Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Schulpädagogik

Schulentwicklung durch Schulsozialarbeit

Eine Möglichkeit zum Abbau schulischer Überforderung

Titel: Schulentwicklung durch Schulsozialarbeit

Diplomarbeit , 2003 , 140 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Markus Gödtel (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Schulentwicklung durch Schulsozialarbeit.
Der Diskussionsrahmen:

o Die Öffentlichkeit übt massiv Kritik am Bildungssystem. Die (falsche) Bildungspolitik, die (überforderten) Lehrer und Eltern oder auch einfach „die Gesellschaft“ werden für Schuldzuweisungen herangezogen. Ebenso vielfältig sind die Vorschläge zur Verbesserung der Situation und die Vorstellungen darüber, was eine „gute Schule“ ausmacht.

o Ein entsprechender sozialpädagogischer Diskurs, der sich losgelöst von Einzelaspekten, mit Schule als gesellschaftlicher und pädagogischer Institution befasst, ist nicht präsent. Stattdessen ist man auf die Transformation von Leitideen, wie der sozialen Gerechtigkeit oder Arbeitsprinzipien, wie der Lebensweltorientierung angewiesen.

o Ihre wissenschaftliche Fundierung findet die gezielte Veränderung von Schule in der Schulentwicklungsforschung, wie sie vor allem vom Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der Universität Dortmund oder dem Zentrum für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung (ZSL) der Universität Halle betrieben wird.

o Unter dem Begriff der Schulsozialarbeit führt die Sozialpädagogik ebenfalls eine spezifisch schulbezogene Diskussion. Durch Schulsozialarbeit soll sozialpädagogische Kompetenz unter der Bedingung eines professionellen und weitgehend von bestehenden Strukturen unabhängigen Agierens in die Schule hineingebracht werden.

Es erscheint eine nahe liegende Aufgabenstellung zu sein, herauszufinden, in welcher Form der sozialpädagogische Diskurs bezüglich Schule und Schulsozialarbeit in der aktuellen Schulentwicklungsforschung Beachtung findet und ob und wie Schulsozialarbeit einen Beitrag zur Schulentwicklung leisten kann.

Bei der Bearbeitung der Themen wurde versucht, eine ausgewogene Auswahl neuerer Literatur zu berücksichtigen, die sowohl die schulpädagogischen als auch die sozialpädagogischen Vorstellungen einer Schule der Zukunft darzustellen in der Lage sind. Hierbei habe ich vor allem darauf geachtet, im ersten Teil nicht allzu viele Beiträge aus dem Schulsozialarbeitsdiskurs zu verwenden, um so eine einseitige Interpretation der Sachlage zu verhindern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

I. Die aktuelle Überforderung der Schule – Sozialpädagogische Überlegungen

1. Schule im gesellschaftlichen Spannungsfeld

1.1 Ambivalente Funktionszuweisungen

1.2 Gesellschaftliche Dynamik und schulstrukturelle Stabilität

2. Chancengleichheit – Ein gesellschaftlicher Auftrag der Schule

2.1 Begründung von und Bemühungen um Chancengleichheit

2.2 Individuelle Förderung baut Benachteiligungen ab

3. Bildung im Spannungsfeld von Politik und Pädagogik

3.1 Ein aktuelles Verständnis von Bildung

3.2 Zur politischen Vereinnahmung des Bildungsbegriffs

3.3 Bildung reicht über Schule hinaus

4. Lebensweltorientierung – Ein sozialpädagogischer Eckwert von Bildung

4.1 Lebensweltorientierung in der Schule

4.2 Partizipation ist mehr als nur dabei zu sein

II. Wege aus der Überforderung – Schulentwicklung und Schulsozialarbeit

1. Von der Schulreform zur Schulentwicklung

2. Die Debatte um schulische Selbstorganisation

2.1 Zur Autonomie der Schule

2.2 Problematik und offene Fragen

3. Konzepte der Schulentwicklung

3.1 Strategische Handlungskonzepte (Der Institutionelle Schulentwicklungsprozess)

3.2 Inhaltliche Handlungskonzepte (Das Haus des Lernens)

3.3 Politische Programme (GÖS; Ganztagschulinitiative)

3.4 Zusammenfassende Beurteilung der Schulentwicklungskonzepte

4. Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe

5. Eine nähere Bestimmung von Schulsozialarbeit

5.1 Inhaltliche Aspekte von Schulsozialarbeit

5.2 Strukturelle Aspekte von Schulsozialarbeit

6. Schulentwicklung durch Schulsozialarbeit

6.1 Zum Verhältnis von Schulsozialarbeit und Schulentwicklung

6.2 Warum sich Schulsozialarbeit und Schulentwicklung so gut ergänzen

6.3 Standards und Qualitätsmaßstäbe

Abschließende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die aktuelle Problematik des deutschen Bildungssystems und hinterfragt, inwieweit die Schulsozialarbeit einen konstruktiven Beitrag zur Schulentwicklung leisten kann, um schulische Überforderungen abzubauen und eine humane, zukunftsfähige Schule zu gestalten.

  • Analyse der aktuellen gesellschaftlichen Überforderungssituation der Schule.
  • Diskussion über Chancengleichheit und bildungspolitische Zielsetzungen.
  • Evaluierung von Schulentwicklungskonzepten und deren Steuerungsprozessen.
  • Untersuchung des Potenzials sozialpädagogischer Ansätze und der Kooperation mit der Jugendhilfe.
  • Konkretisierung von Standards für eine gelingende Schulsozialarbeit.

