

Über den Autor:
Auf meinem beruflichen Weg erlernte ich zunächst, ohne großartig nachzudenken, den Beruf des Zimmerers. Nachdem ich einige Jahre diesen Beruf ausgeübt hatte und von meiner Arbeit (schon damals) weit mehr erwartete, als nur meinen Lebensunterhalt zu verdienen, entschloss ich mich, auf dem 2. Bildungsweg Elektrotechnik (Fachrichtung "Automatisierungstechnik") zu studieren. Im Rahmen dieses Studiums sammelte ich neben vielfältigen fachspezifischen Kenntnissen auch die unterschiedlichsten Erfahrungen bei den verschiedenen Tätigkeiten (Werkstudent bei einem Großunternehmen, Taxifahrer, Trockenbauer, Tankwart, Helfer bei einem Veranstaltungs-Service, Käsewender,...), mit denen ich mein Studium finanziert habe. Nach dem Studium sammelte ich dann einige Jahre Berufserfahrungen als Dipl. Ing. und fand wieder nicht das, was ich suchte - die innere Erfüllung in meinem Beruf. Ich kündigte und machte mich auf die Suche nach einer für mich besser geeigneten Aufgabe, mit der ich natürlich auch meinen Lebensunterhalt verdienen kann. Nach vielen Jahren der intensiven Beschäftigung mit mir selbst kann ich heute sagen, daß ich die Aufgabe gefunden habe, bei der ich mein Wesen weitestgehend entfalten kann. Diese Aufgabe besteht darin, mit Hilfe nützlicher Produkte, Dienste und Ideen aktiv am Aufbau einer Gesellschaft mitzuwirken, in der sich alle weitestgehend wohlfühlen können.
Die wichtigste Voraussetzung zum Finden meiner Lebensaufgabe war es übrigens, aktiv am Leben teilzunehmen, viele Dinge auszuprobieren, viele kritische Fragen zu stellen und ernsthaft nach den richtigen Antworten zu suchen, denn nur so konnte ich die vielfältigen Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln, die mich schließlich zu meiner Lebensaufgabe hingeführt haben.
Ich interessiere mich generell für Technik, insbesondere aber für die modernen In-formations- und Kommunikationstechnologien, gleichzeitig aber interessiere ich mich auch sehr für gesellschaftskritische Themen, Psychologie (das eigene Wesen ergründen) und Philosophie (mögliche Ziele der menschlichen Weiterentwicklung). Mein besonderes Interesse gilt dabei der Weiterentwicklung unseres Bildungssystems, das, wie ich finde, der zentrale Schlüssel für die persönliche Weiterentwicklung und damit zu allen positiven, gesellschaftlichen Veränderungen ist. Erst entsprechend erzogene und ausgebildete Menschen können hochentwickelten politischen und wirtschaftlichen Systemen ihren Sinn geben.
Warum lohnt es sich für jeden Einzelnen, den Zeit- und Arbeitsaufwand zu investieren, um die kompetente Nutzung der neuen Medien zu erlernen und aktiv
Martin Glogger Kantstr. 16 93093 Donaustauf www.onlinetechniker.de martin.glogger@onlinetechniker.de
Netzwerkkompetenz warum ? - Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle
Inhaltsübersicht
Um Ihnen die nachfolgenden Inhalte bestmöglichst nahe zu bringen, habe ich sie
grob in folgende Kapitel aufgegliedert:
das Vorwort
Warum ist es so wichtig, in unserer Gesellschaft etwas zu ändern und was muß
sich im Wesentlichen ändern ?
die Einführung
Das Internet als technische Grundlage für den Wandel von der Industrie- zur
Informationsgesellschaft.
das Problem erkennen
das Problem beschreiben
die Lösung des Problems
die Grenzen der von mir erdachten Lösung
das Fazit aus den bisher gemachten Überlegungen
noch einmal über die wesentlichen Inhalte des Buches nachdenken
selbst aktiv werden
Beteiligen Sie sich aktiv am Aufbau einer Gesellschaft, in der wir uns alle wei-
testgehend wohlfühlen können.
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Inhaltsübersicht
Grundlegender Aufbau des Buches
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Inhaltsverzeichnis
VORWORT 10
EINF ÜHRUNG 12
1 DAS PROBLEM ERKENNEN 15
1.1 Warum lohnt es sich, die Natur in ihrer Vielfalt und Schönheit zu erhalten
? 15
1.2 Warum lohnt es sich, daß wir unsere Ressourcen bestmöglich nutzen ? 20
1.3 Wie können Vorurteile und schnelle Schlußfolgerungen wirksam
verhindern, das eigentliche Problem zu erkennen ? 30
2 DAS PROBLEM BESCHREIBEN 37
2.1 Welche Herausforderungen stellt das Informationszeitalter an die
Wirtschaft bzw. die Unternehmen ? 37
2.2 Warum brauchen Unternehmen Mitarbeiter, die das Internet kompetent als
individuelle Wissens- und Problemlösungsquelle nutzen können ? 37
2.3 Warum brauchen Unternehmen Mitarbeiter, die innerlich bereit sind, mit
ihren Kollegen konstruktiv zusammen zu arbeiten und die ihre Aufgaben
mit Herz und Verstand erfüllen ? 40
2.4 Wie kann ganz allgemein eine konstruktive zwischenmenschliche Zusam-
menarbeit entstehen, wie kann man sie erhalten und wie kann sie
schlie ßlich wieder aufgelöst werden ? 47
2.5 Welche Zukunftsperspektiven haben die Industriegesellschaften grund-
s ätzlich ? 52
2.6 Welche grundsätzlichen Probleme müssen gelöst werden, damit qualitativ
hochwertige und vor allem innovative Produkte und Dienste in großer Zahl
entstehen können ? 56
3 DAS PROBLEM LÖSEN 74
3.1 Wie können wir die fehlenden Kompetenzen zum produktiven Umgang
mit Informationen und Wissen aufbauen ? 75
3.2 Wie können wir eine Umgebung schaffen, in der wir diese Kompetenzen
auch voll einbringen können ? 78
3.3 Welche wichtigen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die vorher
kurz beschriebenen Änderungen in der Arbeitswelt, im Bildungssystem und
allgemein innerhalb einer Gesellschaft, die im Informationszeitalter erfolg-
reich sein will, realisiert werden können ? 95
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Inhaltsverzeichnis
3.4 Welche gegenwärtigen Verhaltensweisen machen den Wandel von der
Industrie- in die Informationsgesellschaft besonders schwer ? 97
3.5 Wie können wir die Natur als Lehrmeister nutzen, um eine Umgebung
zu schaffen, in der Menschen sich wohlfühlen können ? 105
3.6 Mit welchen Wertvorstellungen und Verhaltensweisen können wir den
Wohlstand in unserer Gesellschaft erhalten ? 124
4 DIE GRENZEN DER VON MIR ERDACHTEN LÖSUNG. 128
4.1 Wie kann der Einzelne motiviert werden, aktiv an der Verbesserung der
Gesellschaft mitzuwirken ? 129
4.2 Für welche wichtigen Fragen liefert meine Lösung keine unmittelbaren
Antworten , und in welchen Quellen kann man die diesbezüglichen
Antworten finden ? 136
4.3 Was können wir tun, um den jeweils anderen darin zu fördern, daß er
seine Begabungen, Leidenschaften und Werte optimal entfalten kann ? 155
4.4 Warum lohnt es sich, daß wir an uns selbst glauben ? 168
5 FAZIT 175
5.1 Was hindert uns am meisten daran, rasch eine funktionierende
Informationsgesellschaft aufzubauen ? 176
5.2 Ist der bisher beschriebene Weg der einzige Weg, oder gibt es
Alternativen dazu ? 188
5.3 Was muß nun konkret getan werden, warum muß es getan werden, wie
kann Ihnen meine Lösung dabei helfen, und wie sieht der Lohn für Ihre
Anstrengungen konkret aus ? 192
6 ABSCHLIEßENDE FRAGE. 257
7 SELBST AKTIV WERDEN 268
DANKSAGUNG. 284
WEITERE BÜCHER VON MIR 288
LITERATURVERZEICHNIS. 291
SCHL ÜSSELWORTVERZEICHNIS 293
