Inhaltsverzeichnis
1 Beschreibung der Lerngruppe 3
2 Klärungen und Begründungen 4
2.1 Lehrplanbezug 4
2.2 Fachliche Wissensbasis 4
3 Zielbestimmungen 5
4 Methodische Analyse 7
4.1 Einstieg- und Aufwärmphase 8
4.2 Erarbeitungsphase 9
4.3 Präsentations- und Vertiefungsphase 11
4.5 Abwärm- und Reflexionsphase 12
5 Einbettung der Sequenz in die Planungseinheit. 13
6 Literatur 14
2
1 Beschreibung der Lerngruppe
Bei dem Kurs handelt es sich um Schüler, die bekundeten, gerne eine Unterrichtsreihe Hockey zu absolvieren. In Absprache mit dem fachbetreuenden Lehrer konnte diesem Wunsch entsprochen werden, damit eine größere Wahlfreiheit bei dem Angebot der verbindlichen Inhalte im Grundfach Sport möglich wurde. Durch die Teilnahme der Damen und Herren Hockey-Nationalteams an den Olympischen Spielen und deren bisheriges erfolgreiches Abschneiden, gewinnt die Reihe weiter an Attraktivität. Der Sportkurs 11 besteht aus 15 Schülern, davon sind acht weiblich und sieben männlich. Das Durchschnittsalter beträgt 17,8 Jahre (vgl. Tabelle 1). Bei der Abfrage über die persönliche Ansprache haben sich alle Schüler für das sportliche „Du“ ausgesprochen. Die persönliche Ansprache der Schüler mit Namen sollte wegen der vorangegangenen Unterrichtsstunden kaum Probleme bereiten. Die Klasse nimmt schnell eine angemessene Arbeitshaltung ein und benimmt sich ordentlich und freundlich. Ein Triumvirat aus einer Schülerin und zwei Schülern bilden einen diskussionsfreudigen, produktiven und
wissenszuwachsbildenden Kern der Klasse. Sie bringen oft neue Denkanstöße oder monieren und verbessern auf kollegiale Art Beiträge der anderen Mitschüler. Die älteste Schülerin äußerte in der letzten Einheit Bedenken für die Sicherheit ihrer Beine. Zwei Schülerinnen und zwei Schüler zeigen großes Engagement im Sportunterricht und bringen auch ein gewisses Talent mit. Eine Schülerin trägt aus Gründen ihrer Religion ein Kopftuch.
Tabelle 1: Altersstruktur des Kurses (untergliedert nach Geschlecht)
Die Hockeyregeln sind den meisten nicht präsent, weshalb ihnen eine kleine Regelkunde 1 an die Hand gegeben wurde und die durch die Übernahme von
1 Vgl. Hans Joachim Zimmermann, Regel-Fibel Hockey, 18. Aufl., Hamburg: DHB, 2002, S. 13 f.
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Schiedsrichtertätigkeiten in Spielphasen geübt werden sollen. Die Schüler setzen meistens die erforderlichen Bewegungsstrukturen um, wobei koordinativ schwierige Elemente nicht leicht fallen. Am meisten Probleme bereitet den Schülern das Stoppen des Balles und das Spiel mit der Rückhand, damit verbunden ist natürlich auch das Lösen des Blickes vom Ball. Sie bemerken die Bedeutung der Kooperation und des „Fair Play“ - Gedankens 2 in der Erarbeitungs- und Anwendungsphase, um „sicher“ Arbeitsaufträge zu lösen. Die Übernahme von Teilen des Unterrichts und die spätere Reflexion ist den Schülern bekannt.
2 Klärungen und Begründungen
2.1 Lehrplanbezug
Das Thema „Vertiefung der Vorhand-Rückhand-Ballführung - Indisches Dribbling“ lässt sich aus dem Lehrplan Sport der gymnasialen Oberstufe ableiten. Hockey auf Kursniveau 1 findet man dort als Sportart der Gruppe C wieder 3 . Hockey ist ein schnelles Laufspiel, das bei einer angemessenen Belastung zur Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems und somit zur Fitness der Schüler und Schülerinnen 4 beitragen kann. Jeder Schüler muss zum Gelingen des Mannschaftsspiels bereit sein sich in die Rolle seines Mitspielers hineinzudenken und dessen Handlungen zu unterstützen oder dessen Aufgaben zu übernehmen.
