1. Grundfragen und Grundbegriffe der Sozialisationsforschung
1.1 Der Sozialisationsbegriff nach Hurrelmann
Hurrelmann zufolge beschreibt Sozialisation die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen in dessen Biografie: an der wechselseitigen Abhängigkeit von persönlicher Ausstattung und (sozialer) Umwelt prozessiert die persönlichkeitsbildende Aus-einandersetzung mit sich selbst bzw. seinen natürlichen Anlagen und der äußeren Umgebung. 1 Hier wird ein systemisches Modell als grundlegendes Erklärungsmuster herangezogen, genauer kann hier von einer Verbindung zum sozialökologischen Ansatz gesprochen werden. 2
Vorläufiges Ziel stellt dabei die Herausbildung der sozial handlungsfähigen Persönlichkeit dar. Anstatt sich also - wie im Sinne Durkheims - an gesellschaftliche Umstände anzupassen, sollen subjektive Sprach-, Handlungs- und Selbstbestimmungsfähigkeiten entwickelt werden. 3 Dies bedeutet vor allem, dass sich im Zuge der Persönlichkeitsentwicklung zunächst über das Kindesalter Grundlagen der sozialen Handlungsfähigkeit bilden, welche sich dann im weiteren Lebenslauf immer stärker ausprägen und weiterentwickeln - vor allem durch erzieherische Maßnahmen werden diese Handlungsfähigkeiten gefördert, z.B. in der Schule, wo demokratisches, kritisches und vor allem selbstkritisches Denken erlernt werden soll unter Anleitung des pädagogischen Personals: Menschen versuchen, die Persönlichkeit anderer Menschen zu fördern. 4
Anhand verschiedener Lebenssituationen verändert sich das Bewusstsein über diese Handlungsfähigkeit; Anpassungen werden vorgenommen, es findet gleichsam ein Reifungsprozess statt, der an die sich verändernden Lebenslagen eines jeden Individuums gekoppelt ist. Somit handelt es sich bei Sozialisation immer um einen lebenslangen Prozess, der nie abgeschlossen ist gerade weil er sich an den veränderten Umständen über die Lebensalter vollzieht. Hieran lässt sich der moderne Bildungsbegriff beschreiben, der sich nicht - wie fälschlicherweise immer wieder angenommen wird - lediglich über die qualifiziert erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten, also
1 Vgl.: Hurrelmann, K.: „Einführung in die Sozialisationstheorie“, Weinheim, 2006, S. 15.
2 Der sozialökologische Ansatz konstatiert komplexe Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt, die die
Sozialisationsvorgänge ausrichten. Sowohl das Individuum als auch die Umwelt nehmen einen aktiven, gestalte-
rischen Status ein. Vgl. Zimmermann, P.: „Grundwissen Sozialisation“, Wiesbaden, 2006, S. 45.
3 Vgl.: Peuckert, R.; Scherr, A.: „Sozialisation“, in: Schäfers, B.; Kopp, J. (Hrsg.): „Grundbegriffe der Soziolo-
gie“, Wiesbaden, 2006, S. 266.
4 Vgl.: Brezinka, W.: „Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft“, München, 1999.
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Wissen und Können definiert, sondern über deren Verknüpfung mit der Haltung und Deutung verschiedener Lebenslagen und dem eigenen Verhalten. 5 Bildung als Teil persönlicher Sozialisation zielt damit konsequent auf die Identitätsentwicklung ab. Die Schule als exemplarische Anstalt zur Vermittlung von Kenntnissen stellt hier nur einen Bruchteil dessen zur Verfügung, was der Mensch in seiner ganzheitlichen Bildung im Rahmen von Sozialisation auf dem Weg zur Bildung seiner eigenen Identität benötigt.
