Auto- und Motorjournalismus
Ausarbeitung zum Referat vom 8. Januar 2009
von Sandra Peter
Modul Fachpublizistik
Hochschule Bremen
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
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2 Das Auto
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2.1 Ein kurzer Abriss zur Geschichte des Automobils
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2.2 Die Bedeutung des Automobils
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3 Motorjournalismus
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3.1 Die Anfänge des Motorjournalismus
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3.2 Der Motorjournalist Fritz B. Busch
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8
3.3 Motorjournalismus, wie er sein sollte
...
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3.4 Der Ist-Zustand am Beispiel der Umweltthematik
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3.5 Die Darstellung des Autos in der Tagespresse
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4 Probleme und Herausforderungen
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4.1 Beeinflussung und Bestechlichkeit
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4.2 Das journalistische Selbstverständnis der Motorjournalisten
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5 Medienlandschaft
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5.1 Print
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5.2 TV
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5.3 Online ...17
6 Ist Motorjournalismus Fachjournalismus?
...
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7 Quellen
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1 Einleitung
,,Mobilität gehört zum Menschen. Deshalb kann man sie nicht bekämpfen."
Dieses Zitat von Samuel Schmid, einem ehemaligen Schweizer Bundesrat, bringt auf den Punkt,
worum es beim Motorjournalismus eigentlich geht (oder gehen soll): nicht nur um einen Haufen
Blech auf vier Rädern, sondern um ein viel größeres Thema Mobilität.
Während das Auto zum einen als der Deutschen liebstes Kind gilt, ist es zum anderen Lieferant
vieler Probleme: Umweltverschmutzung durch Ausstoß von CO2, Alkohol am Steuer,
Verkehrssünder, Unfalltote, die Krise der Automobilhersteller (zu nennen ist vor allem Opel in
2009). Für Unmut sorgen hohe Spritpreise und Gedanken über eine mögliche Pkw-Maut.
Gleichzeitig kann kaum einer aufs Auto verzichten, Zeitgenossen ohne Führerschein sind Exoten.
Das Thema Auto also emotionalisiert, polarisiert, und die potenzielle Zielgruppe für
Motorjournalismus ist riesig. Zumindest umfasst sie jeden, der Auto fahren kann, doch in
Wirklichkeit gehen die Themen Mobilität und Verkehrspolitik auch diejenigen an, die das
Autofahren nur als Beifahrer kennen.
Motorjournalismus hat also zumindest theoretisch viele Leser und Zuschauer. Doch zu vermuten
ist, dass nicht alle Autojournalisten diesen gerecht werden können. Wie sieht es aus mit der
Sachkenntnis der Journalisten, wie mit der Objektivität? Das sind Fragen, denen sich die
vorliegende Ausarbeitung annähern möchte. Motorjournalismus soll allerdings erst Thema im
zweiten Abschnitt dieser Arbeit sein. Zunächst geht es um das Auto an sich, seine Geschichte und
Entstehung und darum, was es für seinen Besitzer verkörpert. Erst danach beschäftigt sich diese
Ausarbeitung mit dem Motorjournalismus, seinem Ist-Zustand und seinen Problemen, und gibt
einen Überblick über die Medienlandschaft. Im Fazit soll schließlich geklärt werden, ob
Motorjournalisten als Fachjournalisten zu bezeichnen sind die eigentliche Frage in diesem
Seminar.
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2 Das Auto
2.1 Ein kurzer Abriss zur Geschichte des Automobils
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1876 entwickelte Nikolaus August Otto den Viertaktmotor.
1886 beginnt die Geschichte des heutigen Automobils mit Verbrennungsmotor, als Carl
Benz am 3.7.1886 das erste Automobil mit Verbrennungsmotor entwickelte. Kurz danach
folgten Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach und Siegfried Marcus mit eigenen Modellen.
Im Jahre 1891 entstanden die ersten Automobilfabriken in Europa, den USA und in
Frankreich.
1897, 23 Jahre nach der Entwicklung des Ottomotors, entwickelte Rudolf Diesel den
Dieselmotor, in dem er durch eine veränderte Methodik einen höheren Wirkungsgrad
erreichen konnte.