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Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 4-1 - FLI4L.DE - PRAXIS-GALLERY - EINE BIERKISTE ALS ROUTERGEHÄUSE
.............................................................................................................................................. 171 ABBILDUNG 4-2 - FLI4L.DE - PRAXIS-GALLERY - EINE WERKZEUGKISTE ALS ROU-
TERGEHÄUSE........................................................................................................................ 171 ABBILDUNG 4-3 - FLI4L.DE - PRAXIS-GALLERY - EIN ROUTERGEHÄUSE AUS LEGO-
BAUSTEINEN ........................................................................................................................ 172 ABBILDUNG 4-4 - BEBENSEE.DE - ALLGEMEINE INFORMATIONEN - FLI4L-ZUBEHÖR 173 ABBILDUNG 5-1 - INTERNET EXPLORER - FAVORITEN FÜR DIE AUFGABE "MEIN LEBEN
SINNVOLL GESTALTEN" - GESAMTSICHT ........................................................................... 238 ABBILDUNG 5-2 - INTERNET EXPLORER - FAVORITEN FÜR DIE AUFGABE "MEIN LEBEN
SINNVOLL GESTALTEN" - TEILAUFGABEN.......................................................................... 238 ABBILDUNG 5-3 - INTERNET EXPLORER - FAVORITEN FÜR DIE AUFGABE "MEIN LEBEN SINNVOLL GESTALTEN" - TEILAUFGABE "MEINE PERSÖNLICHKEIT ENTWICKELN"....... 239 ABBILDUNG 5-4 - INTERNET EXPLORER - FAVORITEN FÜR DIE AUFGABE "MEIN LEBEN SINNVOLL GESTALTEN" - TEILAUFGABE "PROBLEME LÖSEN".......................................... 240
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Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können
Vorwort
Wie man seit gut 30 Jahren verfolgen kann, funktioniert unser ehemals erfolgreiches wirtschaftliches und auch politisches System, das uns in den 50ern und 60ern das deutsche Wirtschaftswunder ermöglichte und das durch die Entwicklung und Produktion der unterschiedlichsten Massenprodukte und -dienste für einen weit verbreiten "materiellen" Wohlstand in unserer Gesellschaft gesorgt hat, nicht mehr. Heute sind diese einst erfolgreichen Systeme sogar dafür verantwortlich, daß der Leidensdruck bei den meisten von uns mehr und mehr zunimmt. Wie so oft aber ist nicht bei denen der Leidensdruck am höchsten, die am lautesten jammern, sondern bei denen, die kaum einer von uns wahrnimmt: die, die ihre Begabungen, Leidenschaften und Werte erkannt haben und im Rahmen ihrer Lebensaufgabe umsetzen möchten und von vielen in unserer Gesellschaft, ohne daß diese es selbst bemerken, daran gehindert werden unsere nachfolgenden Generationen, die sich nicht bei uns beklagen können, weil sie beispielsweise noch nicht verstehen, daß der kontinuierlich wachsende Schuldenberg ihnen später einmal die Möglichkeit nehmen wird, ausreichend in wichtige Lebensbereiche wie etwa die Bildung oder die Entwicklung innovativer Produkte und Dienste zu investieren
unsere alten und kranken Mitmenschen, die nicht mehr ausreichend versorgt werden können, sich aber schämen, etwas zu sagen
die Tiere, die als billige Fleischlieferanten in der Massentierhaltung ihr Leben fristen müssen und nicht für sich selbst sprechen können ...
Um unsere Probleme zu lösen, brauchen wir ein politisches System, bei dem wir alle wesentlich mehr Mitspracherecht haben als bisher und ein wirtschaftliches System, das unsere natürlichen Ressourcen schont und bei dem wir unsere eigenen Ressourcen, also unsere Begabungen, Leidenschaften und Werte bestmöglich entfalten können.
Im Rahmen des Buches werden die genannten Systeme bzw. der Bauplan für eine neue Gesellschaft beschrieben und Sie erfahren, wie Sie durch Ihre innere Bereitschaft, konstruktiv mit anderen zusammen zu arbeiten und Ihre kompetente Teilnahme an Netzwerken (Internet) aktiv am Aufbau dieser neuen Systeme mitwirken können.
Eine sehr wichtige Anforderung, die dabei an Sie gestellt wird, ist, daß Sie mit Hilfe Ihres Computers mit Internetzugang nicht nur gezielt Informationen beschaffen
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Vorwort
können, sondern auch in der Lage sind, diese effektiv zu nutzen, um das gerade anstehende Problem zu lösen.
Falls das noch nicht der Fall ist, so möchte ich Sie mit meinem Buch davon überzeugen, daß es sich für Sie lohnt, den Zeit- und Arbeitsaufwand zu investieren, um die kompetente Nutzung der neuen Medien mit Hilfe eines von mir entwickelten Lehrgangs und eines unserer Zeit angemessenen Lehrkonzepts zu erlernen. Ich wünsche Ihnen nun viel Freude beim Lesen und viele wertvolle Erkenntnisse, die Sie in Ihrem Leben weiterbringen. Es wäre schön, wenn ich Sie motivieren kann, aktiv an der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft mitzuwirken.
Martin Glogger
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Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können
Einführung
Der Zeit- und Arbeitsaufwand, der notwendig ist, damit Sie lernen, kompetent mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien umzugehen, lohnt sich für Sie, da sich Ihnen so völlig neue, bisher undenkbare Möglichkeiten erschließen, um an wichtige, dokumentierte Informationen zu gelangen oder den Kontakt mit interessanten Menschen herzustellen.
Dazu ein einführendes Beispiel: Angenommen, Sie bearbeiten gerade eine Aufgabe
und stoßen dabei auf ein Problem. Sie können an Ihrer Aufgabe zumindest an dieser Stelle nicht weiter arbeiten, wenn Sie dieses Problem nicht lösen. Um eine geeignete Lösung zu finden, formulieren Sie das Problem und überlegen sich Antworten auf
die sich stellenden Fragen. Sie versuchen, das Problem durch persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse aus ähnlichen Situationen, also durch eigenes Wissen, zu lösen. Nach einiger Zeit stellen Sie fest, daß so keine Lösung zustande kommt. Nun
versuchen Sie, geeignete und vor allem schnell und leicht verfügbare Wissensträger wie etwa Menschen in Ihrem Familien- und Freundeskreis, Kollegen am Arbeitsplatz, entsprechende Bücher oder Fachzeitschriften ausfindig zu machen. Trotz Ihrer An-
strengungen werden Sie nicht fündig. Für jemanden, der kompetent mit den neuen Medien umgehen kann, ist hier der Weg, der zu den gewünschten Informationen führt, noch lange nicht zu Ende. Das Internet ermöglicht den Zugang zu den vielfäl-tigsten Informationsquellen, mit deren Hilfe die benötigte Information entweder selbst oder in Zusammenarbeit mit anderen gefunden werden kann. Jetzt könnten Sie kritisch einwenden, daß die Nutzung des Internets als Informationsquelle mit einem viel zu hohen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden ist. Man sucht stundenlang, bezahlt Online-Gebühren und ist hinterher genauso schlau wie vorher. Dieses und weitere Probleme soll mein Lehrgang lösen, der beschreibt, wie man die Internetdienste effektiv, sicher und individuell nutzen kann. Die Bedeutung des Internets geht aber weit über die bloße Funktion als umfassende Informationsquelle und kostengünstiges Fernkommunikationsmittel für den Einzelnen hinaus.
