Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3
1. EINLEITUNG 4
2. BEGRIFFSDEFINITION. 4
2.1 Bedeutung des Begriffs „Moderation“ 4
2.2 Bedeutung des Begriffs „Moderator“ 5
3. UMSETZUNG DER MODERATION AN EINEM BEISPIEL. 5
3.1 Titel, Thema und Anwendungsbereich der Moderation 5
3.2 Teilnehmer des moderierten Workshops 5
3.3 Moderator des Workshops. 6
3.4 Vorgeschichte zum moderierten Workshop 6
3.5 Ziele, Interessen und Konflikte 6
3.5.1 Ziele und Interessen des Workshops 6
3.5.2 Konflikte des Workshops. 8
3.6 Situation des moderierten Workshops 9
4. PLANUNG UND VORBEREITUNG 9
4.1 Inhaltliche Vorbereitung 9
4.2 Methodische Vorbereitung. 10
4.2.1 Phase „Einsteigen“ 10
4.2.2 Phase „Sammeln“ und „Auswählen“ 11
4.2.3 Phase „Bearbeiten“ und „Planen“ 11
4.2.4 Phase „Abschließen“ 12
4.3 Organisatorische Vorbereitung 12
4.4 Persönliche Vorbereitung 13
5. KRITISCHE SITUATIONEN. 13
5.1 Ausfall der Technik 13
5.2 Ein Teilnehmer arbeitet nicht mit und stört 14
5.3 Die Gruppe verstrickt sich in Diskussionen. 14
6. ABSCHLUSSBEMERKUNG 15
Anlagenverzeichnis 16
Literaturverzeichnis 16
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Phasen des Moderationszyklus 10
J.W. Seifert: Visualisieren, Präsentieren, Moderieren, 2006
3
1. EINLEITUNG
Moderation, eine Methode um Teams und Gruppen bei Problemlösungen, Ideenfindungen und Themenbearbeitungen zu unterstützen und zu führen, stellt den Kern dieser Studienarbeit dar. Dabei wird im Folgenden kurz auf die begriffliche Bedeutung eingegangen, bevor die Methode Moderation an einem konkreten Beispiel erläutert wird. In diesem Abschnitt werden unter anderem die Teilnehmer, die Rolle des Moderators sowie Vorgeschichte, Ziele und Konflikte vorgestellt. Anschließend folgt die Darstellung der Vorbereitungsmaßnahmen die notwendig sind, um eine Moderation erfolgreich durchzuführen. Abrunden wird diese Studienarbeit die Beschreibung von drei kritischen Situationen, die in dem vorgestellten Beispiel aufgetreten sind und wie diese konstruktiv gelöst werden können. Enden wird die Studienarbeit mit einer Schlussbemerkung.
2. BEGRIFFSDEFINITION
2.1 Bedeutung des Begriffs „Moderation“
Der Begriff Moderation stammt vom lateinischen Wort „moderare“ ab und bedeutet „in der Mitte halten“, „mäßigen, steuern, lenken“. 1 Die Moderation als Methode ist Ende der 60iger Jahre entstanden. Sie hatte bei Protestaktionen den Zweck, alle Beteiligten zu einer gemeinsamen Lösungsfindung zu vereinen und den Lösungsprozess zu fördern. 2 Im neueren Sprachgebrauch wird der Begriff Moderation sehr unterschiedlich verwendet. Zum einen findet der Begriff Moderation bei Rundfunk- und Fernsehanstalten Verwendung, aber auch einfache Gesprächsführungen werden bereits als Moderation bezeichnet. Nach Sperling, Stapelfeldt und Wasseveld wird Moderation in drei Bereiche eingeteilt, die ein Unternehmen bei der Förderung der Zusammenarbeit von Gruppen unterstützen soll. Sie unterscheiden dabei die Bereiche: „1. Gesprächsleitung, 2. Moderation und 3. Prozessberatung“. 3 Alle drei Stufen fördern die Kommunikation unter den Teilnehmern in unterschiedlichem Maße und setzen unterschiedliche Wissens- und Erfahrungsstände voraus. 4 Klebert, Schrader und Straub definieren den Begriff Moderieren wie folgt: „Moderieren nennen wir das Bemühen zweier Menschen, den Meinungs- und Willensprozess einer Gruppe zu ermöglichen und zu erleichtern, ohne inhaltlich einzugreifen oder zu steuern.“ 5
___________________________________
1 KLEBERT, SCHRADER, STRAUB: KurzModeration, 2003, S.13 2 Vgl. Ebenda S.13ff
3 SPERLING, STAPELFELDT, WASSEVELD: Moderation, 2004, S.11 4 Vgl. Ebenda S.11
5 KLEBERT, SCHRADER, STRAUB: KurzModeration, 2003, S.15
4
2.2 Bedeutung des Begriffs „Moderator“
Der Moderator ist demnach die Person, welche die oben beschriebene Methode ausführt und den Prozess methodisch unterstützt und für ein ausgeglichenes Engagement aller Beteiligten sorgt. Nach Sperling, Stapelfeldt und Wasseveld nimmt der Moderator nicht nur die Moderatorenrolle, sondern auch die Rolle des Prozessberaters oder Experten für Gruppenprozesse ein. 6 Briegel beschreibt das Aufgabenfeld des Moderators noch etwas genauer. Der Moderator ist nicht nur Experte und Prozessberater sondern auch „Vermittler“ und „Partner“ innerhalb der Gruppen, „Geburtshelfer“ bei der Zielfindung und ein guter „Diskussionshelfer“. Das heißt, „dass der Moderator seine eigenen Werte, Meinungen und Ziele zurückstellen muss“ und „eine neutrale Position bezieht“, also sich mäßigt. 7 Nicht zu vergessen ist noch die Rolle des „Dienstleisters“ gegenüber den Teilnehmern und den externen oder internen Auftraggebern. 8
3. UMSETZUNG DER MODERATION AN EINEM BEISPIEL
Nachdem die Begrifflichkeiten geklärt wurden, wird im Folgenden die Moderation an einem Praxisbeispiel erläutert.
3.1 Titel, Thema und Anwendungsbereich der Moderation
Die Moderation wurde im Rahmen eines Workshops abgehalten und hatte den Titel „Der gemeinsame Weg als Erfolgschance für eine erfolgreiche Zukunft“. Das Thema war die Bildung einer gemeinsamen Gruppe und das Sammeln von Aktivitäten, um das Unternehmen aus der Krise in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.
3.2 Teilnehmer des moderierten Workshops
Die acht Teilnehmer des moderierten Workshops kommen aus den beiden Hauptbetrieben der Unternehmensgruppe. Zu den Teilnehmern zählen die beiden Geschäftsführer, der technische Leiter sowie der Fertigungsleiter des Betriebes X. Aus dem Betrieb Y sind der Bereichsleiter/Assistent der Geschäftsleitung sowie der erst vor kurzem in das Unternehmen eingetretene Qualitäts- und Fertigungsleiter anwesend. Die Runde wird von der Personalleiterin und ihrem Stellvertreter der Unternehmensgruppe ergänzt.
___________________________________
6 Vgl. SPERLING, STAPELFELDT, WASSEVELD: Moderation, 2004, S.13 7 BRIEGEL: Souverän Moderieren Techniken, Praxisfälle, Checklisten, 2000, S.4 8 Vgl. Ebenda, S.4f
5
3.3 Moderator des Workshops
Der Moderator in diesem Workshop ist der Stellvertreter der Personalleiterin, der parallel ein wirtschaftswissenschaftliches Studium absolviert. Es wurde im Vorfeld von der Geschäftsleitung entschieden, dass der Workshop nicht von einem externen Moderator moderiert werden soll, sondern vom Stellvertreter der Personalleiterin.
3.4 Vorgeschichte zum moderierten Workshop
Nachdem die Teilnehmer und der Moderator vorgestellt wurden, geht es im Folgenden um die Vorgeschichte zu diesem Workshop.
Die Unternehmensgruppe ist in der Metallverarbeitung tätig. Sie betreuen Kunden im Service- und Reparaturbereich sowie Industriekunden. Von der Wirtschaftskrise ist die Gruppe nicht verschont geblieben und muss Einbrüchen von über 40% verkraften. Die beiden Hauptbetriebe befinden sich am gleichen Standort und stellen ca. 75% der Unternehmensgruppe dar. Die restlichen 25% werden durch mehrere kleine Niederlassungen ergänzt. Der Industriebetrieb X, der zum Großteil für den Automotivbereich tätig ist, konnte sich in den letzten Jahren besser weiterentwickeln als der Service- und Reparaturbetrieb. Hier ist die Entwicklung des familiengeführten Unternehmens nicht in gleichem Maße verlaufen wie im Industriebetrieb. In beiden Hauptbetrieben ist die Krise deutlich zu spüren, und versäumte Entwicklungsmaßnahmen sind in verschiedenen Bereichen erkennbar. Aus diesem Grund wurde ein Workshop ins Leben gerufen, bei dem sich die Teilnehmer mindestens einmal im Monat treffen sollen, um die Entwicklung der Firmengruppe voranzutreiben. Um Zeit zu sparen und die Erfahrungen der beiden Betriebe zu nutzen, wurde die Führungsebene der beiden Hauptbetriebe zu diesem Workshop vorgeschlagen und eingeladen.
Nachstehend werden die Konflikte und Ziele näher erläutert, die sich aufgrund der aktuellen Situation und Teilnehmer ergeben.
3.5 Ziele, Interessen und Konflikte
3.5.1 Ziele und Interessen des Workshops
Die Geschäftsführer der Unternehmensgruppe verfolgen die Ziele, vor allem den Service-und Reparaturbetrieb weiterzuentwickeln und die Schwachpunkte in der Organisationsstruktur und verschiedener Prozesse zu verbessern. Dabei wollen beide Geschäftsführer die Standortnähe und die Erfahrungen und den Entwicklungsstand des Industriebetriebes nutzen. Weiterhin ist es für die Geschäftsleitung wichtig, dass das neue Projektteam sich besser kennenlernt und sich ein effektives und lösungsorientiertes Team bildet.
6
Arbeit zitieren:
Christian Wandtke, 2009, Moderation am Beispiel eines Workshops, München, GRIN Verlag GmbH
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