Chancen und Potenziale des Elektroautos auf ausgewählten Märkten I
Inhaltsverzeichnis
Seite
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Theoretische und begriffliche Grundlagen. 2
2.1 EV, PHEV, Range Extender und Radnabenmotor 2
2.2 Differenzierung EV und konventionelle Verbrennungsmotoren 4
2.2.1 Nutzungsgrad 4
2.2.2 Umweltbilanz 7
2.2.3 Kostenfaktor 9
2.3 Entwicklung und Kosten der Batterietechnologie. 12
2.3.1 Entwicklung 12
2.3.2 Kosten von Li-Ionen Batterie 13
2.4 Energieeffizienz der erneuerbaren Energien 14
2.5 Batterieaufladesysteme 17
2.5.1 Zuhause 17
2.5.2 Plug/Park and Charge 18
2.5.3 Schnellladestation 19
2.5.4 Solarladestation 19
2.5.5 Batteriewechselstationen 19
2.6 Zusammenfassung 20
3. Weltweit umgesetzte Projekte 21
3.1 Project Better Place 21
3.1.1 Intro 21
3.1.2 Parteien 21
3.1.3 Fahrzeug 21
3.1.4 Aufladesysteme 22
3.1.5 Businessmodell 22
3.1.6 Israel 23
3.1.7 Dänemark 23
3.1.8 Ausblick 24
3.2 Th nk 24
3.2.1 Intro 24
3.2.2 A306 25
3.2.3 Kosten 26
3.2.4 Lebenszyklusanalyse 26
3.2.5 Zukunft 26
4 Deutschland 27
4.1 Marktstruktur 27
4.2 Politik 28
4.2.1 Erneuerbare Energien Gesetz EEG 28
4.2.2 Ökologische Steuerreform / KfZ Steuer 30
4.2.3 Atomgesetz AtG 30
4.2.4 Stromsteuergesetz StromStG 30
4.3 Energie 30
4.3.1 Energiebilanz. 30
4.3.2 Erneuerbare Energien EE 32
4.3.3 Windenergie 33
4.3.4 Biomasse 35
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Chancen und Potenziale des Elektroautos auf ausgewählten Märkten I
4.3.5 Photovoltaik 35
4.3.6 Wasserkraft 36
4.3.7 Geothermie 37
4.4 Kennzahlenübersicht 37
5 Frankreich 38
5.1 Marktstruktur 38
5.2 Politik 39
5.2.1 CO 2 basiertes Verkaufssystem 39
5.2.2 Pariser Modell 40
5.2.3 La Poste 40
5.2.4 Beschlüsse 41
5.3 Energie 42
5.3.1 Energiebilanz. 42
5.3.2 Kernenergie 42
5.3.3 Windkraft 43
5.3.4 Wasserkraft 43
5.3.5 Erneuerbare Energien 44
5.4 Kennzahlenübersicht 44
6 Vereinigte Staaten von Amerika 45
6.1 Marktstruktur 45
6.2 Politik 47
6.2.1 Zero Emission Gesetz 47
6.2.2 Renewable Portfolio Standards 48
6.2.3 Driving Alternatives - Programm 48
6.2.4 Energy Independence and Security Act 2007 48
6.2.5 Renewable Energy and Job Creation Act 2008. 49
6.3 Energie 49
6.3.1 Energiebilanz. 49
6.3.2 Wasserkraft 51
6.3.3 Windkraft 52
6.3.4 Solarenergie. 52
6.3.5 Biomasse 53
6.3.6 Geothermie 53
6.4 Kennzahlenübersicht 54
7 China 55
7.1 Marktstruktur 55
7.2 Politik 56
7.2.1 Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien 56
7.2.2 Strategieplan 2020 57
7.2.3 Umweltschutzgesetz 57
7.3 Energie 58
7.3.1 Energiebilanz. 58
7.3.2 Kohlekraft 60
7.3.3 Kernenergie 61
7.3.4 Wasserkraft 61
7.3.5 Windkraft 62
7.3.6 Sonstige erneuerbare Energie 62
7.4 Kennzahlenübersicht 63
8. Fazit 64
Anhang IV
Literatur - und Quellenverzeichnis: VI
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Abbildungsverzeichnis
Seite
Abbildung 1 Plug-in Hybrid.