Wir sind gerade am Beginn eines gesellschaftlichen Wandels - von einer Industriegesellschaft in eine Informations- bzw. Wissensgesellschaft -, die nicht zuletzt erst durch das Internet ermöglicht wird.
Es zeichnet sich ab, daß das Internet das Nervensystem der zukünftigen Wirtschaft sein wird. Für den Einzelnen bedeutet das, daß seine Fähigkeiten, die neuen Medien zu nutzen, immer stärker über seine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt entscheiden.
Die nachfolgenden Inhalte sollen Ihnen wichtige Informationen darüber liefern, warum es für Sie selbst und im größeren Zusammenhang für Deutschland und natürlich alle Industrieländer so wichtig ist, den Wandel von der jetzigen Industrie- in eine funktionierende Informationsgesellschaft zu schaffen und welche Probleme dazu wie gelöst werden müssen.
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Einführung
Die zur Formulierung der nachfolgenden Informationen notwendige Denkarbeit bestand darin, die Zusammenhänge zwischen:
meinen in der Bildungs- und Arbeitswelt, aber auch in der Gesellschaft im Allgemeinen gesammelten (teilweise sehr schmerzlichen) Erfahrungen und Erkenntnisse:
meinen beim Erstellen der Lehrgänge "Effektive, sichere und individuelle Nutzung des Internets" und "Sichere Nutzung von IT-Systemen mit Internetzugang" gesammelten Erfahrungen und Erkenntnissen:
herzustellen und damit die nachfolgenden Fakten, Erkenntnisse bzw. Argumente zu formulieren, die Sie nun davon überzeugen sollen, daß es sich auch für Sie lohnt, den Zeit- und Arbeitsaufwand zu investieren, um die kompetente Nutzung der neuen Medien zu erlernen und aktiv am weltweiten Netzwerk "Internet" teilzunehmen.
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Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können Die Ergebnisse der Zweiergespräche waren übrigens ernüchternd. Die Kernprobleme erkannte keiner, einen Plan, wie man Deutschland wieder auf den Erfolgskurs zurückbringen kann, hatte auch niemand. Die Vielzahl der Probleme, zumindest die, die jeden Tag über die Medien veröffentlicht werden, konnten dagegen viele formulieren.
Es ist erstaunlich, wie wenig sich vor allem die unter 20-jährigen und die über 50jährigen offensichtlich mit ihrer Zukunft (Stichwort: Informationsgesellschaft, In-formationszeitalter) beschäftigen. Die genannten Begriffe waren für viele völlig neu oder nur vom Hörensagen bekannt.
Die meisten glaubten nicht, daß die Politiker im Sinne des Allgemeinwohls handeln
und keiner traute den aktuellen Parteien bzw. Spitzenpolitikern zu, daß sie die Probleme, die das Land hat, lösen können. Die meisten fanden, daß das Volk, das schließ-
lich die Folgen der politischen Entscheidungen zu tragen hat, aktiv bei den Entscheidungsprozessen dabei sein muß. Der Begriff der direkten Demokratie (Stichwort: Bürger- und Volksentscheide) fand bei vielen großen Zuspruch. Aufgefallen ist, daß die meisten Bürger beim Thema "Politik" sehr zurückhaltend und desinteressiert waren, als ich aber von meiner Lösung (meine Lehrgänge und die Einrichtung individueller Computerarbeitsplätze) erzählte, hörten sie mit deutlich spürbarem Interesse zu. Die meisten stellten sogar höchst interessiert Fragen, was bei den politischen Themen nie vorkam.
Die wichtigste Voraussetzung, um Ihnen die nachfolgenden Fakten, Erkenntnisse bzw. Argumente mitteilen zu können, war und ist es, aktiv am Leben teilzunehmen und die Menschen und die Natur dabei aufmerksam zu beobachten, entsprechende Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen, denn nur so konnte ich die vielen dafür notwendigen Erfahrungen sammeln bzw. Erkenntnisse gewinnen und dokumentieren.
Keine Angst, ich werde Sie nicht mit der Schilderung konkreter persönlicher Einzelerfahrungen langweilen, sondern vielmehr meine Erfahrungen und Erkenntnisse kombiniert mit weiteren Informationen verallgemeinern. Diese allgemeine Darstellung der nachfolgenden Informationen erlaubt es, daß Sie und alle anderen Leser vom allgemeinen auf das Besondere, nämlich Ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse, schließen können.
Dadurch ist es nicht nur leichter für Sie, die von mir zusammengestellten Informationen, mit denen ich Sie überzeugen möchte, zu verstehen und deren Glaubwürdigkeit zu beurteilen, sondern Sie können die Informationen auch einfacher in Ihrem Gedächtnis abspeichern, da Sie diese mit Ihren persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen in einen festen Zusammenhang bringen können. Folgen Sie mir nun in eine bisher noch unbekannte, aber innerhalb einiger Generationen realisierbare Welt.
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1 Das Problem erkennen
Die Grundprobleme der Industriegesellschaft sind der verschwenderische Umgang mit unseren natürlichen und unseren eigenen Ressourcen. Ersteres führt langfristig zum kollektiven Selbstmord, der verschwenderische Umgang mit unseren eigenen Ressourcen (die Gesundheit, der Charakter, die Begabungen, die Leidenschaften und die Werte) wird dazu führen, daß der weitverbreitete Wohlstand in den Industriegesellschaften im Laufe der Zeit immer weiter abnimmt.
1.1 Warum lohnt es sich, die Natur in ihrer Vielfalt und Schönheit zu erhalten ?
Wenn man spazieren geht und dabei die Natur in sich aufnimmt, die Tiere und Pflanzen in ihrer Vielfalt und Schönheit, so ist dies nicht nur ein erhebendes Gefühl, das wohl die meisten von uns innerlich bereichert, sondern läßt uns auch neue Kraft schöpfen, um die jeweils anstehenden Aufgaben zu meistern. Nachfolgend sind einige besonders schöne Landschaften und Naturschutzgebiete in Deutschland aufgeführt, von denen jeder schon eines persönlich gesehen haben dürfte:
die Allgäuer Alpen, beispielsweise die grünen Bergwiesen, Berglandschaften und Natursehenswürdigkeiten in der Umgebung von Oberstdorf (die Breitachklamm, das Walmerdinger Horn, das Geißalphorn, das Fellhorn, die Mädelegabel, ...) oder Hindelang (der Hochvogel, das mit 1600 m höchstgelegene Bergdorf Deutschlands Oberjoch, die Hinanger Wasserfälle, das Zwölferköpfle, der Sonnenkopf, ...)
die Eifel und das Moseltal, beispielsweise die Höhlen in den Lavafelsen (vor etwa 10000 Jahren waren hier noch Vulkane tätig) bei Gerolstein, der Kratersee Windsborn, die bewaldeten Randwälle der Dauner Maare, ein Blick vom Pinneberg bei Cochem auf das Moseltal, eine Wanderung durch den Wildpark Klotten, ein Rundblick von der Hohen Acht bei Adenau über die Eifelhöhen oder die romantischen Täler von Ourbach und Dünnbach die Nordsee, beispielsweise das Watt entlang der Westerriede, der Moorsee "Ewiges Meer" bei Emden, die Inseln Borkum, Juist und Norderney, die Insel Helgoland mit ihren roten Sandsteinklippen, das Kieler Seen- und Moränen-land oder das Landschaftsschutzgebiet der Lüneburger Heide (Moore, die Blütenpracht des Heidekrauts, ...)
