Implementierung bankinterner Kreditratingsysteme Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis. 4
Tabellenverzeichnis 5
1 Einleitung 6
2 Rating als Kontroll- und Steuerungsinstrument 7
2.1 Begriffsdefinitionen des Rating 7
2.2 Das exte rne Rating 8
2.2.1 Bedeutung und Inhalt eines externen Rating 8
2.2.2 Die verschiedenen externen Ratingarten. 9
2.3 Das interne Rating 10
2.3.1 Bedeutung und Inhalt eines internen Rating 10
2.3.2 Funktionen des internen Rating 11
2.4 Vor- und Nachteile in- und externer Ratingsysteme. 14
2.5 Firmenkunden Rating am Beispiel der Dresdner Bank AG. 15
2.6 Das Baseler Konsultationspapier vom Juni 1999 (Basel II) 18
2.6.1 Historie. 18
2.6.2 Der Baseler Vorschlag vom Juni 1999 18
2.6.3 Kritikpunkte und offene Fragen aus Basel II. 22
3 Empirische Untersuchung. 24
3.1 Erläuterung der Vorgehensweise und Zielsetzung 24
3.2 Umfang der Untersuchung 24
3.3 Aufbau des Fragebogens 25
4 Auswertung der empirischen Untersuchung. 27
4.1 Allgemeine Aussagen zum Kreditrating 27
4.1.1 Einsatz bankinterner Kreditratingsysteme 27
4.1.2 Die gerateten Kundensegmente 28
4.1.3 Einflussfaktoren eines bankinternen Kreditratingsystems. 30
4.1.4 Kommunikation des Ratingergebnisses 32
4.1.5 Kostenberechnung beim bankinternen Kreditratingsystem 33
1
Implementierung bankinterner Kreditratingsysteme Inhaltsverzeichnis
4.2 Einfluss des Rating auf die Kreditvergabepolitik. 33
4.2.1 Eingruppierung der Kreditnehmer in Risikoklassen 34
4.2.2 Einfluss auf die Zins - und Konditionsgestaltung 35
4.2.3 Einfluss auf die Kreditentscheidung 36
4.2.4 Einfluss auf die Steuerbarkeit des Kreditportfolios 38
4.3 Einschätzungen zu Basel 39
4.3.1 Eigenkapitalunterlegung nach Bonität sinnvoll? 39
4.3.2 Stand der Vorbereitung auf Basel II 39
5 Interne Ratingverfahren und Basel II als Chance für Banken und
Unternehmen 40
5.1 Im Blickfeld der Banken 40
5.2 Im Blickfeld der Unternehmen. 42
5.3 Resümee und Ausblick 44
Literaturverzeichnis. 45
Anhangverzeichnis. 47
2
Implementierung bankinterner Kreditratingsysteme
Abkürzungsverzeichnis
Abb Abbildung
ABS Asset Backed Securities
BaKred Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen
Basel II Baseler Konsultationspapier 1999
BIS Bank for International Settlements
BIZ Bank für Internationalen Zahlungsausgleich
BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken
FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung
Fitch Fitch Investor Service
FK Firmenk unden
IAS International Accounting Standards
Ifo Institut für Wirtschaftsforschung
IRB auf internen Ratings basierender Ansatz
KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau
KMU Kleine und mittelständische Unternehmen
KWG Kreditwesengesetz
Moody’s Moody’s Investors Service
PD Probability of Default
SAK Standard-Ausfall-Kosten
S&P Standard & Poor’s
SRP Supervisory Review Process
Tab Tabelle
USA United States of America
USD United States Dollar
US-GAAP United States Generally Accepted Accounting Principals
3
Abbildungsverzeichnis
Implementierung bankinterner Kreditratingsysteme
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Einflussfaktoren auf Kreditentscheidungen
Abb. 2: Durchschnittliche kumulative default rates.
Abb. 3: Ermittlung der Standard-Ausfall-Kosten.
Abb. 4: Das Drei-Säulen-Modell von Basel II
Abb. 5: Rücklaufq uoten der Fragebögen.