Abbildung 2 Radnabenmotor
Abbildung 3 Möglichkeiten der Realisierung elektrischer Antriebe
Abbildung 4 Rohöl Well-to-Wheel Lebenszyklusanalyse
Abbildung 5 Energieeffizienzvergleich EV Verbrennungsmotoren
Abbildung 6 Effizienzvergleich EV Verbrennungsmotor Ford Explorer
Abbildung 7 Well to Wheel Energieeffizienzvergleich
Abbildung 8 Well to Wheel Energieeffizienz- und Emissionsvergleich
Abbildung 9 CO 2 Ausstoß Primärenergieerzeugung und Fortbewegung
Abbildung 10 Kraftstoffkostenvergleich .US.A. Quelle: Eigene Darstellung
Abbildung 11 Kraftstoffkostenvergleich Deutschland Quelle: Eigene Darstellung
Abbildung 12 Potenziale erneuerbare Energien
2
Abbildung 13 Sonneinstrahlung je m
Abbildung 14 Leistung einer 5 MW Anlage
Abbildung 15 Leistung Windenergie
Abbildung 16 Reichweite je Hektarertrag Energiepflanzen und PV-Anlagen
Abbildung 17 Batteriewechselvorgang
Abbildung 18 Kostenvergleich EV / PKW
Abbildung 19 Lebenszyklus CO2-Ausstoß
Abbildung 20 Stromvergütung
Abbildung 21 Stromeinspeisungsvergütung
Abbildung 22 Strombilanz
Abbildung 23 Beitrag der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung
Abbildung 24 Installierte Windenergieleistung in Deutschland
Abbildung 25 Windkraftpotenzial Deutschland
Abbildung 26 Energiezufuhr der Sonne
Abbildung 27 Kennzahlenübersicht Deutschland
Abbildung 28 PKW CO2 Besteuerung Frankreich
Abbildung 29 Frankreichs Stromerzeugung
Abbildung 30 Mittlere Windgeschwindigkeit in Westeuropa
Abbildung 31 Kennzahlenübersicht Frankreich
Abbildung 32 Durchschnittliche Tagesfahrleistung .US.A.
Abbildung 33 PHEV Marktentwicklung
Abbildung 34 Bruttostromerzeugung nach Energiequelle .US.A.
Abbildung 35 Zusammensetzung EE
Abbildung 36 Windpotenziale .US.A.
Abbildung 37 Sonnenenergiepotenziale .US.A.
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Chancen und Potenziale des Elektroautos auf ausgewählten Märkten
Abbildung 38 Geothermiepotenzial .US.A.
Abbildung 39 Kennzahlenübersicht .US.A.
Abbildung 40 Ausbauziele EE bis 2010 und 2020
Abbildung 41 Wachstum des Ölbedarfs
Abbildung 42 Windenergiepotenzial China
Abbildung 43 Kennzahlenübersicht China
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Chancen und Potenziale des Elektroautos auf ausgewählten Märkten III
Abkürzungsverzeichnis
AK Anschaffungskosten BTL Biomass to Liquid CTL Coal to Liquid DGS Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie EE Erneuerbare Energien EEG Erneuerbare Energien Gesetz EPIA European Photovoltaic Industry Association EV Electric Vehicle gall Gallone GW Gigawatt IES International Energy Agency kg Kilogramm kWh Kilowattstunde Li-Ionen Lithium-Ionen mi Meile mj Megajoule mpg Meilen pro Gallone MW Megawatt NiMH Nickel-Metall-Hybrid Batterie OEM Original Equipment Manufacturer PBP Project Better Place PHEV Pluy-in Hybrid Vehicle PKW Personenkraftwagen PTT Plant-to-Tank PTW Plant-to-Wheel PV Photovoltaik StrEG Stromeinsparungsgesetz TTW Tank-to-Wheel TWh Terrawattstunde Wh Wattstunden WTT Well-to-Tank WTW Well-to-Wheel
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WWF World Wildlife Fund ZEV Zero Emission Vehicle $ Dollar € Euro Ø Durchschnitt
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Chancen und Potenziale des Elektroautos auf ausgewählten Märkten 1
1. Einleitung
Bis zum Jahr 2020 wird erwartet, dass der Kraftfahrzeugbestand weltweit von dato 900 Millionen Fahrzeugen auf prognostizierte 1,8 Milliarden ansteigen wird. Bereits heute besitzt Asiens PKW Sektor einen jährlichen Zuwachs von 43 Prozent und der Wunsch nach Mobilität wächst weiter an. Die dadurch verursachte höhere Nachfrage nach Rohöl ließ den Preis je Barrel im Laufe eines Jahres von 77 € auf 144 € steigen. Derzeit wird versucht, durch den Einsatz von Biokraftstoffen den Ölverbrauch zu reduzieren, jedoch wird es im Bezug auf diese Kraftstoffvariante immer Diskrepanzen mit dem Anbau von Nahrungsmitteln ergeben. Durch die Umlegung von Anbauflächen von Nahrungsmitteln in Biokraftstoffflächen, stieg z.B. der Weizenpreis innerhalb von 3 Monaten um 25 Prozent.
