Inhalt
Abbildungen III
1 Die Boreale Zone 1
2 Geomorphologie der Borealen Zone 3
2.1 Definition und Abgrenzung des Begriffes 3
2.2 Das Relief der Borealen Zone 3
2.3 Frostdynamische Formen 4
2.3.1 Frostwechselformen 4
2.3.2 Abschmelz- und Thermokarstformen 5
2.4 Das Gewässernetz der Borealen Zone 5
3 Die Böden der Borealen Zone 7
3.1 Bodenbildende Faktoren 7
3.2 Regionale Verteilung der Böden und deren bodenbildende Prozesse 7
3.2.1 Der zonale Bodentyp - Podsol 8
3.2.2 Weitere interzonale Bodentypen am Regionalbeispiel 9
Skandinaviens
4 Die Borealen Moore 13
5 Zusammenfassung 15
Literatur 16
III
Abbildungen
Abb. 1 Einflussfaktoren der Ökozonen
Abb. 2 Übergangszone des Permafrostbodens
Abb. 3 Frostwechselformen der Borealen Zone
Abb. 4 Jahresabflussmenge des Jennissej
Abb. 5 Horizontfolge Podsol
Abb. 6 Bodenkarte Nordeuropas
Abb. 7 Boreale Moore in Nordeuropa
Abb 8 Schematische Darstellung eines Palsenmoores
DIE BOREALE ZONE 1
Die Boreale Zone ist eine der neun Ökozonen, die global unterschieden werden. MÜLLER-HOHENSTEIN bezeichnet jenen Begriff der Ökozonen (bzw. Landschaftsgürtel) als einen „zonal angeordneten Teil der Erdoberfläche, der durch die Zusammenhänge zwischen den Faktorenkomplexen Klima, Boden, Pflanzen- und Tierwelt ein charakteristisches räumliches Wirtschaftsgefüge besitzt (primäres Ökosystem). In einem System von Naturräumen nehmen die Landschaftsgürtel die höchste Ordnungsstufe ein“ (1981:15). In Abb. 1 werden die Faktoren, die zur Ausbildung der Landschaftszonen beitragen, und ihre wechselseitigen Beziehungen schematisch dargestellt.
Somit handelt es sich bei der Einteilung der Erde in Ökozonen um eine großräumige Gliederung, die sich im Besonderen sowohl an den Vegetationsräumen als auch an den Klimazonen orientiert (für die wiederum jeweils
existieren). In diesem Sinne ist davon auszugehen,
Generalisierung der Merkmale von Nöten ist, da „trotz aller kleinräumlichen Vielfalt in sich übereinstimmende Ordnungsmerkmale“ (KLOHN & WINDHORST 2002:54) aufzuzeigen sind, die eine Abgrenzung von
anderen Ökozonen ermöglichen. Durch die anthropogenen Eingriffe in den Naturhaushalt wird es bedingt auch zu einer Verlagerung bzw. Verschiebung der Ökozonen kommen (GERBER 2002:10).
Im Bezug auf die boreale geoökologische Zone sind die allgemeinen Merkmale folgendermaßen repräsentiert:
Ihre La g e erstreckt sich zirkumpolar zwischen dem 60. und 70. Breitengrad ausschließlich auf der Nordhemisphäre, da auf der Südhalbkugel aufgrund der zugunsten des Meeres ausfallenden Land-Meer-Verteilung in jenen Breitengraden eine
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Ausbildung der Zone nicht möglich ist (MÜLLER-HOHENSTEIN 1981:174). Die maximale Nord-Südausdehnung ist in Nordamerika auf 1500 km, in Eurasien auf 2000 km datiert. Eine Summierung aller zugehörigen Teilflächen ergibt eine gesamte Fläche von nahezu 20 Mio. km² - was laut SCHULTZ 13% der Festlandes der gesamten Erde ausmacht (SCHULTZ 2002a:114).
