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Kinderlose Paare als Familie der Zukunft? Die Schwierigkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren und die Auswirkungen auf die Geburtenrate

Titel: Kinderlose Paare als Familie der Zukunft? Die Schwierigkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren und die Auswirkungen auf die Geburtenrate

Diplomarbeit , 2002 , 105 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Mayke Elsinghorst (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit weist zwei Schwerpunkte auf: Erstens wird die Veränderung der
Familie im geschichtlichen Verlauf bis in die heutige Zeit analysiert, wobei die veränderte
Rolle der Frau im Vordergrund steht. Übergeordnet geht es dabei um die Frage, ob die
Familie in ihrer traditionellen Form in der heutigen Gesellschaft weiterhin Bestand hat. In einem weiterführenden Schritt werden die Auswirkungen des familialen Wandels auf die
Bevölkerungsentwicklung aufgezeigt. Zweitens wird die Vereinbarkeitsproblematik von
Beruf und Familie näher untersucht. Dabei geht es vor allem um Probleme der
Lebensplanung von Frauen, die durch eine Verbindung von Beruf und Familie entstehen
können, und um die damit verbundenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Für die vorliegende Arbeit sind zwei Fragestellungen von zentraler Bedeutung: In welchem
Zusammenhang stehen der familiale Wandel und die veränderte Rolle der Frau mit der
demographischen Lage in Deutschland? Und: Welche spezifischen Probleme ergeben sich
durch die Vereinbarkeitsproblematik von Beruf und Familie für die Lebensplanung von
Frauen? Diese Fragestellung geht von der Annahme aus, dass sich die zunehmende
Berufstätigkeit von Frauen negativ auf den Familienbildungsprozess auswirkt, so dass die
Vereinbarkeitsproblematik von Beruf und Familie in den Vordergrund tritt.
Dabei müssen bei folgenden Punkten Grenzen gesetzt werden:

1. Die Vereinbarkeitsproblematik von Beruf und Familie für Männer findet in dieser Arbeit
keinen gesonderten Platz. In den letzten Jahren konnten zwar Tendenzen festgestellt
werden, dass Männer sich stärker in der Familienarbeit engagieren. In vielen Familien
besteht jedoch immer noch eine traditionelle Aufgabenteilung, so dass der Schwerpunkt
der Betrachtungen auf der weiblichen Lebensplanung liegt. Für Männer, die ihr
Familienleben nach traditionellen Rollenmustern gestalten wollen, kann die
Berufstätigkeit der Partnerin zu einem Problem werden. Die Auswirkungen auf die
männliche Lebensplanung und Lebensrealität werden nicht näher untersucht.

2. Die Ausführungen dieser Arbeit beziehen sich auf die Bundesrepublik Deutschland. Ein
internationaler Vergleich würde auf Kosten der Ausführungen über die Situation von
Frauen in diesem Lande gehen. Es werden nur am Rande Vergleiche zu anderen
Ländern gezogen, um Unterschiede insbesondere in der Familienpolitik aufzuzeigen. [...]

