Inhaltsverzeichnis
Einleitung 4
1. Einbettung des Forschungsthemas in den
wissenschaftlichen Kontext 5
2. Methodisches Vorgehen 6
3. Auswertung und Analyse der erhobenen Daten 9
4. Fazit 20
5. Reflexion des Forschungsprozesses
und der Methode 21
Anhang
a. Quellenverzeichnis 22
b. Tabellenverzeichnis / Abbildungsverzeichnis 23
c. Tabellen und Diagramme der SPSS-Auswertung 23
d. Fragebogen zum Semesterticket 25
3
Einleitung
Der Untersuchungsgegenstand "Semesterticket" hat sich aus dem Forschungsthema "Mobilität von Studierenden" herauskristallisiert und wurde von uns konkretisiert. Daraus ergab sich die Fragestellung: Wie stellen sich das Nutzungsverhalten und die Zufriedenheit der Studierenden an der Universität Potsdam mit dem Semesterticket dar? Das seit 2001 eingeführte Semesterticket an der Universität Potsdam führte bis heute immer wieder zu heftigen Kontroversen und Diskussionen. Es fundiert auf dem Solidarmodell und lässt daher eine Befreiung unmöglich erscheinen, denn nur in Ausnahmefällen, wie Urlaubssemester, Auslandsaufenthalt etc., ist eine Befreiung möglich 1 . Es stehen sich drei Lager gegenüber: die eine Gruppe sind die Nutzer, die andere Gruppe die Nichtnutzer (z. B. wegen Verfügbarkeit eines PKW´s) und letztere sind die Mischnutzer. Unsere empirische Forschung legte den Schwerpunkt auf das Nutzungsverhalten und die Zufriedenheit der Studierenden mit dem Semesterticket in Verbindung mit dem ÖPNV/ SPNV 2 . Die wissenschaftliche Fundierung unserer Forschung basiert auf der großen "AStA 3 -Umfrage“ von 2002, die kurz nach der Einführung des Semesterticket an der UP 4 durchgeführt worden war.
Nach Sichtung der Ergebnisse dieser Umfragen stellten wir fest, dass zwar untersucht worden war wie sich das Nutzungsverhalten der Studentenschaft darstellt, aber unseren Erachtens nach wurde der Aspekt der Zufriedenheit mit dem Semesterticket und dem ÖPNV/SPNV nicht ausreichend bedacht. In unserem Forschungsprojekt wurden diese fehlenden Aspekte der AStA-Umfrage mit aufgenommen, um das aktuelle Stimmungsbild der Studenten über das Semesterticket zu ermitteln und untersuchen zu können. Außerdem stellen die ausgewerteten Daten eine Ergänzung zur Verkehrsumfrage des AStA von 2002 dar. Mittels dieser Projektarbeit sollen die Vorbereitungen, gewählte Methoden, die Auswertung, Analyse und Darstellung der Ergebnisse von den erhobenen Daten erfolgen. Die Operationalisierung, Analyse und Auswertung der Daten wird einen erheblichen Teil der Arbeit ausmachen. Wir haben eine Hypothese aufgestellt, die sehr viele Unterfragen beinhaltet, z. B. wie viel % der Studierenden der UP welche Verkehrsmittel nutzen, wie ist die Zufriedenheit mit dem Semesterticket sowie dem ÖPNV, wie schätzen die
1 Sozialinfo für Studierende an Potsdamer Hochschulen, Hrsg.: GEW Brandenburg, Vierte, überarbeitete Auflage, 2008, S. 50-51.
2 Öffentlicher Personennahverkehr; Schienenpersonennahverkehr
3 Allgemeiner Studierenden- Ausschuss
4 Universität Potsdam
4
Studierenden den Kosten-Nutzen-Faktor ein, gibt es eventuelle Mischnutzungen etc. Wir werden versuchen in dieser Projektarbeit unsere Fragestellung anhand der Ergebnisse zu beantworten.
Einbettung des Forschungsthemas in den wissenschaftlichen
Kontext
Den Grundpfeiler unserer wissenschaftlichen Fundierung stellt die AStA-Umfrage von 2002 5 dar, bei der Daten über die Nutzung der Studierenden mit dem Semestertickets erhoben worden waren. Ergebnis der Umfrage war, dass der überwiegende Teil der Studentenschaft das Ticket u. somit den ÖPNV/SPNV nutzt und ein geringerer Teil es aufgrund von PKW-, Krad- u. Fahrradnutzung nicht in Anspruch nimmt. Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse, die vom AStA 2002 ausgewertet worden waren, denen zufolge 64,2% der Befragten Studierenden den ÖPNV/SPNV - de facto das Semesterticket - nutzen.
Die Forschungsfrage hat sich für uns durch fehlende Aspekte in der AStA-Umfrage, wie die Zufriedenheit mit dem Semesterticket und dem ÖPNV, vorhandene Mischnutzung von Studenten etc., ergeben. Die für uns wichtigen Aspekte haben wir in unserem Forschungsthema eingebettet und diese waren zugleich Schwerpunkt der empirischen Untersuchung. Zum Nutzungsverhalten und der Zufriedenheit von Studierenden der Universität Potsdam mit dem Semesterticket gibt es keine weiteren empirischen Untersuchungen als die schon erwähnte Verkehrsumfrage 2002 vom AStA der Universität Potsdam. Als Orientierung werden wir einige Studien anderer Universitäten und Verkehrsunternehmen zum Semester-
5 http://www.asta.uni-potsdam.de/semesterticket/verkehrsumfrage.pdf(2002) Hrsg.: Präsidium des Studierendenparlamentes, Januar 2003
5
ticket nutzen und vergleichen, wie die Strukturen der Semestertickets an anderen Universitäten gestaffelt sind, sofern ein derartiges Ticket für die Studenten angeboten wird.