In diesem Zusammenhang spielen deswegen auch spezielle historische Zeitrahmen eine große Rolle, die als gesellschaftliche „Großwetterlage“ auf das Individuum Einfluss nehmen. So ist es beispielsweise einleuchtend, dass sich Persönlichkeiten im Kontext von Kriegszeiten auf eine andere Art und Weise entwickeln als in Friedenszeiten. Dennoch werden sich die persönlichen Handlungsfähigkeiten eines jeden Individuums am Übergang von einer historischen Phase in die andere verändern - Anpassung wird sodann dort passieren, wo sie notwendig ist. Damit bleiben Individuen, die unter den Umständen von Krieg persönlich gereift sind, auch in Friedenszeiten handlungsfähig und verlieren nicht die Orientierung. In diesem Sinne kann von einer aktiven Auseinandersetzung mit persönlichen Lebensbedingungen gesprochen werden: Indem sich die Bedingungen der äußeren Realität 6 verändern muss sich das Individuum subjektiv mit veränderten Bedingungen auseinandersetzen, sie deuten und versuchen, sich auf der Grundlage der bisherigen Persönlichkeitsentwicklung an die veränderten Umstände anzupassen. Dabei bleibt das Individuum stets in einer gestalterischen Rolle, auch wenn die gesellschaftlichen Einflüsse vielerorts den Reifungsprozess erst in Gang bringen. 7
1.2 Drei Perspektiven bei der Untersuchung des Sozialisationsprozesses Anknüpfend an den vorangegangenen Absatz soll die These, die historischen Rahmenbedingungen nehmen markanten Einfluss auf die persönliche Entwicklung von Individuen, anhand eines Vergleichs zweier (deutscher bzw. westdeutscher) Frauen mit unterschiedlicher Kohortenzugehörigkeit verdeutlicht werden.
5 Vgl.: Wiater, W.: „Bildung und Erziehung als Aufgabe der Schule“, in: Apel, H. J.; Sacher, W. (Hrsg.): „Stu-
dienbuch Schulpädagogik“, Düsseldorf, 2007.
6 Äußere Realität beschreibt im Gegensatz zur inneren Realität eines Menschen nicht dessen körperliche und
psychischen Grundmerkmale, sondern die soziale und physikalische Umwelt, die den Menschen umgibt (Vgl.:
Hurrelmann, K.: Ebd., S. 15f).
7 Dabei zeichnen eher selten gesellschaftliche Wandlungsprozesse verantwortlich für die Persönlichkeitsreifung
eines Individuums. Häufiger erscheinen veränderte Lebenslagen auf der Mikroebene, die hervorgerufen werden
durch Umbrüche im familiären Umfeld, im Bereich der Erwerbstätigkeit oder durch Rollenkonflikte.
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Wird angenommen, dass eine der beiden Frauen 1925 und die andere 1985 zur Welt gekommen ist, so kann davon ausgegangen werden, dass sich beide am Ende ihres 85-jährigen Lebens in ihrer Persönlichkeit völlig unterscheiden, in der Prozesshaftigkeit der Entwicklung ihrer Persönlichkeit aber ähnlich sein werden. Dies hat drei zentrale Gründe:
Erstens werden beide hypothetischen Frauen in unterschiedliche historische Kontexte hineingeboren - während die Generation von 1925 in Zeiten wirtschaftlicher Missverhältnisse und anschließender totalitärer Herrschaft aufwächst lebt die Generation von 1985 in einer „Gesellschaft des Überflusses“ mit unbeschränktem Zugang zu Konsum und politisch liberalen Verhältnissen. Die Denkweise, die den beiden Frauen im Kindesalter zu Teil wird unterscheidet sich bereits stark: Hier geht es - überspitzt formuliert - ums Überleben und um Unterordnung, dort geht es um Auswahl und um Freiheit.
