Inhaltsverzeichnis
A. Einleitung 1
B. Rentabilitätsanalyse 1
I. Bedeutung der Rentabilitätsanalyse 1
II. Definition der Rentabilität 2
III. Die Rentabilitätsanalyse aus Eigentümer und
Kapitalgebersicht S. 2
C. Rentabilitätskennzahlen 3
I. Gewinn je Aktie 4
II. Kurs - Gewinn - Verhältnis 5
III. Dividendenrendite und Dividendendeckungsgrad 6
IV. Eigenkapitalrentabilität 7
V. Gesamtkapitalrentabilität und return on investment 8
VI. Umsatzrentabilität 9
VII. Cash Flow ROI 10
D. Rentabilitätsanalyse mit Kennzahlensystem 11
I. Kennzahlensystem zur Analyse
der Eigenkapitalrentabilität 11
II. Kennzahlensystem zur Analyse
der Gesamtkapitalrentabilität 12
E. Zusammenfassung 14
II
Abkürzungsverzeichnis
Abs. Absatz AktG Aktiengesetz AV Anlagevermögen
bzw. beziehungsweise
CF Cash Flow
EPS earnings per share
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
HGB Handelsgesetzbuch
IAS International Accounting Standards
JÜ Jahresüberschuss
KGV Kurs - Gewinn - Verhältnis
Nr. Nummer
ROI return on investment
WACC weighted average cost of capital
z.B. zum Beispiel
III
A. Einleitung
Gewinn und Rentabilität sind in einer marktwirtschaftlich orientierten Unternehmung oberste Ergebnisziele. 1 Diese können strategischer, operativer und taktischer Natur sein. Der finanzielle Maßstab des Erfolgs einer Periode ist dabei der erwirtschaftete Gewinn. Dieser lässt jedoch keine Beurteilung seiner Qualität zu. Um diesen Gewinn zu bewerten muss daher das zur Erwirtschaftung des Gewinns eingesetzte Kapital herangezogen werden. 2 Ziel der Rentabilitätsanalyse ist es über Erfolg oder Misserfolg der unternehmerischen Tätigkeit Auskunft zu geben und gegebenenfalls die Ertragskraft mit anderen Unternehmen zu vergleichen. 3 In ihren verschiedenen Varianten besitzt die Rentabilität eine zentrale Bedeutung in der Bilanzanalyse und ist ein entscheidendes Beurteilungskriterium für verschiedene Fragestellungen. 4
B. Rentabilitätsanalyse
I. Bedeutung der Rentabilitätsanalyse
Die Rentabilitätsanalyse ist Bestandteil des betriebswirtschaftlichen Rechnungswesens. Dabei wird die Rentabilität relativ ausgewiesen und resultiert aus finanzwirtschaftlichen sowie aus kosten- und leistungswirtschaftlichen Komponenten. Zwischen diesen Komponenten bestehen gegenseitige Abhängigkeiten die übersehen werden könnten, wenn der Erfolg als absolute Zahl und nicht in Relation zum eingesetzten Kapital ausgewiesen werden würde. 5
Des Weiteren ist eine Relativierung notwendig, um Ergebnisse des zu analysierenden Unternehmens mit dem Branchendurchschnitt oder anderen Unternehmen zu vergleichen.
1 Vgl. Horváth, Controlling, 147.
2 Vgl. Botta, Kennzahlensysteme als Führungsinstrumente, 1;
Küting / Weber, Die Bilanzanalyse, 286.
3 Vgl. Baetge, Bilanzanalyse, 423.
4 Vgl. Küting / Weber, Die Bilanzanalyse, 287.
5 Vgl. Bieg / Kußmaul, Externes Rechnungswesen, 295;
Botta, Kennzahlensysteme als Führungsinstrumente, Vorwort;
Küting / Weber, Die Bilanzanalyse, 287; Lachnit, Bilanzanalyse, 214;
Wöhe, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 1068f.