Benötigt wird eine nachhaltige Mobilität, welche regenerativ, möglichst CO 2 neutral und nicht in Konflikt mit der Weltnahrungsversorgung steht. In meiner Arbeit werde ich mich mit den Chancen und Potenzialen des Elektroautos auf dem deutschen, französischen, amerikanischen und chinesischen Markt beschäftigen. Dabei werde ich zunächst auf theoretische und begriffliche Grundlagen zur Thematik des Elektroautos eingehen. Im Weiteren werden die ausgewählten Märkte nach ihrer Marktstruktur, ihren politischen Maßnahmen, ihrem Energiehaushalt und dessen Entwicklung untersucht.
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Chancen und Potenziale des Elektroautos auf ausgewählten Märkten 2
2. Theoretische und begriffliche Grundlagen
2.1 EV, PHEV, Range Extender und Radnabenmotor
Elektrofahrzeug
Das Elektrofahrzeug, auch Electric Vehicle (EV) genannt, wird durch einen oder mehrere Elektromotoren angetrieben. Die dafür benötigte elektrische Energie wird von den Akkumulatoren des Fahrzeuges entnommen. Um diesen wieder aufzuladen benötigt das EV lediglich einen 220V Wechselstromanschluss, wie er in jedem Haushalt vorzufinden ist 1 . Im Vergleich zu einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor besitzt das EV 90 Prozent weniger bewegliche Teile, fährt fast geräuschlos und weist einen hohen Wirkungsgrad auf 2 . Bereits heute werden Reichweiten von bis zu 350 km bei rein elektrischer Fahrt ermöglicht. 3
Plug-in Hybrid Fahrzeug
Plug-in Hybrid Vehicles (PHEV) sind Hybrid Fahrzeuge, die zusätzlich extern
1 Vgl. http://www.arb.ca.gov/msprog/zevprog/factsheets/evinformation.pdf 31.03.08
2 Vgl. http://www.pluginamerica.org/what-are-plugins.shtm 31.03.08
3 Vgl. http://www.teslamotors.com/performance/perf_specs.php 31.03.08
4 Vgl. http://www.iags.org/pih.htm 31.03.08
5 Vgl. http://www.eere.energy.gov/afdc/vehicles/plugin_hybrids.html 31.03.08
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Chancen und Potenziale des Elektroautos auf ausgewählten Märkten 3
Range Extender
Ein Range Extender, auch Reichweitenerweiterer genannt, ist ein kleiner Verbrennungsmotor, der bei einem PHEV ausschließlich als Stromgenerator zur Aufladung des Akkumulators dient. Dieser ersetzt den herkömmlichen Verbrennungsmotor des Fahrzeuges 6 . Mit dieser Variante lässt sich der Aktionsradius der PHEV vergrößern und bietet dabei einen höheren Nutzungsgrad als ein reiner Verbrennungsmotor für den Antrieb 7 .
