Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 3
1.1. Bürokratiekritik 3
1.2. Woher kommt die Notwendigkeit von Reformen der Öffentlichen Verwaltung? 3
1.3. Theoretischer Abriss des NPM/ NSM 4
II. Hauptteil 6
1.1. Welche Reformelemente beinhaltet das NSM? 6
1.2. Stand der Umsetzung an ausgewählten Beispielen 7
1.2.1. Allgemein 8
1.2.2. Personalmanagement und Personalentwicklung 9
III. Schluss 10
1.1. Fazit und Bewertung des Erfolges nach 15 Jahren NSM 10
IV. Literaturverzeichnis 13
Max Weber hat sich schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit der idealen Form des modernen Staates beschäftigt. Sein Ergebnis war das klassische Bürokratiemodell, mit dem er die Vorgänge der Verwaltung in ein effizienteres Muster bringen wollte. Um überhaupt zu dem gewählten Thema hinzuführen zu können, empfiehlt es sich, die Grundzüge des Weber‘schen Bürokratiemodells zunächst kurz darzulegen. Organisation in den Worten Weber‘s ist folgendermaßen gekennzeichnet (Weber, 1976: S. 551 ff.): „hauptamtlich, fachlich ausgebildetes Personal; Trennung von Amt und Person; hierarchische Unter- und Überordnung von Dienstposten mit entsprechenden Weisungs- und Kontrollbefugnissen; formal festgelegte Arbeitsteilung und Spezialisierung; Regelgebundenheit der
Aufgabenerledigung; Schriftlichkeit und Aktenmäßigkeit aller Vorgänge mit der Möglichkeit interner und externer (gerichtlicher) Kontrolle.“ Der Weber‘sche Idealtypus der bürokratischen Verwaltungsorganisation wurde als rational-legale Herrschaftsform bezeichnet, sowie als effektivste und reinste Form der Erledigung von Verwaltungsaufgaben entwickelt. Gerade jedoch aus seinen ureigensten Merkmalen heraus hat sich eine Kritik am Modell entwickelt, die eine Durchführung nach der Weber‘schen Vorstellung nur bei gleichbleibenden, durchstrukturierten, routinierten Aufgaben anwendbar sieht. Eine Aufgabenverschiebung- und Erweiterung der öffentlichen Verwaltung, aber auch eine immer dynamischere Entwicklung der Umwelt und den entsprechenden Rahmenbedingungen (vgl. Entwicklung des
Wohlfahrtsstaates), erfordern eine Variation des Modells.
1.2. Woher kommt die Notwendigkeit der Reform der Öffentlichen
Verwaltung?
Neuere entscheidungstheoretische Ansätze wie die Property-Rights-Theory und die Principal-Agent-Theory eröffnen uns mit ihren Basisannahmen Einblick in die Problemursachen moderner Unternehmen und Verwaltungen.
Informationsasymmetrien zwischen Principal und Agent können zu Missbrauch
3
seitens des Agenten durch Informationsvorsprung führen, genauso wie die Property-Rights-Theorie konstatiert, dass fehlender persönlicher Bezug zu der erledigten Arbeit aufgrund von fehlender Zurechenbarkeit von eigener Verantwortung die Qualität erheblich beeinflusst. Vermehrte Tendenzen in der Verwaltung zur Pluralisierung, Individualisierung, Mobilität und Flexibilität beeinflussen sowohl die Beschäftigten, als auch die Bürger. Darüber hinaus reichen die Kompetenzen des Staates nicht mehr aus, die anstehenden Probleme, die eine Marktwirtschaft mit sich bringt, selbstständig zu lösen. Außerdem steht der europäische Nationalstaat aufgrund von
grenzübergreifenden Entwicklung in Forschung, Technologie und Wirtschaft in Abhängigkeiten zu anderen Staaten, es gibt also neue Erfordernisse, die eine nationale Verwaltung erfüllen können muss. Hinzu kommt letztlich die so genannte Leistungskrise, die dadurch entstand, dass Leistungen, die effizienter in der Privatwirtschaft erstellt werden könnten immer noch staatlich produziert werden und somit eine ökonomische Belastung für den sind. „Die neuen Werte stoßen hierbei zunehmend auf erstarrte
Verwaltungsstrukturen und -kulturen.“ (Thom, N./Ritz, A.: 2004, S.21). Die genannten Schwierigkeiten, insbesondere das der Machtasymmetrie durch Hierarchiestrukturen, führen zu Lösungsvorschlägen, die versuchen, ebensolche Probleme zu beseitigen. Das NPM, im behandelten Fall das NSM, greift die Probleme auf und entwickelt Antworten auf ungelöste Fragen.
1.3. Theoretischer Abriss des NPM/ NSM
Hintergrund des Neuen Steuerungsmodells ist das New Public Management, eine weltweite, relativ einheitliche Gesamtbewegung, die an eine neue Sichtweise, Rolle, Funktion und Arbeitsweise der öffentlichen Verwaltung gekoppelt ist (vgl. Schedler/Proeller 2003, S.5).
Es handelt sich um eine Verbindung institutionenökonomischer Ansätze (unter die u.a. die Property-Rights-Theory, die Principal-Agent-Theory und die Transaktionskostentheorie fallen) und privatwirtschaftlicher
Managementkonzeptionen. Die zentrale Richtung, die das NPM einschlägt, beabsichtigt eine Reduzierung der Staatsaufgaben. Größe und Struktur des Staates werden in ihrem Einfluss auf Geschwindigkeit, Effizienz und Finanzierung der Aufgaben kritisiert. (vgl. Naschold/Bogumil:1997).
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Arbeit zitieren:
Jennifer Munz, 2008, Das neue Steuerungsmodell, München, GRIN Verlag GmbH
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