INHALT
1 LERNVORAUSSETZUNGEN 3
1.1 Schülerbeschreibung 3
2 KLÄRUNG DER SACHE 3
2.1 Sachanalyse 3
2.2 Didaktische Reduktion 5
3 EINORDNUNG DER STUNDE 6
3.1 In den Bildungsplan der Grundschule 6
3.2 In die Unterrichtsreihe 6
4 LERNZIELE 7
4.1 Leitziel für das Unterrichtsvorhaben 7
4.2 Übergeordnetes Stundenziel 7
4.3 Teilkompetenzen 7
4.3.1 Kompetenzen auf sachlicher Ebene 7
4.3.2 Kompetenzen auf sprachlich- kommunikativer Ebene 8
4.3.3 Kompetenzen auf methodischer Ebene 8
4.3.4 Kompetenzen auf sozialer Ebene 9
5 METHODISCH-DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN. 9
5.1 Schülerbezug/ Alltagsbezug 9
5.1.1 Gegenwartsbedeutung 9
5.1.2 Zukunftsbedeutung 10
5.2 Verlaufsplanung 10
6 UNTERRICHTSVERLAUFSSKIZZE 15
7 SITZPLAN 18
8 LITERATUR 19
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1 LERNVORAUSSETZUNGEN
- Datenschutz - 1.1Schülerbeschreibung
- Datenschutz - 2KLÄRUNG DER SACHE
2.1 Sachanalyse
Bausteine unserer Ernährung
„Für Stoffwechsel und Wachstum ist eine tägliche Nährstoffzufuhr notwendig. Die benötigte Energie (gemessen in Joule) wird aus den einzelnen Nährstoffen gewonnen. Diese sind in unterschiedlichen Mengen in den pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten.“ (Meier 2000) Eiweiß ist vor allem für den menschlichen Zellaufbau notwendig. Da der menschliche Körper nicht von selbst in der Lage ist, Eiweiß zu produzieren, muss es ihm über die tägliche Nahrung zugeführt werden. Der Eiweißbedarf sollte möglichst jeweils zur Hälfte aus tierischen und aus pflanzlichen Lebensmitteln gedeckt werden. Kinder brauchen mehr Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht als Erwachsene. Eiweißspender pflanzlicher Herkunft sind zum Beispiel Gemüse, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Salat und Vollkornbrot. Tierische Eiweißspender sind Eier, Fisch, Fleisch, Geflügel, Käse, Milch und Milchprodukte.
Fett ist der energiereichste Nährstoff. Es hat mehrere wichtige Aufgaben im menschlichen Körper. So ist es einerseits, wie auch das Eiweiß, wichtig für den Zellaufbau, im Unterhautfettgewebe schützt es den Körper vor Kälte und es sorgt für die langfristige Energiegewinnung. Nichtbenötigtes Fett wird vom Körper gespeichert - es sorgt für das unerwünschte Übergewicht. Reine Fette sind Butter, Margarine, Speck, Talg, Kokosfett oder pflanzliche Öle. Fett ist jedoch auch reichlich enthalten in Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, Eigelb, Nüssen und natürlich Süßigkeiten. Kohlenhydrate sind Energiespender. Man teilt die Kohlenhydrate in zwei verschiedene Gruppen. Die erste Gruppe enthält ausreichend Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe. Zu dieser Gruppe zählen Kartoffeln, Gemüse, Salat, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Getreide. Diese Ballaststoffreiche Nahrung macht schnell und langanhaltend satt. Die zweite Gruppe der kohlenhydrathaltigen Lebensmittel hat keine Vitamine, kaum Mineral-
