I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Forschungsansätze von Eucken und Böhm 2
2.1 Walter Eucken 2
2.2 Franz Böhm 4
3 Vergleich zu Hayek und Hoppmann 5
3.1 Friedrich August von Hayek 5
3.2 Erich Hoppmann 6
4 Aktualität ordoliberaler Forschungsaktivitäten 7
4.1 Wettbewerbspolitischer Ansatzpunkt im Wandel der Zeit 7
4.2 Aktuelle Brisanz anhand des
Finanzmarktstabilisierungsgesetzes (FMStG) 7
5 Fazit 8
Literaturverzeichnis III
Verzeichnis der Internetquellen V
II
Abkürzungsverzeichnis
Effect Based Approach EBA
Finanzmarktstabilisierungsgesetz FMStG
Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH
More Economic Approach MEA
Nationalsozialismus NS
Sogenannte Sog.
1
1 Einleitung
Die Freiburger Schule, mit ihren ordnungspolitischen Konzepten und Ideen, prägte die deutsche Politik in der Phase des wirtschaftlichen Aufbaus nach dem zweiten Weltkrieg. 1 Die sich in den dreißiger Jahren formierende ordoliberale Richtung, verband vor allem eine gemeinsame wirtschafts- und gesellschaftspolitische Vorstellung. Trotz dieser verbindenden Gemeinsamkeiten, war sie von einem übergreifenden theoretischen Konzept weit entfernt. 2
Der Begründer des Ordoliberalismus, Walter Eucken, gilt als einer der geistigen Väter der sozialen Marktwirtschaft. Sein Forschungsprogramm nahm Einfluss auf die deutsche Wirtschafts- und Sozialpolitik. 3 Die Zerstörung des kritischen Denkens, welche von den Wegbereitern des Nationalsozialismus (NS) forciert wurde, versuchte Eucken schon seit Ende der zwanziger Jahre zu verhindern und initiierte Anfang der dreißiger Jahre ein Projekt zur Schaffung einer freien Gesellschaft. Die Arbeit an einer allgemeinen Wirtschaftstheorie, welche die Analyse konkreter Machtverhältnisse ermöglichen sollte, führte zur Entstehung der Ordnungstheorie, die seine Veröffentlichungen in der NS-Zeit prägte. 4
Die vorliegende Arbeit soll dem Leser einen Einblick in die Forschungsarbeit von Eucken und Böhm auf der einen, und Hayek und Hoppmann auf der anderen Seite ermöglichen. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, welche Schwerpunkte die einzelnen Ökonomen bei Ihrer Forschungsarbeit gesetzt haben und insbesondere, welche Gemeinsamkeiten zu beobachten sind. Nach einer Darstellung der jeweiligen Forschungsansätze wird im darauf folgenden Abschnitt versucht, die Aktualität der Einflussnahme von Interessengruppen auf den wirtschaftspolitischen Prozess zu erläutern, indem auf eine aktuelle wirtschaftspolitische Diskussion eingegangen wird. Aufgrund des Umfangs der Arbeit wird bewusst eine Dar-stellungsform gewählt, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Vielmehr soll dem Leser in anschaulicher Weise, eine kurze aber prägnante Darstellung des Kernpunktes der Forschungsarbeiten von Eucken, Böhm, Hayek und Hoppmann dargelegt werden.
1 Vgl. Nützenadel (2005) S. 42.
2 Vgl. Nützenadel (2005) S. 41.
3 Vgl. Mestmäcker (1990) S. VII.
4 Vgl. Oswalt (2008) S. 119.
2
2 Forschungsansätze von Eucken und Böhm
2.1 Walter Eucken
Die Politik des „Laissez-faire“ 5 , die bis zum ersten Weltkrieg verfolgt wurde, erklärte Eucken als gescheitert. Freiheit wurde durch Kartellbildungen und Unternehmenskonzentrationen bedroht und damit die soziale Sicherheit gefährdet. Die Wirtschaftspolitik der Weimarer Republik, mit ihren andauernden punktuellen Interventionen, die das Wirtschaftsgeschehen beeinflussten und den wirtschaftlichen Misserfolg mit sich brachten, stellten für ihn ebenso wenig einen adäquaten Lösungsansatz dar, wie die durch Unterdrückung des Einzelnen gekennzeichnete Politik der Zentralverwaltungswirtschaft. 6
Seine „Politik der Wirtschaftsordnung“ ist als Antwort zu werten, die weitgehend als Manifest normativen Ordnungsdenkens betrachtet werden kann. Sie wird in seinem posthum veröffentlichten Werk, „Grundsätze der Wirtschaftspolitik“, vorgestellt und ausführlich erläutert. Es werden zunächst die konstituierenden Prinzipien aufgezählt, die zur Herstellung einer Wettbewerbsordnung notwendig sind. Im Anschluss wird auf die notwendigen regulierenden Prinzipien eingegangen, welche für die Erhaltung der Funktionsfähigkeit des Wettbewerbs unerlässlich sind. Eucken zählt dabei sieben konstituierende und vier regulierende Prinzipien auf. Als das zentrale Grundprinzip der konstituierenden Prinzipien, ist die Herstellung eines funktionsfähigen Preissystems bei vollständiger Konkurrenz zu sehen. 7 Dabei ist hervorzuheben, dass für Eucken das Leitbild der „vollständigen Konkurrenz“ dem des „Leistungswettbewerbs“ entspricht.
Das zweite der konstituierenden Prinzipien zielt auf das „Primat der Währungspolitik“ ab. Die Regulierung der Geldmenge soll nach festen Regeln erfolgen, um so die Lenkungsfunktion des Preissystems zu wahren. Der Vorschlag Euckens sieht konkret eine feste Bindung der Geldschöpfung an durchschnittliche Knappheiten eines Warenbündels vor, die sog. „Waren-Reserve-Währung“. 8
Um die Wirksamkeit der Koordinations- und Kontrollfunktion des Wettbewerbs zu ermöglichen, muss freier Marktzutritt vorherrschen. Vor allem die Aufhebung von Zöllen und Mengenbeschränkungen im internationalen Handel, Gewerbefrei-
5 Das wettbewerbspolitische Leitbild des „Laissez-faire“ setzte auf Freiräume für die private Eigeninitiative und beschränkte die Rolle des Staates auf das Notwendigste.
6 Vgl. Kruber (2002) S. 43.
7 Vgl. Eucken (1990) S. 254 - 304.
8 Vgl. Eucken (1990) S. 256 - 264.
Arbeit zitieren:
Lars Krueger, 2010, Die Aktualität der Freiburger Tradition der Ordnungsökonomik, München, GRIN Verlag GmbH
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