Bereits 1900 wurde der Vorderantrieb patentiert, 1901 folgte ein Patent auf
Scheibenbremsen und 1903 entwickelte Mary Anderson den Scheibenwischer, der noch
im selben Jahr patentiert wurde. 1913 erfand Henry Ford die Fließbandproduktion und so
konnten Automobile in größeren Stückzahlen und vor allem auch deutlich günstiger
hergestellt werden. In Deutschland startete die Fließbandproduktion erst im Jahre 1924.
1926 fusionierten die beiden Firmen Benz und Daimler zur Daimler-Benz AG.
Erst 1957 waren Beckensicherheitsgurte auf Wunsch in Fahrzeugen verfügbar.
1974 gab es die ersten Katalysatoren, entwickelt von General Motors.
Ab 2005 wurde vor allem Wert auf die Integration von Unterhaltungselektronik in das
Interieur der Automobile gelegt und heute besitzen viele Neuwagen bereits ein integriertes
Navigationssystem.
Heute sind es vor allem Spritspar- und Umweltschutzgedanken, die die Entwickler
beschäftigen.
2.2 Die Bedeutung des Automobils
Auf kaum eine technische Innovation ist die Menschheit heute so angewiesen wie auf das
Automobil, fast niemand mag noch darauf verzichten und ein Leben ohne Automobile wäre
undenkbar, konstatiert ganz richtig das Internetportal autotipps.net.
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Automobilindustrie in Deutschland
In Deutschland wurden zur Herstellung von Automobilen im Jahr 2004 etwa 773.000 Menschen
direkt beschäftigt, weitere 329.000 bei den Zulieferern. Darüber hinaus gibt es die Arbeitsplätze
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http://autotipps.net/kfz-lexikon/geschichte-des-automobils
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http://autotipps.net/kfz-lexikon/geschichte-des-automobils
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im Auto-Verkauf, der Reparatur und Wartung, sowie im Straßenbau. Somit ist das Auto von
herausragender Bedeutung in der deutschen Volkswirtschaft positiv (Arbeitsplätze) wie auch
negativ (Absatzkrise / 2005).
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Im Jahr 2006 verzeichnete Volkswagen mit 689.116 die meisten
Neuzulassungen, gefolgt von Mercedes (342.768) und Opel (334.749).
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Das Image des Automobils
Auto ist nicht gleich Auto was seine Fahrleistung angeht, aber auch sein Image. Wie mit seiner
Kleidung sagt man vermeintlich auch mit seinem Auto etwas über sich aus, vermittelt ein
bestimmtes Bild nach außen über seine Vermögensverhältnisse, Alter, Charakter, Einstellung.
Ob dies lediglich Vorurteile sind oder oftmals zutreffend, sei dahingestellt.
Das Handelsblatt hat auf seiner Homepage unter dem Titel ,,Mercedes-Fahrer werden spießiges
Image nicht los" die Ergebnisse repräsentativen Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstituts
puls veröffentlicht.
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Autos der Marken Porsche, Mini und Audi werden im Urteil der Bevölkerung
überwiegend von gut aussehenden Männern und Frauen gefahren. Dagegen vermuten viele
Menschen am Steuer eines Mercedes einen eher spießigen oder ernsten Menschen, hinter der
Heckscheibe eines Volkswagens einen fröhlichen Zeitgenossen, heißt es dort. Von den rund 1000
befragten Bundesbürgern schließen rund 40 Prozent der Befragten bei der Automarke Porsche auf
einen besonders attraktiven Fahrer; bei der Marke Mini ist dies der Umfrage zufolge bei 35
Prozent, bei Audi zu 31 Prozent der Fall. Bei einem Porsche denken zudem 49 Prozent der
Befragten an einen sportlichen, aber zugleich auch arroganten Fahrertyp.
56 Prozent glauben zudem, dass Porsche-Fahrer Draufgänger sind. 43 Prozent sagen Gleiches
Fahrern der Marke BMW nach. Das Bild vom sportlichen Fahrer haben die befragten
Bundesbürger auch bei den Automarken Mini-, BMW - und Audi vor Augen. Hinter dem Steuer
von Ford -, Dacia - und Citroën-Modellen vermuten Viele hingegen unsportliche Fahrer.