Abb. 6: Einsatz Rating bei verschiedenen Kundengruppen
Abb. 7: Kommunikation des Ratingergebnisses
Abb. 8: Kostenberechnung beim Rating
Abb. 9: Eingruppierung in Risikoklassen
Abb. 10: Einfluss des Rating auf die Zins- und Konditionsgestaltung
Abb. 11: Einfluss des Rating auf die Kreditentscheidung
Abb. 12: Steuerbarkeit des Kreditportfolios
Abb. 13: Stand der Vorbereitungen auf Basel II
Abb. 14: Trendeinschätzungen durch Einführung von Basel II
4
Implementierung bankinterner Kreditratingsysteme Tabellenverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Seite
Tab. 1: Klassifikationssymbole der externen Ratingagenturen........................... 8
Tab. 2: Vor- und Nachteile in- und externer Ratingsysteme.............................. 14
Tab. 3: Beurteilungskriterien eines FK-Rating ..................................................... 17
Tab. 4: Übersicht Risikogewichtung nach Basel II .............................................. 21
Tab. 5: Darstellung der Eigenkapitalunterlegung bei unterschiedlichen
Ausfallwahrscheinlichkeiten....................................................................... 21
Tab. 6: Rücklaufstatistik der Fragebögen............................................................. 24
Tab. 7: Größenklassen beim Kreditvolumen eines Rating ................................ 27
Tab. 8: hard und soft facts ...................................................................................... 30
5
Implementierung bankinterner Kreditratingsysteme Einleitung
1 Einleitung
Durch die zunehmende Globalisierung und Liberalisierung der Märkte werden Kreditinstitute vor immer neue Anforderungen gestellt. Wettbewerbsdruck, Margenverengung, Kostendruck und gestiegene Insolvenzzahlen der Unternehmen geben nur einen kleinen Ausschnitt der Entwicklung in der Kreditwirtschaft wider. Vor allem die Ausgestaltung der neuen Finanzierungsmöglichkeiten und die voranschreitende Securitization 1 gestalten sich zunehmend komplexer und zudem nimmt die Wandlungsgeschwindigkeit der Märkte stetig zu.
Eine schnelle und fundierte Investitions- oder Finanzierungsentscheidung ist in diesem Zusammenhang für die erfolgreiche Geschäftstätigkeit eines Kreditinstitutes maßgeblich. Die Informationsbeschaffung und -auswertung zur Bonitätsbeurteilung des Kreditnehmers und damit dessen Ertrags- und Risikoeinschätzung nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein. Während in den USA überwiegend Bewertungsergebnisse externer Ratingagenturen für Investitionsentscheidungen herangezogen werden, befindet sich dieser Markt in Deutschland noch im Aufbruch. Inländische Unternehmen nutzen nach wie vor die Bank als Finanzintermediär zur Beschaffung von Kreditkapital. In den USA hingegen wird verstärkt der Kapitalmarkt zur Platzierung von Eigenemissionen genutzt, da dort die Tendenz zur Disintermediation 2 stärker ausgeprägt ist.
Deutsche Kreditinstitute nutzen bisher nahezu ausschließlich interne Ratingverfahren zur Informationsanalyse und Beurteilung der Kreditnehmer. Auch im Hinblick auf die neue Eigenkapitalrichtlinie der Baseler Konsultationspapiere (Basel II), die zum 01.01.2005 in Kraft treten soll, kommt dem internen Rating eine wachsende Bedeutung zu. Der Entwurf sieht vor, dass eigene interne Ratingverfahren zur Berechnung der Eigenkapitalunterlegung zugelassen werden. Hierbei werden jedoch besondere Anforderungen an die Ausgestaltung interner Ratingsysteme gestellt.
