Katholische Fachhochschule Nordrheinwestfalen
- Abt. Paderborn -
Hausarbeit im Grundstudium
Theologie
Name:
Vorname:
Röhl Ulrike Margarethe
Fachbereich: Soziale Arbeit Sommersemester 2005
Thema:
Toleranz: Ketzer, Häretiker im Zuge der Inquisition - am Paradigma der Jeanne d´Arc
Kassel, Juni 2005
II
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ...1
2 Definition
Toleranz ...2
3 Vorstellung
der
Inquisition...4
3.1 Geschichtliche
Entwicklung der Inquisition ...4
3.2 Französische
Inquisition...9
3.3 Kirche
und
Ketzer...10
3.3.1
Definition von Häresie in der Katholischen Kirche ...15
3.4
Toleranzgedanke im Zeitalter der Inquisition ...16
4 Jeanne
d´Arc...21
4.1 Biographie
Jeanne
d´Arc ...21
4.2 Der
Prozess...24
4.3
Toleranzgedanke im Fall der Jeanne d´Arc...25
5
Toleranz und Inquisition heute...26
6 Fazit ...29
7 Literaturverzeichnis...31
- 1 -
1 Einleitung
Mit Hilfe der hier vorliegenden, von mir persönlich angefertigten Hausarbeit
,,Toleranz: Ketzer, Häretiker im Zuge der Inquisition - am Paradigma der
Jeanne d`Arc" möchte ich mich einerseits konzentrierter mit den historischen
sowie christlichen Aspekten bzw. Ursprüngen der Inquisition betreffend des
Toleranzbegriffes auseinandersetzen, sowie zum anderen den Blick auf
Ketzerschicksale, explizit auf das Schicksal der Jeanne d`Arc richten und
schauen, in wieweit der Begriff der Toleranz im Ketzerprozess verankert
wurden ist.
Inquisition - lateinisch für eine gerichtliche Untersuchung - bezeichnet die
seit dem Mittelalter eingerichtete Behörde der katholischen Kirche, deren
Aufgabe darin bestand, Ketzer sowie Häretiker zu verfolgen, vor Gericht zu
stellen und zu verurteilen.
Die Inquisition - ein historischer Begriff, der die Phantasie anregt und starke
Bilder hervorruft: fanatische und sadistische Ketzerverfolger, düstere
Folterkeller, massenhafter Tod in den Flammen. Die Inquisition steht für die
Schattenseiten abendländischer Geschichte schlechthin.
Die lodernden Scheiterhaufen, auf denen die Opfer der Inquisition standen,
gehören zu den aufregenden und heftig diskutierten Themen der Geschichte.
Die Menschen von heute sind zugleich abgeschreckt und zum anderen
angezogen von den Ereignissen einer Zeit, in der der Mensch vergeblich um
sein Recht auf Glaubens- und Gewissensfreiheit kämpfte.
Wer sich auf das Wagnis einer Inquisitionsgeschichte einlässt, begibt sich
somit in ein Spannungsfeld von empörter Verurteilung und bemühter
Verteidigung.
Mich persönlich tangiert dieses Thema ,,Toleranz: Ketzer, Häretiker im Zuge
der Inquisition - am Paradigma der Jeanne d´Arc" im speziellen Maße,
aufgrund dessen, dass ich ein gewisses Interesse für geschichtliche
- 2 -
Ereignisse, wie die Inquisition im Mittelalter, vorzuweisen habe. Aus
kirchengeschichtlicher Sicht erachte ich jene Epoche für durchaus spannend,
ausgehend von der Entstehungszeit, der Ketzergesetzgebung, der
theologischen Begründung, bis hin zum Aufkommen der Neuzeit und der
Aufklärung, die der europäischen Inquisition keinen Lebens- bzw.