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stoffe und Spurenelemente und Ballaststoffe, die zum Kauen anregen und damit verdauungsfördernd wirken, fehlen fast gänzlich. Diese Gruppe wird auch „leere Energiespender“ genannt, zu ihr gehören Zucker, Honig, Marmelade, Schokolade und Weißmehlteigwaren. Diese Nahrungsmittel sind zwar energiereich, sie sättigen jedoch nicht langfristig. Der Flüssigkeitsbedarf ist bei Kindern besonders hoch. Wasser spendet zwar keine Energie, es erfüllt aber dennoch wichtige Aufgaben im menschlichen Körper. So sorgt es für eine störungsfreie Blutzirkulation, für den Abtransport der Stoffwechselprodukte über die Nieren, den Wärmeausgleich durch Schwitzen und auch für eine geregelte Verdauung. Geeignete Getränke für Kinder sind ungesüßter Tee, Mineralwasser, Milch und Fruchtsaftschorlen. Säfte und Milch sind zusätzlich auch Energiespender. 1
Der Weizen (Triticum sativum)
Der Weizen stammt, wie alle Getreidearten, von Wildgräsern ab und ist weltweit verbreitet. Weizen ist eine einjährige Kulturpflanze, die ursprünglich aus Vorderasien stammt. Weizen hat eine Ähre, die senkrecht stehend oder leicht geneigt ist, mit bis zu 35 Körnern (vgl. BZGA 1995). Der bei uns angebaute Weizen (Triticum sativum) ist Weichweizen. Der Hartweizen (Triticum durum) gedeiht im Mittelmeerraum. Weizen wird sowohl als Brotgetreide (Brot, Brötchen, Kuchen) als auch als Industrierohstoff (Stärke, Alkohol) und zur Verfütterung (etwa die Hälfte der Erntemenge) verwendet. Die Saatzeit des Winterweizens ist von September bis Dezember, geerntet wird im August des Folgejahres (vgl. BZGA 1995).
Der Mahlvorgang: Vom Reibstein zur Mühle
Ehe Getreide in gewerblichen und industriellen Betrieben vermahlen wurde, kannten die Völker des Altertums die Mahlkunst, wobei sie sich primitiver Hilfsmittel bedienten (z. B. Reibsteine). Verfeinerte Formen dieser Hilfsmittel waren die von den Ägyptern und Griechen verwendeten Mörser und Stößel. (In Hinterindien wird heute noch die Form des Kornstampfens angewendet). Steinreibmühlen sowie Handdrehmühlen waren weitere Vorgänger, wobei erst die Römer die Handmühle erfanden. Das Verfahren beruht auf dem Prinzip zwei übereinanderliegender, flacher Steine, von denen der obere beweglich war. Zunächst wurde dieser Stein von Sklaven, später von Tieren in Bewegung gehalten. Menschliche oder tierische Kraft wurde später durch die Ausnutzung hydraulischer Kraft für die Zerkleinerung der Getreidekörner ersetzt. Die Mühle entstand. Im Laufe der Zeit wurde die Idee der Mühle weiter ausgefeilt, das Prinzip des Mahlverfahrens ändert sich jedoch nie (vgl. SEYBERT 1995).
1 vgl. Meier 2000
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2.2 Didaktische Reduktion
Die in Punkt 2.1 erläuterte Einteilung der menschlichen Nahrung in verschiedene Nährstoffklassen bildet die Grundlage für eine gesunde Ernährung. Eine derartige Einteilung, wie sie auch bei einer Nahrungspyramide vorgenommen wird, wäre in dieser Altersstufe jedoch zu weitgehend. Deshalb wurde auch bei der Einführung des Themas bewusst auf den Begriff der Nahrungspyramide verzichtet und stattdessen der der Bausteine unserer Ernährung genutzt. Die Einteilung der Lebensmittel in verschiedene Bausteine ist an der Alltagswelt der Schüler orientiert. Die einzelnen Bausteine sind den Schülern von ihren Inhalten bzw. Begrifflichkeiten bekannt. Eine Einteilung der Lebensmittel in die Nährstoffklassen, und damit auch die Erläuterung, was die einzelnen Nährstoffe im menschlichen Körper bewirken, wird in späteren Schuljahren vorgenommen.