die Mecklenburgische Seenplatte und die Insel Rügen (Ostsee), beispielsweise die große und die kleine Stubbenkammer und der Wissower Klinken oder die Feuersteinfelder in Neu-Mukran
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Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können der Spreewald, beispielsweise die unzähligen Kanäle, in die sich die Spree im Oberspreewald verzweigt, eine Wanderung durch den Naturlehrpfad "Buchenhain" westlich von Schlepzig oder die Teufelsbrücke im Rhododendronpark von Kromlau
die sächsische Schweiz, beispielsweise die beeindruckende Sandstein-Landschaft der Bastei, die Mittelndorfer Mühle, der Kuhstall, die gigantische Aussicht von der Festung Königstein über die Landschaft der sächsischen Schweiz, insbesondere aber auf die sich durch diese Landschaft schlängelnde Elbe oder das Prebischtor (auf der tschechischen Seite des Elbsandsteingebirges), das größte von der Natur aus Sandstein herausgearbeitete Tor Europas der bayerische Wald, beispielsweise der Nationalpark mit Tierfreigehege (Luchse, Wölfe, Fischotter, Wildschweine, Bären, Wisente, ...), der Blick vom großen Arber auf den kleinen Arbersee, auf dessen schwimmenden Inseln seltene Moorpflanzen wachsen, der mit Granitfelsen bedeckte Gipfel des Lusen, der Dreiländerblick (Deutschland, Tschechien, Österreich) vom Dreisesselfelsen aus, eine Wanderung von Sankt Englmar auf den Gipfel des Pröllers, die Quarzfelsen des Pfahls bei Viechtach oder die Moldauquelle bei Finsterau das Berchtesgadener Land, beispielsweise der Watzmann, der Königssee (mit Echowand und Wasserfall), der sauberste See Deutschlands, und der Obersee, die Schellenberger Eishöhle im Untersberg oder der Panoramablick vom Gipfel des Kehlsteins ...
Schöne Landschaften und Naturschutzgebiete aus aller Welt demonstriert der auf DVD oder VHS-Video erhältliche Naturfilm "Faszination Natur - Die schönsten Landschaften der Erde" vom Münchner Regisseur und Kameramann Gogol Lobmayr.
In diesem Film werden beispielsweise folgende besonders beeindruckende Landschaften gezeigt:
Neuseeland mit seinen Vulkanlandschaften, Geysiren, blubbernden Schlammtümpeln, heißen Quellen, in vielen Farben leuchtenden Seen und den tiefverschneiten Gipfeln der neuseeländischen Alpen
die USA mit ihren Nationalparks, wie dem Bryce-Canyon Nationalpark, einem Wald aus rotgoldenen Zinnen, Schluchten und chaotisch geformten Säulen, dem Monument-Valley Nationalpark, bei dem riesige Sandsteinblöcke wie Monumente aus der Wüste Arizonas ragen und dem Grand-Canyon Nationalpark, bei dem man, von oben betrachtet, unzählige Schluchten, Wasserfälle, Höhlen und Felstürme erblicken kann
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Das Problem erkennen
Kanada mit den Niagara-Wasserfällen, wo die Wassermassen des Niagara Rivers ca. 60 m senkrecht in die Tiefe stürzen oder die Rocky-Mountains mit ihren bezaubernden Gebirgs- und Seenlandschaften, die noch das Bild einer intakten Natur vermitteln
Afrika mit seinen Savannen in Kenia, Namibia und Südafrika, die eine Vielzahl von Tieren wie beispielsweise Nilpferde, Gnus, Zebras, Flamingos, Löwen, Geparde und Giraffen ernähren, die Bergwälder in Uganda, in denen beispielsweise die von der Ausrottung bedrohten Berggorillas zuhause sind oder die Wüste Namib in Namibia, einer unendlichen, rotgoldenen Sanddünen-Landschaft
das Great Barrier-Riff in Australien, die weltgrößte Korallenkalk-Landschaft, in der unzähligen Fische ihren Platz zum leben finden
die weißen Kalksteinterrassen von Pamukkale, eine weiße Märchenlandschaft im Westen der Türkei ...
Nicht weniger faszinierend als die schönen Landschaften und Naturschutzgebiete sind die perfekten Systeme und Geschöpfe der Natur. Folgende Beispiele machen dies deutlich:
die Photosynthese, die das Sonnenlicht und das Kohlendioxid der Luft in jene chemische Energie (Sauerstoff) umwandelt, die alle Lebewesen benötigen, um zu existieren
der menschliche Körper, ein Wunder mechanischer Anpassungsfähigkeit, das menschliche Auge, das bis zu 16,7 Millionen Farben unterscheiden kann, die Ohren, die bis zu 16000 verschiedene Töne hören können und die Nase, die ca. 350 verschiedene Gerüche unterscheiden kann, das menschliche Herz, das 6 Liter Blut pro Minute durch 100-tausende Kilometer Blutgefäße befördert, das Verdauungssystem des Menschen, eine chemische Fabrik, die Nahrung in Energie verwandelt, ...
das Chamäleon, das gleich mehrere Naturphänomene in sich vereint:
Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können
das Nachtsicht-System der Klapperschlange, die die unsichtbaren Infrarotstrahlen, die von einem Warmblüter ausgesendet werden, sehen und damit ihre Beutetiere auch im Dunkeln finden kann
das Navigationssystem des goldenen Regenpfeifers, das ihn befähigt, viele tausend Kilometer entfernte Ziele (Hawaii - Ostsibirien) auf direktem Wege anzufliegen und wieder zum Ausgangsort zurückzufinden
das Radarsystem der Fledermaus, die durch das Echo ihrer Ultraschall-Schreie Hindernisse erkennen und so zielsicher umfliegen kann das Gezeiten-Abgleich-System des Granien (Fisch), der seine Eier am Meeres-strand ablegt und das Laichen (der Granien muss von den Wellen wieder zurück ins Wasser geschwemmt werden) sowie das Ausbrüten der Eier (die Jungen müssen beim Ausschlüpfen von den Wellen ins Wasser geschwemmt werden) genau mit den Gezeiten abstimmt
die aus dem Samenkorn wachsende Pflanze, die unabhängig von der Lage des Samenkorns im Dunkel der Erde immer zum Licht hin wächst die Falltürspinne, die in einem Erdloch unter ihrer selbst konstruierten Falltür auf Beute lauert
der Schützenfisch, der seine Beute aus dem Wasser heraus erspäht und von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort herunterspuckt, so daß sie ins Wasser fällt, wo er sie aufsammeln und fressen kann
die ungewöhnlichen Methoden, mit denen sich Pflanzen vermehren:
...
Die genannten Beispiele vermitteln nicht nur, wie einfallsreich, schön und wertvoll die Natur ist, sondern zeigen auch, wie wichtig es ist, diese in Jahrmillionen geschaffene Natur in ihrer Schönheit in unserem und im Sinne unserer Kinder zu erhalten. Können wir derzeit alle guten Gewissens behaupten, daß wir die Natur in ihrer Schönheit und Vielfalt erhalten ?
Während die meisten durch die unzähligen Berichte in den Medien mittlerweile wissen, daß die Industriegesellschaften die Hauptverantwortung für die rücksichtlose Ausbeutung der Natur und die Verschmutzung der Umwelt tragen und deshalb bereits aktiv am Umweltschutz mitwirken (energiesparendes Bauen, Mülltrennung, ...), ist eine andere Form der Verschwendung natürlicher Ressourcen den meisten noch nicht bewußt: die Vergeudung ihrer eigenen Schätze - ihrer Begabungen, Leidenschaften und Werte und im weiteren Sinne ihrer Gesundheit und ihres Charakters. In jedes Samenkorn hat die Natur einen Teil ihrer schöpferischen Kraft gelegt und sorgt dafür, daß neues Leben entstehen kann. Jede Sekunde werden unzählige Samenkörner in die Luft verstreut. Jedes einzelne Samenkorn hat dabei das Ziel, eine Umgebung zu erreichen, die ein Wachstum ermöglicht. Einen Ort, der das Leben, das im Samenkorn steckt, entgegennimmt und gedeihen läßt. Ich wünsche mir, daß die von mir zusammengestellten Informationen, ähnlich wie die Samenkörner der Pflanzen die Erde bereichern, Ihr Leben bereichern. Dazu müssen Sie sich nur aktiv mit diesen Informationen auseinandersetzen und entsprechend Ihrer inneren Stimme handeln.