Handlungsraum mehr boten. Des weiteren bin ich besonders fasziniert von
der Person Jeanne d `Arc, die sich so bedingungslos für den christlichen
Glauben, den göttlichen Plan und ihre eigenen, individuellen Idealen
eingesetzt und radikal für diese gekämpft hat. So wurde sie mir bereits in
meiner frühsten Kindheit zu einem wahrhaftigen Vorbild, das ich stets mit
vollster Hochachtung und größter Bewunderung betrachtet habe. Aufgrund
dessen ist es mir ein besonderes Anliegen das Schicksal der Jungfrau von
Orlèans zu beleuchten sowie exemplarisch darzulegen.
2 Definition Toleranz
Zunächst sollte der Begriff der Toleranz geklärt werden, um ihn anschließend
in den historischen Kontext der Inquisition einbetten zu können; sowie
abschließend eine adäquate Bewertung bezüglich des Ausmaßes der
Einbeziehung des Toleranzgedankens in den gerichtlichen Untersuchung der
katholischen Kirche, vorzunehmen.
Toleranz meint gemeinhin die religiöse, weltanschauliche sowie politische
Duldsamkeit und Achtung gegenüber anderen Personen. Über den formalen
Gesichtspunkt bloßer Duldsamkeit hinaus versteht man unter Toleranz in
einem inhaltlich qualifizierten Sinne eine Tugend humanitärer Gesinnung, die
sich einer gemeinsamen, kollektiven Wahrheit verpflichtet weiß. Toleranz ist
daher nicht zu verwechseln mit einer Haltung der Gleichgültigkeit gegenüber
Gewissensüberzeugungen und -forderungen in religiösen, politischen und
weltanschaulichen Fragen. Sie erfüllt sich vielmehr erst in einer wirklich,
wahrhaftigen gegenseitigen Anerkennung, die jedem sein Recht zukommen
lässt.
- 3 -
Die Problematik der Toleranz begegnet zunächst in der Religionsgeschichte.
Während sich in den Volksreligionen die Duldung fremder Religionen aus
der selbstverständlichen Annahme ergibt, dass andere Völker ihre eigenen
Götter haben, führt der Anspruch der sogenannten Universalreligionen
zumeist zur Intoleranz und in extremen Formen zum Fanatismus. Das gilt
auch für die Geschichte des Christentums, in der sich der Toleranzgedanke
erst im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit herausgebildet hat. Obgleich
das Christentum dem Römischen Reich gegenüber für sich selbst Toleranz
forderte und schließlich durchsetze, blieb das Christentum im Verhältnis zu
Andersgläubigen und Häretikern
1
trotz pragmatischen Regelungen
weitgehend intolerant. Eine Wende im Verständnis von Toleranz bahnt sich
erst im 16. Jahrhundert mit der Reformation und dem Humanismus an. So
konnte Martin Luther
2
anerkennen, dass auch die Irrgläubigen und
Schwärmer
3
nach ihrem Gewissen handeln und deshalb nicht durch Gewalt,
sondern durch die Heilige Schrift zu überwinden seien. Wie weit Luther aber
damit noch von einem politisch-rechtlichlichen Verständnis der Toleranz
entfernt war, zeigt der Umstand, dass er unter dem Eindruck der - mit dem
Auftreten der Täufer
4
verbunden - Unruhen die politische Gewalt zu
unnachsichtigem Eingreifen aufforderte. Zwar bilden sich bereits früh als
Resultat der Glaubensspaltung praktische Regelungen zur Duldung religiöser
Minoritäten aus, aber erst der Dreißigjährige Krieg
5
(1618-1648), der den
dramatischen Höhepunkt, die Klimax der Konfessionsstreitigkeiten bildete,
1
Der Begriff ,,Häresie" stammt vom Griechischen heresis und meint ursprünglich einfach
,,Nehmen, Auswahl". Später wurde es dann im Sinne von ,,Lehre, Auffassung" verwendet.
Erst in römischer Zeit bekam das Wort seine negative Konnotation von ,,Abweichung und
Sekte" und wurde dann zur Bezeichnung der vom katholischen Glauben abweichenden
Lehren gebraucht.