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Inhalte des internen Kreditrating näher zu erörtern und im Vergleich mit dem externen Rating Unterschiede sowie Vor- und Nachteile beider Verfahren kritisch zu beleuchten, um dem Leser die zunehmende Bedeutung und die
1 Verbriefung von Kredit- und Einlagenpositionen, wertpapiermäßige Unterlegung von Krediten durch handelbare Wertpapiere
2 Verdrängung von Banken aus ihrer Funktion als Kapitalgeber infolge des Trends zur Securitization
6
Implementierung bankinterner Kreditratingsysteme
Chancen der Implementierung eines internen Kreditrating darzulegen. Anhand eines speziell für dieses Themengebiet entwickelten Fragebogens wurde eine Auswahl von Banken bezüg lich des Einsatzes interner Ratingsysteme befragt. Untersucht wird insbesondere die derzeitige Nutzungsquote und -intensität des internen Kreditrating. Die gestellten Fragen an die Institute sollen deren Einschätzungen und Erwartungen in Bezug auf die Einführung der neuen Eigenkapitalrichtlinie zum Ausdruck bringen. Die Diplomarbeit stellt die Grundaussagen und Grundzüge hierzu heraus. Des weiteren werden die Auswirkungen von Basel II dargelegt und kritisch betrachtet.
2 Rating als Kontroll- und Steuerungsinstrument
2.1 Begriffsdefinitionen des Rating
In der Literatur finden sich eine Vielzahl verschiedener Ratingdefinitionen. Beispielsweise beinhalten Ratings nach Hans E. Büschgen 3 Aussagen, Meinungen über die zukünftige wirtschaftliche Fähigkeit und rechtliche Bindung eines Schuldners, die mit einem bestimmten Forderungstitel verbundenen Zins- und Tilgungszahlungen termingerecht und vollständig zu erfüllen.
Nach Standard & Poor’s (S&P) stellt ein Rating die Wertung der Bonität eines Schuldners, von bestimmten Wertpapieremissionen oder von Schuldtiteln dar. Demzufolge ist ein Rating eine Einschätzung der Kreditqualität, also die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit des Zahlungsverzugs oder Zahlungsausfalls. Es wird besonders hervorgehoben, dass es keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung darstellt.
In Ergänzung zu den genannten Definitionen, die sich überwiegend auf Emittenten- und Emissionsratings beziehen, ist in einem Rating die Beurteilung der Bonität und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens in Form einer ganzheitlichen Bewertung der Gesellschaft zu sehen.
Aufgrund der internationalen Akzeptanz und der wirtschaftlichen Gewichtung, die den externen Ratinganalysen zukommt, werden im Folgenden die wesentlichen Kernpunkte dieser Verfahren dargestellt.
3 Vgl. Büschgen, Das kleine Börsenlexikon, 1997, S. 1065
7
Implementierung bankinterner Kreditratingsysteme Das externe Rating
2.2 Das externe Rating
2.2.1 Bedeutung und Inhalt eines externen Rating
Der Markt für externe Ratings wird weltweit von den marktführenden amerikanischen Agenturen Moody’s Investors Service (Moody’s), Standard & Poor’s Corporation (S&P) und Fitch Investor Service (Fitch) dominiert. Weiterhin existieren mittlere und kleinere Agenturen, welche jedoch meist nur von lokaler Bedeutung sind oder sich auf Marktnischen spezialisieren.
Ratingagenturen stellen den Marktteilnehmern unabhängige, objektive und aktuelle Einschätzungen der Bonität eines Schuldners zur Verfügung. Das Rating klassifiziert sowohl durch qualitative Aussagen, wie Managementqualität und Wettbewerbsumfeld, als auch durch quantitative Aussagen, wie Ergebnisse einer Finanzkennzahlenanalyse, den Schuld ner entsprechend seiner Bonität und damit seiner Kreditwürdigkeit. Damit erlaubt das Rating einen schnellen Vergleich der Bonitätsrisiken verschiedener Unternehmen. Durch spezielle Klassifikationssymbole legen die Agenturen die Wahrscheinlichkeit dar, mit der ein Schuldner oder Emittent seinen fälligen Verbindlichkeiten rechtzeitig und vollständig nachkommen kann. Am Beispiel der beiden größten Agenturen werden diese Symbole skizziert 4 :
Tab. 1: Klassifikationssymbole der externen Ratingagenturen
4 Definition gemäß S&P und Moody’s in Kurzform zusammengefasst
8
Die Zusätze „+/-“ bzw. „1,2,3“ verdeutlichen die Einstufung innerhalb der jeweiligen Hauptratingkategorien.