2.2 Fachliche Wissensbasis
Die Verwendung des Hockeyschlägers erzeugt einen hohen Aufforderungscharakter und der Schüler erfährt eine Erweiterung seiner Bewegungsmuster. Das verwendete Sportgerät unterliegt bestimmten Regeln, wie auch das Spiel selbst. 5 Diese sozialaffektiven, koordinativen und kognitiven Anforderungen im Sportunterricht können den Schüler auf die gesellschaftliche Wirklichkeit vorbereiten, zur
2 Vgl. Duden: Das Fremdwörterbuch, Fair Play, Bd. 5, 4. neu bearb. u. erw. Aufl., Mannheim, Wien,
Zürich: Bibliographisches Institut, 1982.
3 Vgl. Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Lehrplan
Sport. Grund- und Leistungsfach Jahrgangsstufen 11 bis 13 der gymnasialen Oberstufe (Mainzer
Studienstufe), Mainz, 1998, S. 23.
4 Zur Vereinfachung des Leseflusses wird in den folgenden Formulierungen auf die weibliche Form
verzichtet.
5 Vgl. ebd. S. 48 f.
4
Persönlichkeitsentwicklung beitragen und ihm ein sinnvolles sportliches Freizeitverhalten eröffnen, da eine Halle nicht zwingend benötigt wird. Hockey vermittelt gerade den schwächeren, untrainierten Schülern auch im koedukativen Unterricht Erfolgserlebnisse, da die physischen Leistungsvoraussetzungen in der Anfangsphase eine nicht so entscheidende Rolle spielen, und das Regelwerk keinen direkten Körpereinsatz vorsieht. 6
3 Zielbestimmungen
Die Sportart Hockey aus dem Bereich der großen Sportspiele besitzt eine komplizierte Spielstruktur, die mit der Komplexität des Spiels zusammenhängt. 7 Dabei greifen Taktik, Technik, Kondition und Koordination ineinander. Ziel der Reihe ist es, eine Basis für die Grundtechniken Passen, Stoppen und Dribbeln durch spielnahe Übungen und kleine Spiele zu bilden. Die vorliegende Stunde will unter anderem durch die Anteile der Schülerselbststeuerung die Schüler in die Lage versetzen, das Indische Dribbling als Form der Ballführung bei gegnerischen Abwehrhandlungen oder effizienter Laufhandlungen zu erkennen.
3.1 Stundenziel
Die vorliegende Stunde soll den Schüler durch Kooperationsbereitschaft und die Entwicklung eines kreativen Umgangs mit hockeyspezifischen Bewegungsmustern die Technik bei der Vorhand-Rückhand-Ballführung herausfinden lassen. Die teilweise selbstentwickelten Handlungssituationen soll er differenziert reflektieren, verarbeiten und neu anwenden. Hierbei werden die psychomotorischen, kognitiven und sozial-affektiven Lernbereiche angesprochen. Die Schüler machen sich vertraut mit dem Spielgerät und entfalten neue technische und antizipative Fertigkeiten, die zur individuellen und gruppentaktischen Spielförderung dienen. Bereits vorhandene Fähigkeiten können genutzt werden, um zum Gelingen des Lernprozesses beizutragen. Dabei erfährt er sich als Teil einer Gemeinschaft, die sich Theorie und Praxis selbst erschließt und Erfolg und Misserfolg im Spiel mit den Mitspielern teilt.
6 Vgl. ebd. S. 61.
7 Vgl. Knut Dietrich/Gerhard Dürrwächter/Hans-Jürgen Schaller, Die großen Spiele, 4. überarb. Aufl.,
Aachen: Meyer & Meyer, 1994, S. 12.
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Arbeit zitieren:
Laura Schmalenbach, 2008, Langplanung Hockey: Vertiefung der Vorhand-Rückhand-Ballführung im Sportspiel Hockey – Indisches Dribbling, München, GRIN Verlag GmbH
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