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Inhalt
1. Problembezug 3
2. Erfahrungswissen 5
2.1 Definitionsversuch 5
2.2 Unterscheidugn erfahrungsgeleitetes Handeln von normalem Handeln 6
2.3 Vorraussetzungen für die Entstehung von Erfahrungswissen 7
2.4 Hindernisse für die Entstehung von Erfahrungswissen 8
3. Wissenstransfer und Wissenstransfermethoden 8
3.1 Ziele. 8
3.2 Vorrausetzungen für erfolgreichen Wissenstransfer 9
3.3 Vorgehensweise 10
3.4 Mögliche Transfermethoden 11
3.4.1 Stellvertretersysteme 11
3.4.2 Austrittsgespräche 12
3.4.3 Paten- /Mentorsysteme 12
3.4.4 Weiterbildungskaskadensystem 12
3.4.5 Weiterbildungsbörse 13
3.4.6 Qualitätszirkel 13
3.4.7 Community of Practise 14
Literaturverzeichnis 16
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1. Problembezug
Unsere Gesellschaft altert und schrumpft, das ist seit langem bekannt. Als Konsequenz daraus
nennt Flüter-Hoffmann möglich Probleme für Unternehmen:
1. Alternde Belegschaften 2. Schrumpfendes Erwerbspersonenpotential 3. Drohender Fachkräftemangel 4. Ungenutze Beschäfigungspotentiale 5. Verlust an Innovationsfähigkeit 6. Zunahme krankheitsbedingter Fehlzeiten 7. Erhöhung der Mitarbeiteranteile mit Leistungseinschränkung 8. Know-How Verluste und zu geringer Know-How Aufbau
Gerade der Fachkräftemangel zeichnet sich schon heute in einigen Branchen ab, und wird sich, spätestens dann wenn die geburtenstarken und gut ausgebildeten Jahrgänge der 50er und 60er aus dem Berufsleben ausscheiden, noch verstärken. Dies wird als eines der besorgniserregendsten Konsequenzen des Demographischen Wandels gesehen. Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) kommt zu dem Ergebnis, dass bereits bis zum dem Jahr 2015 mit einem Mangel an Fachkräften zu rechnen ist. Nehmen wir eine Erwerbsbiographie an, die mit dem 65. Lebensjahr endet und beziehen wir in unsere Überlegungen die Tatsache mit ein, dass weniger junge Leute nachrückenschon 2015 werden ca. 60.000 weniger Bewerber für einen Ausbildungsplatz vorhanden seinso erkennen wir, dass sich dieser Trend schon ab dem Jahr 2015 dramatisch zuspitzten wird. (vgl. Flüter-Hoffmann, 2006)
Als Folge des Demographischen Wandels ist neben dem zunehmenden Mangel an Fachkräften auch ein Verlust von Erfahrungswissen zu befürchten. Schon heute kann man beobachten, dass Mitarbeiter aus dem Ruhestand „reaktiviert“ werden müssen, weil das Know-How über die Eigenschaften bestimmter Produkte bei deren Ausscheiden nicht ausreichend auf die Nachfolger weitergegeben wurde.