Das Hauptaugenmerk der meisten Investoren richtet sich auf die Unternehmen mit Investment Grade (Investmentqualität), da diese das geringste Risiko aufweisen. Während europäische Unternehmen vielfach noch den üblichen Weg der Kapitalbeschaffung durch Kreditaufnahme bei der Hausbank wählen, gehen bereits tausende amerikanische Unternehmen verstärkt den direkten Weg zum Kapitalmarkt. Zugangsvoraussetzung für die Platzierung von Emissionen in den USA ist ein Rating zur Bonitätsbeurteilung für den potenziellen Anleger. In Deutschland sind derzeit lediglich ca. 200 Unternehmen extern geratet, da die Ratingkultur hierzulande noch nicht stark verbreitet ist. Die Kosten eines Erstrating durch Moody’s oder S&P belaufen sich je nach Unternehmensgröße auf ca. 25.000,- bis 60.000,- USD, wobei in den Folgejahren für die laufende Überprüfung weitere Kosten von ca. 40.000,- USD p.a. anfallen 5 .
2.2.2 Die verschiedenen externen Ratingarten
Um einen Überblick der wichtigsten marktüblichen Ratingarten 6 zu geben, werden diese im Folgenden entsprechend ihrem zugrundeliegenden Ratingobjekt und -anlass definiert.
Das Emissionsrating gibt die Fähigkeit und rechtliche Bindung eines Schuldners wieder, seinen Zins- und Tilgungsleistungen aus einer bestimmten Schuldverschreibung nachzukommen. Wichtig ist hierbei für den Anleger die Besicherung sowie die Erst- bzw. Nachrangigkeit der Schuldverschreibung im Konkursfalle, um die Höhe eines möglichen Ausfallrisikos besser abschätzen zu können.
Gemäß der Definition von S&P stellt ein Emittentenrating die derzeitige Meinung über die allgemeine Finanzkraft und Zahlungsbereitschaft eines Schuldners, seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen, dar. Das Emittentenrating schließt auch immer eine Analyse der Länderrisiken des entsprechenden Heimatlandes ein.
Beim Länderrating wird die internationale Kreditwürdigkeit des Landes betrachtet. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem Transfer- und Konvertibilitätsrisiko. Der Sovereign-Ceiling -Ansatz besagt, dass ein Unternehmen nie ein besseres Ratingergebnis
5 Vgl. Dr. Kramer-Eis, Ratings, Basel II und die Finanzierungskosten von KMU , www.kfw.de, Beitrag Nr. 16, März 2000
6 Vgl. Büschgen, Handbuch Rating, 1996, Seite 333 ff.
9
Implementierung bankinterner Kreditratingsysteme Das interne Rating
erhalten kann als sein Heimatland. Durch diese Beschränkung wird die Kontrolle des Staates über das Finanzsystem, die Geldpolitik und Kapitalausfuhrbeschränkungen berücksichtigt.
Beim Unternehmensrating findet eine ganzheitliche Betrachtung des einzelnen Unternehmens, der Branchensituation (z.B. konjunkturelle Lage, Abhängigkeit von Konjunkturentwicklung) und des Risikos des Landes statt. Sowohl qualitative als auch quantitative Faktoren fließen in die Betrachtung ein.
Aufgrund der großen volkswirtschaftlichen Bedeutung des Wirtschaftssektors Banken, werden neben der Betrachtung des Länderrisikos, des Wettbewerbsumfelds und der Organisation auch besonders die Qualität der Bankenaufsicht in die Bewertung einbezogen. Die Agentur FitchIBCA hat sich auf diese Bankenratings spezialisiert.
