Abkürzungsverzeichnis
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PEPINO PROPRO Product related enviromental Protection-Integration of
SBT Siemens Business Technologies PEP Product Evolution Process Carbon dioxide CO 2 Mil. Million Mrd. Milliarde US United States US-SEC United States Securities and Exchange Commission
1. Einleitung
Die Geschäftstätigkeit, der Handel und die Investitionen stellen zu Beginn des 21 Jahrhunderts grundlegende Masten zur Absicherung des Wohlstands und der Frieden weltweit dar. Die fortgeschrittene Globalisierung und die Grenzüberschreitenden Transfers von Geld, Gütern, Menschen und Informationen stellen an die Weltgesellschaft große Herausforderungen. Die globale unternehmungslustige Tätigkeit ist aber häufig mit seriösen Dilemmas verbunden, beispielweise Korruption, Zwangs- und Kinderarbeit, Hunger, Krieg, Ungleichheit von Einkommen und Hindernissen, welche die Innovation und die Geschäftstätigkeit abschrecken. Außerdem wird in der globalisierten Wirtschaft sozialen und ökologischen Arbeitsbedingungen immer weniger Platz eingeräumt. Verantwortungsvolle unternehmerische Methode können auf viele Weisen ein Vertrauensklima und ein gesellschaftliches Kapital bebauen und infolgedessen zu einer integrierten Entwicklung beitragen. Um die vielfältige Probleme und Auswirkungen der Globalisierung zu bewältigen haben die Vereinten Nationen mit der Beteiligung der Internationalen Handelskammer (ICC) entsprechende
Gegenmaßnahmen ergriffen, indem sie einen globalen Pakt gegründet haben, das sogenannte „Global Compact“ (deutsch: globaler Pakt). Die vorliegende Arbeit versucht die wichtigsten und wesentlichen Fragen des Global Compact zu erfassen und darzustellen, mit Beispiel des weltweit tätigen Unternehmens und Mitglieds dieses Pakts Siemens, das vor kurzem von der größten Korruptionsaffäre aller Zeiten erschüttert wurde.
2. Der Global Compact
2.1 Entstehung und Hintergrund des Global Compact
Die Initiative 1 „Global Compact“ geht auf den damaligen Generalsekretär der UNO Kofi Annan zurück, der dieser Abschluss (Global Compact) zum ersten Mal am 31. Januar 1999 anlässlich des Wirtschaftsforums in Davos vorschlug 2 . Einer der Gründe der Entstehung des Global Compact (wie Annan ansprach) war das Fehlen eines globalen Rahmens zur Minderung der negativen Auswirkungen der Globalisierung auf die Weltgesellschaften und die natürliche Umwelt. Die Aufforderung war, dass die Vertreter sich in aller Welt den Aufbau sozialer und ökologischer Pfeiler zur Abstützung der neuen globalen Wirtschaft zu engagieren und dafür Sorge zu tragen, damit die Globalisierung allen Leuten zugute kommt.
Die operative Phase des Global Compact wurde am 26. Juli 2000 in New York eingeleitet. Anfänglich wurde er zwischen multinationalen Unternehmen und den Vereinten Nationen (UNO) geschlossen, mit primärer Absicht die ethischere, sozialere und ökologischere Gestaltung der Globalisierung, die durch ihre Prozesse und „Nebenfolgen“ zu einem Auseinanderfallen von Problemen- und Steuerungsebenen führt. Später haben sich, neben den multinationalen, auch kleinere Unternehmen und sonstige Organisationen für diese Initiative engagiert. Den Kern des Pakts bilden das „Global Compact Büro“ in New York sowie sechs Organisationen der UN 3 :
x das Amt des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR), x das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), x die Internationale Arbeitsorganisation (ILO),
1 In dieser Arbeit wird der Begriff „Global Compact“ auch als „Initiative“ oder „Pakt“
genannt.
2 Vgl.: http://www.icc-deutschland.de/index.php?id=33, besucht am 02/01/09
3 http://www.gtz.de/de/dokumente/de-gc-praxisratgeber-unternehmen-2008.pdf Seite 4,
besucht am 05/01/09
x das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), x die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) und
x das Büro der Vereinten Nationen für Suchtstoff- und Verbrechensbekämpfung (UNODC).