Auszug aus dem Buch

1.1 Ambivalente Funktionszuweisungen

Die genauere Erörterung des Verhältnisses von Schule und Gesellschaft ist innerhalb der Sozialwissenschaft Gegenstand der Theorie der Schule. Über Notwendigkeit, Nutzen und Brauchbarkeit dieser Theorie wurde lange Zeit gestritten, bis Helmut Fend 1980 mit seiner Theorie der Schule ein empirisch begründetes Werk vorlegte. Dieses ist seitdem mehr als nur ein Beleg für die Möglichkeit einer adäquaten Forschung in diesem Zweig, sondern wird vor allem immer dann wieder herangezogen, wenn es um die Beschreibung der gesellschaftlichen Funktionen von Schule geht. Auch ich möchte in diesem Kapitel auf die von Fend beschriebenen Reproduktionsfunktionen der Schule eingehen, um auf der Grundlage der sich aus ihnen ergebenden Spannungen die Situation der Schule als grundlegend belastet hinsichtlich ihrer Weiterentwicklung zu kennzeichnen.

Gesellschaftliche Funktionen beschreiben das Verhältnis eines Subsystems zur Gesellschaft und bezeichnen den gesellschaftlichen Nutzen. Ein System wird demgegenüber dysfunktional genannt, wenn für die Gesellschaft ein Schaden entsteht (vgl. Meyer, 1997, 295f). Fend (1980) nähert sich der Schulen als gesellschaftlichen Systemen, als „Institutionen der gesellschaftlich kontrollierten und veranstalteten Sozialisation“ (ebd., 2) und entwickelt unter Bezugnahme auf die strukturell-funktionale Tradition Parsons drei grundsätzliche Funktionen von Schule: Die Qualifikations-, die Selektions- und die Legitimationsfunktion.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Die aktuelle Überforderung der Schule – Sozialpädagogische Überlegungen: Diese Sektion beleuchtet das Spannungsfeld, in dem sich Schule aufgrund widersprüchlicher gesellschaftlicher Erwartungen befindet, und diskutiert das Postulat der Chancengleichheit sowie moderne Bildungsbegriffe.

II. Wege aus der Überforderung – Schulentwicklung und Schulsozialarbeit: Dieser Teil analysiert Ansätze der Schulentwicklung und untersucht, wie professionelle Schulsozialarbeit durch Kooperation mit der Jugendhilfe als Impulsgeber für die Weiterentwicklung der Schule fungieren kann.

Schlüsselwörter

Schulentwicklung, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe, Chancengleichheit, Bildungsreform, Lebensweltorientierung, Partizipation, Sozialpädagogik, Schulpädagogik, Bildungssystem, Selbstorganisation, Autonomie, Schulkultur, Kooperation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gegenwärtige Krise des Bildungssystems und diskutiert Möglichkeiten, wie Schule durch sozialpädagogische Unterstützung weiterentwickelt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die aktuelle Überforderung des Schulsystems, die Bedeutung von Chancengleichheit, Konzepte der Schulentwicklung sowie die Kooperation von Schule und Jugendhilfe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach der spezifischen Problematik der Schule heute und untersucht, ob und wie Schulsozialarbeit einen Beitrag zur Lösung dieser Schwierigkeiten leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Diskursanalyse, die aktuelle schulpädagogische und sozialpädagogische Fachliteratur sowie bildungspolitische Dokumente kritisch zueinander in Bezug setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die gesellschaftlichen Ursachen schulischer Überforderung diskutiert, gefolgt von einer Analyse gängiger Schulentwicklungskonzepte und der Rolle der Schulsozialarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Schulentwicklung, Schulsozialarbeit, Lebensweltorientierung, Partizipation und Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe stehen im Zentrum der Arbeit.

Warum wird das "Haus des Lernens" als Konzept angeführt?

Das "Haus des Lernens" dient als Beispiel für einen ganzheitlichen Ansatz, der Bildung nicht als bloße Stoffvermittlung versteht, sondern als aktiven, subjektorientierten Prozess.

Welche Bedeutung hat das Kooperationsmodell der Jugendhilfe für die Schule?

Die Kooperation ermöglicht der Schule den Zugriff auf sozialpädagogische Fachlichkeit, um Schüler individueller zu fördern und auf deren Lebenswelt einzugehen, was intern allein oft nicht leistbar ist.

Ende der Leseprobe aus 140 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schulentwicklung durch Schulsozialarbeit
Untertitel
Eine Möglichkeit zum Abbau schulischer Überforderung
Hochschule
Universität Trier
Note
1,5
Autor
Markus Gödtel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
140
Katalognummer
V149391
ISBN (eBook)
9783640603909
ISBN (Buch)
9783640604043
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schulsozialarbeit Schulentwicklung Organisationsentwicklung Sozialpädagogik Erziehungswissenschaften Schule Gesellschaft Soziale Arbeit Schulpolitik Lebensweltorientierung Chancengleichheit Autonomie der Schule Schule und Jugendhilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Gödtel (Autor:in), 2003, Schulentwicklung durch Schulsozialarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149391
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  140  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum