Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1 Anatomie und Physiologie 3
2 Das weibliche Ejakulat 5
3 Historischer Überblick 6
4 Ausblicke. 7
Literatur : 9
2
Einleitung
„Weibliche Ejakulation“, ein mir ungewohnter Terminus, begegnete mir vor einigen Wochen in der Umkleidekabine eines Wiener Sportinstitutes. Neben mir erzählte „Anna“ über ihr Erlebnis des „Spritzens“ das sie sehr erschreckte. Aus diesem Erschrecken heraus entwickelte sich ein Gespräch, welches mich zu meinem Forschungsthema führte. Neben dieser persönlichen Betroffenheit von „Anna“, einer 37jährigen allein lebenden Frau, eröffnete sich vor mir in der kurzen Vorbereitungszeit ein weites Feld, das, je mehr ich mich damit beschäftigte immer weiter wurde. Die Worte von Papst Benedikt XVI, anlässlich seiner Rede 2006 in Regensburg über die Wissenschaft als solche, welche „…mit Zweifeln rein und mit Fragen hinaus gehe…“ sehe ich in dieser Proseminararbeit bestätigt. Bei der Recherche mithilfe einer feministisch orientierten Homepage, in welcher ein Forum für Frauen angeboten wird, fragte ich nach Erfahrungen und Hilfen von Frauen, die, wie ich meinte einen bewussten Umgang mit weiblicher Sexualität pflegen. Die Antworten fielen spärlich aus und schwankten zwischen leugnen eines weiblichen Ergusses bis zu Empörung über die männliche Bezeichnung desselben.
1 Anatomie und Physiologie
Diese hat sich in den letzten Jahrhunderten kaum geändert. Was sich, und das werde ich versuchen darzulegen, verändert hat, ist die Sicht dessen, was die Sicht der Dinge mit den Augen der Wissenschaft betrifft.
Bildquelle: Sabine zur Nieden: Weibliche Ejakulation. S.11.
3
Neuere embryonale Forschungsergebnisse (zur Nieden 1994 :18) gehen davon aus, dass
„… die Entwicklung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane von Mann und Frau ihren Ursprung
von einer morphologisch der weiblichen aber bipotenten Anlage. Das heißt: Jeder Mensch trägt
potentiell die Möglichkeit in sich, beide Geschlechter zu entwickeln…“ (ebd.). Rein genetisch (XX, XY) wird dies bereits bei der Befruchtung der Eizelle entschieden. Tragend wird der Einfluss erst in der 5. - 6. Entwicklungswoche .Eine Umkehr des Geschlechts zu diesem Zeitpunkt bewies Yamamota 1962 an Fischlarven. (ebd.S.19).
In der 6. Entwicklungswoche haben sowohl das genetisch weibliche Embryo wie auch das männliche Embryo das Müllersche Gangsystem und das Wolfsche Gangsystem gleichermaßen ausgebildet. Aus dem Müllerschen Gangsystem entwickelt sich autonom, ohne Hormoneinfluss , nach dem Prinzip der „primären Weiblichkeit“ (ebd.S.20) der Uterus, die Ovarien und der abdominale Teil der Vagina. Das männliche Embryonalgewebe produziert den “Antimüllerfaktor” (Mullerian inhibiting substance), was den Rückgang der Müllerschen Gänge bewirkt. Money schreibt:
„there is no doubt about it that natur`s first disposition is to make a female“. (Money 1977:59)
So die Entwicklung der inneren Sexualorgane. Die Differenzierung der äußeren Sexualorgane aus dem Sinus urogenitalis folgt einem anderen Prinzip, dem der „Homologie“, d.h. Entwicklung derselben Anlagen. Durch den Einfluss der Androgene, der männlichen Hormone werden die ursprünglich weiblichen Geschlechtsorgane maskulinisiert. Geschieht das nicht, hat der Mann trotz männlicher Keimdrüsen und männlichem genetischen Geschlecht weibliche äußere Geschlechtsorgane.
Was bedeutet das praktisch? Masters und Johnson schreiben 1970 „ die männlichen und weiblichen äußeren Geschlechtsorgane sind zwar unterschiedlich ausdifferenziert, reagieren aber in der sexuellen Physiologie parallel. Bis zur 9. Schwangerschaftswoche ist die äußere Anlage bei beiden Geschlechtern fast identisch.
Ab der 10. Schwangerschaftswoche bilden sich aus dem Urogenitalsinus des Fötus Epithelknospen und differenzieren sich zur männlichen Prostatadrüse die als solche 1901 von Pollen, einem Urologen beschrieben wurde. Das entsprechende Gewebe bei der Frau, später fälschlicherweise als G Punkt bezeichnet, wird anatomisch
4
Arbeit zitieren:
Andrea Klabach, 2008, Die weibliche Ejakulation, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Idee vom befreiten Sex. Der Wandel des Diskurses über die Sexualit...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 24 Seiten
„Same, same - but different“ – Untersuchungen zum Individualtourismus ...
Masterarbeit, 114 Seiten
Pure Sexualität vs. missbrauchte Sexualität
Wie Gott sich die Sexualität a...
Hausarbeit (Hauptseminar), 14 Seiten
Literature at War - A Comparison of American War Literature of WW II...
Magisterarbeit, 84 Seiten
Theorie der Sexualität bei Sade
Überlegungen anhand von "...
Philosophie - Epochenübergreifende Abhandlungen
Seminararbeit, 11 Seiten
Die Rolle der Religion in der sozialen und politischen Entwicklung Vie...
Südasienkunde, Südostasienkunde
Bachelorarbeit, 44 Seiten
„Darf ich lügen?“ - Die Didaktik der Moralphilosophie
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Unterrichtsentwurf, 9 Seiten
Soziale Phobie und ihre Auswirkungen auf Sexualität und Partnerschaft
Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie
Bachelorarbeit, 39 Seiten
Batailles Erotik und die moderne Gesellschaft
Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter
Seminararbeit, 27 Seiten
Sexualwisseschaften bis 1933: Magnus Hirschfeld und sein Berliner Inst...
Kulturwissenschaften - Empirische Kulturwissenschaften
Seminararbeit, 21 Seiten
Abriss einer Soziologie der Nekrophilie
Soziologie - Recht, Kriminalität abw. Verhalten
Hausarbeit (Hauptseminar), 14 Seiten
Kant: Aus Menschenliebe lügen?
Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
Seminararbeit, 24 Seiten
Das Phänomen der Nacktheit auf der zeitgenössischen Bühne
Bachelorarbeit, 30 Seiten
Frauensprache - Männersprache: Die sprachliche Diskriminierung der Fra...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Referat / Aufsatz (Schule), 8 Seiten
Sexualität als Sakrament - Am Beispiel der Sekte der Blutsfreunde
Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
Seminararbeit, 30 Seiten
Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter
Seminararbeit, 15 Seiten
Andrea Klabach's Text Die weibliche Ejakulation ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Andrea Klabach hat den Text Die weibliche Ejakulation veröffentlicht
Andrea Klabach hat einen neuen Text hochgeladen
Die Lust auf weibliche Dominanz
Erotische Rituale und sinnlich...
Claudia Varrin, Nadine Bunske
PONS Französisch Lust & Liebe. Die 1000 wichtigsten Wörter
Caroline Kober, Cordula Schurig, Uwe Vaartjes
Study Guide for Women Sex Is Not the Problem (Lust Is): Sexual Purity ...
Joshua Harris, Shannon Harris, Brian Smith
Study Guide for Men Sex Is Not the Problem (Lust Is): Sexual Purity in...
Joshua Harris, Brian Smith
0 Kommentare