Zusammenfassung
Innovative Ideen sind der Rohstoff für wettbewerbsfähige Unternehmen von Morgen. Mit Design Thinking, eine aus den USA stammende Kreativmethode zur Ideenfindung, werden auf völlig neuartige Weise Nutzerorientierte Produkte und Dienstleistungen gefunden, ausgewählt, hergestellt und getestet. Dabei basiert Design Thinking auf vier wesentliche Komponenten. Einem iterativen Prozess, der in mehreren Phasen klar strukturiert ist und, falls nötig, wiederholende Schleifen besitzt. Einer eigenen Wertvorstellung, die das frühe Produzieren von Prototypen und Begehen von Fehlern bevorzugt, um später Folgekosten zu vermeiden. Interdisziplinäre Teams um möglichst vielfältige Herangehensweisen an Problemstellungen zu gewährleisten, sowie ein mobiles Raumkonzept das kreatives Arbeiten im Stehen, Schreiben, Sitzen oder Liegen bestmöglich unterstützt.
Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich zunächst mit den unterschiedlichen Definitionen von Design Thinking und den wichtigsten Voraussetzungen um die Methode durchführen zu können. Im Hauptteil der Arbeit sind die wichtigsten Design Thinking Prozesse, die aus unterschiedlichsten Quellen herausgearbeitet wurden, zusammengefasst. Am Ende sind praktische Beispiele von Design Thinking Projekten angeführt die zeigen, welch breites Spektrum an Problemstellungen gelöst werden können.
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Abstract
In the future innovative ideas will be an important resource of competitive companies. With design thinking, a method for creative solutions developed in the US, it provides an essential ability to combine empathy, rationality and creativity to meet use needs and drive business success. The method can be divided into four components. An iterative process, which is structured in different steps. The possibility of early stage prototypes, to reveal problems and mistakes during the development process as soon as possible. Multidisciplinary teams, who combine different views and ideas, contributing to a maximum scope of design using mobile workstations. This bachelor paper is aimed to inform about the definitions and processes of Design Thinking. On the last pages some examples from practice will show the variety of problem solving.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 7
1.1 Ausgangssituation. 7
2 Definition von Design Thinking 8
2.1 Design Thinking nach Tim Brown 8
2.2 Design Thinking nach dem Hasso-Plattner-Instiut 10
2.3 Design Thinking nach Roger Martin 10
2.4 Design Thinking nach Herbert Simon 10
3 Voraussetzungen für Design Thinking: 12
3.1 Teamzusammensetzung. 12
4 Design Thinking Prozesse und Werkzeuge: 15
4.1 Prozess nach Gavin Ambrose und Paul Harris 15
4.1.1 Definition 16
4.1.2 Recherche 17
4.1.3 Ideenfindung 17
4.1.4 Prototyping 18
4.1.5 Auswahl 19
4.1.6 Umsetzung 19
4.1.7 Lernen 19
4.2 Prozess nach dem HPI, der School of Design Thinking 19
4.2.1 Verstehen 21
4.2.2 Beobachten 21
4.2.3 Standpunkt definieren 22
4.2.4 Ideen finden 22
4.2.5 Prototypen entwickeln 22
4.2.6 Testen 23
4
4.3 Design Thinking Prozess nach Prof. Dr. Robert Bauer 24
4.3.1 Verstehen 24
4.3.2 Phantasieren 25
4.4 Realisieren 26
5 Beispiele von Design Thinking Projekten 27
5.1 Erfindungen von Isambard Kingdum Brunel 27
5.2 National Endowment for Science Technology and the Arts (NESTA) 27
5.3 Die letzte Meile beim privaten Einkauf 28
5.4 „Keep the change“- Service der Bank of America 28
5.5 „Swiffer Carpetflick“ von Procter Gamble 29
6 Persönliches Resümee. 30
7 Literaturverzeichnis 31
5
Abbildungsverzeichnis
Abb.1: Beispiel eines T-Profils Abb.2: Beispiel eines T-Profils eines Design Thinking Teams Abb.3: Sieben Schritte des Design Thinking Prozesses Abb.4: Prototyp für Operationswerkzeug Abb.5: Design Thinking Prozess nach Hasso-Plattner-Institut Abb.6: Design Thinking Prozess nach Prof. Dr. Robert Bauer