2.2 Das Konzept des Global Compact 2.2.1 Ziele
Der Global Compact ist weder ein ordnungspolitisches Instrument noch ein Verhaltenskodex sondern eine wertorientierte Plattform. Er ist eine freiwillige kostenlose 4 Initiative, die sich in der Förderung universaler Prinzipien ergänzt, indem sie Unternehmen anleitet, Rechenschaft ablegt und ihre Leistungen steigert. Die Idee des Global Compact basiert darauf, allgemein gültige Werte zu etablieren und die
Unternehmensverantwortung kontinuierlich zu steigern. Ihr primäres Ziel ist es, die Transparenz zu fördern, „Good Practices“ 5 angewendet zu werden und damit die Probleme der fortschreitenden Globalisierung zu bewältigen, um letztendlich das Gemeinwohl sowohl für die Gesellschaft und die Wirtschaft als auch für die Umwelt zu fördern. Mit Hilfe von 10 Prinzipien fördert der Global Compact Führungsstärke und Innovation bei der Umsetzung unternehmerischer Selbstverpflichtung zum
verantwortlichen Handeln 6 . Des Weiteren möchte er der Entwicklung und Verbreitung international anerkannter Richtlinien für wirtschaftliches Handeln im sozialen und ökologischen Bereich einen Rahmen geben und
4 Global Compact sieht keine Mitgliedschaftskosten vor. Es wird von öffentlichen
Trägern finanziert. Für weitere Informationen siehe Abschnitt 8 der folgenden
Internetseite:
http://www.unglobalcompact.org/Languages/Greek/frequently_asked_questions.html
besucht am 05/01/09
5 Der Begriff Good Practices heißt hier vorbildliche Praktiken und Verfahren, die jeweils
das teilnehmende Unternehmen umgesetzt hat, um den Prinzipien des Global Compact
Geltung zu verschaffen. Vgl.: http://www.gtz.de/de/dokumente/de-gc-praxisratgeber-unternehmen-2008.pdf ,besucht am 09/01/09
6 Vgl.: http://www.unglobalcompact.org/Languages/german/Verbindungen_schaffen.pdf
besucht am 05/01/09
damit zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise beitragen 7 . Der Schwerpunkt des Wirkens des Global Compact liegt dabei in den Entwicklungsländer, wo die Probleme, bei objektiver Betrachtung, mehr als in anderen Ländern sind und die Befolgung von Grundsätze und Werte von größerer Bedeutung ist 8 .
Die Folgende Tabelle zeigt im Allgemeinen die Bedeutung des Global Compact:
Tabelle 1. Global Compact im Überblick
2.2.2 Die 10 Prinzipien
Der globale Pakt richtet sich vor allem an die Privatwirtschaft und fordert sie auf, dass sie, innerhalb ihrer Einflusssphäre, eine Gruppe von zentralen Werten aus den Bereichen der Arbeitsnormen, der Menschenrechte, des Umweltschutzes und der Korruptionsbekämpfung 9 umzusetzen und sie in ihre Unternehmensstrategie zu integrieren, damit die allgemeine Ziele der UN gefördert werden. Diese Werte wurden in
7 Vgl.: Forschung des Öko-Instituts: Global Compact-Global Impact? Stand und
Perspektiven der Initiative der Vereinten Nationen, Seite 43.
http://www.oeko.de/oekodoc/275/2005-018-de.pdf , besucht am 09/01/09
8 Vgl.: Forschung des Öko-Instituts: Global Compact-Global Impact? Stand und
Perspektiven der Initiative der Vereinten Nationen, Seite 43.
http://www.oeko.de/oekodoc/275/2005-018-de.pdf, besucht am 03/01/09
9 Am Anfang gab es neuen Prinzipien. Das Prinzip der Korruptionsbekämpfung wurde
am 23 Juni 2004 nachträglich zu den übrigen integriert. Vgl.:
http://www.allianz.com/de/allianz_gruppe/presse/news/engagement_news/gesellschaftli
ches_engagement/news66.html, besucht am 09/01/09
Arbeit zitieren:
Evangelos Chatzigeorgakidis, 2009, Global Compact und der Fall Siemens, München, GRIN Verlag GmbH
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