Das K l i m a der Borealen Zone wird im Allgemeinen als feucht und winterkalt angegeben, man unterscheidet jedoch den kalt-kontinentalen (T m <5°C, N m 150-300mm) sowie den kalt-ozeanischen Klimatyp (T m ca. 0°C, N m >300mm) (PUSTOVOYTOV & FIEDLER 2006:2). Nach der Klimaklassifikation Troll und Paffens entspricht die Zone dem Typ II2 (KLOHN & WINDHORST 2002:61); nach dem Modell Köppen-Geiger-Pohls dem Typ Dfb/Dfc, der für ein „schneeiges Waldklima mit feuchtem Winter“ (STRAHLER & STRAHLER 1999:197) steht, welches sich - im Falle Dfb - durch einen warmen Sommer mit einer Mitteltemperatur des wärmsten Monats unter 22°C kennzeichnet. Dies trifft im weiter südlich gelegenen Bereich der Zone zu. Im Falle Dfc, der die nördlicheren Bereiche betrifft, erreicht die Monatsmitteltemperatur in weniger als vier Monaten mehr als 10°C und der Sommer ist kühl und kurz (EBD.). Die V e g e t a t i o n der Zone ist geprägt durch eine ausgedehnte Waldlandschaft, welche sich entlang ihrer Nord-Süd-Ausdehnung von einem Waldtundra ähnlichem Vorkommen bis hin zu Mischwäldern im Süden wandelt. Eine wesentliche Unterscheidung wird weiterhin durch die Unterteilung in dunkle Taiga (vorrangig Kiefern, Fichten und Tannen) sowie die helle Taiga (winterkahle Lärchen) vorgenommen. (ZECH & HINTERMAIER-ERHARD 2002:16)
Die Vegetationsperiode (Monate, in welchen die Mitteltemperaturen einen Wert von mindestens 5°C erreichen und in welchen das Pflanzenwachstum einsetzt) beträgt zwischen 3 und 6 Monaten und steht zudem unter ozeanischem bzw. kontinentalem, klimatischen Einfluss (EBD.)
Auf die zonenbeeinflussenden Bereiche der Geomorphologie und des Reliefs sowie der Verbreitung und Entstehung der Böden soll in den folgenden Abschnitten ausführlicher eingegangen werden. Sowohl deren Ausprägungen als auch deren Wechselwirkungen mit anderen Geofaktoren sind aufzuzeigen. In diesem Sinne wird ebenso der Bereich der Borealen Moore betrachtet, der als Exempel dienen soll, die Beziehungen von Geomorphologie, Boden mit Vegetation und Klima darzulegen.
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GEOMORPHOLOGIE DER BOREALEN ZONE 2
2.1 Definition und Abgrenzung des Begriffes Geomorphologie Die Geomorphologie beschäftigt sich mit der „wissenschaftliche[n] Untersuchung der Landformen einschließlich ihrer Entstehungsgeschichte und der Prozesse, welche die Landformen erzeugen“ (STRAHLER & STRAHLER 1999:304). Dabei lassen sich die analytische, synthetische sowie die klimatische Geomorphologie unterscheiden (GEBHARD 2007:262). Erstere untersucht dabei vor allem Verwitterungsvorgänge, Bodenbildung, sowie Massenbewegungen und fluvial, glazial und äolisch geformte Landschaften und deren Entstehungsvorgänge. Die synthetische Geomorphologie bezeichnet die Landschaftsformen, die durch Zusammenwirken verschiedener morphologischer Prozesse entstanden sind. Die klimatischen Voraussetzungen der landschaftlichen Formenbildung werden durch die klimatische Geomorphologie untersucht (EBD.).
Die folgende Betrachtung der Geomorphologie der Borealen Zone wird vor allem dem analytischen Typus gewidmet sein.
2.2 Das Relief der Borealen Zone
Das geomorphologische Relief betrachtet die landschaftlichen Großformen, die in einem bestimmten Gebiet auftreten. Da sich viele landschaftliche Großeinheiten jedoch über mehrere Landschaftszonen erstrecken (bspw. die Rocky Mountains), ist es zweckmäßig, nur zonentypische, nicht überzonale, Reliefgegebenheiten aufzunehmen. In der Borealen Zone betrifft dies vor allem die alten vulkanischen Schilde und Kontinentaltafeln, die sich fast über das gesamte Territorium erstrecken. Diese Schilde sind Zeugen des Altpaläozoikums und sind durch neuerliche Orogenesen nicht verändert worden (SCHULTZ 2002b:187). Lediglich die Kraft der Erosion, sowie die letzte Eiszeit mit ihren erosiven Vorgängen hinterließ Veränderungen an jenen Bereichen.
Somit bilden eine weitere zonencharakteristische Reliefform die Landformen der eiszeitlichen Überprägungen. Während in Deutschland Endmoränenzüge, Sander und Ursprungstäler als Überreste der letzte Inlandvereisung zu finden sind, so finden sich in der Borealen Zone - die natürlich ebenso mehrfach von Gletschern im Pleistozän
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Arbeit zitieren:
Jana Kirchhübel, 2007, Geomorphologie und Böden der Borealen Zone, München, GRIN Verlag GmbH
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A. A. Bodenstedt, P. Reinhard, M. Rentschler, U. Röder, D. A. Hiller, D. Briesen, A. Bruckhaus, J. Büschenfeld, A. Hauptmann, E. Rottländer, G. Kaule, A. Lerch, J. Mayer, Deutsches Institut für Fernstudienforschung an derUniversität Tübingen (DIFF)
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