Streetwork
Maite Kachellek
Inhalt
1. Einleitung /Definitionen 3
2. Geschichte des Streetwork in der BRD .4
3. Zielgruppen und Arbeitsfelder 6
4. Erscheinungsmerkmale am Beispiel des Arbeitsfeldes Streetwork mit Wohnungslosen 7
5. Wie wird mit den Klienten gearbeitet 9
6. Besondere Anforderungen an Person und Kompetenz des Streetworkers 10
7. Rechtliche Grundlagen 11
8. Probleme 13
9. Quellenverzeichnis 15
1. Einleitung / Definitionen
"Streetwork - oder zu Deutsch Straßensozialarbeit - kann als eine Spielart lebensweltnaher Sozialarbeit gelten. Streetworker arbeiten im Wesentlichen nicht in den Räumlichkeiten einer Institution, sondern begeben sich in die Lebensfelder ihrer jeweiligen Zielgruppe. Ihre Arbeitsplätze sind Bahnhöfe, öffentliche Plätze, Parks, Spielhallen, Diskotheken, Bars, Kneipen, Schnellrestaurants, ′Red-Light-Viertel′, Jugendfreizeiteinrichtungen oder ganz einfach die Straße. Sie kontaktieren die Zielgruppenangehörigen darüber hinaus auch in deren privaten Lebenszusammenhängen. Streetwork lässt sich in die klassischen Arbeitsformen der Sozialarbeit - Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit - nicht eindeutig einordnen, sondern umfasst die genannten drei klassischen Methoden: Im Streetworkalltag spielt die individuelle Betreuung und Beratung von einzelnen Zielgruppenangehörigen eine bedeutende Rolle. Häufig wird - vor allem im Jugendhilfebereich - gezielt mit Gruppen gearbeitet. Nicht selten greifen Streetworker Elemente der Gemeinwesenarbeit auf, wie etwa dann, wenn sie im sozialen Umfeld ihrer Zielgruppe Stigmatisierung und Ausgrenzung zu verhindern suchen. Unter Praktikern und Theoretikern besteht kein Einverständnis darüber, ob Streetwork eine eigenständige Methode der Sozialarbeit darstellt. GEUB (1981, S. 29) z.B. vertritt die These, Streetwork habe, weil die Zielperspektive sich derzeit zumeist in der bloßen Kontaktaufnahme und im Aufbau einer Motivation zum Besuch von Hintergrundeinrichtungen erschöpfe, derzeit als Methode keinen "eigenständigen Charakter", müsse aber als "unabhängiger, ergänzender, eigenständiger Teil von Sozialpädagogik" entwickelt und begründet werden." (Krauß G. / Steffan W., 1993) "Streetwork ist die Bezeichnung für einen Ansatz der Sozialarbeit/Sozialpädagogik, der sich in den Großstädten der USA entwickelt und auch in Stadtgebieten in Europa angewandt wird. Es ist ein niederschwelliges Angebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in subkulturellen Gruppen außerhalb der organisierten und angebotenen Jugendarbeit zusammengefunden haben. Die Subkulturzugehörigkeit ist u.a. erkennbar an Kleidung, Aktivitäten, Musik, Mode. Die Bindemittel, die die Gruppenkohäsion1 der Gruppe, mit denen die Streetworker arbeiten bewirkt, sind zumeist Drogen, Gewalt oder Ideologien.Streetwork will insgesamt begrenzend auf jugendgefährdende Auswüchse der jeweiligen Subkultur einwirken, ohne die Jugendlichen durch erheblichen Anpassungsdruck aus ihren subkulturellen Identitäten zu drängen. Streetwork ist ein offener, problemorientierter und mobiler Arbeitsansatz. Arbeitskonzepte werden situativ unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedingungen entwickelt. Streetwork-Konzepte beinhalten Maßnahmen zur Prävention wie Beobachtung der Entstehung von jugendgefährdeten Subkulturen und Kontaktaufnahmen zu ihnen an ihren Treffpunkten. Streetwork ist im weiteren wesentlich strukturiert durch die Verzahnung von Gruppenarbeit und Einzelhilfe." (Zinda, 2002, S.292)
2. Geschichte des Streetwork in der BRD
[...]
1 Kohäsion : [lat.-nlat.] die; -: der innere Zusammenhalt der Moleküle eines Körpers
Arbeit zitieren:
Maite Kachellek, 2003, Streetwork, München, GRIN Verlag GmbH
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