1. Inhalt
1. Inhalt 2
2. Allgemein 5
2.1. Wissenschaft (Definition) 5
2.2. Gütekriterien (Definition) 5
2.3. Wie findet man ein interessantes Forschungsthema? 6
2.4. Literaturrecherche 7
3. Wissenschaftliche Arbeit 7
3.1. Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit 7
3.1.1. Aufbau einer Haus- / Seminararbeit 7
3.1.2. Aufbau einer Diplom-/Magisterarbeit oder Dissertation 7
3.2. Gliederung einer wissenschaftlichen Arbeit 8
3.2.1 Allgemein 8
3.2.2 Chronologische Gliederung 9
3.2.3. Systematische Gliederung 9
3.2.4. Deduktive Gliederung 9
3.2.5. Induktive Gliederung 10
3.2.6. Ursache-Wirkung-Gliederung 10
3.2.7. Relationsgliederungen 11
3.2.8. Empirische / Naturwissenschaftlichen Gliederungen. 12
3.3. Arten von Zitaten 13
3.3.1. Großzitate (Zitate ganzer Werke) 13
3.3.2. Kleinzitate (auszugsweise Zitate, z. B. einzelne Sätze oder Gedankengänge) 13
3.3.3. Bildzitate 13
3.3.4. Filmzitate 13
3.3.5. Wörtliches Zitat ( direktes Zitat) 13
3.3.6.Sinngemäßes Zitat ( indirektes Zitat) 14
3.4. Korrektes Zitieren 14
3.4.1.ISO-Norm 14
3.4.2. Fußnoten, Quellenverwaltung und Zitate einfügen und verwalten 14
3.4.3. Zitieren aus Büchern und Buchabschnitten 15
3.4.4.Zitieren aus Zeitschriftenaufsätzen oder Zeitungsartikeln 15
2
3.4.5. Zitieren aus Sammelwerken 16
3.4.6. Sonderformen 16
3.5. Formale Gestaltung einer wissenschaftlichen Arbeit 19
3.5.1. Schriftart 19
3.5.2. Zeilenabstand. 19
3.5.3. Schriftgröße 19
3.6. Art und Weise der Argumentation in einer wissenschaftlichen Arbeit 20
3.7. Wie schreibt man eine wissenschaftliche Arbeit? 21
3.7.1. Erste Phase: Planung des Projektes 21
3.7.2. Zweite Phase: Sammlung der Daten 21
3.7.3. Dritte Phase: Auswertung 21
3.7.4. Vierte Phase 21
4. Wissenschaftliche Forschung 21
4.1. Untersuchungsziele einer Forschungsarbeit 21
4.2. Vorgehensweise bei einer wissenschaftlichen Untersuchung 22
4.3. Arten von Hypothesen 22
4.3.1. Zusammenhangshypothese 22
4.3.2. Unterschiedshypothese 23
4.3.3.Empirisch-wissenschaftliche Hypothesen 23
4.4. Unterschied zwischen einer Theorie und einer Hypothese 23
5. Sozialforschung 24
5.1. Unterschied zwischen qualitativer und quantitativer Sozialforschung 24
5.1.1. Quantitative Sozialforschung 24
5.1.2. Qualitative Sozialforschung 24
5.1.3. Gegenüberstellung der beiden Ansätze 25
5.2. Qualitative Interviews - Formen und Verwendung 26
5.3. Verwendung einer Beobachtung 27
5.4. Verwendung einer Gruppendiskussion 27
5.5. Verwendung einer Inhaltsanalyse 28
6. Datenauswertung 28
6.1. Arten der qualitativen Datenauswertung 28
6.2. Arten der quantitativen Datenauswertung 29
6.2.1. Explorative Datenanalyse 29
3
6.2.2. Populationsbeschreibende Datenanalyse 29
6.2.3. Hypothesentestende Datenanalyse 29
7. Zusammenfassung 30
8. Literaturverzeichnis 31
9. Abbildungsverzeichnis 32
10. Quellenverzeichnis 33
11. Abkürzungsverzeichnis 34
4
In den deutschen Standardnachschlagewerken (Duden, Brockhaus) wird der P]((ct]vZ(^(}oPvuv definiert:
ct]vZ(]er Inbegriff des durch Forschung, Lehre und überlieferter Literatur gebildeten, geordneten und begründeten, für gesichert erachteten Wissens einer Zeit; auch die für seinen Erwerb typische methodischsystematische Forschungs- und Erkenntnisarbeit sowie ihr organisatorisch-institutioneller Rahmen.