Abkürzungsverzeichnis
USA United States of America HPI Hasso Plattner Institut IDEO Design Unternehmen aus Amerika NESTA National Endowment for Science Technology and the Arts
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1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
In den SechzigerJahren des vergangenen Jahrhunderts haben Designer die Erfahrung gemacht, dass Sie immer häufiger eng mit anderen Disziplinen, wie etwa Konstrukteuren, Ingenieuren und Wissenschaftlern zusammen arbeiten mussten. Häufig gab es Kommunikationsprobleme, wenn es darum ging, den Kreativprozess anderen verständlich zu machen. Jeder Designer hatte zwar ein Gefühl dafür was er machen sollte, jedoch fehlte es an Theorie und Methoden die das Vorgehen allgemeinverständlich beschrieben. Ende des vorigen Jahrhunderts entwickelt man die Vorstellung, Design als einen sozialen Prozess zu definieren. Ziel war es sich nicht mehr, sich rein auf die Lösungssuche zu konzentrieren, sondern stärker auf die Formulierung der zu lösenden Aufgabe und Probleme einzugehen. 1
Die neue Methode „Design Thinking“, nutzt die aus den Designprozessen gewonnene Erkenntnis zur Innovationsentwicklung und stellt sowohl einen exzellenten Entwicklungsansatz für Produkte als auch Dienstleistungen dar. Wichtigstes Kriterium bei der Entwicklung ist das eigentliche Bedürfnis des Kunden, der sogenannte „human centered developement“ Ansatz. 2
1 Vgl.: Plattner, Hasso/Meinel, Christoph/Weinberg, Ulrich (2009): Design Thinking. Innovation
lernen - Ideenwelten öffnen. München: FinanzBuch Verlag GmbH. S. 68.
2 Vgl.: Pratschke, Margarete/Grots, Alexander (2009): Design Thinking - Kreativität als Methode.
Marketing Review St.Gallen. Gabler Verlag. S. 18.
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2 Definition von Design Thinking
Um ein besseres Verständnis für den Begriff „Design Thinking“ zu bekommen, muss man sich bewusst machen, dass das Wort „Design“ im deutschsprachigen Raum etwas anderes beschreibt als im englischen Sprachraum. Design beschreibt im deutschsprachigen Raum weitgehend die Gestaltung von Dingen und Produkten unter künstlerischen und formalen Aspekten. Im englischen Sprachgebrauch beschreibt das Verb „design“ hingegen das bewusste und planmäßige Gestalten von Objekten, Systemen oder Strukturen. 3 Das Zusammenführen von „Design“ und „Thinking“ beschreibt einen durchdachten Prozess für das Entwickeln neuer Produkte und Dienstleistungen. Dabei ist Design Thinking mehr als eine Strategie. Es soll als Kultur des Denkens und Arbeitens verstanden werden, die größere Zusammenhänge aufdeckt und sichtbar machen kann und gleichzeitig den Menschen, seine Wahrnehmungen und Erfahrungen, sowie seine soziale und kulturelle Umgebung in den Mittelpunkt stellt. 4
Nachfolgend sind unterschiedliche Definitionen von Design Thinking angeführt. Diese sind zwar auf den ersten Blick, beeinflusst von der beruflichen Vorgeschichte des jeweiligen Entwicklers, unterschiedlich verfasst, das Kernelement jeder Definition beschreibt jedoch sehr gut was unter Design Thinking zu verstehen ist.
2.1 Design Thinking nach Tim Brown
Thomas Edison entwickelte die elektrische Glühbirne und schuf in weiterer Folge einen neuen Industriezweig. Die Glühbirne wird oft als seine wertvollste Erfindung gesehen. Edison bemerkte jedoch, dass seine Erfindung in einer Welt ohne
3 Vgl.: Plattner, Hasso/Meinel, Christoph/Weinberg, Ulrich (2009): Design Thinking. S. 59.
4 Vgl.: Beckerath, Verena (2009) Design Thinking. Innovation lernen - Ideenwelten öffnen.
München: FinanzBuch Verlag GmbH. S. 59.
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Arbeit zitieren:
Ing. Stefan Ponsold, 2010, Design Thinking, München, GRIN Verlag GmbH
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