Radnabenmotor
Der Radnabenmotor ist ein Elektromotor, der direkt im Rad des
Fahrzeuges eingebaut ist. Durch seine geringen mechanischen Übertragungsverluste lassen sich Wirkungsgrade bis zu 96 Prozent erreichen. Im Vergleich zum herkömmlichen Automobil, kommt diese Fahrzeugarchitektur ohne einen Motorraum und Getriebe aus 8 .
6 Vgl. http://www.unendlich-viel-energie.de/de/strom/detailansicht/article/113/strom-tanken-stattoel-verbrennen-so-funktioniert-das-elektroauto.html 31.03.08
7 Vgl. http://www.meinews.net/ab-t117224p3.html?s=67d023a62dc21d9cb1e3949f8f b62591& 08.04.08
8 Vgl. http://www.heise.de/newsticker/Radnabenmotor-im-Aufwind--/meldung/105376/from/rss09
20.05.08 Philipp Gauß Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Geislingen
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2.2 Differenzierung EV und konventionelle
Verbrennungsmotoren
Versucht
Nutzungsgrad Fahrzeuges ergeben sich verschiedene Ansätze diesen zu bestimmen. Je nach Betrachtungsweise lassen sich folgende Varianten
bestimmen.
Well-to-Wheel (WTW) ist die
Berechnung des Energieverbrauchs vom Ausgangsbrennstoff bis zur Verwendung im Fahrzeug 9 . Diese lässt sich unter anderem unterteilen in Wellto-Tank (WTT) und Tank-to-Wheel (TTW). Unter WTT wird der Prozess der Energiegewinnung und des Transports gesehen, welcher von den Mineralölkonzernen betrieben wird. TTW stellt die Nutzung der Energie im Fahrzeug dar.
Da die Gewinnung der Kohle und des Öls bis zur Herstellung von Kraftstoffen oder Elektrizität vergleichbar sind, wird der Prozess gerne erst ab der Plant-to-Wheels (PTW) Variante betrachtet. 10 Diese lässt sich dann noch schlussendlich in Plant-to-Tank (PTT) und TTW aufsplitten.
Beim PTT erhält der Treibstoff trotz Raffinerie und Transport zu den Tankstellen 83 Prozent seiner Energie. Konträr dazu erhält das Stromwerk mit Kohle 35 Prozent und mit Erdgas noch 42 Prozent der eingesetzten Energie. Zusätzlich gehen danach noch weitere 8 Prozent durch Netzeinspeisung und Verteilung der Elektrizität verloren.
Im Zustand höchster Leistung hat ein Benzinmotor eine TTW Effektivität von ungefähr 28 Prozent, ein Diesel um die 33 Prozent. Diese Werte gehen jedoch von Laborbedingungen aus und schließen dabei reale Verkehrssituationen und
9 Vgl. http://www.lbst.de/publications/studies__d/2002/Well2WheelStudie_d.pdf 22.05.08
10 Vgl. http://assets.panda.org/downloads/plugged_in_full_report___final.pdf 07.04.08
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Chancen und Potenziale des Elektroautos auf ausgewählten Märkten 5
Gegebenheiten aus. In der Realität lassen sich Werte um die 18% und 23% Prozent erreichen. Bereits beim Anfahren an einer roten Ampel werden 5%-10% Prozent der eingesetzten Energie verloren, weitere 5% Prozent durch Reibungsverluste des Getriebes. Bei den
Verbrennungsmotoren verpufft ein Grossteil der eingesetzten Energie in Abgase, Kühlung und erzeugte Abwärme.
Vergleicht man diese von der World Wildlife Fund (WWF) aufgestellten Wirkungsgrade, so decken sich die mit Ergebnissen der schwedischen Lund Universität.
Ein EV hingegen besitzt einen TTW Nutzungsgrad von ca. 65 Prozent. Dieser Wert ist ein wenig höher als die 57 Prozent der Lund Universität, welche aber mit fortschreitender Entwicklung 76 Prozent vorhersagen. Nach Meinung der Internationalen Energie Agentur (IES) wird der
Benzinmotor 3,3-mal effizienter. Vergleicht man diesen Wert mit Modellen im Gebrauch, so lässt sich dieses Ergebnis durchaus bestätigen.
