Inhaltsverzeichnis
1 Status Quo 3
1.1 Technische Entwicklung von Mobilfunknetzen 3
1.2 Fortschritte der mobilen Anwendungen 5
2 Von personalisierten Werbeträgern zur verbesserten Realität 5
2.1 Microtrends 5
2.2 Macrotrends 6
3 Unbegrenzte Möglichkeiten vs. totale Überwachung 10
3.1 Chancen 10
3.2 Risiken 10
4 Fazit 12
5 Glossar 13
6 Quellen 14
2
1 Status Quo
1.1 Technische Entwicklung von Mobilfunknetzen
Seit dem ersten öffentlichen Mobilfunknetz 1958 hat sich viel bewegt. Die dritte Generation der Mobilfunksysteme ist inzwischen realisiert; die vierte Generation, die dem Mobilfunknutzer ermöglichen soll, zu jeder Zeit an jedem Ort mit seinem mobilen Endgerät online zu sein, wird bereits getestet. Der folgende historische Abriss der Entwicklung der Mobilfunknetze soll einen Überblick über den innovativen Entwicklungsprozess geben und daraus Prognosen für zukünftige Entwicklungen ableiten. Erste Generation (1G): analoge Mobilfunksysteme
A-Netz (1958): Das erste öffentliche Mobilfunknetz, das landesweit funktionierte und auf einer handvermittelten Verbindungsaufnahme basierte, wird als A-Netz bezeichnet. B-Netz (1972): Das B-Netz unterstützte die vollautomatische Vermittlung, sowie länderübergreifendes Roaming. Für Anrufe ins Mobilfunknetz musste der Anrufer die Ortsvorwahl wissen, mit der das Mobilfunkgerät erreicht werden konnte. C-Netz (1986): Das C-Netz beherrschte die automatische Weitervermittlung eines mobilen Endgerätes zwischen den Funkzellen der Basisstationen. Im Gegensatz zum B-Netz, war das C-Netz jedoch auf Deutschland beschränkt. In den 80er Jahren entstanden
in Europa daher viele zueinander inkompatible Mobilfunksysteme. 1 Zweite Generation (2G): digitale Mobilfunksysteme
D-Netze (1992): Die Entwicklung der länderübergreifenden Standards DECT und GSM führte zur Entstehung eines globalen digitalen Mobilfunknetzes. Die beiden D-Netze von T-Mobile (D1) und Vodafone (D2) gingen 1992 an den Start. 1994 folgte E-Plus und 1998 O2 mit weiteren Netzen. Die große Konkurrenz unter den Mobilfunkanbietern
1 Vgl. Schnabel, P. (2009)a.
3
führte zu schnell sinkenden Preisen für die mobile Telefonie und so zum Durchbruch im
Massenmarkt. 2
Dritte Generation (3G): Multi-Call-Funktionalität
Der Aufbau der Funknetze der dritten Generation (UMTS) ist weitgehend abgeschlos-sen. Damit kann die Mehrheit der Bevölkerung jederzeit auf Datendienste zugreifen. 3 Mit UMTS wurde im Mobilfunk die Multi-Call-Funktionalität - die Nutzung mehrerer Verbindungen über ein mobiles Endgerät - eingeführt. Dadurch war es möglich, gleichzeitig zu telefonieren und im Internet zu surfen. Die effektivere Bandbreitennutzung ermöglichte neue mobile Kommunikationsdienste wie Internet-Zugang, Datentransfer, mobiles Radio und TV, Informationsdienste, Navigation, Videotelefonie, Online-
Shopping, Mobile Banking, Music on Demand etc. 4 Vierte Generation (4G): online immer und überall
Es gibt viele unterschiedliche Expertenmeinungen, wie die 4. Generation der Kommunikationstechnik im Mobilfunk aussehen wird. Um das Bedürfnis der Netzteilnehmer zu erfüllen, zu jeder Zeit und an jedem Ort mit dem Internet verbunden zu sein, ist es er-forderlich, dass alle Mobilfunktechniken von GSM, UMTS, WLAN bis WiMAX in ein Netz integriert sind. Der Nutzer kann mit einem Endgerät und einem Tarif Zugang zu allen Netzen zu bekommen. Um die unterschiedlichen Funktechniken zusammenzuführen, müssen die Zugangs- und Kernnetze der Netzbetreiber umgebaut und zusammengeschaltet werden. Als Vermittlungstechnik wird das Internet Protocol (IP) eingesetzt und zwischen Daten und Sprache nicht mehr differenziert. Mobilfunknetze stehen in Zukunft vor der Herausforderung, immer höhere Übertragungskapazitäten erfüllen zu müssen, um der Kapazitätssteigerung von Datenraten in Mobilfunknetzen gerecht zu
werden. 5
2 Vgl. Schnabel, P. (2009)a.
3 Vgl. Sonnenschein, M. (2009).
4 Vgl. Schnabel, P. (2009)b.
5 Vgl. Schnabel, P. (2009)a.
4
1.2 Fortschritte der mobilen Anwendungen
Die technische Entwicklung der Mobilfunksysteme führt zu einem veränderten Nutzungsverhalten bei den Anwendern. Das Bedürfnis überall erreichbar zu sein und verschiedenste Applikationen auf dem mobilen Endgerät zu nutzen, hat zu vielseitigen Innovationen im Bereich der Softwareanwendungen für mobile Endgeräte geführt. „Voraussichtlich werden die User weltweit etwa zehn Milliarden zusätzliche Applikationen auf ihre Handys laden, was durch die verstärkte Kooperation von Netzbetreibern und
Applikationsanbietern möglich ist.“ 6
Es lässt sich eine Kehrtwende weg vom virtuellem Raum Internet, in den sich die Nutzer flüchteten, zurück in die Realität beobachten - die Welt wird zur „begehbaren Da-tenbank“ 7 . Jeder kann jederzeit und von jedem Ort aus kontaktiert, vernetzt und nach Suchkriterien indexiert werden. Die gespeicherten Informationen sind geographisch verortet, sodass die physische Welt zum Suchkosmos wird. Die Globalisierung wird stärker wahrnehmbar: aus den heutigen Online-Communities entstehen weltumspannende Netzwerke von Gleichgesinnten. Es wird möglich sein, soziale Verbindungen nicht nur auf der Basis von Online-Profilen zu etablieren, sondern auch auf aufgrund
von ähnlichen Konsumgewohnheiten oder geographischen Bewegungsprofilen. 8
2 Von personalisierten Werbeträgern zur verbesserten Realität
2.1 Microtrends
Im Bereich der mobilen Anwendungen lassen sich sowohl Micro- als auch Macrotrends ausmachen. Zu den Microtrends zählen beispielsweise neue Anwendungen wie der Kinetic Controller - mit dieser Software wird das iPhone zum Wii-Controller. Während der Nutzer das Spielgeschehen auf dem PC verfolgt, steuert er die Aktionen im Spiel
6 Milojevic, I. (2009).
7 Schmundt, H. (2009), S. 138-141.
8 Vgl. Celko, M. (2008), S. 9.
5
Arbeit zitieren:
Katrin Schmidt, 2009, Aktuelle Entwicklungen des Mobilfunktmarkts, München, GRIN Verlag GmbH
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