Insbesondere das Unternehmensrating wird im Rahmen der bankinternen Ratings oftmals von den Kreditinstituten selbst vorgenommen. Die Beweggründe zur Erstellung eines bankinternen Rating werden im Folgenden näher erläutert.
2.3 Das interne Rating
2.3.1 Bedeutung und Inhalt eines internen Rating
Das interne Kreditrating der Kreditinstitute ist ein Instrument zur Risikomessung und Risikoeinschätzung von Kreditnehmern. Hierzu wurden von vielen Banken entsprechende standardisierte Systeme entwickelt, die in der Regel auf einem Fragenkatalog basieren, welchen wir im Kapitel 2.5 am Beispiel der Dresdner Bank veranschaulichen. Da es zum internen Kreditrating bisher noch keine einheitlichen Richtlinien gibt, differieren demzufolge die Ratingsysteme der Kreditinstitute. Zur Implementierung eines internen Kreditrating ist für jedes Institut eine entsprechende Infrastruktur und Datenbank erforderlich.
Ziel eines funktionsfähigen internen Ratingsystems ist es, durch Analyse aussagekräftiger Beurteilungskrite rien solvente von insolventen Kreditnehmern zu trennen, um letztlich das Risiko späterer Kreditausfälle zu minimieren. Hierbei verlassen sich Kreditinstitute nicht nur auf Beurteilungen externer Dienstleister, sondern nutzen eigenes Know-how.
10
Implementierung bankinterner Kreditratingsysteme Das interne Rating
Kreditrisiko- und Gesamtbanksteuerung, Handel mit Kreditderivaten und Bilanzstrukturmanagement sind nur einige Bereiche, deren effiziente Umsetzung an den Einsatz eines internen Ratingsystems gekoppelt sind.
In der Vergangenheit wurde bei der Kreditbeurteilung der F okus gemäß der Kreditvergaberichtlinien besonders auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse, die sogenannten hard-facts, wie Verschuldungsgrad oder Eigenkapitalquote, gerichtet. Zur Beurteilung der nachhaltigen Kapitaldienstfähigkeit des Unternehmens müssen jedoch zukünftig auch soft-facts, wie Management- oder Produktqualität, in die Betrachtung mit einbezogen werden. Hierdurch wird eine ganzheitliche Bewertung durch quantitative und qualitative Faktoren gewährleistet.
2.3.2 Funktionen des internen Rating 7
Die Funktionen und Aufgaben einer internen oder externen Ratinganalyse weisen keine wesentlichen Unterschiede auf. Die wichtigsten Funktionen werden im Folgenden erläutert:
Entscheidungskriterium im Kreditvergabeprozess (Informationsfunktion): Das interne Kreditrating stellt die Basis zur Bonitätsbewertung des Kunden dar. Zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit werden eine Vielzahl von qualitativen und quantitativen Kriterien herangezogen. Die Stärke des internen Rating liegt hierbei insbesondere in der Nutzung der Daten und Erfahrungen aus einer oftmals langjährigen Kundenverbindung. Aufgabe des Rating ist es, die Fülle an Informationen zu komprimieren und somit die Gruppierung der Kreditnehmer anhand eines nachvollziehbaren Beurteilungsverfa hrens in Risikoklassen zu ermöglichen. Unter Beachtung der seitens der Bank festgelegten Kreditpolitik und Bonitätsanforderungen können die Ergebnisse des Rating im Rahmen der Kreditvergabe als Hilfsmittel oder auch als alleiniges Entscheidungskriterium herangezogen werden.
Die Einflussfaktoren für einen ratingunterstützten Kreditentscheidungsprozess werden in folgender Graphik dargestellt.
7 Vgl. Dr. Kramer-Eis, Ratings, Basel II und die Finanzierungskosten von KMU , www.kfw.de, Beitrag Nr. 16, März 2000
11
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Stefanie Brink, Martin Egenolf, Frank Hoppen, Volker Kölzer, 2001, Chancen der Implementierung von bankinternen Kreditratingsystemen - Einfluß der neuen Eigenkapitalrichtlinie Basel II -, München, GRIN Verlag GmbH
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