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Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können
1.2 Warum lohnt es sich, daß wir unsere Ressourcen bestmöglich nutzen ? Wer sich einmal davon überzeugen möchte, wie vielfältig die Begabungen, Leidenschaften und Werte alleine der Menschen im kleinen Bayern (im Vergleich zur großen weiten Welt) sind, der sollte sich einmal die folgenden, auf VHS-Video und DVD erhältlichen Dokumentationsfilme "Gernstl unterwegs" ansehen, in denen Franz Xaver Gernstl und sein Team hinter die Kulissen bayerischer Lebensart blicken:
die erste Tour führt entlang der bayerischen Staatsgrenzen und beginnt in Lindau am Bodensee
einige besonders interessante Menschen, die Franz Xaver Gernstl und sein Team auf dieser Tour kennen lernen, sind folgende:
Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können einige besonders interessante Menschen, die Franz Xaver Gernstl und sein Team auf dieser Tour kennen lernen, sind folgende:
Wegen des großen Erfolges entstanden mittlerweile neben den zuvor genannten noch viele weitere Dokumentationen, die zeigen, wie vielfältig die Konzepte sein können, mit denen Menschen ein zufriedenes Leben führen können. Können Sie derzeit guten Gewissens behaupten, daß Sie Ihre Ressourcen (Ge-sundheit, Charakter, Begabungen, Leidenschaften, Werte) im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit optimal entfalten können ?
Ein konkretes Beispiel, wie menschliche Ressourcen in unserer Gesellschaft verschwendet werden, beschreibt der folgende Textausschnitt aus einem Beitrag von "AS", einem Gast des Diskussionsforums zum Thema "Gesellschaft und Gesellschaftskonzepte" - Diskussionsthema "Die Individualität Mensch entdecken". Das Forum wird im Rahmen des von der "Aktion Mensch" und zahlreichen Kooperationspartnern am 11.März 2006 gestarteten Aufklärungsprojekts "diegesellschafter.de" 1 im Internet für jeden Interessierten zugänglich bereitgestellt.
Am Anfang und in der Blüte der Industriegesellschaft wurde der Mensch durch Produktionssysteme wie dem Fordismus (Henry Ford, ein von 1863 bis 1947 lebender us-amerikanischer Ingenieur und Automobil-Fabrikant) und dem Taylorismus (Fred-
1 http://www.diegesellschafter.de
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Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können erick Winslow Taylor, ein von 1856 bis 1915 lebender us-amerikanischer Ingenieur), die speziell für die systematische, massenhafte Herstellung einheitlicher Güter entwickelt wurden, immer mehr zum Anhängsel der Maschine. Die in der Industrie arbeitenden Menschen konnten allerdings unter den genannten Produktionssystemen, die darauf ausgerichtet waren, Massengüter mit viel maschinellem Einsatz möglichst billig zu produzieren, im Laufe der Zeit den Markt nicht mehr flexibel genug bedienen. Etwa Mitte der 70-er Jahre kam es schließlich zu einer massiven Absatzkrise, für die der von Taiichi Ohno entwickelte Toyotismus eine gut durchdachte Problemlösung war. Mit diesem und anderen, aber ähnlichen Produktionssystemen konnte die Industrie schneller auf Marktanforderungen reagieren, ohne die Güter verteuern zu müssen. Mittlerweile sind jedoch auch diese Produktionssysteme nicht mehr in der Lage, die weiter ausufernden Probleme der Industriegesellschaft zu lösen. Die Zwänge und der Streß, den viele Menschen haben, die nur noch des Geldes wegen zur Arbeit gehen, rauben ihnen die Kraft, sie werden müde und träge. Dies zeigt die derzeit wachsende Zahl von kraftlosen und persönlichkeitsschwachen Menschen, die hoffnungslos in die Zukunft blicken und deshalb nicht selten extrem rechtes oder linkes Gedankengut als letzten Strohhalm sehen, an den sie sich noch klammern können. Die Massenproduktion des Industriezeitalters hat in der Umwelt für jeden unübersehbare Spuren hinterlassen (Luft-, Wasser - und Bodenverschmutzung, ...), und Berichte über die Vernichtung großer Mengen an Lebensmitteln zur Preisstabilisierung dürften vielen ebenso bekannt sein wie die Abfallcontainer der Supermärkte, die den verschwenderischen Umgang mit noch guten Lebensmitteln zeigen. Es müssen Möglichkeiten gefunden werden, wie man den Menschen aus seinen Zwängen und vom damit verbundenen negativen Streß befreien kann. Eine Gesellschaft, die dem Einzelnen durch zahlreiche Normen und Moralvorstellungen (Gesetze, Verordnungen, das hat man schon immer so gemacht, das kannst du doch eh nicht, ...) nur beschränkte Möglichkeiten läßt, sich frei zu entfalten, verzichtet gleichzeitig auf den energiegeladensten Antrieb des Menschen: etwas in die Tat umzusetzen (ein Unternehmen zu gründen, eine soziale Initiative zu starten, ein Umweltprojekt in Gang zu setzen, ...). Da bei aktiven (tätigen) Menschen zahlreiche Bedürfnisse entstehen, verzichtet eine solche Gesellschaft darüber hinaus auch auf die zahlreichen Arbeitsplätze, die entstehen würden, wenn mutige und tatkräftige Menschen Unternehmen gründen, eine soziale Initiative starten oder ein Umweltprojekt in Gang setzen, um die an den jeweiligen Bedürfnissen der Menschen orientierten Produkte und Dienste zu realisieren. Um genau diese, derzeit fehlenden Kräfte für den nächsten wirtschaftlichen Aufschwung zu mobilisieren, bedarf es kreativer und tatkräftiger Menschen, die dem jeweils anderen alle Möglichkeiten lassen, sich genauso wie sie selbst frei zu entfalten. Dazu muß aber eine entsprechende Umgebung (die später noch genauer beschriebene Informationsgesellschaft) geschaffen werden, die es ermöglicht, diese
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Das Problem erkennen
innovativen Produkte bzw. Dienste auch gewinnbringend und damit Arbeitsplätze schaffend bzw. erhaltend zu realisieren.
Nachfolgend sind einige praktische Beispiele für innovative und für Mensch und Natur nützliche Produkte/Dienste aufgeführt: neue Methoden und Technologien im medizinischen Bereich
alternative Energiequellen nutzbar machen
Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können
Rohstoffe effizienter nutzen und Energie sparen
Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können
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1.3 Wie können Vorurteile und schnelle Schlußfolgerungen wirksam
verhindern, das eigentliche Problem zu erkennen ? Ein praktisches Beispiel:
Viele Menschen kritisieren und bewerten Dinge oder Sachverhalte, ohne genau zu wissen, was eigentlich genau hinter dem steckt, was sie kritisieren. Dies wäre aber unbedingte Voraussetzung für eine konstruktive Kritik (Informationen, die uns voranbringen), der einzig wirklich wertvollen Form von Kritik.
Viele kritisieren beispielsweise die Globalisierung und behaupten, daß diese Entwicklung uns unsere Arbeitsplätze und damit auch unseren Wohlstand raubt. Wenn man dann genauer nachfragt, welcher Grundgedanke hinter dem Begriff "Globalisierung" steckt, dann kommen beispielsweise Antworten wie "mehr Freiheit für alle" oder "Arbeit für alle". Die meisten übernehmen diese häufig von der Presse durch schnelle Schlußfolgerungen und Vorurteile gewonnenen Erkenntnisse ohne kritisches Hinterfragen und vergleichen diese mit ihrer aktuellen Situation und ziehen dann ihre Schlüsse, die aber auf falschen Erkenntnissen beruhen.
Der grundlegende Gedanke, der hinter der Globalisierung steckt bzw. das Ziel, das die Globalisierung verfolgt, ist nämlich, "daß möglichst viele, am besten alle Länder dieser Erde, unter fairen Wettbewerbsregeln am Weltmarkt teilnehmen können". Wenn man also weiß, was hinter dem Begriff "Globalisierung" steckt, dann wird man die nun wirklich konstruktive Kritik so oder ähnlich formulieren: "Der Gedanke, der hinter der Globalisierung steckt, ist ok, aber nicht, wie dieses Ziel umgesetzt wird, weil die fairen Wettbewerbsregeln nicht oder nur ansatzweise existieren oder einfach nicht eingehalten werden.“
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Das Problem erkennen
Dies ist eine konstruktive Kritik - sie wird aber bei einem Befehlsempfänger aus der Industriegesellschaft nicht weiterverfolgt. Das ist halt so, da kann man nichts machen, die Konzerne sind einfach zu mächtig. Mit dieser Einstellung fördert er genau das, was er kritisiert, nämlich die Ausbeutung der Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Der individuelle Problemlöser einer Informationsgesellschaft dagegen überlegt sich jetzt, was kann ich machen, um den edlen Grundgedanken der Globalisierung zu unterstützen. Eine (von vielen) Möglichkeiten wäre beispielsweise, den Kaffee nicht mehr im Supermarkt und damit von den Konzernen zu kaufen, sondern in einem Dritte-Welt-Laden, der dafür garantiert, daß die Kaffeebauern mit ihren Familien von ihrer Arbeit leben können. Wenn man also die konstruktive Kritik weiterverfolgt, dann kommt man in der Regel auf Lösungen, die unbequem sind; in diesem Fall müßte man sich Gedanken machen, wo der nächste Dritte-Welt-Laden ist und müßte dann immer extra dorthin fahren und sogar noch mehr für den Kaffee bezahlen. Ähnliches wie für den Kaffee gilt übrigens auch für den Tee: Auch hier gibt es Möglichkeiten, beispielsweise den Darjeeling Tee nicht aus dem Supermarkt, sondern von der Teekampagne über das Internet zu bestellen.
All das ist jedoch mit einem zusätzlichen Aufwand verbunden, den man aus Bequemlichkeit vermeiden möchte.
Ähnlich bequem machen es sich die Politiker, wenn sie alle Probleme dieses Landes, insbesondere den rasant fortschreitenden Arbeitsplatz-Abbau, ausschließlich auf die Entwicklungen der Globalisierung schieben, anstatt auch die ganz speziellen nationalen Probleme damit in Zusammenhang zu bringen.
Was ist beispielsweise falsch daran, wenn sich Unternehmen, um ihr Überleben zu sichern, neue Märkte in anderen Ländern erschließen, wenn die hiesigen Märkte gesättigt sind ?
Der Großteil der hiesigen Bevölkerung hat das meiste schon und wirklich innovative Produkte und Dienste fehlen bzw. werden zu wenig nachgefragt. Wie aber sollen sich die Menschen in anderen Ländern, mit geringer Industrieansiedlung und damit geringem Einkommen, die Produkte anderer Länder kaufen, wenn sie sich das Geld nicht bei der Produktion verdienen können ?
Wie sollen große Unternehmen (Konzerne), die Massendienste anbieten und sich aufgrund ihrer Größe bestmöglich mit Hilfe moderner Maschinen rationalisieren können, Millionen von Arbeitsplätze schaffen ?
In gesättigten Märkten schaffen die Unternehmen mit hoher Produktivität Arbeitsplätze, die gleichzeitig bei den Unternehmen mit geringer Produktivität wegfallen. Zusätzliche Arbeitsplätze (Aufgaben) können demnach nur geschaffen werden, wenn neue Märkte beispielsweise mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten und Diensten geöffnet werden.
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Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können Übrigens ist es das Hauptziel der Wirtschaft, die Gesellschaft bestmöglichst (also mit hoher Produktivität) mit Produkten und Dienstleistungen zu versorgen und nicht mit Arbeitsplätzen, auch wenn dies immer wieder von Spitzenpolitikern ge-fordert wird. Das Hauptziel eines ehrbaren Unternehmers ist es, zufriedene Kunden zu haben, und nicht, möglichst viele Arbeitsplätze zu schaffen. Verantwortlich für den massiven Verlust von Arbeitsplätzen sind hierzulande nicht zuletzt auch die riesigen Kosten für einen gewaltigen Regierungsapparat (die Minister und ihr Heer von Beamten und Angestellten - deutschlandweit mehrere Millionen), der mit hohen Steuerabgaben der deutschen Unternehmen und vor allem ihrer Mitarbeiter bezahlt werden muß. Für die Bezahlung der Gehälter und Pensionen von Beamten und Ministern in Bayern beispielsweise wurden 2005 immerhin 43 % der bayerischen Steuergelder ausgegeben 2 - in anderen Bundesländern sind die prozentualen Anteile ähnlich hoch oder gar noch höher. Dieser aufgeblähte Regierungsapparat erschwert es den Unternehmen, erfolgreich am weltweiten Wettbewerb teilzunehmen, da er die Mitarbeiter demotiviert, weil ihnen durch die große Steuerlast nur noch wenig Lohn für ihre Mühen übrig bleibt. Ein weiterer Grund ist, daß die Möglichkeiten der Unternehmen, auf die sich ständig ändernden Wettbewerbsbedingungen flexibel zu reagieren, durch zahlreiche Gesetze und Verordnungen eingeschränkt wird.
Die Notwendigkeit einer Änderung der bisherigen Einstellung und Verhaltsweise kann auch am Beispiel der Subventionspolitik erklärt werden: Warum wird bei uns die deutsche Textilindustrie - um nur eine Branche zu nennen - mit staatlichen Mitteln subventioniert, anstatt diesen Geschäftszweig den Ländern zu überlassen, die ihn besser und günstiger bedienen können als wir ? Warum wird dieses Geld nicht in den weiteren Ausbau unserer Stärken, beispielsweise die Ingenieurwissenschaften investiert ?
So wird beispielsweise individuelle Software von vielen Unternehmen dringend benötigt, kann aber aufgrund der hohen Programmierkosten nur von wenigen in Auftrag gegeben werden. Da diese individuelle Software aber häufig Voraussetzung ist, um innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, werden die Innovationen auf Eis gelegt und die Arbeitsplätze, um diese zusätzliche Arbeit zu bewältigen, ebenfalls.
Was fehlt, ist ein kostengünstiger maschineller Gehilfe, der den Programmierer von der aufwendigen manuellen Programmierarbeit gerade in der Entwicklungs- und Testphase der Software entlastet. Der Programmierer könnte sich dann der eigentlich wichtigen Arbeit zuwenden, nämlich mit dem Kunden gemeinsam genau die Aufga-
2 BayerischesStaatsministerium der Finanzen: „Der Haushaltsplan des Freistaats Bayern für die Jahre 2005/2006 im Überblick“, S.35
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Das Problem erkennen
ben festlegen, welche die Software erfüllen soll. Den zur maschinellen Bearbeitung der Aufgaben notwendigen Programmcode schreibt der Software-Roboter (schneller und in höherer Qualität als der Programmierer).
Erst die maschinelle Erstellung und damit eine ausreichende Produktivität in der Software-Branche macht also individuelle Software für die Unternehmen bezahlbar. Der Programmierer mit seinem maschinellen Gehilfen bekommt Aufträge, die er ohne den Gehilfen nicht erhalten könnte. Das fertige individuelle Softwareprodukt ermöglicht es dem Unternehmen dann, innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, mit denen wiederum Arbeitsplätze geschaffen werden können.
Ein weiteres, wenn auch nicht ganz auf den vorher beschriebenen Fall passendes Beispiel liefert die Automobilbranche. Hier wird im Unterschied zu dem vorher beschriebenen Problem aufgrund der hohen zu erwartenden Stückzahlen (jedes der vielen tausend verkauften Automodelle wird mit der betreffenden Software ausgestattet) sehr wohl innovative Software für microcontroller-gesteuerte Geräte (Systeme zur Motorsteuerung, ABS, Navigationssysteme, Internetzugang, ...) entwickelt. Dies zeigt sich darin, daß die in Autos eingebauten, softwaregesteuerten Technologien in den letzten 10 Jahren massiv zugenommen haben und es laut zahlreichen Prognosen der Automobil-Hersteller weiter tun werden. Damit kann die Entwicklung innovativer Software für die Automobilbranche zahlreiche Arbeitsplätze in Deutschland schaffen.
Die Voraussetzung dafür ist allerdings, daß die Qualität der Software entscheidend verbessert wird, da es sonst für die deutsche Automobilbranche als eine Art Vorreiter für softwaregesteuerte Fahrzeugtechnologien gefährlich werden kann. Die geringe Qualität der Software wird durch die Entwickler selbst, durch die zahlreichen Rückrufaktionen der Automobilhersteller, die zum großen Teil auf das Konto der Steuerungselektronik gehen und durch die ADAC Pannenstatistik, nach der schon jetzt 50% aller Fahrzeugausfälle auf Elektronik-Fehler zurückgehen, bestätigt. Was passiert, wenn sich der Softwareanteil im Auto weiter erhöht, was als sichere Tatsache gilt ?
Die geringe Produktivität in der Software-Entwicklung verhindert also auch in der Automobilbranche arbeitsplatzschaffende Innovationen. Es ist also nicht so, wie viele behaupten, daß die Produktivität in einem solchem Ausmaß steigt, daß wir mit immer weniger menschlicher Arbeit immer mehr Autos herstellen können und die hiesigen Arbeitsplätze nur dann gehalten werden können, wenn die deutschen Autos in aller Welt in hohen Stückzahlen verkauft werden. Dies gilt übrigens auch für viele andere Industriebereiche, beispielsweise für den Maschinenbau. Nicht wenige deutsche Systemlieferanten erhöhen ihre Produktivität in der Softwareentwicklung mittlerweile dadurch, daß sie bei indischen Softwareentwicklern in den
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Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können Bereichen Software-Prozesse, Qualitätsmanagement und Knowledge Management in die Schule gehen (Stichwort "Internationale Zusammenarbeit). Die Steigerung der Produktivität schafft also Arbeitsplätze ! Zur Bestätigung dieser These soll ein weiteres Beispiel, diesmal aus der Geschichte dienen. Wandel von der Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft Die steigende Produktivität der Landwirtschaft im 18. Jahrhundert führte dazu, daß im Laufe der Zeit immer mehr in der Landwirtschaft tätige Menschen ihre Arbeitsplätze verloren haben und in die Industrie abwandern konnten. Durch die so freige-wordenen Kapazitäten konnten neue Technologien und Kompetenzen in der Industrie entwickelt bzw. bestehende verbessert werden. Durch die Nutzung dieser Technologien und Kompetenzen konnten die Unternehmen ihre Produktivität steigern und damit wettbewerbsfähige, also preisgünstige Produkte herstellen. Die Gewinne konnten die Unternehmen dann wieder in die Entwicklung zahlreicher neuer Technologien und Kompetenzen investieren. Die Steigerung der Produktivität hat also insgesamt mehr Arbeitsplätze geschaffen, als sie an anderer Stelle vernichtet hat, wie "Die langen Wellen der Konjunktur" des russischen Ökonomen "Nikolai D. Kondratieff" eindrucksvoll demonstrieren.
Ein praktisches Beispiel ist die Entdeckung des elektrischen Stroms, der als Basistechnologie für die Entwicklung einer Vielzahl von weiteren Technologien und Kompetenzen diente. Die Anzahl und Vielfalt der Technologien, die auf dem elektrischen Strom beruhen, ist beispiellos, angefangen bei der Stromerzeugung (Generatoren, Kraftwerke zum Antrieb der Generatoren, ...) über den Stromtransport (Trans-formatoren, Überlandleitungen, Strommasten, ...) bis hin zu den Stromendverbrauchern (Glühlampen, Industriemaschinen aller Art, Computer, Unterhaltungselektronik, ...). Mit den Technologien müssen auch die entsprechenden Kompetenzen entwickelt werden, das bedeutet, es müssen zahlreiche Ingenieure, Techniker, Facharbeiter aus- und weitergebildet werden. Nur so können immer wieder neue Technologien entwickelt und die bestehenden optimal genutzt bzw. verbessert werden.
Wandel von der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft Die steigende Produktivität der Industrie vor allem als Folge der zunehmenden Automatisierung führte allerdings wiederum dazu, daß im Laufe der Zeit immer mehr in der Industrie tätige Menschen ihre Arbeitsplätze verloren haben und in die In-formationswirtschaft abwandern konnten. Durch die so freigewordenen Kapazitäten konnten neue Technologien und Kompetenzen in der Informationswirtschaft entwickelt bzw. bestehende verbessert werden. Durch die Nutzung dieser Technologien (die noch verbesserungswürdig sind) und Kompetenzen (von denen es zu wenig gibt) könnten die Unternehmen ihre Produktivität steigern und damit wettbewerbsfähige, also innovative und qualitativ hochwertige Produkte und Dienste entwickeln.
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Das Problem erkennen
Die Gewinne könnten die Unternehmen dann wieder in die Entwicklung zahlreicher neuer Technologien und Kompetenzen investieren. Ein weiterer Teil könnte über die abgeführten Gewinnsteuern dazu verwendet werden, um beispielsweise in die Infrastruktur der jeweiligen Gemeinde (Straßenbau, öffentliche Transportmittel, Datennetze, Schwimmbad, Stadtparkpflege, ...), in der das Unternehmen seinen Standort hat, zu investieren.
Es fehlt also derzeit nicht an freigewordenen Kapazitäten, sondern vor allem an den Kompetenzen und Technologien, die es ermöglichen, Informationen und Wissen produktiver zu nutzen. Die fehlenden Kompetenzen betreffen vor allem die konstruktive zwischenmenschliche Zusammenarbeit (z.B. die fehlende Motivation, Wissen offen zu teilen) und das Wissen, das notwendig ist, um die neuen Medien (das weltweite Netzwerk "Internet") effektiv und sicher als individuelle Wissens- und Problemlösungsquelle zu nutzen. Erst wenn diese Mängel beseitigt sind (d. h. eine ausreichende Produktivität im Umgang mit Informationen und Wissen erreicht wird), können innovative und qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen zu wettbewerbsfähigen Entwicklungskosten geschaffen werden. Die Entwicklung der Kompetenzen und Technologien, die die produktive Nutzung von Informationen und Wissen ermöglichen, setzt allerdings ein grundlegendes Umdenken der gesamten Gesellschaft voraus. Die Fähigkeit und Bereitschaft der Menschen zur konstruktiven Zusammenarbeit wird in Zukunft Wohlstand schaffen.
Innovation ist die Kunst, dasselbe zu tun wie bisher, aber besser. Innovationen können durch die Anwendung einer neuen Technologie auf ein bestehendes Produkt, Verfahren oder System entstehen - oder aber auch durch den Einsatz einer schon bestehenden Technologie für eine neue Anwendung. Eine Sonderform der Innovation ist, wenn eine Technologie ganz allein dazu genutzt werden kann, einen neuen Markt zu erschließen. Ist diese Innovation der Ausgangspunkt für viele weitere Innovationen, so bezeichnet man diese Innovation als eine Basis-Innovation.
Die derzeit stattfindenden Leistungskürzungen dagegen, beispielsweise bei Arbeitslosen, oder die hohen Steuern und Sozialabgaben, die den Unternehmen und ihren
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Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können Mitarbeitern abverlangt werden, sind keine langfristigen Lösungen, sondern nur Umverteilungen, also Folge von steigender Arbeitslosigkeit.
Weitere Informationen hierzu finden Sie auf meiner Homepage "www.onlinetechniker.de" (Suchpfad: Startseite > Informationen > Können Maschinen Probleme lösen ?).
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Es fehlt an benutzerfreundlichen Technologien, vor allem aber an Kompetenzen, die es ermöglichen, ausreichend produktiv mit Informationen und Wissen umzugehen oder noch einfacher "es fehlt an mündigen Menschen, die kompetent mit den modernen Informations- und Kommunikationstechnologien umgehen können". Darüber hinaus fehlt es an einer Umgebung, in der diese Kompetenzen auch voll eingebracht werden können.
Die Probleme mit den nicht benutzerfreundlichen Technologien sind im Gegensatz zu den nachfolgend genannten relativ einfach zu lösen, deshalb werden sie hier auch nicht weiter erwähnt.
Wer sich mit den modernen Informations- und Kommunikationstechnologien intensiver beschäftigt, wird zugeben müssen, daß sich gerade in Bezug auf die benut-zerfreundliche Bedienung der Hard- und insbesondere der Softwareprodukte in den letzten Jahren sehr viel getan hat. Das gleiche gilt für die Supportdienste (Internetforen für Anwender, online verfügbare Wissensdatenbanken und Handbücher, ...) zu den Produkten. Wenn man die aktuelle Situation einmal genau betrachtet, sieht man sogar, daß die Entwicklung der Technik der Entwicklung des Denkens und Handelns der meisten Menschen weit voraus ist. Ein praktisches Beispiel dafür ist, daß viele ihren Computer mit Internetzugang vorwiegend für Computerspiele und zum ziellosen Surfen im Internet nutzen, anstatt die später noch genauer beschriebenen Potentiale dieser technischen Meisterleistung zu nutzen.
2.1 Welche Herausforderungen stellt das Informationszeitalter an die
Wirtschaft bzw. die Unternehmen ?
Das wohl größte Problem für die Unternehmen ist, das nicht mehr zeitgemäße betriebswirtschaftliche Denken des Industriezeitalters zu vergessen und sich an die später genannten Anforderungen ( ► siehe Kapitel 3.2, S.78), die das Informationszeit-
alter stellt, so schnell als möglich anzupassen.
2.2 Warum brauchen Unternehmen Mitarbeiter, die das Internet kompetent als individuelle Wissens- und Problemlösungsquelle nutzen können ?
Es reicht nicht mehr aus, den aktuellen Anforderungen, die an das Unternehmen gestellt werden, zu genügen, zusätzlich wird es immer wichtiger, technische Entwicklungen, neue gesetzliche Regelungen und Vorschriften, die sich rasch ändernden Markt- und Wettbewerbsbedingungen zu beobachten und die entsprechenden Zu-
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Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können sammenhänge zu erkennen, um so für das eigene Unternehmen die richtigen zukunftsweisenden Entscheidungen treffen zu können.
Das Wissen jedes einzelnen Mitarbeiters und des gesamten Unternehmens hat im Informationszeitalter nur eine zeitlich begrenzte Gültigkeit. Heute noch erfolgreich angewandte Methoden und eingesetzte Werkzeuge müssen möglicherweise morgen schon durch andere, effektivere ersetzt werden. Wer auf den Einsatz von neuen Technologien und die Schulung der Kompetenzen jener, die diese anwenden sollen, verzichtet, kann kaum mit anderen konkurrieren, die sich der vorhandenen Möglichkeiten nutzbringend bedienen. So können beispielsweise entsprechende Internetdienste (Ideenmarktplätze, Innovati-ons-Portale, Newsgroups, Webforen, ...) als Anregung für eigene Produkt- und Dienstleistungsideen dienen und dabei helfen, diese Ideen zu bewerten. Letzteres bedeutet Antworten auf Fragen wie "Gibt es bereits ähnliche oder gleichwertige Produkte/Dienste auf dem Markt ?" oder "Welchen Nutzen bringt dem Anwender das Produkt/der Dienst ?" zu finden.
Ein weiteres praktisches Beispiel wäre der Einsatz einer Tabellenkalkulation, um umfangreiche Berechnungen schnell, genau und fehlerlos durchzuführen und deren Überlegenheit gegenüber der manuellen Durchführung durch einen Menschen. Wer solche technischen Helfer nicht nutzt, obwohl es andere tagtäglich tun, verliert an Kompetenz und mindert damit seine Wettbewerbsfähigkeit.
Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können Für viele Unternehmen scheint die Nutzung des Internets vor allem darin zu bestehen, sich dort über eine eigene Website zu präsentieren. Gleicht diese einem Produktkatalog, so werden sich nur wenige Kunden dorthin verirren; das bedeutet also, dort müssen zusätzlich interessante Inhalte angeboten werden. Nur so gelingt es, viele andere Internetanbieter dazu zu bewegen, einen Link auf das betreffende Angebot zu setzen, wodurch sich die Chance vergrößert, daß die Firmen-Homepage über allgemeine Suchmaschinen von möglichst vielen potentiellen Kunden gefunden wird. Einige Unternehmen nutzen das Internet, um günstige Lieferanten zu finden oder als Vertriebskanal für Rest- und Sonderposten, andere zur Kommunikation mit Kunden oder Geschäftspartnern. Nur wenige nutzen es beispielsweise, um ihren Mitarbeitern die Weiterbildung bei Bedarf und am Arbeitsplatz zu ermöglichen.
2.3 Warum brauchen Unternehmen Mitarbeiter, die innerlich bereit sind, mit
ihren Kollegen konstruktiv zusammen zu arbeiten und die ihre Aufgaben
mit Herz und Verstand erfüllen ?
Aber selbst wenn die beiden vorher genannten Probleme gelöst sein sollten, also Mitarbeiter mit Hilfe des unternehmensrelevanten Fachwissens, einer entsprechenden Netzwerkkompetenz und einer grundlegenden Allgemeinbildung die neuen Medien effektiv und sicher als individuelle Wissens- und Problemlösungsquelle einsetzen können und konstruktiv zusammenarbeiten, gibt es noch eine weitere Hürde: Das Hauptziel der Unternehmen im Informationszeitalter ist, gewinnbringend qualitativ hochwertige, insbesondere aber innovative Produkte und Dienste zu entwickeln.
Voraussetzung hierfür sind Mitarbeiter, die innerlich bereit sind, konstruktiv mit anderen zusammenzuarbeiten und ihr Wissen fortlaufend zu aktualisieren, um Aufgaben schneller zu erfüllen, Probleme leichter zu lösen, Ideen schneller in die Tat umzusetzen, Marktlücken zu erkennen und effektiv zu nutzen und gute Entscheidungen zu treffen.
Eine Aussage, die diese Behauptung bestätigt, enthält beispielsweise ein Interview-Protokoll aus dem Mitteilungsblatt der IHK Regensburg 3 . In diesem Interview beschreibt der Kelheimer Unternehmer Dr. Emil Ott, Gründer der "PCO AG", die innovative und qualitativ hochwertige Spezialkameras entwickelt und produziert, die aktuelle Wettbewerbssituation, mit der er und seine Mitarbeiter konfrontiert sind, wie folgt (Auszug aus dem Protokoll):
3 Ausgabe 02/2006, S. 36
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Arbeit zitieren:
Martin Glogger, 2009, Netzwerkkompetenz - warum?, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
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