Inhaltsverzeichnis
1. Die Entstehung des Konzentrationslagers Mauthausen 3
2. Die Häftlinge des Konzentrationslagers 4
3. Die Bewacher 6
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'LHÄ)XQNWLRQGHV/DJHU XQGGHVVHQ HGingungen
5. Überlebensdauer im Konzentrationslager Mauthausen 8
6. Anzahl der Toten 9
7. Die Nebenlager Gusen I, II, III und Ebensee 9
8. bQGHUXQJGHVÄ QIRUGHUXQJVSURILOV 10
9. Tagesablauf eines Häftlings 11
10. Häftlingsgesellschaft 12
11. Die Helfer der SS 12
11.1. Die Bewachungsmannschaft 13
11.2. Fluchtversuche 13
12. Die Befreiung 15
13. Resümee 16
14. Literaturverzeichnis 17
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1. Die Entstehung des Konzentrationslagers Mauthausen
Am 30. Jänner 1933 wurde Adolf Hitler von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Damit fand der Aufstieg der NSDAP und des Personenkreises um Hitler seinen vorläufigen Höhepunkt. (vgl. Die vergessenen Frauen von Mauthausen, S. 11) Die Errichtung des Konzentrationslagers Mauthausen durch die SS erfolgte im August 1938, fünf Monate nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Der Grund für die Wahl Mauthausens als Standort eines Konzentrationslagers waren die sich dort befindenden Granitsteinbrücke.
Die SS eigene Firma DEST sollte die Steinbrüche erwerben und wirtschaftlich nützen. Der zu erwartende Bedarf an Granitsteinen für die von Adolf Hitler geplanten Grossbauten in den einzelnen Führerstädten wie beispielsweise Linz, das zur Kunst und Kulturmetropole ausgebaut werden sollte, versprach riesige Gewinne. Die KZ Häftlinge konnten als billige Arbeitskräfte im Steinbruch eingesetzt werden. (vgl www.mauthausen-memorial.gv.at) $P$XJXVWZXUGHQLQGHQ6WHLQEUXFKÄ:LHQHU*UDEHQ³+lIWOLQJHGHV
Konzentrationslagers Dachau überstellt und es begann der Aufbau des Konzentrationslagers Mauthausen. Das Lager Mauthausen (von der SS MannschafWÄ0XWWHUODJHU³JHQDQQWIUGDV gesamte Österreichische Gebiet. Der Lagerverwaltung Maushausen unterstanden 49 ständig existierende Nebenlager. (vgl.Mauthausen 8.8.1938-5.5.1945 S.7) Die Geschäftsführung der DEST übernahm SS-Obergruppenführer Oswald Pohl. Arthur Ahrens und Dr. Walter Salpeter, ebenfalls zwei hochrangige SS-Offiziere zeichneten als erste Gesellschafter treuhändisch für je 10.000 Reichsmark des zur Verfügung gestellten Anfangskapitals. Dass sich die SS in der Wirtschaft engagierte, war nichts Außergewöhnliches. Am Höhepunkt ihrer ökonomischen Machtenfaltung kontrollierte sie über das SS- Wirtschaftsverwaltungshauptamt ein Firmenimperium von rund 150 Werken in den verschiedensten Branchen.
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Bevor nach mit dem Bau des Konzentrationslagers begonnen wurde, erwarb die DEST die 6WHLQEUFKHÄ:LHQHU*UDEHQ³XQGÄ0DUEDFKHU%UXFKEHL0DXWKDXVHQ1DFKNXU]HQ Verhandlungen wurde man sich einig und am 16. Mai 1938 nahm die SS mit dreißig Mitarbeiten den Betrieb auf.
2. Die Häftlinge des Konzentrationslagers
Drei Monate später, am 8. August, wurden als erste Lagerhäftlinge 300 Mann aus dem Konzentrationslager Dachau nach Mauthausen überstellt. Einige Deutsche, aber zum allergrößten Teil Österreicher, die wegen ihrer Vorstrafen im Sommer 1938 im Zuge der vorbeugenden Verbrecherbekämpfung verhaftet worden waren und nun für Aufbauarbeiter in der Heimat eingesetzt wurden.
