,QKDOWOLFK ELHWHW VLFK GDV 7KHPD Ä3UR]HQWUHFKQXQJ³ DQ +LHU NDQQ JH]LHOW DXI den Unterschied zwischen absoluten Zahlen (Prozentwert) und relativen =DKOHQ 3UR]HQWVDW] HLQJHJDQJHQ ZHUGHQ $XFK GLH ,GHH GHV Ä'UHLVDW]HV³ und der damit veUEXQGHQHQ ,GHH GHU Ä3URSRUWLRQDOLWlW³ ]XU %HUHFKQXQJ GHV Punktes A (s. AB Aufg. 1 b) kann aufgegriffen werden. Der Vergleich zwischen relativen und absoluten Zahlen und den damit verbundenen Interpretationsmöglichkeiten für die Realität, stellt aber den Mittelpunkt dieses Themas dar (Vergleich NRW ± Bremen: Absolut ein Unterschied von knapp 6.800 Erkrankten; relativ beide um die 0,04% Erkrankte).
Diese Kompetenzen sollen im Übrigen ebenfalls bis zur Klasse 8 erlernt worden sein. Zu finden in den Kernlehrplänen der Sek. I (Gym.) unter der 5XEULNÄ)XQNWLRQHQ³6RPLWELHWHWVLFKGDV7KHPDIUHLQH.ODVVHDQ
2) Wie würde ich es im Unterricht einsetzen?
Ich gehe von einer Doppelstunde Mathematik aus. Sonst passt das Konzept zeitlich nicht.
Für den Unterricht habe ich ein AB entwickelt (s. Anhang). Dieses verteile ich den SuS und bitte sie sich in 6 Gruppen aufzuteilen. Wie viele SuS jeweils in einer Gruppe sind, hängt von der Gesamtanzahl der Klasse ab. Im Idealfall sind 4 SuS in einer Gruppe.
Gruppe 1 ± 3 soll sich mit Aufgabe 1 beschäftigen, wohingegen Gruppe 4 ± 6 sich mit Aufgabe 2 befassen soll. Die Gruppen haben insg. 25 Minuten Zeit ihre Aufgabe zu bearbeiten.
Nach dieser Zeit wird den Gruppen mitgeteilt, dass Gruppe 1 sich überlegen soll, wie man Aufg. 1a) am besten vor der Klasse präsentiert. Gruppe 2 soll das gleiche für Aufg. 1b) machen, Gruppe 3 für 1c) usw., bis alle Gruppen etwas zu präsentieren haben. Für die Präsentation könnte man Pappkartons und Filzstifte bereit halten. Aber diese Art der Präsentation sollte man keinesfalls aufzwingen. Die SuS sollen sich eine Möglichkeit ausdenken. Für die Umsetzung in eine Präsentation werden weitere 20 Minuten veranschlagt. Für die Präsentation der Ergebnisse und die anschließenden Diskussion über die Ausgangsfrage, ob die Zahlen gravierend bzw. alarmierend seien, kann man die zweiten 45 Minuten ganz nutzen.
Um die SuS in der Diskussion noch einmal zu motivieren, könnte man den folgenden Aufmacher präsentieren:
Hat dieser Aufmacher Recht? Darüber können die SuS anhand der Daten der Aufgaben noch diskutieren. Evtl. kann auch eine Diskussion darüber entstehen, aus welcher Zeitung dieser Aufmacher stammt. Gibt es Unterschiede zu anderen Zeitungen?
3) Welche Gründe sprechen dafür, Zeitungsmaterial im MU einzusetzen?
SuS verstehen Mathematikunterricht als etwas, das man auf ihre Lebenswelt beziehen kann.
Die Zeitung wird als Medium der Informationsbeschaffung wahrgenommen. Gleichzeitig werden aber Unterschiede der Printmedien betont. (BILD contra FAZ z.B.) Die Informationen aus der Zeitung werden einer kritischen Prüfung unterzogen. So lernen SuS, dass auf der einen Seite die Pressefreiheit ein unersetzliches Gut ist, es auf der anderen Seite aber einer Hinterfragung der Inhalte bedarf, da alle Medien menschengemacht sind und daher übergeordnete Intentionen (höhere Verkaufszahlen z.B.) bei der Berichterstattung eine Rolle spielen können.
Mathematik kann als ein spannendes, aktuelles und vielfältiges Gebiet erlebt werden.
4) Welche Probleme gibt es beim Einsatz von Zeitungsmaterial im MU?
Es gibt eigentlich nur einen wirklichen negativen Aspekt am Einsatz von Materialien aus der Zeitung im MU, doch muss ich sagen, dass dieser wohl alle positiven (die in Fülle vorhanden sind) übertrifft. Es dauert einfach viel zu lange bis man eine sinnvolle Beziehung von Zeitungsartikeln bzw. Zeitungsgrafiken auf Lehrinhalten und Kompetenzanforderungen gefunden hat. Diese Aufgabe hat mich bis jetzt knapp 5 Stunden reine Arbeitszeit gekostet (mit recherchieren, AB erstellen, Lösungen für AB erstellen, GLGDNWLVFKHQ (LQVDW] SODQHQ « RKQH GLH $XIJDEHQ GLH LFK JHUDGH beantworte. Und ich gehe davon aus, dass mein AB und mein Unterrichtskonzept weder 100% ausgereift noch 100% sinnvoll sind. Somit kann man davon ausgehen, dass 5 Stunden Arbeit eher die untere zeitliche Grenze eines solchen Unterrichtsvorhabens darstellt. Dies wird der Grund dafür sein, dass dies so selten im Unterricht gemacht wird.
5) Anhang a. $%]XP7KHPDÄ6FKZHLQHJULSSH³ b. Lösungsideen zum AB c. Bildquellen
5) a.
AB Klasse 8a ± Gymnasium XYZ 09.11.2009
Thema: Ä'LH6FKZHLQHJULSSHLQGHQ0HGLHQ³
Im Oktober 2009 gibt es in NRW 464 neue Schweinegrippefälle. Die Medien EHUELHWHQVLFKLQGHU+HUDXVJDEHÄEHXQUXKLJHQGHU³=DKOHQ,VWGLH Ansteckungsgefahr wirklich so hoch, wie ständig behauptet wird?
Aufg. 1)
gemeldeten Fälle? Lies an der Grafik ab!
Wie viele Fälle waren das absolut und relativ bezogen auf die Einwohnerzahl NRW´s?
Aufg. 2)
Arbeit zitieren:
Mario Kulbach, 2009, Unterrichtsskizze: Schweinegrippe in den Medien, München, GRIN Verlag GmbH
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