Hauptziel der Wissenschaft ist die rationale, nachvollziehbare Erkenntnis der Zusammenhänge, Abläufe, Ursachen und Gesetzmäßigkeiten der natürlichen wie der historischen und kulturell geschaffenen Wirklichkeit; neben der Erweiterung des Wissens über die Welt liefern vor allem Naturwissenschaft und Technik die Mittel zu vorausschauender Planung und gezielter Veränderung der Wirklichkeit Als Hauptmerkmal der Wissenschaft wird (außer im Marxismus) eine von Wertungen, Gefühlen und äußeren Bestimmungsmomenten freie, auf Sachbezogenheit gründende Objektivität angesehen, welche neben dem methodischen Konsens die Verallgemeinerungsfähigkeit und allgemeine Nachprüfbarkeit wissenschaftlicher Aussagen begründet." (5)
Bei der Wissenschaft handelt es sich um die "Gesamtheit der planmäßigen Bemühungen des Menschen, vernunftgemäße Erkenntnisse und wahre, nachprüfbare Aussagen über die Natur und den Menschen zu gewinnen. Die Wissenschaft als Ganzes ist in viele unterschiedliche Einzelwissenschaften unterteilt, die nach dem Objekt ihrer Erkenntnis und nach ihrer Methode und Zielsetzung unterschieden und benannt werden. Man spricht von Naturwissenschaften, die ihre Erkenntnisse durch Experimente (Versuche) gewinnen und in mathematisch begründeten Formeln ausdrücken, und von Geisteswissenschaften (alle Wissenschaften, die nicht Naturwissenschaften sind, mit Ausnahme der Mathematik), die weniger auf allgemeine Gesetzmäßigkeiten als auf historische Einmaligkeit gerichtet sind und das geistige Schaffen des Menschen in seiner Zeit und seiner Wechselwirkung zur Gesellschaft untersuchen." (6)
Bei Gütekriterien handelt es sich um Kriterien zur Beurteilung der Datenqualität, die im Rahmen eines Messvorganges erhoben werden oder Kriterien zur Beurteilung der Qualität von Ergebnissen aus Analysen (1).
Es wird zwischen den folgenden Gütekriterien unterschieden:
N Objektivität
N Reliabilität N Validität
Nur wenn diese Gütekriterien in einem bestimmten Umfang berücksichtigt werden, können aus einer Analyse (= Messvorgang) auch verlässliche Schlussfolgerungen gezogen werden.
Eines der Gütekriterien ist bei empirischen Tests und Untersuchungen die Objektivität. Dabei ist eine Analyse nur dann objektiv, wenn die Ergebnisse der Messung nicht vom Untersuchungsleiter abhängig sind.
Es gibt sowohl die Durchführungsobjektivität (= keine Beeinflussung der Ergebnisse durch äußeres Erscheinungsbild, und / oder das Ziel- und Wertsystem des Untersuchenden), als auch die Auswertungsobjektivität (besonders bei standardisierten Fragen) und die Interpretationsobjektivität (= wenig bis kein Spielraum für subjektive Interpretationen durch den Leiter der Untersuchung) (2).
5
Die Reliabilität einer Analysemethode gibt an, inwieweit die Messergebnisse übereinstimmen, die unter identischen Bedingungen mit dem gleichen Messverfahren erreicht werden. Sie wird auch häufig als Korrelation zwischen zwei Messreihen berechnet (3).
Methoden zur Analyse:
Test-Retest-Reliabilität: Hier werden die Einstellungen einer Gruppe korreliert, die mit der gleichen Methode zu unterschiedlichen Zeitpunkten gemessen werden (3).
Äquivalente Messungen: Es werden die Einstellungen einer Gruppe, die mit verschiedenen, aber als äquivalent eingeschätzten Analysemethoden gemessen werden, korreliert (3).
Bei parallelen Messungen wird die Einstellung einer Gruppe zwei Mal gemessen, allerdings wird die Messung mit verschiedenen Items vorgenommen (3).
Unter der Validität (= Gültigkeit) versteht man das Ausmaß, in dem eine Messmethode tatsächlich das Konstrukt misst, das auch gemessen werden soll. Sie erhält eine besondere Relevanz bei der Messung von nicht direkt beobachtbaren theoretischen Konstruktionen, wie z.B. Motivation etc. (4).
Man unterscheidet zwischen der Inhalts-Validität (=Content-Validity) (4) und der Kriterien-Validität (= Criterion-Validity) (4). Die Inhalts-Validität bezieht sich dabei auf die Gültigkeit des Inferenz-/Induktionsschlusses und zeigt an, inwieweit die beobachtete Wirkung auch für die relevante Grundgesamtheit gilt (4). Dagegen wird bei der Kriterien-Validität die Gültigkeit durch einen Vergleich mit einem beobachteten Kriterium analysiert. Stellt man zwischen dem beobachteten Verhalten und dem Verhalten, das aus der Messung von Einstellungen vorhergesagt wurde, einen Zusammenhang (= Korrelation), nennt man dies Vorhersage-Validität (= Predictive-Validity) (4). Wenn aber die Einstellung und das Verhalten zeitgleich gemessen werden, ist dies als Übereinstimmungsvalidität (=Concurrent-Validity) definiert (4).
Man spricht von einer Konstrukt-Validität (=Construct-Validity) (4), wenn die Ergebnisse aus mehreren Analysen eines theoretischen Konstrukts unter Verwendung unterschiedlicher Methoden korrelieren (=Convergent-Validity) (4) oder aber die Resultate aus mehreren Analysen verschiedener Konstrukte korrelieren (=Discriminant-Validity) (4).