Im Falle von Mercedes ordnen Befragte den Autos eher einen älteren Besitzer zu. Das
Durchschnittsalter der Mercedes-Fahrer liegt nach Vermutungen der Bundesbürger bei 62 Jahren.
Das zweitälteste Markenimage hätten die Marken Lexus (44 Jahre) und Porsche (42 Jahre). Die
jüngsten Fahrer würden bei den Marken Mini (29 Jahre) und Smart (32 Jahre) vermutet, teilte das
Marktforschungsunternehmen dem Handelsblatt zufolge mit.
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http://de.wikipedia.org/wiki/Automobilindustrie#Autoindustrie_in_Deutschland
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Ebd.
5
http://www.handelsblatt.com/technologie/news/mercedes-fahrer-werden-spiessiges-image-nicht-los;2031187
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In der Kategorie ,,fröhlich" haben Volkswagen-Fahrer die Nase vorn. Ihnen folgen Mini- und
Smart-Fahrer. Die mit Abstand weiblichsten Marken sind laut Studie Mini, Smart und Fiat. Als
besonders männlich gelten Porsche und BMW.
Nach Ansicht des Marktforschungsunternehmens puls müssen Automarken nach dieser Image-
Befragung unter Umständen ihre Werbestrategien ändern. ,,Oft ist das Automarketing zu
undifferenziert. Es entsteht der Eindruck, nur junge Menschen seien die Zielgruppe der
Autobauer", zitiert das Handelsblatt Puls-Chef Konrad Weßner. Damit vermittle die Werbung nur
bedingt, wen sich die Kunden als Zielgruppe der einzelnen Marken vorstellen. Dabei spiele das
Fahrerimage einer Automarke eine entscheidende Rolle. ,,Nicht die, die eine Marke fahren,
bestimmen das Image, sondern die, von denen man glaubt, dass sie ein bestimmtes Auto nutzen -
dazwischen liegen oft Welten", erklärte Weßner gegenüber dem Handelsblatt.
Humorig betrachtet Thomas Hillenbrand in der Spiegel Online-Kolumne ,,Abgewürgt" (dazu
später noch mehr) dieses Thema. In der Folge mit dem bezeichnenden Titel ,,Wer Volvo sagt,
muss auch Lehrer sagen"
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, behauptet der Autor: ,,Sag mir, was du fährst und ich sage dir, wer du
bist. In der Regel reicht ein Blick auf das Fahrzeugheck, und man weiß, was für ein Mensch im
Wagen sitzt."
So verwundert es nicht, dass das Image einer Automarke stark in die Kaufentscheidung mit
einfließt, entsprechen bedacht sind Autohersteller, ein entsprechendes Image zu vermitteln, das
sowohl auf Qualitätsbewusstsein als auch auf Emotionen abzielt. Spiegel Online schreibt dazu:
,,Mit dem Image ist es so ähnlich wie mit der Schminke es muss immer wieder erneuert, gepflegt
und korrigiert werden, damit es seine Wirkung nicht verfehlt. Die Fachleute der Essener Firma
Marketing Systems haben das Image von rund 30 Automobilmarken in Deutschland jetzt unter die
Lupe genommen und in einem Koordinatensystem zwischen den Begriffen Emotionen und
Qualität verortet. Hohe Werte auf beiden Skalen erreichen dabei die so genannten Premiummarken
Porsche, BMW, Audi und Mercedes. Stark im Bereich Emotion, aber schwach beim Thema
Qualität sind die Marken Alfa Romeo, Jaguar und - mit Abstrichen - Honda. Hohe Qualitäts-, aber
nur geringe Emotionswerte erreichen VW, Volvo, Saab, Toyota und Smart. Das Image der übrigen
Marken ist in keinem der beiden Bereiche besonders signifikant."
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Das Auto als des Deutschen liebstes Kind
Eingebürgert hat sich der Ausdruck ,,Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind", der Deutschland
als autoverrückte Nation charakterisiert. Erstes Indiz dafür ist die bloße Zahl der Pkw in
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http://www.spiegel.de/auto/fahrkultur/0,1518,559346,00.html
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http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,75825,00.html
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