2
Martin Luther, deutscher Reformator, geboren am 10.11.1483 in Eisleben, gestorben am
18.02.1546 in Eisleben; Sohn des Bergmanns Hans Luther.
3
Schwärmertum, Schwarmgeister, radikale, teils revolutionäre, mystisch-subjektivistische,
oft apokalyptische und wiedertäuferische Bewegungen der Reformationszeit (z. B. die
Anhänger von A. Karlstadt, T. Münzer, B. Hubmaier, K. Schwenckfeld). Gemeinsam war
ihnen der Glaube an die innere Erleuchtung unabhängig vom Wort der Bibel
(Spiritualismus).
4
Täufer, im Gegensatz zu den Kirchen stehende, von Zürich ausgehende Bewegung der
Reformationszeit; die ersten Vorkämpfer der persönlichen Religionsfreiheit.
5
Dreißigjähriger Krieg ist die Sammelbezeichnung für mehrere Kriege um die Vorherrschaft
in Europa von 1618 bis 1648.
- 4 -
brachte die Notwendigkeit wirklich religiösen Toleranz im Interesse der
Erhaltung staatlicher Ordnung voll zum Bewusstsein.
Der Toleranzgedanke kommt daher erst im 17. und 18. Jahrhundert mit den
staatsrechtlichen Theorien des aufgeklärten Absolutismus
6
zum Durchbruch,
die die Religionsfreiheit des Staates forderten und aus dem Naturrecht
begründeten. In der Folgezeit wird der Toleranzgedanke zunehmend durch
die Differenzierung und Pluralisierung des gesellschaftlichen Lebens
beeinflusst. Die Demokratisierung der politischen Ordnung, die
Herausbildung des Wirtschaftsliberalismus sowie der beschleunigte
gesellschaftliche Wandel insgesamt lassen die Forderung nach Toleranz zur
praktischen Notwendigkeit werden. Unter den Bedingungen der Neuzeit
droht die Forderung nach Toleranz lediglich die Kehrseite des religiös-
weltanschaulichen Pluralismus zu werden. Die Toleranzidee drängt zum
Verzicht auf die Klärung jeglichen religiösen Wahrheitsanspruch überhaupt.
Wirkliche Toleranz bleibt jedoch nur erhalten, wenn die unterschiedlichen
Gewissensforderungen zur gemeinsamen Suche nach einem verbindenden
Einverständnis führen.
3 Vorstellung der Inquisition
Die Inquisition (inquisitio = lateinisch: Erforschung), bezeichnet allgemein
die Untersuchung gegen Häretiker und Ketzer
7
zur Reinhaltung des Glaubens
mit anschließender Verfolgung durch die weltliche Macht bzw. den Staat.
3.1 Geschichtliche Entwicklung der Inquisition
Die Inquisition (lateinisch: Erforschung), charakterisiert ursprünglich die
Untersuchung rechtswidriger Fakten, anmaßender Gegebenheiten, durch die
6
Absolutismus [lateinisch], absolute Monarchie, die vorherrschende Regierungsform im
Europa des 17./18. Jahrhunderts, nach der die ganze Epoche benannt wurde.
7
Ketzer, mittelalterliche, von den Katharern abgeleitete, im heutigen Sprachgebrauch
diffamierende Bezeichnung für Häretiker. Als Ketzer/Häretiker galten alle diewjenigen, die
innerhalb der katholischen Kirche von den als rechtsgläubig anerkannten Lehren abwichen,
oder gar eigene Lehren aufstellten.
- 5 -
Obrigkeit von Amts wegen, insbesondere die offizielle oder offiziöse
Verfolgung aus religiösen und ideologischen Gründen; im engeren Sinne die
institutionalisierte Ketzerverfolgung der katholischen Kirche im Mittelalter
bis weit in die Neuzeit hinein. Im Mittelalter war Häresie jedoch nicht nur ein
Problem der Kirche, sondern ebenso der weltlichen Macht, die eine
Abweichung vom rechten Glauben einer staatsfeindlichen Haltung
gleichsetzte. Es kam vor, dass weltliche Fürsten von der Kirche forderten,
Häretiker zur Ordnung zu rufen.