- 1 -
Besitzen Untersuchungs- und Vergleichsobjekt unterschiedliche Betriebsgrößen, wird mittels Relativierung eine Vergleichbarkeit hergestellt. Aus dem ökonomischen Prinzip ergibt sich, dass eine bestimmte Ertragszielgröße mit minimalem Faktoreinsatz erzielt werden soll. Eine Erfolgsbeurteilung ist nicht allein an Hand von absoluten Ergebnissen möglich und muss daher im Verhältnis zum Faktoreinsatz betrachtet werden. 6 Neben ihrer Bedeutung für die externe Bilanzanalyse lassen sich Rentabilitätskennzahlen auch für interne Zwecke, der Unternehmensplanung und -steuerung, einsetzen. 7
II. Definition der Rentabilität
Die Rentabilität ist eine Beziehungszahl bei der eine Ergebnisgröße zu einer für dieses Ergebnis bestimmende Einflussgröße in Relation gesetzt wird. Als Einflussgrößen können dabei das eingesetzte Kapital bzw. Vermögen oder der ergebnisbewirkende Umsatz in Betracht kommen. 8 Die Rentabilität wird durch eine Beziehungszahl gemessen, bei der eine Erfolgsgröße zu einer anderen in Relation gesetzt wird. Von dieser Zahl wird vermutet, dass sie wesentlich zum Erfolg beigetragen hat. Die ermittelte Relation drückt damit eine wertmäßige Effizienz bzw. Ergiebigkeit der Bezugsgröße aus. 9
III. Die Rentabilitätsanalyse aus Eigentümer- und Kapitalgebersicht
Bei der Rentabilitätsanalyse stellt sich die Frage welcher Rentabilitätsbegriff zu Grunde gelegt werden soll. Je nach dem ob die Rentabilitätsanalyse ausschließlich auf die Interessenlage der Eigentümer oder aller Kapitalgeber gerichtet ist, sind verschiedene Kennzahlen bedeutsam.
6 Vgl. Baetge, Bilanzanalyse, 423f;
Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 1005;
Küting / Weber, Die Bilanzanalyse, 287; Lachnit, Bilanzanalyse, 214.
7 Vgl. Baetge, Bilanzanalyse, 424; Küting / Weber, Die Bilanzanalyse, 286.
8 Vgl. Baetge, Bilanzanalyse, 425; Bieg / Kussmaul, Externes Rechnungswesen, 295;
Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 1005;
Lachnit, Bilanzanalyse, 214;
Wöhe, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 1068.
9 Vgl. Küting / Weber, Die Bilanzanalyse, 286f.
- 2 -
Dabei sind aus Eigentümersicht besonders die Eigenkapitalrentabilität bzw. die Aktienrentabilität und aus Sicht der Kapitalgeber und des Unternehmens, die Gesamtkapital- sowie die Umsatzrentabilität bedeutsam. 10
C. Rentabilitätskennzahlen
Grundlage der Rentabilitätsanalyse sind Kennzahlen. Diese sind so zu bemessen, dass die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse möglichst genau abgebildet und den Analysezielen weitgehend gerecht werden. 11 Zähler und Nenner der Rentabilitätskennzahl als Verhältniszahl müssen sich in sachlicher, zeitlicher und wertmäßiger Hinsicht entsprechen. 12 Dabei sollte die Kapitalgröße stets ein Durchschnittswert aus Jahresanfangs- und Jahresendbestand sein, da ansonsten eine Stromgröße zu einer Bestandsgröße in Beziehung gesetzt wird. 13 Zur Ermittlung von Rentabilitätskennzahlen sollte, nach Wöhe, immer von einem nachhaltig erzielbaren Gewinn vor Steuern ausgegangen werden. Ertragsteuern wirken sich in vielfacher Hinsicht aus, z.B. werden Personenhandelsgesellschaften und Kapitalgesellschaften unterschiedlich besteuert. Dies gilt auch, auf Grund von unterschiedlichen Steuersätzen, für den Vergleich international tätiger Unternehmen. Da der Jahresüberschuss einen Gewinn nach Steuern darstellt, ist er als Ergebnisgröße unbrauchbar. 14 Auf Grund von Bilanzierungs- und Bewertungsspielräumen ist der ausgewiesene Gewinn anfällig für Manipulationen. Bei der Ermittlung der Rentabilität greifen daher viele Analysten auf den Cash Flow anstatt des Gewinns zurück. Im Cash Flow sind aber wesentliche Aufwandsbestandteile enthalten, deshalb ist er als Erfolgsmaßstab problematisch. Für die Quantifizierung des Innenfinanzierungsvolumens ist er jedoch unverzichtbar. 15 Für alle Rentabilitätskennzahlen gilt, nach Baetge, dass ein hoher Kennzahlenwert als positiv anzusehen ist. 16
10 Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 1006;
Wöhe, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 1069.
11 Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 1005.
12 Vgl. Baetge, Bilanzanalyse, 425.
13 Vgl. Baetge, Bilanzanalyse, 425; Bieg / Kussmaul, Externes Rechnungswesen, 296;
Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 1007.
14 Vgl. Baetge, Bilanzanalyse, 426ff; Küting / Weber, Die Bilanzanalyse, 291;
Wöhe, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 1069.
15 Vgl. Baetge, Bilanzanalyse, 427;
Wöhe, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 1069f.
16 Vgl. Baetge, Bilanzanalyse, 424.
- 3 -
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Martin Plathe, 2005, Traditionelle und neuere Ansätze der Bilanzanalyse - Die Rentabilitätsanalyse, Munich, GRIN Publishing GmbH
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