INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung 3
2 Intro zum Thema Kommunikation 3
3 Kommunikationsmodelle 7
3.1 Übersicht. 7
3.2 Watzlawick et al. 7
3.3 Schulz von Thun 8
3.3.1 Welche Intention verbirgt sich dahinter? 8
3.3.2 Das Modell: „Die 4 Seiten einer Nachricht“ 9
3.3.3 Feed Back. 11
4 Vorschläge zur effektiven Kommunikation 12
4.1 Personen-orientierte Maßnahmen. 12
4.1.1 Sachinhalt 12
4.1.2 Selbstoffenbarung. 13
4.1.3 Beziehungsseite. 13
4.1.4 Feedback 13
4.2 Interaktions-orientierte Maßnahmen 14
4.3 Organisations-orientierte Maßnahmen. 15
4.3.1 Spezialisierung. 16
4.3.2 Formalisierung 16
4.3.3 Hierarchie. 17
5 Resümee. 17
6 Literaturverzeichnis 19
7 Abbildungsverzeichnis. 19
2
Gibt es für eine Hausarbeit ein spannenderes Thema als das der Kommunikation? Zugegebenermaßen habe ich diese Frage etwas zugespitzt formuliert. Sicherlich gibt es für viele interessantere Thematiken als mein gewähltes. Ich hingegen habe aber außerordentliches Gefallen an der Kommunikatonspsychologie gefunden und mich tiefergehender mit der Materie „Kommunikation in Teams - Sprache und ihre Wirkung -“ beschäftigt.
Neben Definitionen und einem Input bezüglich Kommunikation wird das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun Gegenstand dieser Hausarbeit sein. Dieses Modell, das eine Möglichkeit bereithält, Sprache zu analysieren und sich der Wirkung gesprochener Worte bewusst zu werden, wird mich zu meiner Zielfrage bringen, wie man in Teams effektiv kommunizieren kann. Dabei werde ich meinen Augenmerk auf Personen-orientierte Maßnahmen legen, aber dennoch auf Interaktions- und Organisations-orientierte Möglichkeiten zur Verbesserung der Kommunikation eingehen.
Kommunikation begegnet uns fortwährend und „ist in unserem Leben von zentraler Bedeutung. Ob mündlich oder schriftlich, verbal oder non-verbal, direkt personal oder indirekt medial:
Kommunikation ist eine notwendige Voraussetzung für die Gestaltung und Entwicklung zwischenmenschlicher Beziehungen“
- so z.B. in Teams (Buddeberg 2004, 86 f.). Tagtäglich nehmen wir an kommunikativen Vorgängen teil: von der Art, sich zu verständigen und miteinander umzugehen. Der Inhalt meiner Hausarbeit ist also kaum etwas wirklich <
Da bis zu diesem Punkt bereits mehrere Begriffe fielen, die erklärungswürdig sind, möchte ich mit den folgenden Definitionen eine gemeinsame Basis schaffen. „Unter Kommunikation kann der Austausch von Wissen, Erfahrungen, Gedanken, Meinungen und Gefühlen zwischen Menschen und Übertragung von Nachrichten und Informationen durch Sprache, Bilder und andere Zeichen verstanden werden“ (Buddeberg 2004, 86 f.).
Im Projektmanagement wird Kommunikation als ‚die Fähigkeit, in der Hinwendung auf ein Ziel (hier: Projektziel) die Emotion sowie das Motiv des Gesprächspartners zu erkennen, zu akzeptieren und zum Mittelpunkt des eigenen Anliegens zu machen’ verstanden (Witt 1999, 91).
Als
Interaktion
bezeichnet man den wechselseitigen Ablauf von Mitteilungen zwischen zwei oder mehreren Personen. Der Begriff
Metakommunikation
bedeutet schließlich >>Kommunikation über Kommunikation<<, d.h.
Kommunikation wird selbst Gegenstand der Kommunikation (vgl. Buddeberg 2004, 86 f.). Ferner bedeutet er den „Kommunikationsprozeß mit geschultem Auge wahrzunehmen, Störungen zu bemerken und gegebenenfalls Änderungen einleiten“ (Fittkau 1987, 9 ff.). Als Rüstzeug für die Umsetzung von Metakommunikation
Kommunikationsmodell von Schulz von Thun angesehen werden. Eine Begriffsbestimmung steht jedoch noch aus, nämlich die des Teams. Im Grunde genommen ist ein „Team“ vielseitig auslegbar. Damit können z.B. Geschwister, Freundinnen oder Arbeitskollegen gemeint sein. Schlägt man ihn im Duden nach, findet man die Bedeutung a) „Mannschaft“ oder b) „Arbeitsgruppe“. Das Fremdwörterbuch definiert Team als Mannschaft im Sport oder als „Gruppe von Personen, die mit der Bewältigung einer gemeinsamen Aufgabe beschäftigt ist“. Allein diese zwei Abgrenzungsversuche zeigen ganz deutlich, daß der Begriff zuerst im Sportbereich gebräuchlich war und dann immer häufiger mit Gruppen im Unternehmen gleichgesetzt wurde.