Im Urchristentum war die Strafe für Ketzerei oder Häresie in der Regel die
Exkommunikation, der sogenannte Kirchenbann, der einen einstweiligen
Ausschluss aus der Gemeinschaft mit der Kirche, jedoch nicht aus der
Kirchengemeinde selbst, beinhaltete. Exkommunikation galt im Mittelalter
als schwere Bestrafung, und wurde auch so empfunden, da sie die einzelne
Person vom Leib Christi, seiner Kirche, trennte und somit die Erlösung
verhinderte. Die Exkommunikation oder die Androhung der
Exkommunikation genügten oft, Häretiker zum Abgehen von ihren
Überzeugungen zu bewegen.
Nachdem das Christentum Staatsreligion geworden war, wurden Ketzer auch
als Staatsfeinde klassifiziert, die Inquisition wurde seitdem auch mit
staatlicher Hilfe, mit weltlicher Gewalt, betrieben. 385 wurden das erste Mal
Christen von anderen Christen um ihres Glaubens willen getötet: der Spanier
Priscillian
8
wurde zusammen mit zwölf Gefährten in Trier wegen Häresie
hingerichtet - trotz des Einspruchs von Martin von Tours
9
; Bischof
Ambrosius
10
und Papst Siricius
11
verurteilten die Maßnahme.
8
Spanischer Asket, gründete die Bewegung Priscillianismus.
9
Bischof von Tours, * um 316 in Sabaria, dem heutigen Szombathely in Ungarn, 8. 11. 397
in
Candes bei Tours in Frankreich
.
10
Ambrosius, Kirchenlehrer, Bischof von Mailand (seit 374), Heiliger, * 339 Trier, 4. 4.
397 Mailand; bekämpfte den Arianismus und verschaffte dem Nizäischen
Glaubensbekenntnis im Abendland Geltung, verteidigte als Berater der Kaiser die
Selbständigkeit der Kirche, verfasste biblische und dogmatische Schriften, Hymnen und die
erste christliche Ethik.
11
Siricius, Papst 384-399, Heiliger, * um 334 Rom, 26. 11. 399 Rom; stärkte den Primat
Roms, bekämpfte Manichäer u. a. Irrlehrer.
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Die eigentliche Inquisition nahm ihren Anfang Ende des 12. Jahrhunderts, als
Papst Innozenz III. (1179-1180) einen Kreuzzug gegen die Albigenser
12
organisierte. Er erließ Strafgesetze gegen die Ketzer und schickte Prediger
zur Bekehrung in die abtrünnigen, abspenstigen Gebiete. Inquisition im
eigentlichen Sinn existierte erst ab 1231, markiert durch die Schrift
,,Excommunicamus", ,,wir exkommunizieren", die sogenannten
Ketzerdekrete von Papst Gregor IX. (1227-1241), durch die er die
Verantwortung der Bischöfe für die Bewahrung der Glaubenslehre
einschränkte, die Inquisitoren der besonderen Gerichtsbarkeit des Papstes
unterstellte sowie harte Strafen einführte.
Das Amt des Inquisitors wurde fast ausschließlich von Franziskanern und
insbesondere von Dominikanern ausgeübt, da diese über hervorragende
Kenntnisse der kirchlichen Lehre verfügten. Dadurch wollte Gregor dem
Inquisitionsanspruch von Kaiser Friedrich II.
13
, zuvorkommen und den
Einfluss der Kirche stärken. Friedrich II. bekämpfte aus machtpolitischen
Gründen Häretiker in Oberitalien und führte dabei 1224 den Scheiterhaufen
ein. Gregor IX. (1227-1241) übernahm diese Hinrichtungsmethode in den so
genannten Ketzerdekreten mit der Begründung, dass beim Verbrennen des
Leibs zumindest die Seele durch Fürbittegebete gerettet werden könne.