Zweitens gestalten sich die Lebensläufe beider Frauen in völlig unterschiedlicher Weise - unter den Bedingungen des Krieges und des Leidens zu sozial handlungsfähigen Persönlichkeiten gereift, steht für die Generation von 1925 der Übergang in Friedenszeiten und Wohlstand an. Die Frau emanzipiert sich zunehmend, auch weil noch immer viele Männer in Gefangenschaft verblieben sind. Bis zur Wiedervereinigung, die für viele Angehörige dieser Generation eine unvorstellbare Erleichterung bedeutet, steht sie doch symbolisch für das vorläufige Ende der atomaren Bedrohung in Europa, hat sich die Gesellschaft völlig verändert: der Wandel familialer Le-bensformen, zunehmende Individualisierung und die Abkehr von tradierten Mustern beeinflussen die individuellen Lebenswege und skizzieren die sich verändernden Lebensumstände. Mit 85 Jahren sieht sich die Generation von 1925 einem vereinigten, friedlichen Europa, schnellem technischen Fortschritt und einer Gesellschaft gegenüber gestellt, die vom Wert des Geldes und der Arbeit abhängt. Der Generation von 1985 dagegen sind diese Ereignisse jedoch nur aus Geschichtsbüchern bekanntsie hat sie nicht miterleben können. Dass die Lebensverhältnisse heute so sind, wie sie sind, kann sie aus persönlicher Sicht nicht nachvollziehen; sie muss sie einfach hinnehmen.
Drittens betrachtet die Frau aus der Kohorte von 1925 zu Ende ihres Lebens ihren Lebenslauf vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen und ihrer Sozialisation und wird damit zu einem anderen Ergebnis kommen, als eine Frau, die 1985 geboren wurde. Für erstere gilt das Wissen, dass der heute mögliche Konsum aus harter Arbeit her-
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vorgegangen ist, der wiederum eine harte Zeit des Leidens voranging. Um diesen beispielhaften Aspekt einmal auszuformulieren: Während die Dame von 1925 den Überfluss als Luxus und damit als Lohn für Arbeit empfindet wird die Dame von 1985 ihre Umwelt mit allen Möglichkeiten als selbstverständlich hinnehmen und zwar weil sie nichts anderes kennt; diese Gesellschaft ist die einzige, in der sie bisher gelebt hat - Veränderung nicht ausgeschlossen.
Der markante Punkt, der die beiden hier genannten Kohorten von einander unterscheidet und weswegen sie als in verschiedener Weise sozialisiert betrachtet werden können, sind die unterschiedlichen äußeren Umstände, die die beiden Leben beeinflussen und beeinflusst haben und deren Deutung für die eigene Haltung und das eigene Verhalten. 8 So kann zusammengefasst gesagt werden, dass in die Verarbeitung jedes Ereignisses die in der betreffenden Kohorte vorangegangenen Ereignisse mit eingehen und ihre subjektive Repräsentanz sich entsprechend verändert: jede Kohorte erfährt nicht nur einen bestimmten Satz von Erfahrungen, sondern verarbeitet auch objektive gleiche Ereignisse unterschiedlich. 9 Dass beide Frauen - unter welchen Umständen auch immer - einer prozesshaften Persönlichkeitsentwicklung unterliegen, bleibt aber, wie bereits oben angesprochen, unbestritten.
2 Einflüsse von biologischer Anlage und gesellschaftlicher Umwelt
2.1 Das Big-Five-Strukturmodell
Nach Costa & McCrae werden die folgenden fünf Persönlichkeitsfaktoren unterschieden, die sich jeweils in zwei bipolaren Dimensionen (hohe und niedrige Ausprägung) beschreiben lassen:
1. Neuroticism; Ausmaß der emotionalen Stbilität bzw. Labilität, 2. Extraversion; Ausmaß des motivationalen Bedürfnisses nach Stimulation, 3. Openess to Experience; Ausmaß der kognitiven Aktivität und der intellektuellen Offenheit,
8 Theoretisch kann hier allerdings bei beiden Frauen von einem Belastung-Bewältigungs-Modell (vgl.: Hurrel-
mann, K.: Ebd., S. 269ff) gesprochen werden, auch wenn sich die jeweiligen Belastungen stark voneinander
unterscheiden. Als Beispiel sei hier nur einmal angeführt, dass die Generation von 1925 der basalen Belastung
des Hungers ausgesetzt war. Demgegenüber steht die Generation von 1985, die einer Überfülle von Möglichkei-
ten gegenübersteht, ihren „Hunger“ zu stillen. Dennoch werden sich beide Frauen fragen oder gefragt haben:
„Was soll ich nur essen?“.