Durch die geringe Anzahl der Fahrzeugmodelle, die sowohl einen Verbrennungs- als auch einen Elektromotor besitzen, werden der Toyota RAV4 aus dem Jahre 2000 und der Ford Explorer aus dem Jahre 2002 zum Vergleich herangezogen.
Anhand der gewonnenen Informationen aus der Datenbank des U.S. Department of Energy, lässt sich errechnen, dass die Effizienz des Toyota
11 Vgl. http://www.iea.org/textbase/nppdf/free/2005/hydrogen2005.pdf 07.04.08
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Chancen und Potenziale des Elektroautos auf ausgewählten Märkten 6
RAV4 EV um 4,4-mal und die des Ford Explorer USPS Electric um 3,2-mal höher ist als die der vergleichbaren Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. 12
Abbildung 6 Effizienzvergleich EV & Verbrennungsmotor Ford Explorer
Quelle: eigene Abbildung
Die folgende Abbildung gibt die Energieeffizienz der Treibstoffe in Mega-Joule pro Kilogramm (MJ/kg) an. Die WTW-Effizienz wird dann in km-Reichweite pro Mega-Joule (km/MJ) angegeben. Je höher dieser Wert, desto effizienter ist das Fahrzeug.
Abgebildet werden aktuell erhältliche Kraftfahrzeuge, mit unterschiedlichen Kraftstoffvarianten, um eine bessere Vergleichbarkeit zu schaffen.
Abbildung 7 Well to Wheel Energieeffizienzvergleich
Quelle: The 21st Century Electric Car, Martin Eberhard und Marc Tarpenning
12 Vgl. http://www.fueleconomy.gov/ 22.05.08
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Chancen und Potenziale des Elektroautos auf ausgewählten Märkten 7
Anhand der vorliegenden Untersuchung von Telsa Motors Inc. lässt sich erkennen, dass der elektrische Antrieb die höchsten WTW Werte aufweist 13 . Andere neue alternative Antriebe wie z.B. Wasserstoff oder Erdgas bieten die schlechtesten Effizienzwerte in dieser Untersuchung. Zur Gewinnung von Wasserstoff wird die dreifache Strommenge benötigt um dieselben Reichweiten zu erreichen, wie ein EV 14 . Daher bietet es sich an die verwendete Energie direkt in EVs zu speisen. Geringe Abweichungen im Vergleich zu den bisher genannten Zahlen weist diese Untersuchung auf, da nicht ein und dasselbe Fahrzeug mit unterschiedlichen Antriebsvarianten verglichen werden kann.
Dennoch besitzt das EV gegenüber dem Benziner 2,2-mal höhere und gegenüber dem Diesel 2,4-mal höhere Kilometerreichweite pro Mega-Joule. Daraus erschließt sich, dass der EV mehreren Studien zufolge, des bessere bzw. effizientere Antriebskonzept darstellt.
2.2.2 Umweltbilanz
Nach dem neuen Beschluss der Europäischen Kommission dürfen Neuwagen ab dem Jahre 2012 einen max. CO 2 Ausstoß von 120 Gramm CO 2 je Kilometer emittieren 15 .
Bei diesem Beschluss wird jedoch lediglich der Ausstoß des Fahrzeuges und nicht der ganze Kraftstofflebenszyklus betrachtet. Anstatt eines TTW sollte der WTW Ansatz gewählt werden, um den tatsächlichen CO 2 Ausstoß der Fahrzeuge von der Rohstoffgewinnung bis zum gefahrenen Kilometer berücksichtigen zu können.
Im Folgenden werde ich auf zwei verschiedene Ansätze zur Erhebung des CO 2 Gehaltes eingehen. In der ersten Vergleichsrechnung wird der WTW CO 2 Ausstoß als ein Ganzes angesehen.
