I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. I
Abbildungsverzeichnis / Tabellenverzeichnis II
1. Einleitung 1
2. Zur Entwicklung des Unternehmerbegriffs 2
3. Social Entrepreneurship. 4
3.1 Wie kam der Begriff zu solch einer Bedeutung? 4
3.2 Begriffsdefinition 5
3.3 Muhammad Yunus und die Grameen Bank 6
3.4 Business Entrepreneurship vs. Social Entrepreneurship 7
3.5 Abgrenzungen zu anderen Begriffen. 9
4. Fazit 11
Literaturverzeichnis 12
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Die Entwicklung des Unternehmerbegriffs
Abbildung 2: Pure Forms of Social Engagement
Abbildung 3: Unterschied zw. Social Entrepreneurship u. Sozialen Unternehmen.
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Business Entrepreneurship vs Social Entrepreneurship
1 Einleitung
Der Begriff Social Entrepreneurship gewinnt in jüngerer Zeit an Popularität. Er wird immer mehr in der Öffentlichkeit, den Medien und in der Wissenschaft verwendet. Auch die Verleihung des Friedensnobelpreises 2006 an Muhammad Yunus, ein „Paradebeispiel eines Social Entrepreneurs“ (Achleitner et al. 2007, S. 4), verhalf der Bekanntheit von Social Entrepreneurship zu einem weiteren Schub (Faltin 2008, S. 27; Martin/Osberg 2007, S. 30).
Dabei gibt es Social Entrepreneure, für die sich auf Deutsch der Begriff Sozialunternehmer etabliert hat, schon länger (Dees 2001, S.1). Als historische Beispiele nennen Faltin (2008, S. 26) und Achleitner (2007, S. 2) Henri Durant (Gründer des Roten Kreuzes) und Maria Montessori, die das nach ihr benannte Schulsystem entwarf.
Doch was genau ist eigentlich Social Entrepreneurship? Und wie kann man diesen Begriff abgrenzen zum „gewöhnlichen“ Unternehmertum? Sind die Unterschiede vielleicht doch kleiner als man auf den ersten Blick denkt? Was genau macht den Social Entrepreneur aus? Faltin (2008, S. 38) stellt eine Konvergenzthese auf und sagt: „Der Unterschied zwischen den Social Entrepreneurs und den Business Entrepreneurs ist bei genauerer Betrachtung kleiner als er in der öffentlichen Diskussion gesehen wird.“
Diese Fragen versucht der Autor mit der vorliegenden Seminararbeit zu beantworten. Zunächst wird dabei die historische Entwicklung des Unternehmerbegriffs aufgezeigt (Kapitel 2), ehe dann im speziellen auf Social Entrepreneurship eingegangen wird (Kapitel 3). Dies scheint notwendig, gehen doch die Vorstellungen, was man unter diesem „Phänomen“ versteht, aktuell weit auseinander. Martin/Osberg (2007, S. 30) sprechen in diesem Zusammenhang von einer großen Definitionsvielfalt und ergänzen bildlich: „As a result, social entrepreneurship has become so inclusive that it now has an immense tent into which all manner of socially beneficial activities fit.”
Zum Schluss (Kapitel 4) werden die wichtigsten Aspekte der Arbeit noch einmal aufgegriffen und es wird ein Ausblick auf die mögliche weitere Entwicklung von Social Entrepreneurship gegeben.
2 Zur Entwicklung des Unternehmerbegriffs
Wenn man sich Social Entrepreneurship nähern will, sollte zunächst auf den Entrepreneurship-Begriff eingegangen werden. Viele Autoren weisen mit Vehemenz darauf hin, dass damit eben nicht nur die Gründung eines Unternehmens als erste Assoziation bezeichnet wird. Entrepreneurship bzw. der Unternehmerbegriff haben eine viel umfangreichere Bedeutung. Dies wird deutlich, wenn wir uns im Folgenden die Entwicklung des Unternehmerbegriffs anschauen (Schaller 2001, S. 3 ff.). Dees (2001, S. 1) schreibt, dass die Ursprünge auf den französischen Ökonom Jean Baptiste Say zurückgehen, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts sagt: „The entrepreneur shifts economic resources out of an area of lower and into an area of higher productivity and greater yield.“ Entrepreneure schaffen demnach also Werte. Ein Jahrhundert später war es der Österreicher Joseph Schumpeter, der mit seinem erstmals 1911 erschienenen Werk „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ (Schumpeter 1993) die Unternehmerforschung nachhaltig stark beeinflusst hat. Darin macht er deutlich, dass dem Entrepreneur die Rolle eines Innovators zukommt, der als Impulsgeber bzw. „change agent“ der Wirtschaft agiert: Unternehmer seien Wirtschaftssubjekte, „deren Funktion die Durchsetzung neuer Kombinationen ist und die dabei das aktive Element sind“ (Schumpeter 1993, S. 111). Schumpeter führt in diesem Zusammenhang auch den Begriff der “schöpferischen Zerstörung” ein, d.h. durch die ständig neuen Innovationen entwickelt sich die Volkswirtschaft stets dynamisch weiter. Faltin (2008, S. 29) schreibt hierzu, „dass die Rolle des Entrepreneurs einen paradoxen Effekt hat, den des neu Aufbauenden und den des Zerstörenden.“
Frank Knight (1967) - ein Zeitgenosse Schumpeters - ist wiederum der Meinung, dass die wahre unternehmerische Tätigkeit darin bestünde, sich mit dem Problem der Ungewissheit auseinanderzusetzen und in unsicheren Entscheidungssituationen die
Arbeit zitieren:
Philipp Wachenfeld, 2010, Social Entrepreneurship, München, GRIN Verlag GmbH
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