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Einleitung. 2 Einleitung. 2 Einleitung. 2 Einleitung. 2
Was ist ein Gütesiegel? Was ist ein Gütesiegel? 2 2 2 Was ist ein Gütesiegel? 2 Was ist ein Gütesiegel?
G ütesiegel „Familienzentrum NR“W 3 Gütesiegel „Familienzentrum NR“W 3 Gütesiegel „Familienzentrum NR“W 3 Gütesiegel „Familienzentrum NR“W 3
1. Entstehung - Pilotphase und zeitlicher Ablauf. 3
2. Gütesiegelfähigkeit. 4
3. Gütesiegelkriterien. 5
4. Familienpolitische Ziele zusammengefasst. 10
5. Interkulturalität als Querschnittsaufgabe. 11
Kritische Stellungnahme. 11 Kritische Stellungnahme. 11 Kritische Stellungnahme. 11 Kritische Stellungnahme. 11
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Familienzentrum NRW Familienzentrum NRW Familienzentrum NRW Familienzentrum NRW
Einleitung Einleitung Einleitung Einleitung
„Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Nordrhein-Westfalen zum kinder- und familienfreundlichsten Land in Deutschland zu machen.“ 1 Dies sind vielerorts die einleitenden Worte von Herrn Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MGFFI) des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.
Diese Worte finden wir u.a. wieder, wenn Herr Laschet von dem aktuellen Landesprojekt „Familienzentrum NRW“ spricht. Kinder und Familien sollen in den Mittelpunkt - ins Zentrum - gerückt werden. Denn vor allem erstgenannte „sind unsere Zukunft“ 2 , wie Herr Laschet betont. Daher sollen Zentren geschaffen werden, in denen durch vielfältige Angebote auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Familien eingegangen wird. In verschiedenen Modellformen werden künftig Angebote der Bildung, Betreuung und Erziehung mit Angeboten der Beratung und Unterstützung kombiniert. Dabei setzt der Minister auf eine schon vor-handene gute Infrastruktur an Fördereinrichtungen in den Kommunen 3 . Sein Projekt zielt also hauptsächlich auf deren strukturelle Zusammenarbeit und Vernetzung ab. Tageseinrichtungen für Kinder (im Folgenden kurz Kitas genannt) sollen als Knotenpunkte bzw. Ausgangspunkte fungieren und zu sogenannten Familienzentren (im Folgenden nur noch kurz FZ genannt) weiterentwickelt werden. Durch eine flächendeckende Einrichtung von FZ sollen so neue Netzwerke entstehen.
„Familienzentrum NRW“ stellt gleichzeitig ein Gütesiegel dar. Dieses Siegel wird Kitas verliehen, die sich nach entsprechenden Kriterien zu einem FZ weiterentwickelt haben.
Was ist ein Was ist ein Gütesiegel? Gütesiegel? Was ist ein Was ist ein Gütesiegel? Gütesiegel?
Ein Gütesiegel besteht zunächst aus einem stilistisch gestalteten Logo, welches einheitlich für alle damit auszuzeichnenden Produkte oder Dienstleistungen verwendet wird. Damit werden ein hoher Wiedererkennungswert und eine Abgrenzung gegenüber der Konkurrenz erreicht. Ein Gütesiegel wird nur an ein Produkt oder eine Dienstleistung vergeben, wenn diese/s die dem Gütesiegel zugrunde liegenden Bestimmungen mindestens erfüllt. Durch ein solches Verfah-
1 Ministeriumfür Generationen, c) S. 1.
2 ebenda, S. 1.
3 vgl. ebenda, S. 1.
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ren können dem Verbraucher Hinweise auf bestimmte Qualitätsmerkmale geliefert werden. Ein Gütesiegel kann also eine Norm, eine Richtlinie oder sogar eine Garantie darstellen. Es kann auch - beabsichtigt oder unbeabsichtigt - Image-und Werbezwecke erfüllen.
Wichtig bei der Entwicklung eines Gütesiegels sind die Eindeutigkeit, Transparenz und Überprüfbarkeit seiner Kriterien und die Unabhängigkeit der Institution, welche sich mit der Entwicklung der Kriterien, der Vergabe der Siegel und der Kontrolle befasst. 4
Gütesiegel „Familienzentrum NRW“ Gütesiegel „Familienzentrum NRW“ Gütesiegel „Familienzentrum NRW“ Gütesiegel „Familienzentrum NRW“ 1. Entste 1. Entstehung hung hung hung -- Pilotphase und zeitlicher Ablauf Pilotphase und zeitlicher Ablauf 1. Entste 1. Entste -Pilotphase und zeitlicher Ablauf Pilotphase und zeitlicher Ablauf
An der Entwicklung des Gütesiegels wirken eine große Anzahl an Personen mit, die aus den unterschiedlichsten Bereichen stammen: Ministerium, Verbände, Vereine, Bildungsinstitutionen, Kitas, etc. Die facettenreiche Entstehungsgeschichte beginnt nicht erst mit dem Aufruf des MGFFI am 10. Januar 2006 zum landesweiten Wettbewerb um das Siegel. Im Vorfeld haben bereits diverse Interviews und Besichtigungen stattgefunden.
