Die vorliegende Arbeit erläutert aktuelle Ereignisse bei Mergers & Acquisitions. Es wird ein ausführlicher Überblick über wesentliche Regelungen zu Konzernbildungs- bzw. Konzernleitungskontrolle gegeben. Regelungen zu den einzelnen Varianten von Unternehmensverträgen werden ausführlich dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
A. Aktuelle Ereignisse
I. Schaeffler KG – Continental AG
II. Porsche AG – Volkswagen AG
III. AWD - MLP
IV. Linde AG - BOC
V. Daimler – Chrysler – Cerberus
B. Arten von Konzernen
I. Was ist ein Konzern?
II. Varianten von Konzernen
1. horizontaler Konzern
2. vertikaler Konzern
3. diagonaler Konzern/Konglomerat
4. aktuelle Entwicklung
C. Hintergrund des Konzernrechts
I. Ebene des Tochterunternehmens
II. Ebene des Mutterunternehmens
D. Voraussetzung für das Vorliegen eines Konzerns
I. Unternehmerische Tätigkeit des Großaktionärs
1. Unternehmereigenschaft i. w. S.
2. Detailfragen bzgl. des Vorliegens einer unternehmerischen Tätigkeit
a) BGB- Gesellschaft
b) Holding
II. Vorhandene Mittel zur Beherrschung
1. Halten von Aktien
2. Faktische Hauptversammlungsmehrheit
3. Stimmbindungsvereinbarung
4. Mehrere gleich geordnete Unternehmen als Aktionär
E. Konzernbildungskontrolle
I. Sinn und Zweck der Konzernbildungskontrolle
II. Mitteilungspflichtige
III. Mitteilungsrelevante Beteiligung
IV. Mitteilungspflicht im Zuge des Erwerbs von Derivaten
V. Möglichkeiten die Mitteilungspflicht zu umgehen
VI. Konzernbildungskontrolle in der herrschenden Gesellschaft
1. Ausgangsproblematik
2. Abschluss eines Unternehmensvertrages
3. Konzernbildungskontrolle in der abhängigen Gesellschaft
a) Phasen der Konzernbildung
b) Zustimmung zum Unternehmensvertrag durch die Hauptversammlung
F. Konzernleitungskontrolle
I. Rechte und Pflichten des Vorstandes der abhängigen AG
II. Aufgaben des Aufsichtsrats der abhängigen AG
III. Entscheidungsbefugnis der Hauptversammlung der herrschenden AG
G. Unternehmensverträge
I. Beherrschungsvertrag
II. Gewinnabführungsvertrag
III. Beendigung von Unternehmensverträgen
IV. Rechtsfolgen bei Vertragsbeendigung
H. Sicherung der abhängigen Gesellschaft und deren Gläubiger
I. Gesetzliche Rücklage
II. Höchstbetrag der Gewinnabführung
III. Verlustausgleichsanspruch
IV. Sicherung der Gläubigeransprüche
I. Ausgleichsansprüche von Minderheitsaktionären
I. Hintergrund des Anspruches auf Ausgleichszahlungen
II. Fester Ausgleich
III. variabler Ausgleich
IV. Abfindung
V. Pflichtangebot
J. Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen und Herausforderungen des deutschen Konzernrechts im Kontext zunehmender Unternehmenszusammenschlüsse und feindlicher Übernahmen. Das primäre Ziel ist es, den Schutz von Minderheitsaktionären und Gläubigern bei der Bildung und Leitung von Konzernen zu analysieren.
- Aktuelle Entwicklungen bei Unternehmensübernahmen in Deutschland.
- Grundvoraussetzungen für die Konzernbildung und Beherrschungsverhältnisse.
- Kontrollmechanismen bei der Konzernbildung und Konzernleitung.
- Struktur und Rechtsfolgen von Unternehmensverträgen.
- Sicherungsmaßnahmen für abhängige Gesellschaften und Minderheitsaktionäre.
Auszug aus dem Buch
I. Was ist ein Konzern?
Bei einem Konzern handelt es sich i. w. S. um einen Unternehmensverbund, bei dem ein Unternehmen (herrschende Gesellschaft) Hauptanteilseigner einer weiteren Unternehmung (abhängige Gesellschaft) ist. Das Tochterunternehmen ist dabei wirtschaftlich von der herrschenden Gesellschaft abhängig, bleibt jedoch rechtlich selbstständig. Der Gegensatz zum Konzern ist der Trust. Zu einem Trust kommt es, wenn sich mehrere voneinander unabhängige Unternehmen zu einer Unternehmung zusammenschließen (Fusion).
Zusammenfassung der Kapitel
A. Aktuelle Ereignisse: Diese Einführung thematisiert die zunehmende Relevanz des Konzernrechts anhand prominenter Beispiele wie Schaeffler/Continental oder Porsche/Volkswagen.
B. Arten von Konzernen: Hier werden Definitionen und verschiedene Konzernformen, wie horizontale, vertikale und diagonale Konzerne, erläutert.
C. Hintergrund des Konzernrechts: Dieses Kapitel beleuchtet den Schutzbedarf auf Ebene des Tochter- und Mutterunternehmens bei der Konzernbildung.
D. Voraussetzung für das Vorliegen eines Konzerns: Untersuchung der Kriterien für eine unternehmerische Tätigkeit und der Mittel zur Beherrschung, wie Aktienbesitz oder Stimmbindungsverträge.
E. Konzernbildungskontrolle: Erläuterung der Mitteilungspflichten bei Beteiligungen und Kontrollmechanismen, um Stakeholder über Abhängigkeitsverhältnisse zu informieren.
F. Konzernleitungskontrolle: Analyse der Rechte und Pflichten von Vorständen und Aufsichtsräten sowie der Entscheidungsbefugnisse der Hauptversammlung.
G. Unternehmensverträge: Detaillierte Betrachtung von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen sowie deren Beendigungsmodalitäten.
H. Sicherung der abhängigen Gesellschaft und deren Gläubiger: Darstellung der gesetzlichen Rücklagen, Verlustausgleichsansprüche und Gläubigersicherung.
I. Ausgleichsansprüche von Minderheitsaktionären: Diskussion finanzieller Ausgleichsmöglichkeiten wie fester oder variabler Ausgleich sowie Abfindung und Pflichtangebot.
J. Ausblick: Kritische Einschätzung zukünftiger Entwicklungen im Hinblick auf das Risikoabgrenzungsgesetz und moderne Finanzderivate.
Schlüsselwörter
Konzernrecht, Mutterunternehmen, Tochtergesellschaft, Aktiengesetz, Beherrschungsvertrag, Gewinnabführungsvertrag, Minderheitsaktionäre, Gläubigerschutz, Hauptversammlung, Konzernbildung, Unternehmensübernahme, Mitteilungspflicht, Aktien, Konzernleitung, Risikoabgrenzungsgesetz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit bietet einen wissenschaftlichen Überblick über das deutsche Konzernrecht, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Schutz von Minderheitsaktionären und Gläubigern im Kontext von Unternehmenskontrollen liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen Konzernarten, Voraussetzungen der Konzernbildung, Unternehmensverträge sowie die Kontrolle der Konzernleitung und die Absicherung von Stakeholdern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie rechtliche Regelungen sicherstellen, dass herrschende Unternehmen ihren Einfluss auf abhängige Gesellschaften nicht missbrauchen, und wie Betroffene entschädigt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine juristische Analyse des Aktiengesetzes (AktG) und des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG), ergänzt durch aktuelle Fallbeispiele und höchstrichterliche Rechtsprechung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Voraussetzungen für Konzernstrukturen, die Konzernbildungskontrolle, das Management innerhalb von Konzernen sowie die spezifischen Regelungen zu Unternehmensverträgen und Ausgleichsansprüchen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Konzernrecht, Beherrschungsvertrag, Gewinnabführungsvertrag, Minderheitsaktionäre, Konzernbildung und Gläubigerschutz.
Wie unterscheidet sich der faktische Konzern vom Vertragskonzern?
Während beim Vertragskonzern klare vertragliche Grundlagen bestehen, liegt beim faktischen Konzern kein spezieller Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag vor, was dennoch rechtliche Kontrollmechanismen auslöst.
Warum ist das Risikoabgrenzungsgesetz für das Konzernrecht relevant?
Es adressiert die Problematik feindlicher Übernahmen und soll durch eine striktere Offenlegung von Beteiligungsverhältnissen den Schutz vor ungewollten Einflussnahmen erhöhen.
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- Matthias Brosche (Author), 2008, Konzernrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138964