Die interne Validität stellt den Maßstab für die Sicherheit dar, mit der der beobachtete Effekt wirklich der experimentell veränderten Variablen zugeschrieben werden kann (4).
Bei der externen Validität werden die Inhalts- und die Vorhersage-Validität zusammengefasst (4).
Im Gegensatz zur objektiven Betrachtungsweise gibt es auch die Anschauungs-Validität (= Face-Validity), bei der die subjektive Einschätzung von Experten(=Expertenbefragung) mit den Ergebnissen übereinstimmt (4).
Es gibt vielfältige Wege um interessante Themen zum Erstellen einer Diplomarbeit bzw. Dissertation, aber auch für Haus- und Seminararbeiten zu finden. Oft können interessante Artikel aus der aktuellen Fachliteratur und aus Fachzeitschriften für den Bereich Print Ideen für eine wissenschaftliche Arbeit beinhalten, aber auch Radio, TV und Internet mögliche Quellen. Vorlesungen, Material aus diesen Lehrveranstaltungen bieten ebenfalls Ansätze für ein Forschungsthema.
Auch persönliche Fragen oder Fragestellungen aus dem Berufsumfeld (z.B. für eine Masterarbeit) können in einer Arbeit ausgestaltet werden. Natürlich bieten auch Forschungsinstitute sowie Firmen und Organisationen, z. B. im Rahmen von komplexen Forschungsprojekten Themen für eine wissenschaftliche Arbeit (7).
6
Folgende Schritte sind sinnvoll, um sich in der Fülle der (Forschungs-) Literatur zurechtzufinden und um nach geeigneten Literaturquellen für die Forschungsarbeit zu recherchieren (8):
Beim Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit unterscheidet man, ob es sich um eine Haus- oder Seminararbeit oder aber um eine Diplom- / Magisterarbeit oder Dissertation handelt. Dabei gibt es noch Gestaltungsvarianten, die von der jeweiligen Hochschule vorgegeben werden.
Diese Variante einer wissenschaftlichen Arbeit gliedert sich wie folgt (9):
1. Titel- bzw. Deckblatt
2. Vorwort
3. Inhaltsverzeichnis und Abbildungsverzeichnis (ggf. auch nach dem Literaturverzeichnis)
4. Textteil mit Einleitung, Hauptteil und Schluss
5. Literatur- und Quellenverzeichnis
6. falls vorhanden Anhang, Quellen Fragebögen
Eine Diplomarbeit bzw. eine Dissertation gliedern sich folgendermaßen (10):
1. Leeres Blatt
2. Titel- / Deckblatt (oder vorgegebenes Formular)
3. ehrenwörtliche Erklärung (falls nicht auf dem Deckblatt)
4. Vorwort
5. Inhaltsverzeichnis und Abbildungsverzeichnis (ggf. auch nach dem Literaturverzeichnis)
6. Textteil (Einleitung, Hauptteil, Schluss)
7. Literatur- und Quellenverzeichnis
8. Anhang
9. Leeres Blatt
7
Es existieren verschiedene Gliederungsmodelle, wie eine wissenschaftliche Arbeit aufgebaut werden kann. In erster Linie richtet sich die Art der Gliederung nach der Themenstellung oder aber auch nach dem Fachbereich der wissenschaftlichen Arbeit:
Es wird zwischen einer alpha-numerischen Bezeichnung und einer numerischen Bezeichnung einer Gliederung unterschieden (11). Diese Gliederungsvarianten sind bereits durch Microsoft WORD vorgegeben oder können benutzerdefiniert gestaltet werden:
Abb.1. alpha-numerische und numerische Gliederungsvarianten
A. Einleitung
B. Hauptteil
C. Fazit (12)
Abb. 2: Numerische Bezeichnungen
Bei der chronologischen Gliederung (15) werden die Ergebnisse in einer zeitlichen Reihenfolge dargestellt indem die unterschiedlichen Phasen bzw. die fortlaufende Entwicklung beschrieben werden. Diese Variante bietet sich an, wenn sich die Thematik erst durch eine chronologische Anordnung erschließt (z.B. historische Themen).
Die systematische Gliederung wird bei einer gleichen Gewichtung der Unterpunkte angewendet. Dabei werden die Antworten auf die Unterfragen zum gewählten Thema gleichberechtigt aneinander gereiht. Diese Art der Gliederung wird sehr häufig angewendet (16). Es besteht aber auch die Möglichkeit bei dieser Variante der Gliederung die Unterpunkte hierarchisch anzuordnen, wenn das dadurch besser dargestellt werden kann (17).
Bei der deduktiven Gliederung ist die Struktur durch Hypothesen und ihre Belege bestimmt und führt von der Theorie (Hypothese) zur Anwendung (Beleg) (18).
9
Arbeit zitieren:
Brunhilde Fellermeier, 2010, Wie schreibt man eine wissenschaftliche Arbeit?, München, GRIN Verlag GmbH
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