2
Gliederung: Die Axiome der Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick
S.
A) Die Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick: Einleitung. 3
B) Die Axiome der Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick. 4
1. Die pragmatischen Axiome von Watzlawick et al 4
1.1 Die fünf Axiome 4
1.1.1 Erstes Axiom: Die Unmöglichkeit, nicht zu kommunizieren 4
1.1.2 Zweites Axiom: Die Inhalts- und Beziehungsaspekte der
Kommunikation 5
1.1.3 Drittes Axiom: Die Interpunktion von Ereignisfolgen 6
1.1.4 Viertes Axiom: Digitale und analoge Kommunikation 8
1.1.5 Fünftes Axiom: Symmetrische und komplementäre Interak-
tion 9
1.2 Fazit zu den Axiomen 11
2. Die Kommunikationstheorie zur Therapie 12
2.1 Ein Vergleich zu anderen Therapieformen 12
2.2 Therapeutische Aspekte 13
)C Fazit 14
D) Literaturverzeichnis 16
1. Primär-, Sekundärliteratur und Internetquellen 16
3
A) Die Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick: Einleitung
In dieser Arbeit soll ein Überblick über die Axiome der Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick et al. gezeigt werden. Hierzu auch der Nachruf zum Tode Paul Watzlawicks am 31. März 2007 im Spiegel:
„Wien - Der Wissenschaftler starb bereits am Samstagabend in seiner Wahlheimat Palo Alto in Kalifornien, wie das dort ansässige Forschungsinstitut Mental Research Institute der österreichischen Nachrichtenagentur APA bestätigte. Der aus Österreich stammende Philosoph, Psychologe, Psychoanalytiker, Soziologe und Publizist Watzlawick gehörte zu den einflussreichsten Theoretikern der modernen Kommunikationsforschung. Viele seiner populärwissenschaftlichen Werke, darunter die Ratgeber-Parodie >Anleitung zum Unglücklichsein< (1983) wurden zu Bestsellern. Watzlawicks Ansätze flossen in Psychotherapie und Pädagogik ein. Als Hauptwerk Watzlawicks gilt seine auf fünf pragmatischen Axiomen aufbauende Kommunikationstheorie. Berühmtestes Beispiel ist das erste Axiom: >Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren. <“ 1
Dieser Überblick beruht größtenteils auf der Basis des Buches „Menschliche Kommunikation - Formen, Störungen, Paradoxien“ 2 von den Autoren Paul Watzlawick, Janet H. Beavin und Don D. Jackson. Diese Forschungsgruppe stellte die sogenannten pragmatischen Axiome auf und zeigt damit eine Möglichkeit, sich dem Gebiet der Kommunikation und den „Störungen der Kommunikation“ anzunähern. So vereint dieses Buch psychologische und kommunikationswissenschaftliche Theorie mit „therapeutischer Theorie“ bzw. Richtlinien zum Umgang mit Verhaltens- bzw. Kommunikationsstörungen bei Menschen. Weiterhin soll in dieser Arbeit die Rolle dieser Axiome und des Modells von Watzlawick et al. in der therapeutischen Welt erwähnt werden und nach Möglichkeit ein Resümee gezogen werden, während auf näheres Eingehen bezüglich des Gesamtwerkes über Watzlawicks Kommunikationstheorie verzichtet werden soll, da dieses Werk mit Kapiteln wie „Paradoxe Kommunikation“ und „Gestörte Kommunikation“ wohl den Rahmen dieses Themas sprengen würden.
1 Siehe Spiegel.de
2 Siehe „Menschliche Kommunikation“
4
B) Die Axiome der Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick
1. Die pragmatischen Axiome von Watzlawick et al.
Die pragmatischen Axiome von Watzlawick sind das Fundament seiner Kom-munikationstheorie und sollen in allen Situationen mit kommunikativem Charakter Gültigkeit besitzen.
1.1 Die fünf Axiome
Nun sollen die fünf pragmatischen Axiome des Kommunikationsmodells von Watzlawick, basierend auf der Struktur und der Ausführung des Werkes „Menschliche Kommunikation“, einzeln vorgestellt werden um so einen Über- blicküber die Prinzipen dieser Theorie zu gewähren.
1.1.1 Erstes Axiom: „Die Unmöglichkeit, nicht zu kommunizieren“ 3
Dieses erste Gesetz wird im Werk „Menschliche Kommunikation“ mit einer Er- klärungüber den Begriff der Kommunikation eingeleitet. So bezeichnet dieser Begriff zum einen ein Wissensgebiet und zum anderen eine Verhaltenseinheit. 4 Letzteres wird nun nochmals unterteilt in eine einzelne Kommunikation, genannt Mitteilung und einem „wechselseitige[n] Ablauf von Mitteilungen zwischen zwei
3 siehe „Menschliche Kommunikation“ Seite 50
4 Vergleiche „Menschliche Kommunikation“ Seite 50
5
oder mehreren Personen“ 5 , den man als Interaktion bezeichnet. Desweiteren wird aufgezeigt, das neben Worten auch andere Attribute „wie z.B. Tonfall, Schnelligkeit oder Langsamkeit der Sprache, Pausen, Lachen und Seufzen“ 6 , Gestik, Mimik, etc. zu den Mitteln der Kommunikation zählen. Somit besteht sie aus „Verhalten jeder Art“ 7 . Als nächstes wird darauf eingegangen, dass jedes Verhalten eine bestimmte Mitteilung beinhaltet:
„Der Mann im überfüllten Wartesaal, der vor sich hin auf den Boden starrt oder mit geschlossenen Augen dasitzt, teilt den anderen mit, daß er weder sprechen noch angesprochen werden will, und gewöhnlich reagieren seine Nachbarn richtig darauf, indem sie ihn in Ruhe lassen.“ 8
Somit ergibt sich folgende Schlussfolgerung für das erste Axiom. Da man immer eine Art von Verhalten zeigt, sei es nun Schweigen oder jemanden mit offenen Armen zu empfangen, und dieses Verhalten stets einen Mitteilungscharakter hat, also eine Kommunikation beinhaltet, kann man nicht nicht kommunizieren. Jede Handlung bzw. jedes Verhalten führt also unweigerlich zu Signalen, die die Umwelt wahrnehmen kann.
1.1.2 Zweites Axiom: „Die Inhalts- und Beziehungsaspekte der Kom- munikation“ 9
Watzlawick et al. geben zu diesem Axiom zuerst an, dass jede Mitteilung bzw. jede Kommunikation eine Information bzw. einen Inhalt besitzt und Attribute, die darauf hinweisen, „wie ihr Sender sie vom Empfänger verstanden haben möchte.“ 10 So werden anhand von Beispielen anschaulich die Inhalts- und Beziehungsaspekte demonstriert. Wenn sich nun beispielsweise eine Person bei einer anderen nach etwas erkundigt, erfährt man im Inhalt primär, nach was sie
5 siehe „Menschliche Kommunikation“ Seite 50-51
6 siehe „Menschliche Kommunikation“ Seite 51
7 siehe „Menschliche Kommunikation“ Seite 51
8 siehe „Menschliche Kommunikation“ Seite 51
9 Siehe „Menschliche Kommunikation“ S. 53
10 Siehe „Menschliche Kommunikation“ S. 53
Arbeit zitieren:
Fabian Schirber, 2010, Einführung in die pragmatischen Axiome von Paul Watzlawick, München, GRIN Verlag GmbH
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