Methodisches Vorgehen
Wir haben uns für die Methode des standardisierten Interviews in Form eines Fragebogens entschieden, womit wir unsere Datenerhebung (Feldarbeit) durchgeführt haben. Um eine Aussage über unsere empirische Untersuchung treffen zu können, haben wir festgelegte Fragen verwendet, damit eine identische Interviewsituation hergestellt werden konnte, um den Befragten nicht durch wechselnde Formulierungen derselben Fragen unterschiedliche Interpretationsvorgaben für seine Antworten zu geben. 6
Die Grundgesamtheit der befragten Gruppe für unser Forschungsprojekt wird schon in der Hypothese erwähnt - die Studentenschaft der UP. Die Daten wurden ausnahmslos aus der Untersuchungsregion der Universitätsstandorte Neues Palais, Golm und Griebnitzsee, infolge des studentischen Pendelverkehrs - bedingt durch die Zwei-Fächer Kombinationen des neuen Bachelor-Modells - erhoben. Da derzeitig mehr als 20.000 Studenten an der UP immatrikuliert sind, können unsere empirische Untersuchung und die daraus resultierenden Ergebnisse, die auf 82 ausgefüllten und gültigen Fragebögen basieren, nur eine Stichprobe der Grundgesamtheit wiedergeben. Das Semesterticket besitzt so gut wie jeder Student deshalb bot sich die quantitative Methode an. Ein Interview mit ausgewählten Personen hielten wir deshalb im Fall unseres Forschungsprojekts für nicht sinnvoll. Bei der Erstellung des Fragebogens sind wir in drei Blöcken vorgegangen: zunächst haben wir die Fragen konzipiert, die uns wichtig für unsere Projektstudie erschienen. Nachdem wir eine Anzahl von 25 Fragen erreicht hatten, waren wir der Meinung, dass dies ausreichend sei, denn vor zu vielen, schwerverständlichen und langatmigen Fragen schrecken die meisten Befragten zurück. Deshalb formulierten wir unsere Fragen kurz, konkret und schlüssig, damit Missverständnisse von vornherein ausgeschlossen werden konnten. Wir haben uns an den Faustregeln von Atteslander orientiert, die besagen: „Fragen sollten einfache Wörter enthalten; d. h. im Wesentlichen: keine Verwendung von nicht gebräuchlichen Fachausdrücken, keine Verwendung von Fremdwörtern und keine Verwendung von Abkürzungen oder Slangausdrücken. Fragen sollten kurz formuliert sowie konkret sein und keine bestimmte Beantwortung provozieren, d. h. Vermeidung von Suggestivfragen, neutral und nicht hypothetisch formuliert, sich nicht nur auf einen
6 Meier Kruker, V./Rauh, J., Arbeitsmethoden der Humangeographie, 2005.
6
Sachverhalt beziehen, keine doppelte Negationen enthalten und den Befragten nicht überfordern“ 7 .
Der zweite Teil beinhaltete das Layout des Fragebogens. Wir haben den Fragebogen leicht übersichtlich, einfach strukturiert und interessant gestaltet. Am Anfang des Fragebogens haben wir eine kurze Einleitung mit Begrüßung, Vorstellung und Sinnerläuterung zur Semesterticketstudie verfasst, die die Aufmerksamkeit und das Interesse der Befragtengruppe ansprechen sollte.
Der letzte Block der Fragebogenerstellung beinhaltete die Anordnung der Fragen im Fragebogen selbst. Die Einteilung unserer Fragen in drei Bereiche bildete zugleich den Leitfaden unserer Befragung:
1. Nutzungsverhalten der Studierenden der UP mit dem Semesterticket. In diesem
2. Zufriedenheit der Studierenden mit dem Semesterticket und dem ÖPNV/SPNV. 3. Persönliche Angaben.
Wir haben uns bei der Konstruktion der Fragen für überwiegend geschlossene Fragen entschieden, da wir die Daten der Befragten bei der Auswertung vergleichen wollten. Drei Fragen des Fragebogens haben die Möglichkeit von Mehrfachantworten, darunter ist natürlich auch die Frage, die den Filter einleitet. Als Alternative zu den nicht verwendeten offenen Fragen haben wir bei dem groß Teil der Fragen die Option „Sonstiges“ eingebettet, um dem Befragten die Einbringung seiner eigenen Meinung zu ermöglichen. Vereinzelt haben wir auch Fragen eingebaut, die bei der Bewertung dem Aspekt einer Rangfolge unterliegen - von sehr zufrieden bis unzufrieden, sehr gut bis schlecht, zu teuer bis sehr preiswert und wichtig bis unwichtig. Denn „geschlossene Fragen bieten den Befragten die Möglichkeit bzw. die Aufgabe, sich zwischen verschiedenen vorgelegten Antwortalternativen zu entscheiden. […] Geschlossene Fragen werden weiterhin besonders dann offenen Fragen vorgezogen, wenn auf ein hohes Maß an Vergleichbarkeit von Antworten
7 Atteslander, P., Methoden der empirischen Sozialforschung, 2003, S. 173-174.
8 Sozialinfo für Studierende an Potsdamer Hochschulen, Hrsg.: GEW Brandenburg, Vierte, überarbeitete Auflage, 2008, S. 50-51.
7
Arbeit zitieren:
Martin Krüger, 2009, Das Semesterticket der Universität Potsdam: Nutzungsverhalten und Zufriedenheit der Studentenschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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