Für die aktuelle Stunde ist es von Bedeutung, dass die Schüler verstehen, dass der menschliche Körper bestimmte Dinge zum Überleben braucht. Die menschliche Nahrung wird dafür in sieben Gruppen (Bausteine) eingeteilt. Diese Gruppen orientieren sich zwar auch an den enthaltenen Nährstoffen, jedoch wurden zusätzliche Gruppen, wie Obst, Gemüse oder auch Getränke aus den anderen Gruppen heraus gebildet. Diese Einteilung ist für die Schüler besser nachvollziehbar. Es soll ihnen verdeutlicht werden, dass alle Bausteine unserer Ernährung wichtig sind, und dass alle zusammen helfen, dass wir gesund bleiben und uns wohl fühlen. 2 Die einzelnen Bausteine sind, auch wenn sie nicht der eigentlichen Nahrungspyramide entsprechen, in ihrer Größe dennoch so gewählt, dass sie den Schülern verdeutlichen, dass man von bestimmten Bausteinen mehr essen soll, als von anderen.
Auf eine Einführung der Begriffe Kohlenhydrate und Eiweiß wird daher verzichtet. Der Mahlvorgang selbst wird in dieser Stunde inhaltlich nicht näher thematisiert. Die Schüler sollen sich experimentierend mit den verschiedenen Arbeitsmaterialien auseinandersetzen und dabei Einblicke erhalten, wie man aus Getreide Mehl gewinnen kann, und dass es dazu teils schwerer Arbeit bedarf. Ein Verweis darauf, dass man Mehl heute industriell gewinnt und nicht mehr unter Einsatz großer Körperkraft selbst mahlt, bleibt eventuell nicht aus, soll aber nicht weiter thematisiert werden.
2 vgl. Meier 2004
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3 EINORDNUNG DER STUNDE
3.1 In den Bildungsplan der Grundschule
Im Bildungsplan der Grundschule 2004 von Baden Württemberg ist für den Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur ausgewiesen, dass der Unterricht an der Welterfahrung der Schüler anknüpft. Er nimmt Vorerfahrungen auf und verknüpft und erweitert sie zu einem tragfähigen Wissen und Können. Die Auseinandersetzung mit den Themen „regt zu gedanklicher Durchdringung, zu unterschiedlichen Darstellungsweisen und zu eigenen kreativen Prozessen an und führt somit zu einer grundlegenden Bildung“ (Bildungsplan Grundschule 2004, 79). Die Stunde Wo ist das Mehl im Getreide versteckt? ist, wie die komplette Unterrichtsreihe Wer bin ich - Was kann ich, dem Kompetenzbereich 1 Wer bin ich - Was kann ich: Kinder entwickeln und verändern sich, stellen sich dar zuzuordnen.
Als Inhalte werden Gespräche und Darstellungen zu Sinnfragen, Spuren von mir, Erinnerungsstücke und Lieblingsdinge, Lernwege und die gesunde Lebensführung, Bewegung, Ernährung genannt. 3
Kompetenzen des Bildungsplans im Bezug zur aktuellen Stunde
Die Schülerinnen und Schüler
• können eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten erkennen, weiterentwickeln und situationsgerecht anwenden;
• können sich selbst, ihre Gefühle, ihre Körperlichkeit, körperliche Signale und Bedürfnisse wahrnehmen;
• können aus praktischem Tun Freude und Zuversicht in die eigene Leistungsfähigkeit entwickeln;
3.2 In die Unterrichtsreihe
3 vgl. Bildungsplan Grundschule 2004, S.100
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Arbeit zitieren:
Carolin Wink, 2009, Wo ist das Mehl im Getreide versteckt und wie kommt man da dran? - MNK-Sachunterricht in der 2. Klasse einer Schule für Hörgeschädigte, München, GRIN Verlag GmbH
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