorInnen vertreten verschiedene Auffassungen über das Burnout-Syndrom. So gibt es keine Einigung darüber, ob dieses als Zustand oder als Merkmal mit quantitativer Ausprägung verstanden werden soll. Des Weiteren sind sich ForscherInnen nicht einig, ab wann jemand als ausgebrannt zu bezeichnen ist. 5 Daraus folgt, dass es keine einheitliche, generell anerkannte, Definition für das Burnout-Syndrom gibt. Trotzdem möchte ich im Folgenden, um der Vollständigkeit wegen eine Definition anzugeben, Maike Schmieta zitieren, die den Begriff des Burnouts folgendermaßen definiert:
Eine Erscheinungsform der Verausgabung, der Abnutzung, des Verlustes von Fähigkeiten und Kompetenzen, der psychischen und emotionalen Erschöpfung, die nicht nur durch das „Helfen“ an sich ausgelöst wird. Allein die Beanspruchung durch den arbeitsbedingten Kontakt zu anderen Menschen bildet eine Voraussetzung für Burnout. 6
3. Entstehung von Burnout
Die Entstehung von Burnout ist auf zwei Faktoren zurück zu führen. Dies sind zum einen die personenzentrierten Ursachen, zum anderen die umweltbezogenen Ursachen. 7 In den folgenden beiden Abschnitten werde ich diese differenziert betrachten. Es ist jedoch anzumerken, dass man diese nicht in jedem Fall separat voneinander beleuchten kann. Vielmehr bilden diese eine Einheit, denn in den meisten Fällen löste bei den
2 Vgl. Wikipedia
Vgl. http://www.hilfe-bei-burnout.de/nano.cms/Erklaerung/-Persoenlichkeitszentriert/?Block=5 3
4 Vgl. Knauder, Hannelore: Burn-out im Lehrberuf. Seite 9f
5 Vgl. Barth, Anne-Rose: Burnout bei Lehrern. Seite 21
6 Vgl. Schmieta, Maike: Die Relevanz von Persönlichkeitsmerkmalen und beruflichen Einstellungen bei der Entwicklung von Burnout. Seite 6
7 Vgl. Knauder, Hannelore: Burn-out im Lehrberuf. Seite 52f
4
erkrankten Personen nicht eine Ursache das Burnout-Syndrom aus, sondern erst das Zusammenspiel verschiedener Faktoren.
3.1 Personenzentrierte Ursachen
Die Arbeit mit Menschen wird im Allgemeinen als „stressig“ und „emotional belastend“ anerkannt. Da aber nicht jede Person, die in einem solchen Beruf tätig ist, Burn-out-Symptome entwickelt, muss angenommen werden, dass auch die Persönlichkeit des betroffenen Individuums eine Rolle spielt. 8
Zum einen werden in der Literatur ein mäßiges Selbstwertgefühl sowie das Setzen von unrealistischen Zielen als mögliche Ursachen für die Erkrankung gesehen. Es ist zu Beobachten, dass betroffene Personen schon als Kind ein mangelndes Selbstwertgefühl hatten, dessen Gründe auch in der Erziehung zu suchen sind. Die bereits im Kindesalter hohe Verantwortung, die einige Kinder übernehmen müssen, spielt eine Rolle. Denn wenn schon in jungen Jahren eigene Wünsche und Bedürfnisse zurück gestellt werden, so überträgt sich dies meist auf das weitere Leben. 9 An dieser Stelle füge ich eine Übersicht ein, die mögliche personenzentrierte Risikofaktoren für Burnout bei Lehrern aufzeigt.
8 Vgl. Knauder, Hannelore: Burn-out im Lehrberuf. Seite 52f
9 Vgl. Knauder, Hannelore: Burn-out im Lehrberuf. Seite 53f
5
Quote paper:
Anne Lachmann, 2009, Burnout im Lehrberuf, Munich, GRIN Publishing GmbH
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