9 Vgl.: Geulen, D.: „Subjektorientierte Sozialisationstheorie“, Weinheim, 2005, S. 270. Geulen zitiert an dieser
Stelle das Beispiel, dass sich die Weltwirtschaftskrise 1929 auf verschiedene Kohorten unterschiedlich ausge-
wirkt hat.
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4. Agreeableness; Ausmaß der sozialen Kompetenz bzw. der „Freundlichkeit“, 5. Conscientiousness; Ausmaß der Gewissenhaftigkeit und der Selbstkontrolle. Die beiden Forscher gehen davon aus, dass es sich bei den genannten Faktoren um biologisch verankerte Merkmale handelt, die sich nur in den ersten drei Lebensjahrzehnten verändern. Für diese These spricht, dass die für das jeweilige Individuum relevanten Werte eines entsprechenden Tests ab dem 30. Lebensjahr weitgehend konstant bleiben und sich trotz des lebenslangen Prozesses der Persönlichkeitsentwicklung eben nur wenig verändern, obwohl intuitiv davon ausgegangen werden kann, dass das Individuum im weitern Verlauf seines Lebens verschiedenste Situationen durchlaufen und von diesen persönlich beeinflusst wird. 10 Weiterhin wird die These, dass die Persönlichkeitsfaktoren als genetische Merkmale zu betrachten sind, untermauert durch die Annahme, dass es sich hierbei um grundlegende Neigungen handelt, vor deren Hintergrund Situationen bewertet werden. 11 Das heißt, dass die charakterliche Anpassung nicht auf die Veränderung dieser Persönlichkeitsmerkmale abzielt, sondern durch sie hervorgerufen wird. Als ein Beispiel für diesen Vorgang ist Selektion: Eben weil beispielsweise ein Schüler kreativ und originell veranlagt ist, wird er sich im Kunst- oder Musikunterricht wohl fühlen und eher beteiligen als in anderen Fächern, obwohl er durch die Anpassung seiner grundsätzlichen Neigungen ein ähnliches Interesse für den Religions- oder Physikunterricht entwickeln könnte. Dennoch wird er sich für eine persönliche Schwerpunktsetzung im künstlerischen bzw. musischen Bereich entscheiden; er hat aufgrund seiner charakterlichen Eigenschaften selektiert.
Ein Einwand dagegen ist freilich die Auffassung, dass sich die persönlichen Eigenschaften durch die Anpassung von persönlichem Handeln aufgrund von Erfahrungen verändern. So beispielsweise durch die Erziehung der Eltern, die ihr Kind zu Ordentlichkeit und Hilfsbereitschaft erziehen -vor allem dann, wenn das Kind durch unbarmherziges Handeln oder durch geringe Selbstdisziplin aufgefallen ist.
10 Als lebensnahes Beispiel sei hier angeführt, welche Auswirkungen der Verlust einer lieben und vertrauten
Person zur Folge haben kann. So können kontaktfreudige und spaß- und vergnügungsorientierte Menschen mit
hoher Extraversion-Ausprägung plötzlich zu zurückhaltend und passiv eingestellten Personen werden, vor allem,
wenn zuvor die eigene Extraversion in bestimmten Maße an den Verstorbenen selbst gekoppelt war, wie z.B. bei
zwei guten Freunden, die seit ihrer Kindheit befreundet viele gemeinsame Aktivitäten unternommen haben. Der
„überlebende“ Freund wird die Ausübung ähnlicher Aktivitäten ohne den fehlenden Freund zukünftig wohl nicht
mehr in dem Maße genießen können, wie es noch zuvor der Fall war. Als extrem Form dieser Veränderung kann
hier die Depression angeführt werden.