Am 28. September 2005 veranstaltete das MGFFI einen Workshop zum Thema Familienzentren, an dem eine bunte Vertreterschar aus dem Ministerium, den Landschaftsverbänden, Jugendämtern, Familienbildungsstätten, kirchlichen Einrichtungen, Städte- und Gemeindeverbünden, Mütterzentren, Kitas, Fachhochschulen u.v.m. 5 teilnahmen. Nach ausgiebigem Erfahrungsaustausch und Diskussionen wurden wesentliche Ergebnisse dokumentiert. Das MGFFI arbeitete schließlich sogenannte Orientierungspunkte heraus und beauftragte das Kooperationsinstitut der Freien Universität Berlin pädquis (Pädagogische Qualitäts-Informations-Systeme gGmbH) mit der Festlegung und Herausgabe von Qualitätskriterien.
Im Mai 2006 wurden aus den über 1000 angemeldeten Kitas 250 Einrichtungen ausgewählt, um an einer Pilotphase teilzunehmen. Es wurde darauf geachtet, dass Kitas mit verschiedenen Trägerstrukturen und zudem mit unterschiedlichen Ausgangslagen ausgewählt wurden, um während der Entwicklungsphase zu möglichst realitätsgetreuen, aber auch interessanten und mannigfaltigen Ergebnissen zu gelangen. In dieser Phase (Mai 2006 bis März 2007) sollten sich die Kitas zu FZ weiterentwickeln. Sie erhielten währenddessen eine wissenschaftliche Begleitung, individuelle Coachings, kostenlose Fortbildungen und nahmen an einem ständigen Wissensaustausch teil.
4 vgl. Wikimedia, Stichwort: Gütesiegel (zuletzt: April 2007).
5 vgl. Ministerium für Generationen, d) S. 28f.
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Im Mai 2006 wurden unter den 250 Piloteinrichtungen außerdem sechs ausgewählt, die schon solch hervorragende, FZ-charakteristische Arbeit leisten, dass sie als Best-Practice-Einrichtungen ausgezeichnet wurden. Eine von ihnen nennt sich „Blauer Elefant“, liegt in Essen-Karternberg und wurde bereits 1991 vom Kinderschutzbund Essen gegründet. Diese sechs Einrichtungen fungierten als Impulsgeber für die anderen Kitas während der Pilotphase auf dem Weg zum FZ. Während der Pilotphase wurde auch mithilfe der gesammelten Erfahrungen das Gütesiegel weiterentwickelt, welches im Juni 2007 im Rahmen einer Abschlussveranstaltung den erfolgreichen Einrichtungen verliehen wird. Gleichzeitig erfolgt der Startschuss für die flächendeckende Einrichtung von FZ in ganz Nordrhein-Westfalen. Ausgehend von jedem Jugendamtsbezirk sollen bis zum Jahre 2012 insgesamt 3000 Kitas zu FZ weiterentwickelt werden und jedes eine jährliche finanzielle Förderung von 12.000 Euro erhalten.
Im Folgenden möchte ich auf die inhaltlichen Kriterien des Gütesiegels eingehen und beziehe mich dabei auf das Papier des pädquis gGmbH, Stand 12.03.2007.
2. Gütesiegelfähigkeit 2. Gütesiegelfähigkeit 2. Gütesiegelfähigkeit 2. Gütesiegelfähigkeit
Das Gütesiegel „Familienzentrum NRW“ ist konzeptgebunden und zielt insbesondere auf Leistungen und Strukturen ab, welche eine Kita über ihren Kernauftrag der Bildung, Erziehung und Betreuung hinaus als FZ qualifizieren. FZcharakteristische Leistungen und Strukturen ermöglichen ein niederschwelliges, an dem spezifischen Umfeld ausgerichtetes Angebot der Förderung, Beratung und Unterstützung von Kindern und Familien. Das Gütesiegel zertifiziert also „nur“ Umfang und Niveau von Dienstleistungen und macht keine explizite Aussagen weder über sein anthropologisches Menschenbild und sein Bild vom Kind, noch über den Bildungsbegriff, noch über pädagogische Konzeptionen oder didaktische Vorgehensweisen!
Das Gütesiegel gliedert sich in jeweils vier Leistungsbereiche (Teil A) und vier Strukturbereiche (Teil B), die weiter unten detailliert behandelt werden. Die Basisleistungen des Teil A enthalten Angebote, die ein FZ in jedem Fall leisten muss. Es werden auch mögliche Aufbauleistungen genannt; außerdem können auch ähnliche innovative und kreative Angebote erdacht und bereitgestellt werden. Den Teil B betreffend werden wieder verpflichtende Basisstrukturen vorgegeben; und durch die Angabe von Aufbaustrukturen die Möglichkeit einer individuellen Weiterentwicklung aufgezeigt. Insgesamt stellt das Papier des pädquis 112 Ideen zu acht verschiedenen Bereichen bereit.
Die Gütesiegelfähigkeit errechnet sich folgendermaßen: Für jedes Kriterium können maximal jeweils sechs Punkte vergeben werden. Die Vergabe eines Punktes
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Arbeit zitieren:
Diplom-Pädagogin Anna Bachem, 2007, Familienzentrum NRW - Darstellung und kritische Würdigung des Gütesiegels, München, GRIN Verlag GmbH
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