Die Institution der Inquisition war zunächst auf Deutschland und Aragonien
beschränkt, sie wurde jedoch bald schon auf die ganze westliche Kirche
ausgedehnt. Dem Tribunal standen zwei Inquisitoren von gleicher
Machtbefugnis vor, die ihre Autorität direkt vom Papst erhielten. Sie hatten
sogar die Vollmacht, Fürsten zu exkommunizieren, und waren damit auch
politisch enorm einflussreich.
12
Albigenser [nach der südfranzösischen Stadt Albi], südfranzösische Sekte, Gruppe der
Katharer; übten im inneren Gemeindekreis Geistestaufe (consolamentum) und strengste
Askese, verwarfen die kirchlichen Sakramente, Altäre, Kreuze und Bilder, Heiligen- und
Reliquienverehrung.
13
Friedrich II., deutscher König seit 1196 bzw. 1212, König von Sizilien seit 1198, Kaiser
seit 1220, König von Jerusalem seit 1229, * 26. 12. 1194 Iesi bei Ancona, 13. 12. 1250
Fiorentino.
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Die Inquisitoren richteten sich für eine bestimmte Zeit an einem Ort ein. Hier
hatten sich all jene einzufinden, die entweder denunziert worden waren oder
die sich durch Selbstanklage zu verantworten hatten. Die Strafen für
diejenigen, die sich selbst stellten, fielen milder aus als die Strafen für jene,
die vor Gericht gestellt und überführt wurden, wobei es eine Gnadenfrist von
etwa einem Monat für ein freiwilliges Geständnis gab. In der Regel galten
bereits zwei Zeugenaussagen als Beweis für die Schuld, 1252 legitimierte
Papst Innozenz IV. (1243-1254) offiziell den Einsatz der Folter, um die
Verdächtigen zu einem Geständnis zu zwingen. Zunächst wurden die Namen
der Ankläger den Angeklagten nicht mitgeteilt, bis Papst Bonifazius VIII.
(1294-1303) Ende des 13. Jahrhunderts diese Praxis abschaffte.
Den Inquisitoren half bei der Urteilsfindung eine Art Jury aus Geistlichen
und Laien. Die Strafen und Urteile wurden öffentlich verkündet. Die Strafe
konnte in einer Wallfahrt bestehen, in öffentlicher Auspeitschung, in einem
Bußgeld oder darin, ein Kreuz durch die Straßen des Orts zu tragen. Wer
falsche Anklage erhob, musste ein Gewand, ein Bußgewand tragen, auf das
zwei rote Stoffzungen aufgenäht waren. In schweren Fällen konnten die
Angeklagten auch mit Konfiszierung ihres Eigentums oder Gefängnis bestraft
werden. Eine Todesstrafe konnten die Inquisitoren jedoch nicht verhängen,
deshalb überstellten sie einen Schuldigen den weltlichen Behörden, die dann
das Todesurteil aussprachen und vollstreckten.
Die Inquisition, die sich zunächst auf Albigenser
14
und Waldenser
15
beschränkte, dehnte ihre Tätigkeit später auch auf andere Gemeinschaften
aus, die von der offiziellen Kirchenlehre abwichen; außerdem wurden
Wahrsager sowie Frauen verfolgt, die man als Hexen einordnete. Nachdem
die Albigenser anfangs des 15. Jahrhundert zurückgedrängt waren, schränkte
die Inquisition ihre Tätigkeit zunächst ein.
14
Anhänger der bedeutesten christlichen Häresie des Mittelalters. Die Bezeichnung stammt
von der südfranzösischen Stadt Albi, einem wichtigen Zentrum der Bewegung.
15
Waldenser, mittelalterliche religiöse Gemeinschaft, benannt nach ihrem Gründer Petrus
Waldes ( vor 1218), einem reichen Kaufmann aus Lyon, der seit 1175 ein Leben in
apostolischer Armut führte.
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