Hitler, dessen Leibarchitekt Albert Speer und der Reichsführer der SS, Heinrich Himmler, so sagt man, waren gemeinsam auf die Idee gekommen, Häftlinge zu verschiedensten Arbeiten heranzuziehen. Die waren nicht teurer und gleichzeitig konnten unerwünschte Volkstumangehörige durch Arbeit zum Tobe befördert werden. Die Rechnung stimmt allemal. Die SS-Lagerverwaltung kostete ein Häftling keine Mark vierzig pro Tag, an Firmen wurde ein Häftling jedoch um bis zu fünf Reichsmark vermietet. Genommen wurde selbst von den Toten. Mit Menschenhaar wurden Matratzen gefüllt und Filzstiefel hergestellt. Jede Leiche wurde vor ihrer Einäscherung nach Goldplomben überprüft. Selbst die Asche aus den Krematorien wurde genutzt und fand zusammen mit Schlacke und Kohlenresten beim Straßenbau Verwendung. (vgl. Die Hatz, S 10.) Zur Umsetzung dieser Vernichtungsmaschinerie sollten Konzentrationslager an Orten errichtet werden, an denen die Gräueltaten der Nationalsozialisten ungestört vollzogen werden konnten. Die Ermordung von Häftlingen unter Ausschöpfung ihrer Arbeitskraft, der sog. Ä9HUQLFKWXQJGXUFK$UEHLW³ZXUGHHLQHgroße Ä%HGHXWXQJ³]XJHPHVVHQYJO'Le Organisierte Massenvernichtung, S. 11ff)
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Es begann der Aufbau des Hauptlagers Mauthausen und im Herbst 1939 der Bau des Nebenlager Gusen. Das Mauthausener Lager wuchs. Im Spätsommer 1939 war mit der Errichtung von zwanzig Baracken der Aufbau des Lagers 1 abgeschlossen. 1941 und 1944 wurde das Stammlager um zehn weitere Baracken, die Lager 2 und Lager 3 erweitwert. Um die drei Lager eine zweieinhalb Meter hohe Steinmauer, siebenhundert Meter lang, obendrauf Stacheldraht geladen mit 380 Volt. Wachtürme mit MG Posten sowie Tiefstrahler versuchten Ausbrüche zu verhindern. (vgl. Die Hatz, S 10.)
Im Konzentrationslager Mauthausen waren außer österreichischen und deutschen Gefangenen alle europäische Nationen vertreten, als Tschechoslowaken, Polen Dänen; Norweger, Belgier, Franzosen, Holländer, Engländer, Luxemburger, Jugoslawen, Griechen, Albaner, Sowjetbürger, Italiener; Ungarn, aber auch einzelne Staatsbürger von neutralen oder mit Deutschland befreundeten Staaten. So gab es einige Bulgaren, Schweizer, Rumänen, Araber, Chinesen und etwa 7200 Spanier, vorwiegend Soldaten der republikanischen Armee, im Jahre 1939 nach Frankreich emigriert waren.
Im Jahr 1938 wurden in das Konzentrationslager Mauthausen 1030 Häftlinge eingewiesen. Es waren Häftlinge die sich in arbeitsfähigem Alter befanden und die entweder wegen ihrer kriminellen Vorstrafen (nicht wegen strafbarer Handlungen) oder als Asoziale qualifiziert, im Jahre 1938 festgenommen wurden.
Im Frühjahr 1939 kamen aus dem damaligen Sudetengebiet kommunistische und einzelne sozialistische Funktionäre und dann mehrere Hundert aus rassischer Gründen festgenommen und als Asozial eingestufte burgenländische Zigeuner. Im September 1939 sind aus dem vorübergehend aufgelassen KL Dachau 749 politische Häftlinge, etwas 1000 Asoziale sowie Kriminelle und der erste jüdische Häftlinge überstellt worden. Unter den Dachauer Häftlingen waren etwas 13o Österreicher, weiters einzelne Priester und kommunistische Aktivisten. (Mauthausen S.9ff)
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Arbeit zitieren:
Markus Santner, 2008, Die Häftlinge vom Konzentrationslager Mauthausen, München, GRIN Verlag GmbH
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