Leseprobe


Gliederung

0. Einleitung

1. Familie im Wandel der Zeit

1.1 Die Familienform des „Hauses“

1.2 Die Entstehung der bürgerlichen Kleinfamilie

1.3 Das bürgerliche Familienleitbild

1. Veränderungen in den Liebes- und Eheauffassungen

2. Trennung von Produktions- und Wohnstätte

3. Veränderungen in der Kindererziehung

4. Rollenverständnis Mann - Frau

1.4 Das reale bürgerliche Familienleben am Ende des 18. Jahrhunderts

1.5 Veränderungen im 20. Jahrhundert

2. Familie in der Gegenwart

2.1 Strukturwandel der Familie

2.2 Pluralisierung von Lebensformen und Individualisierung

Nichteheliche Lebensgemeinschaften

Kinderlose Ehen

Einelternfamilie

Alleinlebende

2.3 Die Rolle der Frau

2.4 Funktion von Familie

2.5 Probleme für die heutige Familienbildung

2.6 Familie in der Krise?

2.7 Zukunft der Familie

3. Ursachen und Auswirkungen des Geburtenrückgangs

3.1 Entwicklung der Geburtenrate

3.1.1 Historische Entwicklung der Geburtenrate

3.1.2 Geburtenrate und Erwerbstätigkeit in der DDR

3.1.3 Ost- und Westdeutschland nach der Wiedervereinigung

3.2 Gesellschaftliche Auswirkungen des Geburtenrückgangs

3.3 Einflussfaktoren auf generative Verhaltensentscheidungen

3.4 Strukturelle Veränderungen im Zuge der Industrialisierung

3.5 Individualisierung und Pluralisierung als Einflussfaktoren

3.6 Geburtenrückgang als Folge der Vereinbarkeitsproblematik von Beruf und Familie?

3.7 Perspektiven

4. Die Vereinbarkeitsproblematik von Beruf und Familie

4.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen

4.2 Erwerbsverhalten nach der Geburt eines Kindes

4.3 Ursachen und Auswirkungen von Erwerbsunterbrechung

4.4 Wiedereinstieg in das Berufsleben

4.5 Die Bedeutung von Teilzeitarbeit im beruflichen Lebenslauf

4.6 Familie als berufliche Aufstiegsbarriere?

4.7 Die Doppelbelastung durch Beruf und Familie

5. Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

5.1 Familienpolitische Maßnahmen

5.2 Kinderbetreuung

5.3 Betriebliche Rahmenbedingungen

5.3.1 Arbeitszeitflexibilisierung

5.3.2 Telearbeit

5.4 „Der familienfreundliche Betrieb“

Druckwerkstatt Kollektiv GmbH

GETOQ mbH

Die Continentale Versicherung

5.5 Geteilte Elternschaft

5.6 Pädagogische Interventionen

6. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den strukturellen Wandel der Familie in Deutschland, die Ursachen des Geburtenrückgangs und die spezifischen Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, insbesondere für Frauen. Ziel ist es, die Auswirkungen gesellschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen auf die Lebensplanung und das generative Verhalten zu analysieren.

  • Historische Entwicklung des bürgerlichen Familienleitbildes bis zur Moderne
  • Strukturwandel der Familie durch Pluralisierung und Individualisierung
  • Demographische Folgen des Geburtenrückgangs und deren gesellschaftliche Relevanz
  • Die Vereinbarkeitsproblematik von Beruf und Familie als zentrales Hindernis für die Familiengründung
  • Betriebliche und politische Rahmenbedingungen zur Förderung der Vereinbarkeit

Auszug aus dem Buch

1.2 Die Entstehung der bürgerlichen Kleinfamilie

Durch den Übergang von einer ständischen Gesellschaft zur Industriegesellschaft im ausgehenden 18. und Anfang des 19. Jahrhundert erfuhr die Familie in ihrer Struktur und Funktion einen starken Wandel. In dieser Zeit entwickelte sich durch die Trennung der Lebensbereiche Familie und Erwerbsarbeit das Modell der bürgerlichen Familie. Es konnte zwar nur von einem geringen Teil der Bevölkerung gelebt werden, dominierte jedoch als gesellschaftliches Idealmodell der damaligen Zeit (vgl. Paetzold 1996, S. 2).

Mit der Auflösung des „Hauses“ und dem Verschwinden der damit verbundenen umfangreichen Hauswirtschaft verteilten sich die Aufgaben innerhalb der Familie neu. War bisher die Funktion der Familie auf die Produktion ausgerichtet, so bekam sie nun die Funktion der Erholung und Entlastung.

Waren zuvor noch andere Familienangehörige, Gesinde oder Bedienstete für Erziehung und Hauswirtschaft mitverantwortlich, reduzierten sich diese Aufgabenbereiche jetzt auf die Frau. Es kam zu einer klassischen Rollenverteilung, innerhalb derer die Frau für Haus und Familie, der Mann für die externe Arbeit und den Lebensunterhalt zuständig waren. Es gab eine klare Trennung zwischen außer- und innerhäuslicher Tätigkeit, so dass der Mann in der Regel seinen Beruf außerhalb des Hauses ausübte und allein für die finanzielle Versorgung der Familie verantwortlich war. Im Gegensatz dazu wurde die Frau aus dem Produktionsprozess ausgeschlossen und war nunmehr für den Haushalt und die Kindererziehung verantwortlich. Dadurch entstand eine finanzielle und gesellschaftliche Abhängigkeit der Frau vom Mann. Diese geschlechtsspezifische Arbeitsteilung kann als ein Charakteristikum der bürgerlichen Familie angesehen werden (vgl. Textor 1993, S. 26).

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Wandel der Familienformen und formuliert das Ziel, die Auswirkungen der Vereinbarkeitsproblematik von Beruf und Familie auf die Lebensplanung von Frauen zu untersuchen.

1. Familie im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel beschreibt die historische Entwicklung von der vorindustriellen Haushaltsfamilie („ganzes Haus“) hin zur bürgerlichen Kleinfamilie und deren Rollenbild.

2. Familie in der Gegenwart: Es erfolgt eine Analyse des Strukturwandels und der Pluralisierung von Lebensformen, wobei die Krisenthese der Familie kritisch diskutiert wird.

3. Ursachen und Auswirkungen des Geburtenrückgangs: Dieses Kapitel untersucht die demografischen Entwicklungen, den Geburtenrückgang in der DDR und BRD sowie die gesellschaftlichen Konsequenzen.

4. Die Vereinbarkeitsproblematik von Beruf und Familie: Hier stehen die individuellen und strukturellen Schwierigkeiten der Verbindung von Erwerbsarbeit und Elternschaft, wie Karrierebarrieren und Doppelbelastung, im Fokus.

5. Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Das Kapitel stellt politische Maßnahmen, Kinderbetreuungsstrukturen und betriebliche Modelle für eine familienfreundliche Personalpolitik vor.

6. Abschließende Betrachtung: Das Fazit bewertet die Ergebnisse und resümiert, dass die Vereinbarkeitsproblematik eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe bleibt.

Schlüsselwörter

Familie, Geburtenrückgang, Vereinbarkeit, Beruf, Erwerbstätigkeit, Kleinfamilie, Individualisierung, Geschlechterrollen, Kinderbetreuung, Familienpolitik, Doppelbelastung, Demografie, Lebensplanung, Elternzeit, Teilzeitarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung und den gegenwärtigen Wandel der Familie in Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind der Strukturwandel der Familie, die Ursachen für den Geburtenrückgang, die Doppelbelastung berufstätiger Frauen und die Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit durch Politik und Betriebe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage untersucht, in welchem Zusammenhang der familiale Wandel und die veränderte Rolle der Frau mit der demografischen Lage stehen und welche Probleme sich durch die Vereinbarkeitsproblematik für die Lebensplanung von Frauen ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine historisch-soziologische Analyse, kombiniert mit einer Auswertung statistischer Daten und einer Auseinandersetzung mit aktueller Fachliteratur zum Thema Familiensoziologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Darstellung von Familienstrukturen in der Gegenwart, die Untersuchung der Geburtenentwicklung und eine detaillierte Erörterung von Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Familienwandel, Geburtenrückgang, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, weibliche Erwerbstätigkeit, Doppelbelastung und familienpolitische Maßnahmen.

Welche Rolle spielt der Vergleich zwischen DDR und BRD in der Arbeit?

Der Vergleich dient dazu, die unterschiedlichen politischen Ansätze und kulturellen Erwartungen an die Erwerbstätigkeit von Frauen sowie deren Einfluss auf die Geburtenrate und Kinderbetreuung aufzuzeigen.

Warum wird die „geteilte Elternschaft“ als Lösung diskutiert?

Die geteilte Elternschaft soll durch eine gleichmäßigere Verteilung von Erwerbs- und Familienarbeit dazu beitragen, den negativen Auswirkungen der traditionellen Rollenverteilung entgegenzuwirken und beiden Elternteilen die Teilhabe am Berufsleben zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 105 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kinderlose Paare als Familie der Zukunft? Die Schwierigkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren und die Auswirkungen auf die Geburtenrate
Hochschule
Universität Hamburg  (Fachbereich Erziehungswissenschaften Hamburg)
Note
1,2
Autor
Mayke Elsinghorst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
105
Katalognummer
V14027
ISBN (eBook)
9783638195324
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinderlose Paare Familie Zukunft Schwierigkeiten Beruf Auswirkungen Geburtenrate
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mayke Elsinghorst (Autor:in), 2002, Kinderlose Paare als Familie der Zukunft? Die Schwierigkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren und die Auswirkungen auf die Geburtenrate, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14027
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Leseprobe aus  105  Seiten
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