Mitarbeiter bauen sich jedoch über die Jahre und Jahrzehnte die sie im Betrieb sind nicht nur Erfahrungswissen über Produkte und Produktionsprozesse auf, sondern werden zu Spezialisten in vielfältiger Hinsicht. So kennen Sie sämtliche organisationalen Abläufe, die Verantwortlichen Personen und Abteilung die für spezifische Problemstellungen zuständig sind. Darüberhinaus haben Sie soziales Insiderwissen, also kennen die Gepflogenheiten im Umgang miteinander, von den „do’s and dont’s“ bis hin zur organisationsspezifischen
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Sprache. Sie sind sich darüber im klaren welches Verhalten gerne gesehen wird und welches eher weniger. Die Unternehmen müssen immer wieder feststellen, dass Ihnen durch die Frühverrentungspraxis viel Know-How verloren geht. ( vgl. Flüter-Hoffmann, 2006). Hormel und Hiltl, weisen bereits 2004 auf mögliche Probleme durch das Ausscheiden von erfahrenen Mitarbeitern hin: „ In einer aktuellen Studie des Frauenhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) zur Situation der deutschen Automobilindustrie und den zunehmenden Mängeln in der Fahrzeugentwicklung wird von den befragten Mitarbeiter als einer der Hauptgründe für die Probleme angegeben, dass die erfahrenen Entwickler in den Vorruhestand geschickt werden und die Jungen die Funktion eines ganzheitlicher Hinsicht versierten Chefentwicklers nicht wahrnehmen können.“ (vgl. Hormel; Hiltl, 2004)
Neben zu geringer Konservierung vorhandenen Erfahrungswissen was Know-how Verluste zur Folge hat, ist der zu geringe Know-How Aufbau der über 50 Jährigen ein weiteres großes Problem. (vgl. Myritz, 2009) Die Weiterbildungsquote der 50 - 64 Jährigen liegt in Deutschland bei 27 %. Bei den Mitarbeitern über 55 nimmt nur noch jeder Fünfte an Weiterbildung teil. (siehe Abb.1). Im Vergleich zu andern Europäischen Staaten und in Anbetracht immer weiter steigenden Qualifikationsanforderungen ein zu niedriger Wert. Diese Einschätzung wird durch eine Vergleichsstudie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) untertsützt, welche einen weiteren Rückgang der Nachfrage nach Ungelernten und gering qualifizierten bis 2010 prognostiziert. (vgl. Flüter-Hoffmann, 2006,) Abbildung 1
Quelle: Personalmagazin 01/2009
Ein weiterer wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang ist, dass nach einer anderen Prognose der IAB wird die Zahl der Erwerbstätigen zwischen dem Jahr 2000 und 2015 im Produzierenden Gewerbe um 5,5% zurückgehen wird. (Flüter-Hoffmann, 2006)
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Bislang ist es nicht einfach die Arbeitgeber gerade in kleinen und mittleren Unternehmen davon zu überzeugen, ältere Mitarbeiter zu trainieren. Mit der Konzentration auf bestimmte Altersgruppen kann jedoch eine Stigmatisierung einhergehen. Laut Birgit Weber, Geschäftsführerin des Instituts für Arbeitssystemgestaltung und Personalmanagement GmbH (IAP) an der Hochschule Niederrhein Mönchengladbach, sei es sinnvoller mit Hilfe interner Trainingsmaßnahmen oder Tandems aus älteren oder jüngeren Beschäftigten einen systematischen Wissenstransfer aufzubauen. (vgl. Myritz, 2009) „Auf eine alternde Gesellschaft und Belegschaft müssen sich nicht nur deutsche Unternehmen in wachsendem Maße einstellen. Dennoch Beschäftigen sich allerorten zu wenige Manager aktiv mit dieser Thematik.“ (Hackler, 2009)
2. Erfahrungswissen
2.1 Definitionsversuch
Der zentrale Bestandteil des Intergenerationellen Wissenstransfers ist das so genannte Erfahrungswissen. Man unterscheidet zwei Bereiche des Erfahrungswissens: Zum einen das expizite Erfahrungswissen, welches verbalisiert werden kann und somit kommunizierbar ist. Zum anderen gibt es das implizite Erfahrungswissen, das nicht verbalisiert werden kann, und sich insbesondere auf Wirkzusammenhänge bezieht.
Erfahrungswissen kann als berufliches Handlungswissen verstanden werden. Es bezieht sich zum einen auf Sachverhalte, zum anderen auf Prozesse. Sachverhalte sind z.B. Materialeigenschaften oder das Verhalten von Kunden in bestimmten Situationen. Beim Bezug auf Prozesse bedeutet Erfahrungswissen die Kenntnis darüber, wie bestimmt Abläufe gestaltet, entwickelt und durchgeführt werden müssen. Darin integriert ist ein explizites Fehler-Ursachen-Wissen welches eine Einengung des Suchraums bei möglichen Störungen an Maschinen, Prozessabläufen oder Projekten ermöglicht. Das Vorhandensein von Erfahrungswissen kann daher den Einsatz von diagnostischen Instrumenten überflüssig machen da die betroffenen schon wissen wo sie suchen müssen. (Frerichs, 2007)
Erfahrungswissen geht mit dem sog Nomologischen sowie dem Rückkopplungswissen einher.
Nomologisches Wissen bedeutet dass Zusammenhänge zwischen der Diagnose und den erforderlichen Interventionsmaßnahmen (z.B. ableiten von chirurgischen Eingriffen durch
Arbeit zitieren:
David Hauck, 2009, Intergenerationeller Wissenstransfer, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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