11 Vgl.: Costa P. T.; McCrae, R. R.: “A five-factor theory of personality”, in: Pervin, L. A.; John, O. P. (Hrsg.):
“Handbook of Personality: Theory and Research”, New York, 1999.
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Rein objektiv betrachtet kann dabei vor dem Hintergrund der These, dass die Per-sönlichkeitsfaktoren - zumindest in Form von relativen Neigungen - genetisch verankert sind, nicht von einem signifikanten Unterschied zwischen Männern und Frauen ausgegangen werden. 12 Wird dagegen angenommen, dass sich die Persönlichkeits-faktoren im Prozess der Sozialisation hinreichend verändern (lassen), so kann gegenteilig behauptet werden, dass Geschlechterunterschiede nicht kategorisch auszuschließen sind. Dies vor allem deswegen, da kulturelle Wertvorstellungen von „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ die Unterschiede nach Körperbau und Organen ü-berformen. 13 In dem jeweiligen Reifungsprozess werden sodann nach Geschlechtern diejenigen Merkmale erzieherisch gefördert, die dem jeweiligen Rollenbild entsprechen.
2.2 Beeinflussung des Sozialisationsprozesses durch gesellschaftliche As-
pekte
In besonders starkem Maße nehmen die vier, von Talcott Parsons identifizierten, Teilsysteme der Gesellschaft Einfluss auf den Sozialisationsprozess. Hierzu gehören die AGIL-Teilsysteme: 14
1. Die Wirtschaft, die durch Verteilung von Ressourcen die Versorgung einer Gesellschaft sicherstellt (A),
2. Die Politik, die über die Setzung und Durchsetzung von Zielen die Gesellschaft gleichsam in Richtung der Ziel-Erreichung führt (G), 3. Das Sozialsystem, das über die Schaffung von stabilen Bindungen zwischen Mitgliedern einer Gesellschaft diese integriert (I),
4. Die Kultur, die die Bereitstellung von Werten und Überzeugungen in einer Gesellschaft aufrechterhält (L).
Die einzelnen Teilsysteme beeinflussen den Sozialisationsprozess indem über die Interaktionsmedien Geld, Macht, Einfluss und Wertbindung die Mitglieder des sozialen Systems „Gesellschaft“ animiert werden, an der Erhaltung desselben zu partizipieren: nur wenn die Strukturen der Subsysteme, die für das System „Gesellschaft“
12 Bei genetischer Veranlagung handelt es sich - abgesehen vom Fall der Vererbung, der zum Zeitpunkt des
Verfassens dieser Arbeit hinsichtlich der Big-Five Persönlichkeitsmerkmale noch nicht nachgewiesen werden
konnte - um eher zufällig auf die Individuen „verteilte“ Ausprägungen. Davon ausgenommen sind die nicht zu
den Persönlichkeitsmerkmalen der Big-Five zu zählenden geschlechtsspezifischen Unterschiede in Persönlich-keit und Verhalten, wie zum Beispiel verbale Fähigkeiten (ausgeprägt bei Frauen) und räumliches Orientie-
rungsvermögen (ausgeprägt bei Männern). Vgl. hierzu: Hurrelmann, K.: Ebd., S. 25.
13 Vgl.: Hurrelmann, K.: Ebd.
14 Vgl. hierzu die Ausführungen Talcott Parsons zum Problem sozialer Ordnung, nachzulesen in: Schneider, W.
L.: „Grundlagen der soziologischen Theorie - Bd. 1“, Wiesbaden, 2008, Kap. 2.
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Eike Christoph Windscheid, 2010, Sozialisation und persönliche Identität im Lebenslauf, München, GRIN Verlag GmbH
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