„Schneider definiert Team in Anlehnung an die Wortherkunft als ‚…arbeitsbedingten Zusammenschluß mehrerer Personen zu einer Mannschaft, die effektiv harmonisch ‚Hand in Hand’ arbeitende Gruppe’“ (Witt 1999, 53 f.).
Diese Arbeitsgruppe besteht dabei aus verschiedenen Fachkräften, die zur Erfüllung ihrer Aufgabe zusammenarbeiten muss. Kennzeichen des Teams müssen daher sein: ‚…partnerschaftliches Verhalten, gegenseitige Anerkennung und Achtung und Achtung der fachlichen Qualifikation und persönliche Integrität, gleichberechtigte Mitbestimmung aller Teammitglieder bei der Diskussion von Methoden, Inhalten und Zielen der Arbeit… (ebd. ). Wenn im Folgenden vom Team gesprochen wird, ist basierend auf diesen Abgrenzungen immer eine Arbeitsgruppe gemeint, die zeitlich befristet, in einem notwendigen sehr engen Schulterschluss, an einem gemeinsamen Projekt arbeitet. Es handelt sich folglich ausschließlich um temporäre Teams. Im Projektmanagement sind hierbei vor allem die Heterogenität der Teammitglieder bezüglich Fachgebiet und Herkunft bezeichnend für diese spezielle Arbeitsgruppe (vgl. ebd.).
In einer Konferenz kann es genau deshalb hoch hergehen: „Mehr und mehr geraten einige Teilnehmer aneinander, suchen fieberhaft nach jeder Gesprächslücke, um als erster hineinzuspringen, die eigene Kompetenz herauszustellen, dem anderen Fehler nachzuweisen und die eigenen Interessen hinter wohltönenden Sachargumenten zu verstecken. 80 % der Beiträge sind Racheakte für erlittene Wunden. Jemand, der mehrfach übergangen wurde, ist längst in die innere Emigration gegangen und denkt: ‚Macht Euren Kram doch alleine!’ und setzt eine Leidensmiene auf“ (Fittkau 1987, 12 ff.). Aus diesem Grund sind die Inhalte der aufgeführten Definitionen (wie „partnerschaftliches Verhalten“) allenfalls Wunsch- und Zielvorstellungen, nicht aber ein Garant bei der Einstellung in ein Unternehmen.
Die einzelnen Aktivitäten innerhalb des sozialen Gebildes „Unternehmen“ werden aber primär durch den Austausch von Informationen, d.h. durch Kommunikation initiiert und auf das Gesamtziel ausgerichtet. „Ohne Kommunikation ist ein zielorientiertes Handeln mehrerer Individuen undenkbar. Kommunikation zählt somit - als ubiquitäres Phänomen sozialer Prozesse - auch mit zu den wesentlichen Bestandteilen der betrieblichen Wirklichkeit“ (Wahren 1987, 48).
Es stellt sich nun die Frage, weshalb in vielen Teams Konflikte vorprogrammiert scheinen, die vielmehr inter- bzw. intrapersonaler statt sachlicher Natur sind? So einzigartig und verschieden Individuen in ihrer Persönlichkeit erscheinen, so problematisch kann sich deren Kommunikation untereinander gestalten. „Wenn jemand etwas sagt, dann ist das, was er sagt, mitgeprägt von seinen grundlegenden Lebensinteressen. Und nicht nur die Mitteilung ist davon mitgeprägt, sondern bereits die Wahrnehmung der mitgeteilten Sachverhalte“ (Fittkau 1987, 12 ff.).
Die Fachliteratur spricht von selektiver (=auswählende) Wahrnehmung. Ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass Kommunikation immer vom Individuum und dessen erlebtem Eigenuniversum ausgeht. „Je nach unserer Lebenslage […] suchen und nehmen wir diejenigen Informationen auf, die uns ‚in den Kram passen’, d.h. die zur Stabilisierung unseres Weltbildes und unseres Selbstwertgefühles beitragen. Andersartige Informationen erleben wir als ärgerlich, vielleicht als Bedrohung. Und dem Sender solcher andersartiger Informationen menschlich nahezukommen und ihm überhaupt nur zuzuhören ist kein leichtes Kunststück“ (ebd.).
Nun aber die Frage an die Psychologie: Hat sie etwas anzubieten, um die zwischenmenschliche Kommunikation besser zu machen? Sie hat. Wer wirklich lernen (und umlernen) will, der erhält von der
Kommunikationspsychologie wichtiges Rüstzeug und einige Wegweiser.
Arbeit zitieren:
2006, Kommunikation in Teams, München, GRIN Verlag GmbH
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