Aus Erkenntnissen der Wissenschaft lässt sich sagen, dass Rohöl einen CO 2 Gehalt von 73,0 Gramm je Mega-Joule enthält, Erdgas dagegen nur 58,8 Gramm. Kombiniert man nun diese Werte mit den bereits errungenen
13 Vgl. The 21st Century Electric Car, Martin Eberhard und Marc Tarpenning , 6. Oktober 2006
14 Vgl. http://www.efcf.com/media/dp031022.shtml 31.04.08
15 Vgl. http://www.co2-handel.de/article185_8682.html 23.05.2008
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Chancen und Potenziale des Elektroautos auf ausgewählten Märkten 8
Kenntnissen aus Abbildung 8 lassen sich folgende CO 2 Emissionen beim WTW Ansatz errechnen.
Abbildung 8 Well to Wheel Energieeffizienz- und Emissionsvergleich
Quelle: The 21st Century Electric Car, Martin Eberhard und Marc Tarpenning
Das EV stellt mit dem Faktor 2,8 das umweltfreundlichste Fahrzeug in dieser Untersuchung dar. Beachtet man, dass der Wert von 46,1 g/km unter Einsatz von Erdgas zur Stromgewinnung zustande kam, bietet das EV noch weiteres CO 2 Einsparpotenzial. Desto umweltfreundlicher der Strommix aus erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser und Sonne wird, desto mehr läuft dieser Wert gegen 0 Gramm CO 2 je Kilometer.
Analysiert man ein EV das ungefähr 15 Kilowattstunden Strom verbraucht, was 1,5 Liter fossilen Kraftstoffen entspricht, würde durchschnittlich 97,5 g CO 2 pro Kilometer ausgestoßen werden, bei einem Strommix mit 14 Prozent Anteil an
Fortbewegung entsteht. Ein Grossteil der erzeugten Emissionen für den fossilen
16 Vgl. http://www.unendlich-viel-energie.de/uploads/media/Presseinfo_Elektromobilitaet.pdf 07.04.08
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Chancen und Potenziale des Elektroautos auf ausgewählten Märkten 9
Kraftfahrzeugverkehr entsteht jedoch bei der Verbrennung des Kraftstoffes im Fahrzeug 17 . Je nach Standort und Stromvertrag mit dem Stromanbieter können die CO 2 Werte schwanken. Wird der Strom beispielsweise aus rein erneuerbaren Energien (EE) gewonnen, welche z.B. nachts im Form von Windenergie überschüssig zur Verfügung stehen, beläuft sich der CO 2 Ausstoß auf 0 g/km.
Zusätzlich haben EV die Eigenschaft weder Feinstaub, noch sonstige Schadstoffprobleme hervorzurufen. Umweltzonen mit Fahrverboten oder Strafzahlungen kommen daher für diese Fahrzeuge nicht in Betrachtung 18 .
2.2.3 Kostenfaktor
Vergleicht man nun national unterschiedliche Fahreigenschaften, so lässt sich feststellen, dass die USA mit ca. 19.000km (12.000 Meilen) vor Deutschland mit ca. 12.000 km und Frankreich mit ca. 10.000 km durchschnittlicher Jahresfahrleistung liegt 19 .
Abbildung 10 Kraftstoffkostenvergleich U.S.A.
Quelle: Eigene Darstellung
Betrachtet man die Kraftstoffkosten über den Zeitraum eines Jahres, so lässt sich sagen, dass ein Elektrofahrzeug mit dem Faktor 5 sparsamer ist.
17 Vgl. http://www.elektro-auto.net/index.php?option=com_content&task=view&id=23&Itemid=44 07.04.08
18 Vgl. http://www.unendlich-viel-energie.de/de/verkehr/detailansicht/article/185/erneuerbare-energien-und-elektromobilitaet-das-dreamteam-fuer-postfossile-fortbewegung.html 07.04.08
19 Vgl. http://assets.panda.org/downloads/plugged_in_full_report___final.pdf 25.04.08 20 Opel Astra 1,8 Liter Benziner 140 PS, 7,3 Liter/100 km, Stromverbrauch 0,25 kWh/mi Philipp Gauß Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Geislingen
Arbeit zitieren:
Philipp Gauß, 2008, Chancen und Potenziale des Elektroautos auf ausgewählten Märkten, München, GRIN Verlag GmbH
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